Es ist Samstagabend und Cora Hübsch ist 33, Single und unglücklich. Der Mann, den Sie vor Kurzem kennengelernt hat und mit dem Sie Tage zuvor eine Nacht verbracht hat, hat sie noch nicht angerufen. Das ungeschriebene Gesetz verbietet ihr, ihn selbst anzurufen, das wäre schwach. Gut, dass Coras Freunde Jo und Big Jim ihr beratend zur Seite stehen. Wird er noch anrufen?
Ich lese schon seit vielen Jahren mit Vergnügen Ildikó von Kürthys Kolumne in der Brigitte und wollte daher auch einmal eines ihrer Bücher lesen, auch wenn die normalerweise inhaltlich nun wirklich nicht in mein Beuteschema fallen. Reine Chick Lit, die in der Gegenwart spielt, nö, eigentlich nicht mein Ding. Doch das Buch ist nicht dick und ich wusste, dass ich die Autorin sympathisch finde, also habe ich mich rangewagt. Das Buch war dann auch genauso, wie ich es erwartet hatte: nichts Weltbewegendes, aber lustig, und eine nette, entspannende Lektüre für zwischendurch, insbesondere, wenn man wie ich vorher ein anstrengendes Sachbuch gelesen hat. Cora erzählt aus der Ich-Perspektive abwechselnd von der aktuellen Lage und in Rückblicken von bisherigen Episoden und wie sie den Traummann Daniel kennengelernt hat. Stellenweise habe ich schon laut gelacht, etwa bei Coras Steinzeitvergleich auf S. 43. Jo findet nämlich nicht den Richtigen, weil sie ihre Mammuts selber jagen will, womit die Männer nicht klarkommen. Oder wenn Cora erzählt, dass sie bei Besuch, um Eindruck zu schinden, immer die Schlagzeile: „Bonn in Sorge – Kohl denkt nach“ an den Kühlschrank klebt, die sie mal ausgeschnitten hat.
Wie bereits erwähnt, das Genre interessiert mich nicht, aber ich wurde gut unterhalten und kann das Buch durchaus allen empfehlen, die nach einem lustigen Frauenroman auf recht gutem Niveau suchen.