Michael Andreas Helmuth Ende was a German writer of fantasy and children's literature. He was the son of the surrealist painter Edgar Ende.
Ende was one of the most popular and famous German authors of the 20th century, mostly due to the enormous success of his children's books. However, Ende was not strictly a children’s author, as he also wrote books for adults. Ende claimed, "It is for this child in me, and in all of us, that I tell my stories," and that "[my books are] for any child between 80 and 8 years" (qtd. Senick 95, 97). Ende’s writing could be described as a surreal mixture of reality and fantasy. The reader is often invited to take a more interactive role in the story, and the worlds in his books often mirror our reality, using fantasy to bring light to the problems of an increasingly technological modern society.
Ende was also known as a proponent of economic reform, and claimed to have had the concept of aging money in mind when writing Momo. He was interested in and influenced by anthroposophy.
Die unendliche Geschichte (The Neverending Story) is Ende's best known work. Other books include Momo and Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (Jim Button and Luke the Engine Driver). Michael Ende's works have been translated into more than 40 languages and sold more than 20 million copies, and have been adapted into motion pictures, stage plays, operas and audio books.
Es gibt Bücher, die man liest - und es gibt Bücher, die einen still an der Seele berühren und noch lange weiterflüstern, wenn man die letzte Seite längst geschlossen hat. Momo war für mich genau so ein Buch.
Ich hatte erwartet, in eine märchenhafte Geschichte einzutauchen. Was ich nicht erwartet hatte, war, dass mich dieses Buch so tief treffen würde. Zwischen all der leisen Magie und dieser beinahe schwerelosen Sprache hielt mir Michael Ende plötzlich einen Spiegel vor. Ich musste erschrocken erkennen, wie sehr wir selbst längst in einer Welt leben, in der Zeit nicht mehr gefühlt, sondern nur noch verwaltet wird.
Während ich gelesen habe, hatte ich immer wieder dieses seltsame Gefühl, als würden die grauen Herren (sie machen das Leben grau und trist) nicht nur durch Momos Welt schleichen, sondern auch durch unsere. Durch unseren Alltag. Durch unsere Gedanken. Durch dieses ständige Gefühl, produktiver sein zu müssen. Schneller zu werden. Noch mehr Pflichten in einen ohnehin übervollen Tag zu pressen. Und vielleicht war genau das der Moment, in dem dieses Buch für mich von einer schönen Geschichte zu etwas viel Größerem wurde.
Denn Momo erzählt nicht laut. Es jagt nicht von einer dramatischen Szene in die nächste. Es braucht keine Schockmomente.
Seite für Seite wurde ich tiefer hineingezogen in eine Welt, die gleichzeitig zart und düster ist, voller Wärme und doch von einer stillen Melancholie durchzogen. Eine Welt, die sich wie ein Märchen anfühlt und gleichzeitig erschreckend nah an unserer eigenen liegt.
Am meisten berührt hat mich jedoch Momos besondere Gabe: nicht zu kämpfen, sondern zuzuhören. Wirklich zuzuhören. Und genau darin liegt vielleicht die größte Magie dieser Geschichte.
Momo ist ein zeitloses, tiefgründiges Werk über das, was in unserem Leben wirklich kostbar ist. Dieses einfache, fast vergessene Zuhören. Dieses stille Dasein für einen Menschen. Ohne zu urteilen. Ohne sofort Antworten geben zu wollen. Vor allem: ohne ständig auf die Uhr zu sehen.
Ein beeindruckendes Buch, das mich nicht nur verzaubert, sondern auch nachdenklich zurückgelassen hat.