Aus der Schlacht … in die Legenden Narvila, Aiby, Decanra, Cinn und Mef wurden als Königstöchter geboren – heute sind sie eine Truppe knallharter Söldnerinnen. Mit Schwertlanze und Streitaxt stellen sie sich allen Bestien und Bastarden, wobei sie besonders oft Maiden in Nöten retten. Doch nun erhalten die Prinzessinnen den Auftrag, Prytos zu beschützen, den großen Helden des Götterkrieges, dessen Unsterblichkeit allerdings so gut wie aufgebraucht ist. Als Leibwächterinnen der ungebrochen selbstherrlichen und draufgängerischen Legende müssen es Narvila und die anderen mit Dämonen, Zauberern, Drachen, Seeungeheuern und Untoten aufnehmen. Und natürlich mit Prytos selbst …
Lange hab ich drauf gewartet und gehibbelt: Im November erschien „Die Prinzessinnen: Helden und andere Dämonen“ von @misterendres. Meine absolute Hype Reihe und mein Highlight dieses Jahr. Starke Frauen, fantastische Wesen, kinoreife Kämpfe und royal-versaute Ausdrucksweisen - das sind die Prinzessinnen.
Dieses Mal müssen die Prinzessinnen den Helden des Götterkrieges beschützen. Prytos gilt als unsterblich, doch die Unsterblichkeit kann man durchaus auch aufbrauchen. Natürlich ist der Weg nicht einfach und ihnen begegnen die verschiedensten Monster und Dämonen. Die schwierigste Aufgabe ist aber wohl Prytos 24/7 zu ertragen, denn der hat eine wirklich… einnehmende Persönlichkeit.
Wie schon im ersten Band wird es blutig, brutal und super lustig. Man könnte meinen, der große Held Prytos ist der beste und stärkste Kämpfer jemals, schon weil er nicht müde wird das andauernd zu erwähnen. Doch mit den big Dick Prinzessinnen kann er leider nicht mithalten.
Neben bekannten Wesen und Kreaturen erfindet Christian auch ganz neue Monster, die sich den HeldInnen in den Weg stellen. Außerdem gibt es immer kleine Erzählungen aus der Vergangenheit der Prinzessinnen. Mein Favorit war eine kurze Cinderella Adaption á la Cinderella gone bad.
Die freche und rotzige Ausdrucksweise konnte mich sehr zum Schmunzeln bringen, aber auch die Kämpfe und Schlachten waren sehr cool mitanzusehen.
So wie Prytos nicht müde wird sich selbst zu loben, werde ich nicht müde euch die Reihe zu empfehlen. Ich möchte noch viel mehr von den Prinzessinnen lesen. Aktuell gibt es auch ein kurzes Holiday Special zu Weihnachten, in das ihr auch reinlesen könnt.
Der erste Band rund um die Prinzessinnen von Christian Endres war einfach atemberaubend und gigantisch. Etwas richtig cooles, was mir bis dato noch gar nicht begegnet war. Ich hab es unglaublich gefeiert und vergöttert. Daher war mein Interesse an Band 2 auch unglaublich groß, außerdem war ich mehr als gespannt, wie es mit den Mädels weitergehen würde.
Der Schreibstil des Autors ist auch hier wieder unglaublich fesselnd und bildgewaltig. Dazu eine Atmosphäre, die einem einfach den Atem verschlägt. Neben den Prinzessinnen kommen wir auch in Berührung mit zwei weiteren Protagonisten. Prytos und Kaer. Bei Prytos möchte man einfach nur ganz weit weglaufen und nicht mehr zurückblicken. Überheblich, selbstverliebt und aufbrausend. Zudem scheint er in einer Zeitschleife festzustecken, anders ist seine Art nicht zu erklären. Kaer mochte ich dagegen total gern. Er hat das Herz am rechten Fleck, ist verantwortungsbewusst und die Inkarnation von Loyalität, Vertrauen und Treue. Bei den Prinzessinnen hat mich Narvila wieder sehr begeistert und mir mit ihrer Art einfach das Herz erwärmt. Wir erfahren hierbei unterschiedliche Perspektiven, je nachdem, wer gerade im Zentrum des Geschehens steht. Was für viel Tiefe und Raum zur Entfaltung sorgt. Zudem lernt man besonders die Prinzessinnen unglaublich gut kennen. Sie sind absolut authentisch und greifbar.
Der Einstieg ging richtig flott und ich war einfach begeistert. Mef, Cin, Ailby, Dec und Narvila mischen auch hier wieder ordentlich alles auf. Wobei sie auch hier belächelt und nicht immer ernst genommen werden. Was zu einigen Disputen führt. Dramatisch und etwas unschön wird es ,wenn man einen gealterten und selbstverliebten Helden beschützen soll und dieser einen Egotrip schiebt. Autsch. Das sorgt für mächtig Zündstoff und Aggressivität. Es gibt heiße Debatten, sehr viel Action und den ein oder anderen Dämonen, mit denen nicht zu spaßen ist. Der Autor beweist wieder wahnsinnig viel Kreativität bei den magischen Wesen und hat mich gerade damit wieder mehr als begeistert. Damit schickt er uns auf völlig andere Sphären, in denen all die Stärke und der Mut unter Beweis gestellt werden.
Sehr viel Einfühlungsvermögen beweist der Autor mit den Zwischenkapiteln, die in der Vergangenheit spielen und den Prinzessinnen noch mehr Tiefe und Ausdruckskraft verleihen. Das sind Momente, die unglaublich viel über ihr Leben und warum sie diesen Weg eingeschlagen haben, erzählen. Oft dramatisch, aber immer sehr berührend, interessant und voller Finesse. Prytos verpasst dem zweiten Band mit seiner Art einen kleinen Dämpfer, was die Prinzessinnen jedoch mit ihrer Stärke und ihrer Dynamik wieder ausgleichen. Insgesamt ein sehr guter Nachfolger,auch wenn er etwas schwächer ist als der erste. Der Held war einfach so anstrengend. Manchmal ist es besser ,die Helden zu meiden,sie machen nur alles komplizierter und nervenaufreibender. Ich bin gespannt, wohin uns das nächste Abenteuer führen wird.
Fazit: Im zweiten Band rund um die Prinzessinnen von Christian Endres wird viel diskutiert, viel gekämpft, aber auch auf zwischenmenschlicher Ebene enorm viel geboten. Man braucht allerdings ein starkes Fell, wenn man mit unserem Helden hier klarkommen möchte. Insgesamt sehr gut, aber etwas schwächer als der erste. Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.
Die Prinzessinnen gehen wieder einmal ihrer Berufung nach, sie wurden zum Schutz der Prinzessin Tiarlak angeheuert, die auf dem Weg zu ihrem zukünftigen Ehemann ist. Tatsächlich gibt es einen Überfall auf die Gruppe, der schon fast abgewehrt wurde, als sich ein Mann einmischt, den letzten Angreifer tötet und sich als derjenige aufspielt, der die Gruppe gerettet hat. Es handelt sich um den Prytos, den unsterblichen Helden der Götterkriege. Anscheinend steht es mit der Unsterblichkeit aber nicht mehr allzu gut, und so werden die Prinzessinnen von Prytos' Begleiter angeheuert, den Helden auf dem Weg in seine Heimatstadt, wo er sich zur Ruhe setzen soll, zu beschützen. Schnell ist man genervt von Prytos, wird ihn aber doch nicht so schnell los, wie erhofft, denn es steht Unheil bevor, das man nur gemeinsam bekämpfen kann.
Die Prinzessinnen sind eine Söldnerinnengruppe aus, wie der Name schon sagt, (ehemaligen) Prinzessinnen, aus verschiedenen Gründen konnten oder wollten sie das Leben einer Prinzessin nicht weiterführen. Der erste Band der Prinzessinnen-Reihe hat mir gut gefallen, für mich war die Geschichte damit aber abgeschlossen, ich war überrascht, dass bereits ein weiterer Band angekündigt worden war. Nun, nachdem ich diesen gelesen habe, bin ich froh über die Fortsetzung, denn sie hat mir gut gefallen, sogar noch etwas besser als der erste Band. Und nun hoffe ich natürlich, dass die Reihe noch länger weitergeführt wird.
Auch hier gibt es wieder zwei Erzählebenen. In mit „Einst“ überschriebenen Kapitel erfahren wir weiteres aus dem vorherigen Leben der Prinzessinnen, teilweise bevor sie zueinander gefunden hatten. Die Rückblenden passen jeweils gut zum aktuellen Geschehen und sind auch für sich gut zu lesen. Die Kapitel, die mit „Narvila“ überschrieben werden, erzählen das aktuelle Geschehen. Narvila ist als letzte zur Gruppe gestoßen, die Geschichte darüber kann man im Vorgängerband erfahren. Wem übrigens das eine oder andere bekannt vorkommt, Christian Enders hat ein paar mehr oder weniger gut versteckte Anspielungen eingebaut, wie z. B. einen etwas anderen Froschkönig.
Prytos ging auch mir schnell auf die Nerven, seine Prahlereien und sein Verhalten sind schon fast die Parodie eines Helden. Sein Begleiter Kaer dagegen ist sympathisch. Seine Familie dient Prytos bereits in dritter Generation, er ist nicht nur Begleiter sondern verwaltet auch die Finanzen, macht Werbung und räumt auf.
Wie aus dem Vorgängerband gewohnt, ist die Geschichte spannend, actionreich und bildhaft erzählt. Blut und andere Flüssigkeiten spritzen nur so durch die Gegend, die Sprache der Prinzessinnen ist sehr derb, Schimpfwörter und nicht jugendfreien Humor, hier vor allem auf Prytos Kosten, können sie gut. Gleich der erste Satz des Roman gibt bereits den Weg perfekt vor.
Band 2 der Prinzessinnen-Reihe hat mir noch etwas besser gefallen als Band 1, das kommt nicht oft vor. Wieder geht es actionreich, blutig und derbe zu. Dieses Mal ist ein Held zu beschützen, eine neue Erfahrung für die Gruppe, und nicht nur wegen verschiedener Angreifer nicht einfach. Ich freue mich auf weitere Bände und vergebe gerne eine Leseempfehlung für die bisherige Reihe.
Als ich mich auf die Fortsetzung der "Die Prinzessinen"-Reihe einließ, hoffte ich auf eine tiefere und fesselnde Handlung, die mich mehr packen würde wie der erste Teil. Leider muss ich gestehen, dass meine Erwartungen nicht erfüllt wurden.
Die Handlung des Buches wirkt bedauerlicherweise etwas flach. Obwohl sich im Vergleich zum Vorgänger ein deutlicher roter Faden durch die Geschichte zieht, fehlt es an der nötigen Tiefe, um die Charaktere und ihre Entwicklungen wirklich greifbar zu machen. Kämpfe geraten oft viel zu kurz, wirken nicht nach einer Herausforderung und Verletzungen scheinen keinen wahren Einfluss zu haben.
Es ist unübersehbar, dass der Autor sich von alten Märchen und Filmen wie "Der Zauberer von Oz" oder "Das letzte Einhorn" inspirieren ließ. Diese waren oft noch mit das beste am Buch, genauso wie die Rückblicke, die oft interessanter waren als die eigentliche Handlung. Es scheint fast so, als hätte der Autor sich zu stark von den "The Witcher"-Büchern beeinflussen lassen, ohne jedoch deren düstere Atmosphäre, komplexe Charaktere und moralischen Dilemmata zu erreichen.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die übermäßige Verwendung des F-Worts. Obwohl ich derben Sprachgebrauch nicht per se ablehne, hätte ich mir hier mehr Vielfalt gewünscht. Die ständige Wiederholung dieses Ausdrucks trägt nicht unbedingt zur Authentizität bei, sondern wirkt eher überstrapaziert.
Trotz dieser Kritikpunkte gibt es auch positive Aspekte. Der Schreibstil des Autors bleibt flüssig und leicht verständlich, was das Lesen angenehm gestaltet. Die Idee eines roten Fadens durch die Geschichte ist lobenswert, auch wenn die Umsetzung Raum für Verbesserungen bietet.
Insgesamt betrachtet bleibt "Die Prinzessinen - Helden und andere Dämonen" hinter meinen Erwartungen zurück. Fans von klassischen Märchen und Fantasy-Elementen mögen Gefallen an den bekannten Referenzen finden, doch für diejenigen, die nach einer tiefgründigen Handlung und originellen Ideen suchen, könnte die Geschichte nicht ausreichend sein. Es bleibt zu hoffen, dass mögliche Fortsetzungen diesen Mängeln entgegenwirken und die Reihe zu ihrer eigenen, einzigartigen Identität finden lässt.
Die Prinzessinnen haben einen neuen Auftrag. Dieses Mal sollen Aiby, Decanra, Cinn, Mef und Narvila Prytos beschützen, den großen Helden des Götterkrieges. Der ist zwar eigentlich unsterblich und inzwischen weit über 100 Jahre alt, dennoch scheint seine Kraft zu schwinden. An seiner Seite müssen die fünf Söldnerinnen sich - neben seinen Prahlereien und Eigenheiten - mit Monstern aller Art herumschlagen, doch plötzlich steht das Schicksal der Menschheit auf dem Spiel.
„Helden und andere Dämonen“ ist der zweite Band der Reihe rund um die fünf Söldner-Prinzessinnen aus der Feder von Christian Endres. Erzählt wird nach demselben Schema wie in Band 1, also abwechselnd aus Narvilas Perspektive in der Gegenwart und einer Rückblende in die Vergangenheit der Prinzessinnen. Leider sind, im Gegensatz zum ersten Band, diese Rückblenden nicht immer zielführend. Manchmal liefern sie zwar Kontext zu einer Szene in der Gegenwart oder beleuchten das alte Leben der Prinzessinnen, teilweise sind sie aber auch obsolet oder wiederholen Dinge, die wir bereits in Band 1 erfahren haben. Hier wäre mir ein „Was bisher geschah“ zu Beginn des Romans lieber gewesen.
Ich muss es auch ehrlich zugeben: In diesem zweiten Band fehlt mir der Charme der Reihe. In Band eins stehen sympathische, kämpferische Frauenfiguren im Fokus. Nun dreht sich alles um den selbstgefälligen Helden Prytos, der zudem die Dynamik zwischen den Prinzessinnen verändert, denn nicht alle von ihnen sind einverstanden, ihn während seiner „Abenteuer“ zu beschützen. Zudem hatte ich das Gefühl, dass die Prinzessinnen sich teilweise ganz anders verhalten, als der Autor es im ersten Band aufgebaut hat.
Auch der Handlungsverlauf hat leider seine Schwächen. Unsere Charaktere reisen von Punkt A, nach B, nach C, nach D und treffen auf die unterschiedlichsten Monster. Erst später kommt eine tatsächliche Aufgabe und damit ein Spannungsbogen hinzu und auch Prytos erhält ein etwas runderes Profil. Das Ende lässt schließlich mindestens einen weiteren Band plausibel erscheinen – da hoffe ich dann auf die Rückkehr zu den Qualitäten von Band 1.
Meine Lieblings Girl-Gang wieder zu rasanten Abenteuern unterwegs. Diesmal zusammen mit dem legendären Helden Prytos, der alles andere als einfach u. nicht immer heldenhaft ist. Großartig witzig, unglaubliche Kämpfe, wundervolle Charakterentwicklungen und volle Frauenpower voraus!