Kants "Kritik der praktischen Vernunft" (1788) steht zu Unrecht oft im Schatten der "Kritik der reinen Vernunft" und der "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten". Tats�chlich sind die Grundelemente der Kantischen Moralphilosophie im Gegensatz zu vielen Thesen der ersten Kritik bis heute weitgehend anerkannt, und erst der Nachweis der zweiten Kritik, dass Freiheit wirklich ist, macht "den Schlussstein von dem ganzen Geb�ude eines Systems der reinen, selbst der spekulativen Vernunft aus". Entlang der Stichworte reiner Wille, gesetzgebende Form der Maxime, transzendentale Freiheit, Autonomie und Faktum der Vernunft zweigt Kant in der "Analytik", dass reine Vernunft "f�r sich" praktisch sein, n�mlich den Willen bestimmen kann. Die "Dialektik" sichert den Ideen von der Existenz Gottes und der Unsterblichkeit der Seele objektive Realit�t und untersucht das Verh�ltnis von theoretischer und praktischer Vernunft. Die "Methodenlehre" schlie�lich skizziert eine Theorie moralischer Erziehung, die f�r den heutigen Ethikunterricht noch aktuell ist. Die zw�lf Beitr�ge dieses kooperativen Kommentars rekonstruieren die Argumente eines Schl�sseltextes der Moralphilosophie und pr�fen die sachliche �berzeugungskraft.
Überhaupt nicht mein Buch...ich wollte etwas über Kant erfahren, ein Buch lesen, wo ich leichter Zugang finde zu seiner Philosophie. Und ich habe mir dieses Buch geholt, weil explizit "praktische Vernunft" draufsteht. Aber es geht um alle möglichen Werke von Kant. Außerdem wird nicht kritisch mit den Werken umgegangen. Kant wird immer verteidigt. Der Autor findet selten eine Schwachstelle und selbst die wird nicht wirklich ausdiskutiert. Was mich auch genervt hat: Der Autor verwendet eine unglaublich komplizierte Sprache. Als ob er sagen will: "Schaut mal wie klug ich bin!" Sorry, aber man kann auch verständlich die Gedankengänge erklären. Ich weiß nun nicht wirklich, was Kant denn so geschrieben und gedacht hat. Ich weiß nun, dass der Autor Kant liebt