1874. .: ... worden, nein, um der furchtbaren Wahrheit willen, mit der Thomas Hood den den, hoffnungslosen Iammer einer Menschenrasse blo legt, -- dieses Lied vom Hemde," die Marseillaise des Weibes von der Nadel. Aber nein, keine Hymne, ein Todtenlied, ein Grabgesang ber dem Abgrund des Volksschmerzes Wenn Frauen der mittleren und h heren St nde als verm genslose Wittwen oder Unverheirathete sich nach Existenzmitteln ausschauen, so bieten sich ihnen nur die Erwerbszweige dar, die bereits von Ungl cklichen berf llt sind. Diese Arbeitsgebiete werfen nur so viel Gewinn ab, als f r ihre Lebensfristung unumg nglich nothwendig ist -- wenn sie mit Flei und gutem Willen die Kunst erlernt haben, mit wenig Nahrung auszukommen. Die weiblichen Z glinge von St. Denis in Frankreich sind T chter oder Waisen h herer Ofsiziere. Diese Anstalt ist vollst ndig in Verruf gekommen, ja man ist so weit gegangen, zu behaupten, da sich unter den Gefangenen von St. Lazare 20 fr here Sch lerinnen dieser Anstalt befunden. Das Unterrichts-Programm der Anstalt enth lt alle f r eine zuk nftige Hausfrau nothwendigen Kenntnisse: die K che, die Arbeiten des Waschhauses, das Kleidermachen u. f. w. Die W sche des Etablissements wird von den Sch lerinnen selbst verfertigt. Gewi sch tzenswerthe Kenntnisse f r die Frau, die am h uslichen Heerde leben kann. Man vergi t, da ein gro er Theil der M dchen der mittleren und h heren St nde, die sich mit ihrem Verm gen keinen Mann kaufen k nnen, f r ihre Existenz auf ihre eigene Th tigkeit angewiefen ist. Wenn der m nnliche Frei sch ler die Anstalt verl t, ffnet sich ihm eine ehrenvolle, auch wohl gl nzende Laufbahn. Mit 18 Iahren mu die weibliche Freisch lerin die Anstalt verlassen; sie wird in die We...
Mochte ich mehr, als gedacht! Auch, wenn ich es für eine Hausarbeit über das Frauenstudium im deutschen Kaiserreich, speziell zur Zulassung zum Medizinstudium, gelesen habe, hat mich vor allem ihre Rhetorik geflasht. Hedwig Dohm zitiert ihre Antagonisten an, lässt sie quasi auftreten und kontert dann gegen sie, indem sie das Ganze wie ein Gespräch inszeniert. Aber ist es wirklich ein Gespräch, wenn ihre Gegner danach nicht mehr zu Wort kommen können? Fand ich persönlich sehr geschickt und auch ihre spitzen/provokanten Gegenargumente waren super spannend zu lesen. Mochte ich mehr als Louise Otto-Peters :P