Martin Abel ist Fallanalytiker und eigentlich gerade in Wien beschäftigt. Dann wird er kurzfristig nach Köln beordert, denn dort treibt ein besonders brutaler Serienmörder sein Unwesen und muss unbedingt gestoppt werden! An seine Seite stellt man Martin Abel die 32-jährige Hannah Christ, die ebenfalls Fallanalytikerin ist und von Martin noch etwas zu lernen hofft. Doch Martin ist ein Eigenbrötler und arbeitet lieber für sich alleine. Wird es den beiden trotzdem gelingen, ein Team zu bilden und den Täter zu fangen?
* Meine Meinung * Genial! Von der ersten Seite an hat mich das Buch gefesselt, und ich mochte es kaum noch aus der Hand legen! Es ist sehr, sehr spannend geschrieben. Es gibt verschiedene Erzählstränge. Die beiden Kommissare Martin Abel und Hannah Christ stehen im Vordergrund, aber man erfährt auch immer wieder etwas über den Mörder und seine Taten. Sehr gut hat mir gefallen, dass es auch Einblicke in die Vergangenheit des Mörders gibt und der Leser so erfährt, was ihn letztendlich so brutal und kaltherzig hat werden lassen. "Blutsommer" ist zudem sehr gut recherchiert und durchdacht, und die Figuren wirken alle sehr echt und lebendig. Besonders Martin Abel hat mir gut gefallen! Er hat einen harten Kern, ist aber ein liebenswerter Mensch! Ich freue mich auf weitere Bücher dieser Reihe!
Hat mir leider nicht gut gefallen :( zu viel Klischee, Monstertäter, oft sehr detaillierte unnötige Beschreibung von Geschlechtsteilen. Wollte eigentlich den Näher lesen, fange aber ungern mitten in einer Reihe an. Werde die Reihe auch mit dem ersten Band beenden. Hätte das Hörbuch doch abbrechen sollen, hatte mir aber noch mehr erhofft :/
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Blutsommer ist der erste Fall des operativen Fallanalytikers Martin Abel und seiner neuen Partnerin Christ. Abel und Christ werden nach Köln gerufen, um dort bei der Aufklärung einiger Morde zu helfen. Wir lernen zunächst Abel kennen, der klassischerweise den Stereotyp eines gebrochenen Ermittlers darstellt. Man erfährt nach und nach etwas über seine Hintergrundgeschichte. Für mich persönlich müsste nicht jeder Ermittler einen tragischen Hintergrund haben, trotzdem hat hier die Erklärung gut zum dargestellten Menschen gepasst.
Wir lesen die Geschichte hauptsächlich aus Abels Sicht, aber auch seine Kollegin kommt zu Wort, in kurzen Auszügen auch andere Ermittler und nach einiger Zeit auch der Serienmörder. Dieser Wechsel der Perspektiven hat mir sehr gut gefallen. Vor allem die offensichtliche Diskrepanz zwischen dem was Abel wahrnimmt, und was seine Kollegin Christ in der selben Situation sieht, ist mitunter ganz witzig.
Man wird im Laufe der Story und vor allem, sobald sich die Hinweise um den Serientäter verdichten, einige Male aufs Glatteis geführt und auf eine falsche Fährte gesetzt. Dadurch hatte ich die Geschichte nicht zu schnell durchschaut und es blieb lange spannend. Auch der Showdown hat mir gut gefallen, auch wenn er wieder recht klassisch gehalten war. Völlig unschlüssig fand ich allerdings, die Darstellung der Beziehungs-Entwicklung zwischen den beiden Ermittlern Christ & Abel. Für mich war es einfach nicht greifbar, was da beschrieben wurde.
Insgesamt trotzdem ein solider Thriller, und ich werde die Reihe um Abel gerne fortsetzen.
stumpfer, langweiliger Plot ohne spannende Wendungen oder Überraschungen, gepaart mit furchtbar dämlichen Dia- bzw. Monologen. Richtig schlimm fand ich auch die unzähligen Klischees, die verwurstet wurden oder die platten und uninspirierten Bezeichnungen, wie "der Metzger" (mind-blowing creativity 🙄)... noch schlimmer fand ich aber dass der Autor permanent versucht hat die Polizei ist dumm darzustellen, obwohl sein super Genie (der Protagonist) ne richtig hohle Nuss war und dieses Buch von kriminalistischen Fehlern nur so triefte (what about Recherche??).
Wir haben hier also einen Thriller nach Baukastenprinzip: man nehme einen exzentrischen "Profiler" (wobei der Autor klug genug war diesen nicht so zu nennen) und addiere nen 0815-Plot, den man selbstverständlich mit allerlei schockierenden Details füllt...
Normalerweise verscherbel ich ausgelesene Bücher via Ebay oder Bücherschränke. Dieses überlege ich ernsthaft in den Müll zu werfen, damit niemand seine/ihre Zeit mit diesem platten, sexistischen und ekelhaften Buch verschwendet.
Den Inhalt hier noch einmal anzugeben werde ich mir jetzt ersparen, denn dieser ist bereits mehrfach angegeben worden. Deshalb gleich meine Meinung zu dem Buch: ich finde es grandios. Mein erstes Buch von diesem Autor zog mich sofort in seinen Bann. Zum einen durch den Plot an sich, zum anderen auch die Protagonisten, vor allem Martin Abel. Ich gebe zu, ich habe eine Schwäche für Personen, die allgemein als „schwierig“ gelten. Gerade diese Menschen schüren mein Interesse, man möchte gerne hinter die Fassade schauen. Und ich wurde nicht enttäuscht. So ging es wohl auch der Kollegin Abels, Hannah Christ. Doch möcht‘ ich nicht zuviel verraten. Die Handlung selbst ist spannend, denn der Täter, den die beiden finden müssen, scheint tun zu können, was er will. Ein perfektes Katze-Maus-Spiel bahnt sich an und selbst ich als Leserin war ratlos. Über diesen habe ich zwar viel erfahren, doch blieb es trotzdem ein Rätsel., um wen genau es sich nun handelt. Der Autor führt den Leser auch auf eine falsche Spur, will heißen mich. Doch auch so manchen der Ermittler ergeht es so, da sie sie Abel und Christ nicht folgen wollen, denn mit deren Art der Analyse des Profils des Täters wissen sie nichts anzufangen und lehnen diese total ab. Doch Abel, der so einiges bereits voraus sagte, behält zunächst natürlich Recht. Bis auch er und Hannah in Gefahr geraten. Die Spannung steigert sich dann bis ins Unermessliche und ich konnte nicht mehr mit dem Lesen aufhören bis das Buch beendet war. Kann allen, die auf gute Thriller stehen und Interesse an Fallanalyse, neudeutsch Profiling, haben, dieses Buch empfehlen. Was mich betrifft, so freue ich mich auf das nächste Buch der Reihe.
Eine Dunstglocke liegt über der Stadt. Die Hitze ist unerträglich. Und dann der Geruch, dieser furchtbare Geruch! Der Picknickausflug von Familie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt: Der «Metzger» hat wieder zugeschlagen.
Martin Abel, bester Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinversetzen wie er: eine Gabe, die einsam macht. Abel glaubt, an Schrecklichem schon alles gesehen zu haben. Doch das hier – das ist eine neue Dimension.
Meine Meinung
Auf das Buch hab ich mich ja schon richtig gefreut, weil ich von vielen gehört habe, wie spannend es sein soll. Ich kann mich der begeisterten Meinung leider nicht so ganz anschließen.
Schon am Anfang bin ich ein bisschen über den Schreibstil gestolpert. Die Sätze wirkten etwas unbeholfen und umständlich, was sich aber im Laufe der Seiten etwas gelegt hat. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven und die Kapitel sind in die 11 Tage unterteilt, die die Ermittlungen dauern. Die Geschichte selber geht eigentlich ganz gut los: Eine Leiche wird gefunden, grausame Details werden in der Gerichtsmedizin offenbart, in der auch der Protagonist Martin Abel seinen großen Auftritt hat. Er wurde nämlich nach Köln zitiert und bei dem Fall um Hilfe gebeten, denn die Kripo kommt bei der brutalen Mordserie nicht weiter.
Martin Abel, ja, er ist mir schon irgendwie sympathisch, aber so ein typischer, ins Bild passender Charakter mit seinen vielen Ängsten und dem chronischen Schlafmangel, was zwar anfangs erwähnt wurde, dann aber komplett untergegangen ist. "Natürlich" ist er geschieden und ein unumgänglicher Zeitgenosse, sehr direkt in seiner Art und dabei oft verletztend. "Natürlich" ist er ein Held auf seinem Gebiet, arbeitet am liebsten allein und hat unkonventionelle Methoden, nach denen ich aber umsonst gesucht habe. Die junge Kollegin Hannah Christ, die ihm "natürlich" ungewollt an die Seite gestellt wird, ist eine aufstrebende junge Polizistin, die von ihm als Profiler alles lernen möchte. Krankhaft ehrgeizig, mal unsicher, mal entschlossen ist sie teilweise genauso bissig wie er und manchmal kam mir ihr Verhalten auch etwas aufgesetzt und unangebracht vor. Insgesamt waren die Figuren schon sehr gut charakterisiert, aber alle nach einem Muster, das man schon zur Genüge kennt.
Nach den grausamen Details zu Beginn der Handlung kommt viel Polizeiarbeit, was mich eher an einen Krimi als an einen Thriller erinnert hat. Mir fehlte definitiv die Spannung und der Nervenkitzel, was sich ab der Hälfte etwas gesteigert hat, als man etwas mehr Einblick in die Hintergründe des Mörders gewann. Obwohl es mich an manchen Stellen neugierig gemacht hat, blieb es insgesamt eher unspektakulär. Zwei Szenen waren dann doch etwas heftiger, haben es für mich dann aber nicht wirklich rausreißen können. Irritiert hat mich auch, dass es die ganze Zeit um das letzte Mordopfer ging. Ich kenne mich in der Polizeiarbeit absolut nicht aus, aber bei einem Serienkiller, bei dem es mehrere Tote gab, kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Fallanalytiker, der ein Profil des Täters erstellen soll, sich nur mit einem einzigen Opfer beschäftigt. Vieles wirkte auch konstruiert. Die Dialoge waren okay, der Humor eher gezwungen und manche Szenen künstlich hochgeschaukelt und übertrieben dramatisch.
Die Aufklärung war vorhersehbar und obwohl die Spannung am Ende zunahm gab es keine großen Überraschungen.
Fazit
Ein tolles Cover, bei dem ich mir vom Inhalt definitiv mehr erwartet habe. Für einen Thriller zuviel detailreiche Polizeiarbeit ohne Spannungselemente, der ganze Fall recht typisch und für mich unspektakulär. Da hätte man meiner Meinung nach einiges mehr herausholen können.
Inhalt Es ist ein heißer und wunderschöner Sommer in Köln. Doch die Idylle wird empfindlich gestört als eine Familie bei einem Wochenendausflug über eine übel zugerichtete Leiche stolpert. Schnell stellt sich heraus dass hier ein wahnsinniger Serienmörder umgeht.
Die Polizei ruft Martin Abel zur Unterstützung, er ist der beste Fallanalytiker den es gibt und arbeitet im LKA Stuttgart. Er erhält Unterstützung von seiner jungen Kollegin Hannah Christ. Gemeinsam versuchen sie den Mörder, dessen Art zu töten ihm den Beinamen „Der Metzger“ eingebracht hat, zu stellen.
Meinung Blutsommer ist ein spannender und blutiger Thriller. Rainer Löffler konnte mich mit seinem Debüt überzeugen.
Der Klappentext verspricht ja schon Spannung und auch einen nicht ganz unblutigen Thriller, und dem Leser wird nicht zu viel versprochen. Rainer Löffler nimmt kein Blatt vor den Mund und schont den Leser kein bisschen, ein starker Magen und auch starke Nerven sind hier Pflicht. Wer es weder blutig noch eklig mag ist hiermit vorgewarnt.
Das Buch ist nach Tagen unterteilt und diese sind in kürzere Kapitel gegliedert. Nach jedem Kapitel will man allerdings wissen wie es weiter geht. Die Geschichte wird aus der Gegenwart erzählt, aus Sicht von Abel und auch aus Sicht des Mörders. Ab und an gibt es Abschnitte aus der Vergangenheit, in denen man etwas über das Leben des Mörders erfährt. Der Autor versucht so den Menschen zu zeigen und zu erklären was den Mörder zu dem gemacht hat was er ist. Der schonungslose und nüchterne Schreibstil passt sehr gut zum Gesamtkonzept. Der Autor schafft es auch den Leser auf eine völlig falsche Fährte zu führen und trumpft dann am Ende mit einer sehr überraschenden Wendung auf was den Mörder betrifft.
Martin Abel ist ein interessanter Charakter, ein Eigenbrötler der einfach sagt was er denkt. Ich fand ihn sehr sympathisch. Auch die anderen Charaktere sind gut beschrieben, wenn auch etwas klischeehaft. Allerdings fand ich die Liebesgeschichte die sich gegen Ende hin entwickelt sehr unpassend und das war dann doch zu viel, hätte nicht sein müssen! Allgemein hatte ich öfter das Gefühl das der Autor hier einfach von allem etwas zu viel eingebaut hat, sei es von der Geschichte der Charaktere her oder vom Mordfall selbst. Trotzdem ist das Buch ein guter und lesenswerter Thriller. Band 2 ist zum Glück schon erschienen und ich freue mich darauf Abel bei weiteren Ermittlungen begleiten zu können.
Inhalt: Eine Dunstglocke liegt über der Stadt. Die Hitze ist unerträglich. Und dann der Geruch, dieser furchtbare Geruch! Der Picknickausflug von Familie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt: Der «Metzger» hat wieder zugeschlagen.
Martin Abel, bester Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinversetzen wie er: eine Gabe, die einsam macht. Abel glaubt, an Schrecklichem schon alles gesehen zu haben. Doch das hier – das ist eine neue Dimension.
Blutsommer ist der erste Teil um den Fallanalytiker Martin Abel aus der Feder von Rainer Löffler.
Martin Abel, der beste Fallanalytiker, den das LKA Stuttgart hat, wird nach Köln geschickt um die dortige Polizei bei der Aufklärung einer Serienmordreihe zu unterstützen. Zur Unterstützung wird im Hannah Christ an die Seite gestellt, die es mit Abel nicht leicht hat. Martin Abel lebt das Klischee des einsamen, raubeinigen, mürrischen Wolfes, was mich am Anfang doch ein wenig die Augen verdrehen ließ. Aber durch die Art wie Abel ermittelt und wie er mit Personen umgeht, bekommt die Geschichte für mich dann eine ganz eigene Dynamik die mir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen hat.
Die Geschichte um den „Metzger“ ist wirklich spannend erzählt wartet mit der ein oder anderen Wendung auf, die die Spannung nochmal deutlich erhöht hat, und mir persönlich richtig gut gefallen hat. Der gut aufgebaute Spannungsbogen ließ mich dann auch über das ein oder andere Klischee und unglaubwürdige Detail hinweglesen. Die Entwicklung der einzelnen Protagonisten in der Geschichte war gut nachvollziehbar, vor allem Abels empfand ich gut erzählt. Auch mit blutigen Details wird in diesem Buch nicht gespart, was gut in die Geschichte eingebaut war ohne dabei zu viel zu wirken.
Mein Fazit:
Ein spannender Thriller, der mich trotz meiner kleiner Kritikpunkte sehr gut gefallen hat. Leseempfehlung an die Freunde des etwas blutigen Thrillers!
Ein drückend heißer Sommer macht den Kölnern das Leben schwer und so will Familie Lerch die Gelegenheit nutzen und bei einem schattigen Picknick an einem kleinen Bach die Hitze zumindest einigermaßen erträglich zu machen. Aus dem entspannten Familienausflug wird jedoch nichts, denn kaum haben die Lerchs ihre Sachen aus dem Auto entladen, stößt ihre kleine Tochter am Bachbett auch schon auf die grausam entstellte Leiche eines Mannes. Dem Opfer wurden Gliedmaße abgetrennt und Organe entfernt und so deutet für die Polizei alles auf eine neue Tat des sogenannten „Metzgers“ hin, dessen brutale Morde die Stadt seit einigen Wochen in Atem halten.
Köln wird geplagt von einer Gluthitze und einem brutalen Serienmörder
Die Ermittler unter der Leitung von Hauptkommissar Konrad Griener haben trotz der vielen Verbrechen immer noch keine heiße Spur und stehen daher enorm unter Druck, weshalb Griener keine Option ungenutzt lassen will. So fordert er bei einem befreundeten Kollegen des LKA in Stuttgart einen Profiler an, welcher der Kölner Polizei mit einem Täterprofil helfen soll. Martin Abel gilt deutschlandweit als bester seines Fachs, setzt bei seinen Ermittlungen aber auf höchst eigenwillige Methoden und legt zudem einen rauhen Umgangston an den Tag. Auch die Tatsache, dass er während der Arbeit im „Metzger“-Fall eine junge Nachwuchs-Fallanalytikerin einarbeiten soll, sorgt nicht gerade für eine Besserung seiner Laune…
Autorendebüt und Serienauftakt um den Fallanalytiker Martin Abel
„Blutsommer“ ist der Debütroman des deutschen Autors Rainer Löffler und zählte im vergangenen Sommer zu den deutschen Bestsellern im Thriller-Genre. Zudem stellt das Buch den Auftakt einer ganzen Reihe um den hier neu eingeführten Fallanalytiker Martin Abel dar. Ob das allerdings so eine gute Idee ist, bin ich mir noch nicht so wirklich sicher, denn gerade in der ersten Hälfte des Buches hatte ich mit der Hauptfigur teilweise ziemlich große Probleme. Das liegt zu einem Großteil daran, dass die Figur des Martin Abel anfangs krampfhaft auf die Rolle des großen Arschlochs angelegt ist, was häufig einfach nur albern wirkt. Egal wie man ihm begegnet und was man zu ihm sagt, es scheint fast so als würde Abel immer die unfreundlichste Erwiderung suchen. Gerade als er seiner neuen jungen Kollegin Hannah Christ vorgestellt wird, ist sein Verhalten mehr als nervig. Außerdem hat der Autor seinem Protagonisten noch einige weitere seltsame Macken verpasst, die meistens aber irgendwie aufgezwungen wirken. So führt er z.B. bei der Untersuchung von Tatorten und Leichen immer alberne Mätzchen auf, da er dadurch angeblich zu seinen neuen Erkenntnissen kommt. Sowas hat man erstens schon tausendmal gesehen und gelesen und wirkt zweitens in den gewählten Zusammenhängen einfach nur lächerlich. Negativer Höhepunkt ist jedoch die Befragung der Witwe des eines „Metzger“-Opfers: Auch hier legt der Profiler (wobei wir direkt zu Beginn lernen, dass man offenbar nicht mehr „Profiler“ sondern „Operativer Fallanalytiker“ sagt) sehr merkwürdige Methoden an den Tag und fängt plötzlich an, die trauernde Frau vor den Augen seiner Kollegin zu begrapschen, bis beide auf einmal in deren Bett liegen – zwar nicht so, wie ihr jetzt wahrscheinlich denkt aber HALLO? GEHT’S NOCH? Würde ein Polizist in der Realität so ein Verhalten an den Tag legen, hätte er wohl schneller eine Dienstaufsichtsbeschwerde oder eine Anzeige wegen sexueller Belästigung an der Backe als er „Operative Fallanalyse“ sagen könnte.
Der Auftakt der Beziehung zwischen Protagonist und Leser war in meinem Fall also schon einmal äußerst schlecht, es wird aber nach den ersten 100-150 Seiten besser – der Autor hat hier offenbar gemerkt, dass man sich nicht unbedingt 500 Seiten lang an der Seite eines asozialen Arschlochs in die Ermittlungen stürzen möchte. Im Folgenden entwickelt sich dann eine durchaus solide Thrillerhandlung, die zwar das Rad nicht neu erfindet, aber gut zu unterhalten weiß. Die Story ist spannend, flüssig geschrieben und wird von Zeit zu Zeit mit ein paar blutigen Ekelszenen gespickt, sodass auch die etwas hartgesotteneren Gemüter auf ihre Kosten kommen. Was die Handlung angeht, kann man Rainer Löffler also keine allzu großen Vorwürfe machen. Der Leser wird ein paar Mal (wenn auch etwas plump) auf die falsche Fährte gelockt, die Szenen aus der Sicht des Täters sind interessant und es gibt ein dramatisches Finale – so weit, so gut.
Autor neigt zu Übertreibungen und Unglaubwürdigkeiten
Das Problem des Buches liegt eher darin, dass der Autor häufig dazu neigt, es mit dem Geschehen zu übertreiben, was meist in einer Reihe von Unglaubwürdigkeiten resultiert. So verhalten sich z.B. manche der an den Ermittlungen beteiligten Personen so, dass man sich am liebsten die Haare raufen würde und ziehen die Lösung des Falls dadurch unnötig in die Länge. Außerdem bietet das Buch eine der unglaubwürdigsten und überflüssigsten Romanzen, die mir im Thrillergenre bisher untergekommen ist und die meiner Meinung nur darauf zurückzuführen ist, dass die involvierten Charaktere mit einem Liebestrank vergiftet wurden – anders lassen sich diese plötzlichen Stimmungswechsel kaum erklären. Außerdem bin ich beim Lesen das Gefühl nicht los geworden, dass der Autor sich zu sehr an amerikanischen Genrevertretern orientiert hat, z.B. was die Gewaltszenen oder die Rolle des Profilers betrifft. Das ist schade, denn sowas hätte der Roman eigentlich nicht nötig gehabt.
Schlussfazit: Wer meine obigen Ausführungen zu „Blutsommer“ gelesen hat, könnte möglicherweise zu dem Schluss gelangen, dass Rainer Löfflers Erstling eine totale Enttäuschung ist. Das ist aber mitnichten so, denn eigentlich ist der erste Fall von Fallanalytiker Martin Abel ein spannender und durchweg unterhaltsamer Thriller mit einem angenehmen Erzähltempo, einer kurzweiligen Handlung und reichlich Konfliktpotenzial. Die vielen vermeidbaren Fehler ärgern mich deshalb aber umso mehr, denn mit ein wenig mehr Bescheidenheit und geringerer Neigung zum Theatralischen hätte „Blutsommer“ ein richtiger Top-Titel werden können.
Kurzweiliger, aber uninspirierter Thriller mit vermeidbaren Schwächen
Das verhindern aber für mich die überzeichneten, teilweise unglaubwürdigen und anfangs unsympathischen Charaktere, deren Verhalten ich einfach oft nicht nachvollziehen konnte. Außerdem bietet das Buch für mich zu wenig Originalität und bedient sich etwas zu sehr bei den unverkennbaren amerikanischen Vorbildern. Hier wäre zu wünschen, dass Löffler im Nachfolger Mut zu mehr Eigenständigkeit beweist, sei es durch ausgeprägteren Lokalkolorit oder sorgfältiger ausgearbeitete Charaktere. Auch atmosphärisch ist noch Luft nach oben, denn von der brütenden Hitze spürt man im Buch kaum etwas – hier reichen gelegentliche Hinweise auf die hohen Temperaturen einfach nicht aus. Somit bleibt unter dem Strich ein solider, aber keinesfalls herausragender Thriller, der zwar gut unterhält, erfahrenen Lesern aber wenig Neues bieten kann.
Also, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Eigentlich wollten wir nur unsere Autofahrt mit einem Thriller auflockern – ChatGPT gefragt, Empfehlung bekommen, Erwartungen niedrig gehalten. Und trotzdem wurde ich enttäuscht.
Der Protagonist? Eine wandelnde Zumutung. So widerlich und unsympathisch, dass ich schon fast Mitleid mit dem Mikrofon hatte, das seine inneren Monologe aufnehmen musste. Und dann dieses „emotional nicht verfügbare Mann“-Syndrom – danke, aber der Drops ist seit zehn Jahren gelutscht. Und nein, es ist nicht attraktiv.
Frauen im Buch? Dienen nur dazu, wahlweise sexualisiert, objektifiziert oder auf ihr Parfüm reduziert zu werden. Ich schwöre, wenn noch einmal eine Frau „betörend duftet“, schmeiße ich das Hörbuchgerät aus dem Fenster. Die Flirtszenen sind so peinlich, dass ich mir fast die Fingernägel durch die Handflächen gebohrt habe.
Aber das Beste: die angeblich „versteckten Hinweise“. Minutenlang wird um Details herumgeritten, die selbst ein halbwegs aufmerksamer Goldfisch sofort erkannt hätte – aber unser Hauptcharakter fühlt sich natürlich wie Sherlock Holmes auf Steroiden. Jeder Hinweis wird so triumphal präsentiert, als hätte er gerade die Relativitätstheorie erfunden. Spoiler: hat er nicht.
Spannung? Fehlanzeige. Den Mörder hatten wir beim ersten Auftritt identifiziert, und dann folgte ein endloses Warten auf die Selbstbestätigung. Dazwischen gab’s falsche Fährten und so viele eklige Details, dass selbst Hannibal Lecter gesagt hätte: „Bruder, ein bisschen subtiler geht’s auch.“
Und natürlich, der krönende Abschluss: Die „atemberaubend schöne“ Kollegin entscheidet sich für den ekelhaften Kollegen, der so viel Charme hat wie eine nasse Socke. Gegen jede Charakterentwicklung, gegen jede Logik – einfach, weil der Autor offenbar in seiner „Frauen-wollen-immer-den-Arschloch-Typ“-Fantasie stecken geblieben ist. Schreib den einzigen spannenden Charakter halt nicht konsequent zu Ende sondern zwäng sie in eine 90er-Jahre-RomCom-Fantasie.
Fazit: Enttäuschend? Ja. Unterhaltsam? Auf traurige Weise auch ja. 2 von 5 Sternen – der zweite Stern ist reiner Mitleidsbonus für den unfreiwilligen Comedy-Faktor und weil das Buch natürlich schon einige Jahre alt ist.
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‘*‘ Meine Meinung ‘*‘ Zuerst einmal warne ich alle zarten Gemüter vor diesem Hörbuch. Die blutigen Taten wurden recht anschaulich und detailliert beschrieben. Das ist nichts für Zartbesaitete. Die Story an sich ist interessant und vor allem der Wechsel zwischen den Handlungssträngen war gelungen. So wurden auch Cliffhanger hübsch platziert und diese steigerten die Spannung. Auch die ein oder andere Überraschung hat Löffler dem Hörer präsentiert und meine Vermutung, wer nun der Täter sei, wechselte häufiger. Ledier waren die Figuren doch sehr klischeebehaftet. Der superschlaue, aber definitiv nicht emotional kompetente Fallanalytiker interessiert sich ausschließlich für die Lösung des Falles. Überhaupt waren alle Figuren nach dem üblichen Klischee geschaffen und dies brachte für mich dann keine Überraschung mit sich. Dafür ist der Schreibstil flüssig und den Situationen angepasst. Das Fachchinesisch bei den Obduktionen und an den Tatorten hielt sich in Grenzen. Thomas Wenke hat sehr gut gelesen, wenn ich auch manchmal die Emotionen der Charaktere suchen musste. Und ich bin der Meinung, dass ein Sprecher sich definitv darüber informieren sollte, wie Namen, hier ein Ortsname, korrekt ausgesprochen wird. Dieser Faux-Pas ließ mich zusammenzucken, denn leider kenne ich mich im Kölner Raum aus. Ich habe lange überlegt, wie ich nun das Hörbuch bewerte und bin zu dem Schluss gekommen, dass es knappe 4 Sommer-Sterne erhält. Immerhin war es das Debüt des Autors und die Suche nach dem Täter war wirklich gut konstruiert und spannend.
‘*‘ Klappentext ‘*‘ Der Sommerausflug einer Familie wird zum Albtraum, als sie im Wald ein dunkles Bündel findet - von Fliegen und Maden bedeckt. Wieder hat der „Metzger“ zugeschlagen … Zur Unterstützung der Polizei wird Martin Abel, der beste Fallanalytiker des LKA, nach Köln beordert. Er kann sich wie kein anderer in die Gedanken von Serienmördern hineinversetzen. Abel glaubt, an Schrecklichem schon alles gesehen zu haben. Doch er hat sich geirrt …
Dabei hat es so gut angefangen! Gut die Hälfte des Buches war für mich absolutes 5 Sterne Material. Individuelle Charaktere (hervorragend umgesetzt vom Sprecher), allen voran der eigenwillige Martin Abel, der mit seiner verschlossenen Art und seinen unkonventionellen Methoden alle vor den Kopf stößt und als starken Gegenpart Hanna Christ, die sich von seiner rauen Schale nicht einschüchtern lässt. Der rasante Plot verursacht mehr als einmal Gänsehaut. Bis zu dem Moment, als der vermeintliche Täter so plump die Bühne betritt, dass man die Finte meilenweit riechen kann. Das wäre doch zu einfach gewesen! Und so war es letztendlich ja auch nicht der auf dem Präsentierteller servierte Köder, den der Autor uns vor die Nase hält. Allerdings verlor das Buch danach rasch an Spannung und verlor sich in allzu blutigen Details. Nicht dass mich persönlich das stören würde, eine Szene gegen Ende fand ich sogar ziemlich witzig, auch wenn sie eigentlich sehr plump war. Aber irgendwie war die Luft raus und das Ende zog sich zugunsten plakativer Beschreibungen ein wenig zu sehr in die Länge - was das Buch absolut nicht nötig hätte. Somit rutscht das Buch schließlich in beliebiges 2-3 Sterne-Terrain ab. Am Ende reicht es noch ganz knapp für 4 Sterne, was zum einen am Sprecher liegt, der seine Sache wirklich gut gemacht hat, zum anderen an dem großen Potential, dass ich in diesem Auftakt einer neuen Reihe sehe - ich hoffe nur die Fortsetzung macht nicht dieselben Fehler - und der doch überwiegend kurzweiligen Unterhaltung, die mir das Buch bieten konnte.
Das 1x1 des Grauens.Eine Dunstglocke liegt über der Stadt. Die Hitze ist unerträglich. Und dann der Geruch, dieser furchtbare Geruch!Der Picknickausflug von Familie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt: Der 'Metzger' hat wieder zugeschlagen.Martin Abel, bester Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinversetzen wie er: eine Gabe, die einsam macht.
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Aus Unwissenheit habe ich "Der Näher" vor den beiden anderen Teilen gelesen, was aber der Spannung der einzelenen Bücher keinen Abbruch getan hat. Ähnlich wie in den Büchern von Simon Beckett gibt es in den einzelnen Büchern von einander abgegrenzte Kriminalfälle um eine Hauptperson. Lediglich Aspekte aus dem Privatleben der Hauptperson werden von Buch zu Buch weiter entwickelt. Sehr spannende Unterhaltung aus dem Bereich Kriminologie.
+ zäher und uninteressanter anfang + baut spannung auf, verliert sich dann aber in ermittlungstheorie + wer thriller mag wird noch nicht mal in der hälfte des buches wissen, wer der täter / die täterin ist + solide geschichte, aber halt auch nichts neues + martin abel liefert eine gute vorlage für weitere fälle + grossartiges debüt von rainer löffler, welches sich das „debüt-sein“ nicht wirklich anmerken lässt
Hat mir gut gefallen, allerdings wäre ich noch mehr geflashed gewesen, wenn ich die Entwicklung der Charaktere etwas realistischer und nachvollziehbarer gefunden hätte. Das ging mir am Ende etwas zu schnell.
Guter Start in die neue Krimireihe. Die Geschichte ist gut konstruiert, spannend, mit unerwarteten Wendungen. Bin gespannt, ob auch die nächsten Bücher so lesenswert sind.
Kurzbeschreibung: Eine Dunstglocke liegt über der Stadt. Die Hitze ist unerträglich. Und dann der Geruch, dieser furchtbare Geruch! Der Picknickausflug von Familie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt: Der «Metzger» hat wieder zugeschlagen. Martin Abel, bester Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinversetzen wie er: eine Gabe, die einsam macht. Abel glaubt, an Schrecklichem schon alles gesehen zu haben. Doch das hier ' das ist eine neue Dimension.
Zum Autor: Rainer Löffler lebt mit seiner Frau, seinen beiden Töchtern und dem Sohn in Hemmingen bei Stuttgart. Blutsommer ist das Debüt des Autors - der Auftakt einer Serie um den Fallanalytiker Martin Abel.
Rezension: Ein heißer Sommer sucht Köln heim und nicht nur der: Der "Metzger" hält mit seinen Morden die ganze Stadt in Atem! Da die Polizei in ihren Ermittlungen auf der Stelle tritt, wendet sie sich an den besten Fallanalytiker Deutschlands, Martin Abel. Zusammen mit seiner jungen Kollegin Hannah Christ steht Abel sehr unter Druck, denn es herrscht Skepsis über seine Ermittlungsmethoden.
Abel und Christ sehen sich indes immer weiteren neuen und brutalen Morden gegenüber, die der "Metzger" verübt. Er scheint ein Phantom zu sein, immer einen Schritt voraus. Doch Martin Abel ist dem Täter bereits näher auf der Spur, als ihm und auch Hannah lieb sein kann...
Mit "Blutsommer" legt Rainer Löffler den ersten Band zu einer geplanten Serie um den Fallanalytiker Martin Abel vor, und dieser hat es wirklich in sich, denn es wird an keiner ekelerregenden und blutigen Szene gespart. Also nichts für schwache Nerven!
Mit Martin Abel hat der Autor einen sehr widersprüchlichen Charakter geschaffen, an dem sich manche Geister scheiden werden. Zu Beginn wirkt er äußerst arrogant und von oben herab, behandelt die Kollegen nicht gerade nett und auch Hannah Christ, die junge Kollegin, stößt er das ein oder andere Mal brüsk vor den Kopf. Doch während der Handlung kommt immer mehr sein weicher Kern zum Vorschein, und ich konnte mich letzten Endes doch gut mit ihm anfreunden.
Hannah Christ ist das komplette Gegenteil ihres Kollegen: Eine junge, wissbegierige Frau, die sich auch von der eigenen Art Abels nicht aus der Ruhe bringen lässt und die mir in ihrer ruhigen Art sehr gut als Gegenpol gefallen hat.
Vom "Metzger" selbst erfährt der Leser auch einiges. In Rückblenden wird über seine Kindheit berichtet, die ihn zu dem machte, was er heute ist: Ein gestörter Mann, der vor keinem noch so brutalen Mord zurückschreckt. Durch geschickte Einstreuungen versteht es Rainer Löffler, diesen bis zum Schluss im Dunkeln zu halten.
Mich konnte "Blutsommer" definitiv begeistern! Ein Psychothriller, der es wirklich in sich hat, der viel Augenmerk auf die Ermittlungen legt, aber auch nicht an blutigen und ekligen Szenen spart. Wer dieses Genre gerne liest, wird mit diesem Roman seine wahre Freude haben, und ich bin gespannt, wie es mit Martin Abel und evtl. auch Hannah Christ weitergehen wird.
Fazit: Rainer Löffler kann mit "Blutsommer" durchweg überzeugen. Ein etwas kauziger Ermittler, ein wahrlich gestörter Täter und auch die Nebencharaktere können vollends unterhalten. Den Autor sollte man sich definitiv merken, und ich bin sehr auf den nächsten Fall von Martin Abel gespannt!
Ganz eindeutig hat Rainer Löffler hier einen Roman geschaffen, der es geschafft hat mich ein paar Mal auf die falsche Fährte geführt hat und gerade auch wegen seiner Charaktere so genial auf mich gewirkt und mir so viel Spaß beim Lesen beschert hat.
Mit Martin Abel hat Rainer Löffler nämlich eine sehr interessante Persönlichkeit entworfen, da dieser doch einen sehr speziellen Charakter hat. Nicht unbedingt leicht im Umgang und etwas eigen ist Abel ein mal wieder anderer Charakter, besonders, da sein Verhalten nicht aus großen psychischen Problemen entstanden ist, wie bei vielen modernen Ermittlern. Und trotz seiner vielen kleinen Macken und Eigenarten war er mir irgendwie trotzdem sympathisch, auch wenn er irgendwie ein ganz schöner Rüpel und selten von genießbarer Laune ist.
Gerade durch den Charakter des Martin Abel wird der Roman und der Fall um den Metzger so interessant, da Abel mit seinen Theorien und seiner starrköpfigen Haltung, sowie vor allen Dingen auch seinen nicht unbedingt ganz alltäglichen und gängigen Ermittlungsmethoden bzw. Profilingmethoden einfach auffällt. Ganz besonders halt auch, da Abel insgesamt ein ziemlicher Querkopf ist und in vielen Belangen nicht dem durchschnitt entspricht, aber seine Persönlichkeit insgesamt richtig schön stimmig erschien. Das hat ihn für mich auch einfach zu einem richtig guten Protagonisten gemacht und mir hat es auch einfach tierisch gefallen über ihn zu lesen, da er mir auch wirklich nur sympathischer wurde durch seine Macken.
Spannend wurde das Buch vor allen Dingen aber nicht durch Abel, der es eher bereichert hat, als vor allen Dingen durch die Tatsache, dass man immer mehr Informationen zum Täter erhält und ihn immer besser kennenlernt, so dass man ihn irgendwann ganz genau kennt und trotzdem immer noch nicht weiß wer er eigentlich ist. Gleichzeitig hat man einige Personen, irgendwann zwar deutlich fokussierter, die in Frage kämen der betreffende Täter zu sein, aber trotzdem tappt man immer noch ein wenig im Dunklen, da man ihm trotz dem ganzen Wissen, das man über ihn besitzt nicht genau darauf kommt, hinter welcher Person sich die Persönlichkeit, die man sogar mit Namen kennt, verbirgt. Für mich ehrlich eine sehr geniale Umsetzung, da ich grübeln, rätseln und vermuten konnte, noch ein kleines bisschen aber auch überrascht wurde gegen Ende, aber alles logisch und schlüssig war. Einfach genau die Dinge, die mir in solchen Fällen einfach extrem wichtig sind. Denn ich persönlich finde es, außer bei Columbo, immer ganz grausig, wenn ich schon von Anfang an ganz genau weiß wer der Täter ist, weil das für mich irgendwie die Spannung aus dem Roman nimmt. Löffler hat aber mit seiner Variante auf jeden Fall eine Lösung gefunden, die klasse passt und die Spannung eher unterstreicht, als untergräbt.
Ehrlich ein Roman, der mir vor allen Dingen durch seinen Aufbau und den Charakter Martin Abel glänzen kann, da zum einen Abel und der Aufbau gut zusammen passten, als auch beides für sich schon ein sehr guter Plan war. Ich freue mich ehrlich schon auf einen weiteren Fall mit Abel, den es hoffentlich irgendwann geben wird, denn gerade seine besondere Art und seine etwas anderen Methoden haben den Roman ehrlich aufgepeppt.
Dieses Buch lässt mich mit sehr gemischten Gefühlen zurück. Einerseits fand ich es gut, aber andererseits auch wieder nicht so. Definitiv hatte ich mehr erwartet, das steht fest! „Blutsommer“ ist ein Thriller der stark anfängt und einen richtig packt! Leider nahm die Spannung zur Mitte hin deutlich ab und es wurde nach und nach ruhiger -für mich ZU ruhig! Ständig dachte ich nur „wann gehts denn nun endlich weiter? Wann kommt das nächste Opfer?“. Das Ende bot dann wenigstens wieder ein wenig Spannung - in bekanntem genretypischem Aufbau.
Mit den Protagonisten wurde ich leider auch nicht so warm, ich empfand sie sonderbar und nervend. Vor allem ER symbolisiert für mich das Klischee, das ich in Krimis und Thrillern zu oft gelesen habe und nicht mag: Gescheiterte Existenz, kaputte Persönlichkeit, verschroben, sonderhaft,... Die Beziehung zwischen den beiden Hauptcharakteren fand ich auch strange! Oft konnte ich ihre Reaktionen nicht nachvollziehen, die Interaktionen waren seltsam und gegen Ende war es mir dann endgültig too much. Am Ende dann noch ein wenig Gefühlskram - ganz ehrlich? Bäh! Das wollte ich hier nicht haben 😅 hat mich leider echt gestört!
Allgemein fand ich die Grundstory, die Idee hinter den Serienmorden und auch den Täter grundsätzlich echt gut! Aber mir hat einfach auch was gefehlt! Irgendwas „besonderes“.
𝗙𝗔𝗭𝗜𝗧 ⭐️⭐️⭐️ 𝟯/𝟱 Alles in allem ein Thriller der mich gut unterhalten konnte, von dem ich mir aber mehr versprochen hatte. Stärken, Schwächen - aber super Grundstory!
Das 1x1 des Grauens Eine Dunstglocke liegt über der Stadt. Die Hitze ist unerträglich. Und dann der Geruch, dieser furchtbare Geruch! Der Picknickausflug von Familie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt: Der «Metzger» hat wieder zugeschlagen. Martin Abel, bester Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hinein versetzen wie er: eine Gabe, die einsam macht. Abel glaubt, an Schrecklichem schon alles gesehen zu haben. Doch das hier – das ist eine neue Dimension.
Meine Meinung:
Rainer Löffler konnte mich mit seinem Debüt absolut überzeugen.
Alleine der Klappentext versprach schon viel Spannung und im Nachhinein kann ich sagen, das ich schon lange keinen Thriller mehr gelesen habe, der aufgrund seiner unerwarteten Wendung, nochmal alles auf den Kopf gestellt hat. Denn der Autor hat es geschickt eingefädelt, das man als Leser glaubt, zu wissen wer der Täter ist. In mehreren Kapiteln begleitet man ihn, kennt ihn sogar namentlich. Durch Erzählungen aus der Vergangenheit, erfährt man einiges über ihn. Warum er vielleicht so ist, wie er ist... Man "sieht" quasi diesen Menschen, bei dem man denkt "Das ist er!", mit ganz anderen Augen, alles ergibt Sinn, man wartet nur darauf, das er in eine Falle tappt und die Polizei ihm auf die Schliche kommt.
Tja, und dann zu erfahren, das man doch nicht zu voreilig seine Schlüsse ziehen soll.
Diese Wendung fand ich fantastisch, erhöhte die Spannung nochmal enorm und ich finde, so muss das einfach sein! Perfekt!
Die Personen waren auch gut und authentisch beschrieben. Ich weiß nicht warum, aber der Fallanalytiker Martin Abel, fand ich von Anfang an richtig gut. Auch wenn er ab und an ein ziemlich verbohrter Eigenbrötler war. Alles andere als glücklich darüber, eine junge Assistentin (Schülerin) - Hannah Christ - zur Seite gestellt zu bekommen. Natürlich hat er sie das mehr als deutlich spüren lassen. Diese Auseinandersetzungen der beiden fand ich für die Story erfrischend und auch voller ironischem Humor.
Und die Story selbst, die ist wahrlich nichts für schwache Nerven. Die Beschreibungen der Mordopfer oder wie der "Metzger" agiert, sind nicht gerade harmlos. Wem das nichts ausmacht, wird mit diesem Thriller sicher genauso viel Lesevergnügen wie ich haben.
Fazit:
Ein wirklich sehr spannend erzählter Thriller, mit vielen Irrungen und Wendungen, die einem das Lesen und Rätselraten noch mehr versüßen! Absolut empfehlenswert!
Von „Blutsommer“ hatte ich schon im Sommer 2012 eine Leseprobe auf „Vorablesen“ gelesen. Und nachdem mein Freund sich das Buch gekauft hatte, wollte ich es unbedingt auch lesen und musste es mir einfach von ihm leihen – schließlich hatte ich es ihm aufgrund der Leseprobe empfohlen!
Martin Abel, der beste aber auch schwierigste Fallanalytiker des Stuttgarter LKAs, wird von seinem Chef zusammen mit seiner jungen Kollegin Hannah Christ nach Köln beordert. Denn Dort treibt in diesem heißen Sommer ein Serienmörder sein Unwesen. Seine grausame Art zu töten hat ihm den Spitznamen „Der Metzger“ eingebracht.
Die Kölner Kriminalbeamten, die bisher in diesem Fall ermittelt haben, sind nicht sehr begeistert darüber, mitten in den Ermittlungen einen Mann vom LKA Stuttgart vor die Nase gesetzt zu bekommen. Und Abel macht ihnen die Sache mit seiner mürrischen und manchmal sehr verletzenden Art und Weise nicht gerade einfacher. Auch seine junge Kollegin stößt er öfter vor den Kopf, doch diese lässt sich davon nicht entmutigen. Schließlich ist sie mit Martin Abel nach Köln gereist, um ihm bei seiner Arbeit über die Schulter zu schauen und viel von ihm zu lernen.
Und das tut sie, wobei die Kollegen aus Köln über Abels Methode, sich in den Kopf des Täters hineinzuversetzen, nur mit dem Kopf schütteln. Hannah Christ war mir von Anfang an sympathisch, sie weiß, was sie will und lässt sich auch durch einen undurchsichtigen und sehr launischen Kollegen nicht davon abbringen. Aber – und man glaubt es kaum – auch Martin Abel ist mir im Laufe der Handlung durchaus sympathisch geworden. Man erfährt im Laufe des Falles, den Abel und Christ miteinander lösen, immer mehr über den Fallanalytiker und kann so manches, worüber man anfangs noch mit Empörung reagiert hat, sogar verstehen.
Den Fall an sich fand ich sehr spannend, vor allem, da ich etwa in der Mitte des Buches einen Verdacht hatte, wer der Mörder sein könnte, von diesem dann aber durch den Autor wieder abgebracht wurde und sich dieser Verdacht dann am Ende aber doch bestätigte. Solche Verwirrspielchen liebe ich ja!
Was mich etwas irritiert hat, waren die Nachnamen des Ermittlerduos – Abel und Christ? Möchte der Autor einem damit jetzt etwas sagen, oder ist das Zufall?
Alles in allem war dieser Thriller ein solides Debut des Autors und ich bin schon gespannt auf den nächsten Fall von Martin Abel – vielleicht spielt dieser dann ja in Stuttgart?
Eine drückende Hitzewelle hat Köln im Griff. Bei einem Picknickausflug findet die Familie Lerch die Überreste einer verwesenden Leiche. Der „Metzer“ hat wieder zugeschlagen. Martin Abel, der beste Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, wird nach Köln beordert, um die dortigen Ermittler zu unterstützen. Denn Abel hat eine Gabe: er kann sich in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinversetzen und so zu ihrer Ergreifung beitragen. Doch handelt es sich bei den „Metzger-Morden“ um eine neue Dimension von Grausamkeit und Brutalität. „Blutsommer“ von Rainer Löffler ist ein Buch, in das ich sehr hohe Erwartungen gesetzt hatte und das mich dann leider enttäuscht hat. Den Einstieg fand ich sehr gut, auch die Idee dahinter und den Aufbau der Charaktere. Christ und Abel sind für mich zwar nicht die absoluten Sympathieträger, aber besonders Abel stellt als Fallanalytiker mit diversen menschlichen Schwächen einen interessanten und facettenreichen Charakter dar, von dem ich durchaus noch mehr erfahren möchte. Was mir auch besonders gut gefiel, war neben dem interessanten Gebiet der Fallanalytik die forensische Entomologie, die hier eine Rolle spielt, und Löfflers Recherchen zu dem Buch. Man merkt der Handlung durchaus die genauen Nachforschungen an und die Geschichte gewinnt so an Tiefe, Glaubwürdigkeit und Realitätsnähe. Leider hatte ich aber von einem Thriller, der noch dazu so hoch gelobt wird, mehr erwartet was das Tempo der Geschichte betrifft. So schleppt sich die Handlung eher dahin als dass sie mitreißt und schafft es nur durch die informativen und teilweise verstörenden Details meine Leselust aufrecht zu erhalten. Flüssig liest sich „Blutsommer“ durchaus mit teils sehr grausamen Beschreibungen, aber es hat mich nur ganz selten so sehr gepackt, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Denn mir war leider schon sehr bald klar, wer der Täter ist und auch falsche Spuren konnten mich nicht in die Irre führen, da die Hinweise zu deutlich waren. Das fand ich dann sehr schade, da für mich das Überraschungsmoment verloren ging und mich dann der Schluss mit Showdown und Aufklärung auch nicht mehr packen konnte. „Blutsommer“ fand ich gut was die wissenswerten Hintergrundinformationen und den fließenden Schreibstil betrifft. In Sachen Tempo, Spannung und Unvorhersehbarkeit ist durchaus noch mehr möglich und nötig um mich komplett zu überzeugen. Ansonsten freue ich mich auf einen eventuellen weiteren Fall von Martin Abel.
Köln versinkt in der Gluthitze eines Jahrhundertsommers und irgendwo in den Untiefen der Metropole treibt ein Serienmörder sein Unwesen, den die Öffentlichkeit treffend den Metzger getauft hat, der sich selbst aber lieber als „der Herr der Puppen“ betitelt. Auf höchste Anordnung wird der Profiler Martin Abel eingesetzt, denn sein Ruf eilt ihm voraus. Er ist eine Koryphäe auf seinem Gebiet. Sonst ein Einzelgänger wird ihm ein Lehrling an die Seite gestellt, die schöne und ebenso ehrgeizige Hannah Christ. Zusammen sollen sie ein Täterprofil erstellen, das die in die Sackgasse geratenen Ermittlungen in Schwung bringen soll. Doch nicht allen ist eine Einmischung von Außen recht und so gibt es interne Rangeleien, während immer neue Opfer des Metzgers in den umliegenden Wäldern auftauchen. Aber auch Hannah und Martin sind nicht immer einer Meinung und schon bald kann man es förmlich zwischen beiden knistern hören. Ein richtig toller, spannender, deutscher Thriller, der in die Untiefen menschlicher Grausamkeit abtaucht und mich mehr als einmal würgen ließ oder mir eisige Schauer über den Rücken jagte. Am Anfang wurde ich nicht so richtig warm mit Abel, aber Hannah und der Leser stellen im Lauf der Geschichte fest, das er im Grunde ein netter Typ ist und das er die meiste Zeit mit anderen aneinander gerät, weil er seine eigenen eher unkonventionellen Wege geht. Der Leser erfährt etwas über die grausame Kindheit des Serienmörders und beginnt zu erahnen, was ihn zu dieser Bestie werden ließ. Ich hatte auch mittendrin einen Verdacht, um wen es sich handelt, aber es gelang Herrn Löffler mich wieder von dieser Spur abzubringen, doch zum Schluss konnte ich zu einem lauten „Und ich hatte doch recht“ ausholen. Alles in allem macht Spaß es Spaß mitzuraten und sich immer tiefer in die Geschichte hineinziehen zu lassen. Nur eine Warnung möchte ich Euch auf den Weg geben, enn ihr ausgeschlafen auf Arbeit erscheinen wollt: „Hände weg von diesem Buch!“, denn es macht süchtig und ich bin mehr als einmal fast von meinem Bürostuhl gefallen vor Müdigkeit weil ich nachts mit Martin Abel unbedingt noch auf Verbrecherjagd gehen musste
Die ersten paar Seiten der Leseprobe haben mich ziemlich begeistert, sodass bald klar war, dieses Buch muss ich lesen. Und auch jetzt, nach Beendigung des Buches bin ich alles in allem zufrieden. Aber nicht ganz. Und es ist schwer zu sagen, warum mich das Buch letztlich nicht komplett gepackt hat.
Dabei ist der Anfang wirklich spannend, man fliegt förmlich durch die ersten 50 Seiten, weil man unbedingt mehr wissen will. Leider verpufft die Geschichte dann etwas. Ich will nicht sagen, sie ist zäh, denn das ist sie zu keinem Zeitpunkt des Buches(!), aber so richtig mitgefiebert habe ich dann auch nicht. Mir fehlte schlicht der Thrill, die unsägliche Spannung, die einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt. Es ist zwar schon zu Beginn recht - sagen wir mal "eklig", und man sollte da nicht sonst wie zartbesaitet sein, aber allein diese Nadelakzente des Ekels reichten mir nicht aus, um da gebannt weiter zu lesen.
Denn wie gesagt, das Buch ist nicht schlecht und gegen Ende kam sogar ein bisschen Schockiertheit auf und 2,3 Dinge haben mich dann doch überrascht, aber das reicht nicht. Für ein Debüt sicher gut, Löffler schreibt flüssig und man kauft ihm die Story auch ab, da ist jetzt nichts unbedingt gewesen, wo ich mir die Haare gerauft habe, weils allzu lächerlich ist, aber DER Knackpunkt fehlte halt. Lag vielleicht auch mit an den Charakteren, die oftmals blass blieben und sehr stereotyp daherkamen, vieles ist halt altbekannt.
Den "Epilog" fand ich auch so leicht grenzwertig. Immerhin, bis fast zum Schluss hatte ich keine Ahnung, wer der Killer ist, das ist doch mal was. Und der Killer labert auch nicht seine Geschichte wie sonst üblich noch mal runter, dafür gabs Rückblenden, fand ich auch sehr gut, mal was anderes.
Ansonsten ein durchaus guter und in Ansätzen spannender Thriller; aber da ist für einen 2. Fall durchaus Luft nach oben.
Als man im Wald auf eine von Maden und Fliegen bedeckte Leiche stößt, wird klar, dass „der Metzger“ wieder zugeschlagen hat.
Martin Abel, Fallanalytiker des Stuttgartet LKA, wird zum Missfallen der örtlichen Polizei zur Unterstützung nach Köln beordert. An seiner Seite: Die junge Hannah Christ, der er sein Können und Wissen als Fallanalytiker beibringen soll.
Doch die gefundene Leiche bleibt nicht das letzte Opfer des Serienmörders und plötzlich finden sich Abel und Christ im Visier des Mörders wider.
Mit Martin Christ, dem Fallanalytiker des LKA bekommt es der Leser mit einem sehr schwierigen Protagonisten zu tun. Martin ist alles andere als begeistert, als man ihn nach Köln beordert und ihm zu allem Überfluss auch noch einen „Grünschnabel“ zur Seite stellt – auch wenn dieser eine sehr attraktive junge Dame ist. Nein, er arbeitet zum einen lieber allein und stößt zudem liebend gern mit seiner rauen Art seinen Mitmenschen vor den Kopf.
Doch Hannah Christ ist aus härterem Holz geschnitzt und hat sich nicht ohne Grund dem bärbeißigen Kollegen zuweisen lassen. Und im Laufe der Ermittlungen lernen sich die beiden durchaus zu schätzen!
Ja, selbst der Leiter der Ermittlungen vor Ort muss mit der Zeit erkennen, dass Fallanalytik kein Hokus Pokus ist und Christ mit seinem Täterprofil durchaus nicht verkehrt lag.
Die Ermittlungen selbst erweisen sich als durchaus schwierig, denn die warmen Temperaturen führen die Beamten mitunter in die Irre. Erst als sie selbst in die Falle des Mörders laufen, offenbart sich seine Identität und die Ermittler müssen erkennen, wie nah er ihnen die ganze Zeit über war.
Mit „Blutsommer“ legt Rainer Löffler einen spannenden Auftakt um das Ermittlerduo Abel&Christ vor, der die Vorfreude auf den Folgeband „Blutdämmerung“ weckt.
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Ein brutaler Schlächter treibt in Köln sein Unwesen und richtet seine Mordopfer grauenvoll zu. Zur Unterstützung wird ein "Profiler" aus Stuttgart zur Hilfe gerufen.
Einen Profiler in einem deutschen Krimi-Thriller einzusetzen ist an sich schon eine Besonderheit. Ihm zur Seite steht eine "Praktikantin", die sich von der Gabe der Profilers höchstperönlich überzeugen will. Leider kam der Charakter des Profilers während des ganzen Romans nicht wirklich an mich ran. Unüberraschend war, dass er ein verkorkstes Privatleben und Bindungsprobleme hat. Ebenso waren die weiteren Polizeicharakteren und Handlungsstränge sehr vorhersehbar und nicht wirklich neu.
Der Fall ist dagegen sehr spannend und es ist auch schockierend welch blutige Spur der "Herr der Puppen" in Köln hinterlässt. Bis fast zum Ende fällt es einem recht schwer, den tatsächlichen Mörder zu erraten und auch die falsche Fährte darf natürlich nicht fehlen. Beim Showdown gerät das ganze etwas ins Abstruse und ended dann im üblichen bla bla und Happy End.
Im Großen und Ganzen ist das Buch - bis auf ein paar Schwächen und monotone Abschnitte - lesenswert.