Tod per Golfschläger
Franz Eberhofer hat Stress, die Oma ist zur Kur, die Susi will Karriere machen, der Pauli tanzt im Ballett, der Flötz und Simmerl spielen Golf, Leopold schleimt und Rudi ist oft eingeschnappt. Und zu allem Überfluss wird im noblen Spa des Golfclubs der Steckerlfischkönig und Präsi des Niederkaltenkirchner Golfsclubs erschlagen. Da helfen nur purer Sarkasmus und die Mutation zum personifizierten Arschloch, um damit fertig zu werden. So ist der Franz halt, egomanisch und garstig zu seinen Mitmenschen, egal ob Langzeitfreundin, Sohn, Bruder oder Freunde – jeder wird niedergemacht.
Klingt echt schlimm, ist aber typisch für diese Reihe und da es bereits der 12. Teil ist, wäre der treue Leser auch enttäuscht, wenn es diesmal anders laufen würde. Außerdem müsste man sonst auf die aberwitzigen Dialoge mit Dialekt und Persönlichkeit verzichten, die wunderbare Bilder der Protagonisten entstehen lassen. Das ist die absolute Stärke der Autorin, der Wortwitz und die kleinen Spitzen zur Tagespolitik sorgen für gute Laune und manchen Lacher. Da spielt es auch keine Rolle, dass der eigentliche Mordfall in den Hintergrund tritt, Hochspannung ist nicht die Kernkompetenz dieser Reihe. Richtig schlimm ist eigentlich nur, dass man in das Nachwort der Autorin ein Ende der Reihe interpretieren könnte – das wär echt Schei.. schade.