Horst Evers' Erzähler ist der klassische Nichtsnutz, für den aller Ärger schon mit dem Aufstehen beginnt. Sein Universum ist ein Netz an Arbeitsvermeidungsstrategien, in das immer wieder unerwartet Meteoriten einbrechen. Das kann schon das Klingeln des Telefons sein, ein Baumarktangestellter, manchmal auch die Berliner Verkehrsbetriebe oder – im ungünstigsten Fall – eine Frau.
Da dieses Buch doch recht fix zu lesen ist eignet es sich hervorragend für eine spontane abendbespaßung. Es erwarten einen: (sehr) trockener Humor, ein etwas flacher schreibstil aber dennoch auch ein paar Lacher.
Kurze Episoden aus dem Leben eines Faulpelzes: teilweise witzig mit intelligent eingeflochtenen Details, teilweise aber auch absurd überzogen oder nicht lustig, da man als Leser fast Mitleid mit dem Protagonisten hat, dem selbst dieser "Job" zu anstrengend sein dürfte.
In Die Welt ist nicht immer Freitag (2007) veröffentlicht Horst Evers eine Sammlung von kurzen Geschichten, die für die Berliner Textleseshow "Dr. Seltsams Frühschoppen" (gegründet 1990) entstanden. Die Sammlung ist nach Wochentagen gegliedert. Inhaltlich geht es um das Alltagserleben des Erzählers, der Arbeit im Allgemeinen vermeidet und den einfache Dinge wie Wäsche waschen, einkaufen oder auch nur Bahnfahren mit der BVG in schiere Verzweiflung stürzen können, weil er plötzlich etwas TUN muss. Das ganze trieft von Selbstironie und Sarkasmus, die Dialoge sind oft geprägt von einer akuten Inhaltslosigkeit und durch ihr Spagat zwischen philosophischem Gedanken und Klamauk muss man - manchmal wider Willen - lachen. Die Geschichten sind etwas in die Jahre gekommen, ich kann mir gut vorstellen, dass sie auf der Bühne und vom Autor gelesen sehr witzig sind. Gelesen haben sie mich jetzt nicht so sehr begeistert.
Eine gute Sammlung von lustigen Geschichten. Dieses Buch hat mich mehrmals zum Lachen gebracht. Es hat mich auch gelehrt, die kleine Dinge im alltäglichen Leben ein bisschen mehr zu schätzen. Außerdem als Nicht-Deutscher fand ich die lustigen Dinge über die Berliner:innen und Berlinerisch interessant. Es lohnt sich zu lesen. Ich kann es jedem empfehlen, der was Unterhaltsames für zwischendurch braucht.
Lose Kurzgeschichten, die teilweise aufeinander aufbauen, teilweise auch wieder nicht. Aber ich habe oft sehr hart gelacht. Eine kuriose Anleitung zum Müßiggang. Geht schnell weg, macht Spaß & möchte man gern seinen Freunden in bierseliger Runde vortragen. Lohnt sich!
Auf nur 144 Seiten trifft man auf so viel Faulheit und Verzweiflung, dass man aus dem Lachen eigentlich gar nicht mehr herauskommt. Ich habe das Buch wirklich sehr schnell durchgelesen. Ursprünglich lese ich ja gerade ein anderes Buch, aber als dieses mit meiner Bücherbestellung hier ankam und ich es kurz durchblätterte, blieb ich bereits auf der ersten Seiten hängen, las im stillen diese erste kleine Kurzgeschichte, rannte in die Küche und las sie gleich nochmal meinem Helden vor. So eine Vermeidungstechnik ist echt unglaublich. Das Buch besteht aus vielen, sehr kurzen Geschichten, die den Alltag des Protagonisten Horst Evers beschreiben bzw. der Ich-Erzähler Horst lässt uns an seiner Verzweiflung teilhaben, die manchmal einfach nur peinlich ist. In jedem Fall lesenswert und was wirklich Nettes für Zwischendurch.
Rating: ★★★☆☆ (3/5) Leicht, unterhaltsam und stellenweise wirklich witzig, aber insgesamt hat mich Die Welt ist nicht immer Freitag nicht ganz überzeugt.
Horst Evers erzählt Alltagsbeobachtungen mit einem augenzwinkernden Humor, der manchmal sehr treffsicher ist. Einige Geschichten haben mich zum Schmunzeln gebracht, andere wirkten auf mich eher belanglos oder zu gewollt komisch.
Der Erzählstil ist locker und gut geeignet für zwischendurch oder als Hörbuch, aber in Buchform hat mir manchmal die Tiefe oder ein roter Faden gefehlt. Vielleicht funktioniert sein Humor für mich live auf der Bühne besser als auf dem Papier.
Trotzdem: Für Fans von kurzen, skurrilen Alltagsgeschichten auf jeden Fall einen Blick wert.
EVERS, Horst: „Die Welt ist nicht immer Freitag“, Hamburg 2009 An einem bestimmten Tag treffen sich Literaten in einem Lokal in Berlin und lesen. Horst Evers hat seine „Vorlesungen“ in diesem Buch zusammengefasst. Er gab ihnen den Rahmen von Wochentagen. Das erste Kapitel beginnt mit „Montag“. Beim Mittwoch habe ich aufgehört zu lesen, weil es mir zu trivial war. Triviale Alltagsgeschichten des Dichters als Mensch.
Schon in den ersten Geschichten zeichnete sich ab, dass ich die Ideen von Horst Evers entweder großartig oder überzogen und somit langweilig finde. Mit seinem trockenen Humor hat er mich aber auf jeden Fall begeistern können. Die kleinen Häppchen nutzen sich leider schnell ab, denn ich bin kein Leser, der auch in kleinen Häppchen liest. Zu große Portionen werden aber schnell zu einem Einheitsbrei. Schade.