Gerbersohn Mathes ist fünfzehn, als er das Töten lernt. Die Wikinger überfallen kurz nach Ostern 845 die Hammaburg, legen alles in Schutt und Asche, morden und entführen einen Großteil der Bewohner. Aller Wehrhaftigkeit zum Trotz wird auch Mathes zum Sklaven gemacht und in den hohen Norden verschleppt. Denn seine kämpferischen Qualitäten bleiben den Wikingern nicht Mathes soll einer von ihnen werden. Er hat sich jedoch geschworen, seine Mutter und seine kleine Schwester aus den Fängen der kriegerischen Seefahrer zu befreien. Klug und wagemutig macht er sich ans Werk – ohne zu ahnen, dass eine wahre Odyssee vor ihm liegt.
Ein Epos aus dem frühen Mittelalter – voller Spannung, brillant recherchiert und scharf gewürzt mit Humor und einer Prise Erotik.
Wenn die Dänen auf Wiking gehen, nehmen sie wenig Rücksicht und dafür alles, was sie finden und sich gebrauchen lässt. Selbiges Schicksal erleidet die Hammaburg am Strom der Elbe, aus der Mathes mitsamt seiner Familie geraubt wird. In Haithabu werden seine Schwester und Mutter verkauft, während er als Sklave der Nordmänner auf die Lofoten geschickt wird. Von dort aus geht es nach Osten, durch das Reich der Samen und auf der Suche nach seiner Familie. Hammaburg ist kein Aktionspektakel, sondern eine historische Abenteuergeschichte, in der viel Wert auf eine authentische Darstellung der Völker und des damaligen Lebens gelegt wird. Gerade das Volk der Samen im nördlichen Skandinavien stellte dabei eine interessante Abwechslung zu vielen anderen Geschichten über die Völker des Nordens dar, weil sie eben mal nicht schwertschwingend Dörfer niedermetzeln, um sich zu bereichern, sondern im Einklang mit der Natur leben. Stilistisch ist das Buch stellenweise blumig und ausschweifend, gerade wenn es um die Beschreibung der Natur geht, und an anderen Stellen eher nüchtern und knapp. Als Hamburger fand ich es spannend, dem Weg der Wikinger elbabwärts zu folgen und zu erfahren, wo welche Burgen und Städte, Siedlungen und Dörfer sich einst befanden und was daraus geworden ist. Aus meiner Sicht ist »Hammaburg« ein guter historischer Roman, der dazu in der Lage ist, die Atmosphäre des beginnenden Mittelalters gut rüberzubringen, und bietet speziell für all jene die den nordischen Völkern etwas abgewinnen können, einen interessanten Einblick.
Großartig! Ich liebs! Musste es in einem Zug durchlesen. Nicht für Korintenkacker geeignet, die sich über jede kleine historische Ungenauigkeit aufblasen. Phantasie und Lesespaß stehen bei diesem Buch für mich im Vordergrund.
Wikinger-Überfall auf Hamburg - Mathes als ihr Gefangener - wird verschleppt und will unbedignt seine Mutter und Schwester befreien. Wirkt sehr altmodisch geschrieben - manchmal sehr gekünstelt.