Jump to ratings and reviews
Rate this book

Das Wetter vor 15 Jahren

Rate this book
Seit fünfzehn Jahren studiert Vittorio Kowalski wie besessen das Wetter in einem fernen Alpendorf. Er kennt die Hoch-und Tiefwetterlagen eines jeden Datums auswendig, ist mit den täglichen Luftdruckschwankungen, Niederschlagsmengen und Sonnenscheindauern per Du. Eines Tages wird er mit diesem verrückten Spezialwissen sogar Wettkönig bei Wetten, dass..?.

Niemand kann sich diese Leidenschaft erklären. Nur in dem achthundert Kilometer entfernten Urlaubsort seiner Kindheit sitzt eine junge Frau vor dem Fernseher, die den schüchternen Wettkandidaten nach fünfzehn Jahren wiedererkennt. Anni war die Tochter der Zimmervermieter, Vittorio der Sohn der deutschen Urlaubsgäste. Die beiden Kinder verbrachten jeden Sommer gemeinsam - bis sie in ein Jahrhundert-Unwetter gerieten, das sie für immer trennte.

224 pages, Hardcover

First published September 4, 2006

22 people are currently reading
496 people want to read

About the author

Wolf Haas

29 books210 followers
Wolf Haas is the author of nine books in the bestselling Detective Brenner mystery series, three volumes of which have been made into popular German-language films. Among other prizes, the Brenner books have been awarded the German thriller prize and the 2004 Literature Prize from the City of Vienna.

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
323 (30%)
4 stars
386 (36%)
3 stars
244 (23%)
2 stars
77 (7%)
1 star
14 (1%)
Displaying 1 - 30 of 56 reviews
Profile Image for Alexandra .
936 reviews371 followers
May 6, 2011
Na das ist mal was anderes vom Wolf Haas - wesentlich besser als die mittlerweile schon ausgelutschten Brenner Romane. Eine sehr innovative, ungewöhnliche, herausfordernde Art und Weise wie sich dem Leser dieser Liebesroman erschließt. Die Geschichte wird nicht chronologisch erzählt, sondern man erfährt die Handlung durch ein mehrtägiges protokolliertes Interview, das Wolf Haas mit einer Literaturjournalistin über das Buch führt. Selbstverständlich gibt es beim Reden über das Buch Gedankenspünge, Spoiler Alarm, und Hintergrundgschichtln, die weniger mit der Liebeserzählung zu tun haben, aber nach und nach erschließt sich dem Leser in einer sehr angenehmen Weise die gesamte Geschichte inkl. Hintergrund wie der Roman entstanden ist.

Den Punkt Abzug muss ich aber dennoch geben, denn die Literaturjournalistin hat einen für mich besonders nervigen Sprachfehler - wenn auf i ein r folgt macht sie das i zu einem ü also: würklich, ürgendwie, ürgendwas, Kürche - und diese 4 Wörter verwendet sie in vielen Sätzen sehr zahlreich - statt Wortwiederholungen - Sprachfehlerwiederholungen (komisch das Wort wird (würd) kommt im ganzen Interview nie vor) . Am Ende wird aber nicht aufgeklärt, warum die Journalistin das tut - Wolf Haas hätte sich selbst ja danach fragen lassen können.

Ich lasse mich ungestraft nicht gern ohne Grund und Auflösung quälen - da bin ich a bisserl kleinlich sowohl beim Quälen als auch bei der Sprache.
Profile Image for Michael Reiter.
211 reviews20 followers
April 20, 2022
Michael Reiter Naja. Eigentlich war da nicht so viel dabei.
Goodreads Inwiefern? Hat Ihnen die Story nicht gefallen?
Michael Reiter Story ist halt echt ein bissl weit hergeholt...
Goodreads Nicht böse sein, aber warum geben Sie dem Buch dann 4 Sterne, wenn es eh ein Schmarrn war?
Michael Reiter Das ist nun die Frage, gell? Ich glaub, es liegt am Stil.
Goodreads Am Stil?
Michael Reiter Ja. Daran, dass die Geschichte eben in Form eines Interviews zu einem Buch abgehandelt wird. Wobei es das Buch eigentlich gar nicht gibt. Das gefällt mir.
Goodreads Ist das nicht ein wenig alter-weißer-Männer-Humor?
Michael Reiter Sie meinen, so wie die eine Passage mit "Rührung"?
Goodreads Ja genau, so wie diese eine Passage mit "Rührung". Peinlich.
Michael Reiter Also ich find das großartig. Genau solche Passagen machen doch erst das Lesen lesenswert! Sonst hamma ja eh schon fast alles gelesen.
Goodreads Also, ihre Reading-Challenge sagt da etwas anderes.
Michael Reiter Sie meinen, ich soll mich lieber aufs Lesen konzentrieren und nicht aufs Reviews schreiben? Wahrscheinlich haben Sie recht.
Goodreads Natürlich hab ich recht. So wie immer.
Michael Reiter Pah, ganz schön von sich selbst überzeugt, sind Sie.
Goodreads Ist ja auch egal. Wollen Sie mir noch verraten, welche Stelle im Buch Ihnen am Besten gefallen hat? Die mit dem Zählen? Oder die mit der Explosion? Oder die mit dem Frühstück? Oder die mit dem Kleid?
Michael Reiter Wenn ich das jetzt verraten würde, müsste ich dieses Review ja mit dem Spoiler-Hakerl versehen. Das kann ja nicht im Sinne des Erfinders sein oder?
Goodreads Ach, das macht ja nichts. Dieses Buch werden sowieso keine anderen Leute aufgrund unseres Inverviews lesen.
Michael Reiter Glauben Sie wirklich? Dann ist ja mein Einsatz hier völlig umsonst. Wäre das nicht schade?
Goodreads Schade schon. Aber was soll man machen.
Michael Reiter Ja. Was soll man machen. Ist halt so, wie es ist.
Goodreads Also?
Michael Reiter Na gut. Aber Sie müssen das Aufnahmegerät dafür ausschalten, ok?
Goodreads Aber warum das denn? Online hat doch niemand Geheimnisse!
Michael Reiter Trotzdem, ich fühl mich sonst unwohl.
Goodreads Na, wenn Sie unbedingt meinen...
Michael Reiter Ja. Danke. Also. Meine Lieblingsstelle war, als es während der Re
Profile Image for MaggyGray.
673 reviews31 followers
February 17, 2017
Mit diesem Buch hatte ich Anfangs ein paar Schwierigkeiten. Die Idee, sozusagen eine fiktive Fiktion in einem - ebenfalls fiktiven - Interview zu besprechen, darauf muss man erst mal kommen (ich kenne zumindest kein vergleichbares Buch), und zuerst dachte ich, die eigentliche Geschichte kommt noch. Aber irgendwann habe ich das Ganze dann doch noch kapiert und fand es sehr amüsant. Vor allem auch die "Literaturbeilage", die ihre Fragen mit einigem Pathos, aber auch Missbilligung (der VHS-Kurs "Ran an die Frau") und Humor. Zuerst war ich von ihren "Ü-Wörtern irritert (würklich, Kürche, ürgendwie...), habe mir dann aber von einer guten Freundin, die Sprachwissenschaften studiert hat, sagen lassen, dass es das im Plattdeutschen gibt. Hatte dann ab und an noch ein paar Längen, aber insgesamt war es doch ein nettes Lesevergnügen.
Jetzt würde ich gerne noch den Wetter-Roman von Haas lesen, aber leider...
856 reviews11 followers
March 20, 2021
Nachdem ich anfangs die Idee, nicht einen Roman zu schreiben, sondern ein Gespräch über einen Roman, total super fand, hat sich bei mir Seite um Seite leider immer mehr Langeweile eingeschlichen, bis ich dann fast nur noch quergelesen habe. Wie jedes kleine Fitzelchen an Informationen in diesem fiktiven Gespräch zwischen dem Autor und der (weiblichen) Literaturbeilage zerpflückt wurde, hat mir einfach die Lust und das Interesse an dieser Geschichte vergällt. Sehr schade, denn die Idee dahinter (nicht nur der Form, sondern auch des Inhalts) fand ich eigentlich klasse.
Profile Image for Kristy.
50 reviews
April 13, 2021
Der Erzählstil war am Anfang interessant aber nach den ersten 30 Seiten oder so verlor es sein charm und war eher ein Hindernisse für die 'eigentliche' Geschichte. Auch das der Autor sich Zeit nimmt, Ereignisse zu schildern und so Spannung aufzubauen gelingt nur das erste mal- danach war das aufzählen dann anstrengend. Musste mich leider bemühen, das Buch zu Ende zu lesen.
Profile Image for Gilfschnitte.
83 reviews
March 6, 2024
I had to read this one for a book report in high school and somehow it got stuck in my brain. So I had to pick it up again!

It is a little difficult to describe the structure of the book, but that is also its selling point: It revolves around an interview with the fictive author Wolf Haas (not the actual author of the book currently being read) with a journalist. They talk about the fictive book "Das Wetter vor 15 Jahren" (again, a different book than the one being read) where a love story based on true events (at least in this alternate universe created by the real Wolf Haas) is depicted.

We get to know all about this fictive book and its background via the conversation between its author and the journalist. And there are so many parallels and antitheses between the fictious book and the real one that make reading the actual book exciting. Then there is also the "language barrier" between the Austrian author and the German journalist and their chemistry that make this a joy to read. I love the flow of the conversation, the in-jokes and the evolving familiarity between Wolf Haas and the interviewer.

Sure, there certainly is some personal nostalgia attached to the book but that doesn't make it any less good in my eyes.




PS: The passage that lodged itself into my brain was the Thomas Gottschalk sequence. I myself was an avid viewer of Wetter, dass... back in the day and the short portrayal of the legendary host was perfect: it made him human and a showman at the same time. I was baffled how a few sentences could so perfectly overlap with my mental image of him.
Profile Image for Samuel.
18 reviews
October 7, 2007
Erste Besonderheit: Es ist ein reiner Dialogroman. Die „Literaturbeilage“ sitzt dem Autor „Wolf Haas“ gegenüber und befragt ihn. Zweite Besonderheit: Die „Literaturbeilage“ befragt den Autor über seinen Roman mit dem Titel: „Das Wetter vor 15 Jahren“. Der Roman im Roman also – und das macht von Beginn schon einfach eine Menge Spaß.

Haas erzählt also auf Nachfrage, wie er zu dem Stoff des Buches gekommen ist. Wie er „Wetten dass …“ geschaut hätte und da einer aufgetreten wäre, der die Wetterverhält-nisse eines österreichischen kleinen Ferienort für die letzten 15 Jahre im Kopf gehabt hätte, nicht nur Temperatur und Niederschlag, sondern auch viele, viele andere Daten mehr. Und da wäre natürlich die Frage gewesen, wie jemand, der im Ruhrpott lebt, auf die Idee kommt, sich so etwas zu merken. Die schnellen Recherchen ergaben: Eine Jugendliebe.
Und nun nähert sich Haas im Gespräch nicht nur dem Protagonisten an, sondern auch dem Roman. Als Leser kann man nur durch die kurzen Zusammenfassungen, die Fragen der „Literaturbeilage“, übrigens weiblich, sich eine Vorstellung machen, wie der Roman den genau ausschauen würde. Es war jedenfalls eine unglückliche Liebesge-schichte mit tragischem Ausgang. Denn als die beiden zum ersten Mal im Schmuggel-lager des Vaters der Freundin miteinander schlafen wollen (und es wohl dann auch tun – aber das bleibt, auch über das Ende hinaus, offen) klopft der Vater, doch sie lassen ihn nicht ein. Am nächsten Tag ist er, da gerade ein Unwetter herrscht, tot.
Aber dieser Plot wäre ja fast zu einfach. Also begleitet der Autor den Wetterkenner sozusagen auf seiner Fahrt nach 15 Jahren zurück in den Ferienort. Die damalige Freundin gibt es immer noch, sie ist gerade im Begriff einen aus dem Dorf zu heiraten, einer, mit dem der Wetterkenner nie auf gutem Fuß stand, sein damaliger Rivale. Wie es verhindert? Wie die letzte Chance wahren?

Das, was da abgeht, ist schon leicht skurril und setzt sich erst ganz langsam zusam-men. Immer wieder unterbrochen von erzähltechnischen Fragen, vom Entstehungs-prozess von Kritik, von einem kleinen Kampf zwischen „Wolf Haas“ und er „Literatur-beilage“. Das ist einfach nur gut gemacht, mit viel Witz, mit viel Spannung und mit einfach großartiger Unterhaltung. Dass nebenbei die Entstehung eines Romans noch thematisiert wird, die Auswahl dessen, was aus der Realität in die Fiktion übertragen wird, was weggelassen wird, was hinzugenommen wird um Spannung oder Glaubwür-digkeit herzustellen, ist eine kleine Literaturschule für angehende Autoren. Flüssig mit Witz kommt es daher und mit einer gleichmäßigen Spannung, was steht denn nun im Roman wirklich und wie war es denn eigentlich wirklich. Ein schönes Spiel mit den Realitäten und der Fiktion, vor allem, weil ja nie auch wirklich klar ist, was hat der Au-tor wirklich erzählt bekommen, wie realistisch war das und welchen Fiktionen er der Erzähler aufgesessen ist.

Als Witz besonderer Art wird hin und wieder der „Sternchen-Sex“ erwähnt. Die These lautet, je besser der Sex mit jemanden ist, desto weniger kann man sich danach erin-nern. Und der aller beste Sex ist dann, wenn man sich nur noch an ein Sternchen erinnert. Die „Literaturbeilage“ geht natürlich gegen dieses Machogehabe an, aber der Autor kann ja auch nur das wiedergeben, was der Freund des Wetterkenners erzählt hat und daran glaubt.
Und was prangt, wenn man den Schutzumschlag wegnimmt, auf dem Buchdeckel? Ein silbernes Sternchen.

Mag vielleicht sein, das diese These mit dem Vergessen bei gutem Sex stimmt, auf ein gutes Buch kann man es jedenfalls nicht übertragen, denn von denen kann man erzählen und erzählen und erzählen.
Profile Image for Friederike Knabe.
400 reviews189 followers
July 8, 2013
An original idea to tell a story: written as a dialog between the "author" called Haas, like the book's author, and a lit critic (named only as "the Literary Supplement") about the author's book. Apparently, the book under discussion tells the story of events in the youth of the author's protagonist, Vittorio. He and his childhood friend, Anni, met every year during the summmer holidays. One year, something happens and everything changes: he never returns to the village... this was 15 years ago. The Weather of 15 years ago of the book's title refers to that summer and to Vittorio's obsession for the weather in the village. These themes, one is led to believe, are explored in the novel and it becomes a main theme in the discussion with the author and the lit critic. In small doses or from tiny snippets of information, allusions or references in the dialog the reader is invited to piece together what went on or might have occurred during that fateful holiday and since.

Apparently, according to the (fictional) author, the novel was primarily written in the first person and based on a 'living' person, called Vittorio. Vittorio participates in a popular German tv quiz show with questions on the "weather" on specific dates in the past, such as that of 15 years ago. He wins and receiving a postcard from his childhood friend (who has watched the show) he returns to the village of his summer vacations that has so occupied his mind since - or has it?

As the dialog between the author and the lit critic expands over several days, the relationship between the two protagonists appears to shift. It becomes a game of sorts. There are moments when the lit critic seems to recall more details of the novel than the author himself; she interprets what he might have thought or expresses her enthusiasm for specific points. Exploring the changing creative tension between the two is clearly one intention of the book's author. As readers we are encouraged to put on our sleuth hat... Not surprising, given that Wolf Haas is a well-known thriller writer and this his first foray into "general fiction".

Did it capture and keep my attention? Not consistently. At times quite funny and satirical in its depiction of the 'author's' methods and the lit critic's discussions about his approaches to his subject matter, I found the dialog often too detailed and drawn out. I didn't find that the detective approach quite worked here as well given the dialog structure. Still, the depiction of the lit critic suggests another interpretation as a possibility, not only as regards the literature critic "pros" but also the whole story wrting process. Once you read the novel through this lens, it opens up a very different dialog: that between the book's dialog and the reader. For example, the way the Literary Supplement questions the author, interprets and even imagines aspects in greater detail and beyond what the author intended himself, one wonders whether Haas has not deliberately written a satire on the literature and lit critic business. It's a possibility and in this case, the novel deserves recognition for creativity and originality and provides further food for thought.
Profile Image for Roger Brunyate.
946 reviews749 followers
June 10, 2016
Metafun with Metafiction: the Review, not the Book

Don't be put off by all the Metas! You have to realize that this is no European egghead producing some experiment that only a few intellectuals will want to read. Wolf Haas is a best-selling Austrian writer of crime fiction featuring his sleuth Detective Brenner. Nevertheless, after six books in the series, he wanted to try something different: a love story in the popular vein, set in a picturesque Alpine village, with long-separated lovers reunited after fifteen years, and with a nail-biting and shamelessly melodramatic climax. Only he was not going actually to write the book, just a review of the book, and let the reader figure it out from there. Here is how it begins:
BOOK REVIEW: Mr. Haas, I've been going back and forth for a long time about where I should start.

WOLF HAAS: So have I.

BOOK REVIEW: Unlike you, though, I don't want to start at the end. Actually—

WOLF HAAS: Strictly speaking, I don't start at the end either. I start with the first kiss.
And so it goes on, for 242 pages, five days of interviews between the author and a female reporter. You might think it is boring, but quite the contrary. At first, I was intrigued by the technical challenge that Haas sets himself, by what this tells us about the writing process and the way we read. But soon I found myself laughing with delight, getting involved in the characters, wondering what would happen next. And in the last fifty pages, as Haas and his interviewer draw out the suspense of what is almost an Indiana Jones action sequence (commenting all the while on the author's shifts of perspective, cinematic cross-cutting, and insertion of telling detail), I was literally turning the pages as fast as I could read them.

So what is the story? You really have to piece it together for yourself, but this much I can say. As a child, the protagonist, Vittorio Kowalski (German, despite his names), has been traveling with his parents from the Ruhr to a small village in the Austrian Alps for their annual holiday. He strikes up a friendship with the landlord's daughter Anni, until something happens when they are both fifteen which causes his family to break off their visits. But he keeps in touch by obsessively recording each day's weather in the distant village, an accumulation of trivia that gets him onto a national TV show and wins him brief fame. Now 30, he goes back to the village once more. What will he find when he gets there?

What makes this particularly interesting for me is that Haas imagines his fictional alter-ego basing the story on a real character. He (the author being interviewed) apparently watches the TV show also, thinks there is a story there, and drives up to the Ruhr to meet Vittorio. Fortunately or unfortunately, he does not reach him—they have crossed each other on the Autobahn—but learns about him from his best friend. And makes up the rest. So what we get is also a brilliant exploration of how fiction and the reality on which it is based get so wonderfully entangled, just as Haas the author in the book gets wonderfully entangled with Haas the author of the book.

But I see I am making it look egg-headed again. It's really not—just a popular story told in a unique way.
Profile Image for Amy.
231 reviews109 followers
August 5, 2010
Translated by Stephanie Gilardi and Thomas S. Hansen




“That someone even pays attention to the weather of the past. The weather is the kind of thing you’re only interested in to know it’s going to be tomorrow.”




I’ve never read a book quite like The Weather Fifteen Years Ago by Wolf Haas. It doesn’t proceed in any typical sort of narrative, but instead is simply a conversation between an author and a book reviewer. That’s it. Back and forth, chatting. Sometimes trivial, sometimes bitter, but always, back and forth. It should be boring as hell, but it’s wonderful.





When I first began the book, I wasn’t sure I could tolerate the style. Then I became hooked, on both the underlying story and the snarky conversation of the two. Over the course of several days, the reviewer and author meet and discuss different elements of the story. The reviewer questions the use of certain words and phrases, asks why characters behave as they do, and generally tries to get the author to admit to certain prejudices in the story (regarding women, national culture, etc). The author, for his part, gives new meaning to the term “unreliable narrator”, because you never really know if it’s the author Haas or a character created by Haas who is beguilingly called Hass (who happens to be an author). It’s really not as confusing as it sounds!




The book they discuss is the account of a man who is obsessed with the weather at the resort he stayed in as a child, where all kinds of influential events took place. Even as he seems to forget the place, the habit remains: he finds out the weather and keeps track. The story is told backwards, and characters are introduced randomly that fill out the plot and keep it lively. Yet, it has to be remembered…as interesting as their conversation is, there is no book for you to pick up to read. The interview is the book. It’s an entirely different way of reading, because every detail has to be discerned by direct (or offhand) comments by the speakers. It’s almost like eavesdropping on a juicy story.




And while it’s clever and witty, it’s also sort of profound. Haas describes the complexities of writing and creating characters:




“You can’t tell everything about a person and still make them appealing. People are appealing because you don’t know too much about them.”




“After all, I think that for the purposes of the book, having one defined direction is more dynamic than multiple compass points. I always say that artifice begins with symmetry.”




The reviewer tries to draw out intentions from Haas that may or may not exist, and provokes him a bit as she tries to uncover sentiments that she senses are there. Thus they discuss the ways people interpret and misconstrue plot and character elements. Essentially, this is two stories in one: the interview, and the plot of the book that you’ll never get to read. When you finish, you actually feel bummed out that you can’t go and order it immediately.
Profile Image for Lukas Ganster.
6 reviews
May 31, 2021
Wolf Haas ist für mich so wie Wiener Schnitzel. Ab und zu einfach sehr gut.
Leider hat dieser Roman, trotz der sehr originellen Erzählweise, meine Erwartungen nicht ganz erfüllt.

An Anfang des Buches war es total spannend, die Herangehensweise des Autors nachzuempfinden. Es wird hier nicht bloß eine Geschichte erzählt, sondern es handelt sich mehr um ein rekapitulierendes Interview des Autors mit einer Journalistin über den eigentlichen Roman (den es in der Form nicht gibt).

Einige sehr witzige Passagen sind in Wolf Haas Manier verpackt, jedoch kommen manche Stellen doch etwas schroff herüber. Vor allem der "alte Mann - Humor", der sich oft überspitzten Formulierungen und sexualisierten Metaphern bedient, hielt ich meist doch etwas für too much.

Alles in allem ein guter Roman, allerdings weit entfernt von meinen Top 3 Wolf Haas Büchern.
Profile Image for Christoph.
51 reviews1 follower
August 10, 2024
Was mir an dem Buch gut gefallen hat:
- Die ungewöhnliche Erzählweise in Interview-Form. Die eigentliche Romanhandlung ist verpackt in ein langes Gespräch zwischen Wolf Haas und der "Literaturbeilage". Das schnelle Hin und Her der beiden hat mir vor allem zu Beginn viel Spaß gemacht.
- Die wunderbar nostalgische Stimmung, die mich an meine Kindheit erinnert hat. "Wetten, dass..." spielt eine nicht unerhebliche Rolle, außerdem kommt "Aktenzeichen XY...Ungelöst" (ein großes Kindheits-Trauma) vor und eine Luftmatratze schmilzt während einer Urlaubsfahrt im unklimatisierten Auto (so etwas habe ich zwar nicht selbst erlebt, aber auf den Fahrten in den Sommerurlaub war ich gefühlt oft nahe meines persönlichen Schmelzpunktes).
- Die Sprache ist herrlich. Allen voran die Eigenheiten der Interviewerin, die stets "ürgendwie", "würklich" oder "Kürche" sagt, und natürlich österreichische Wendungen und Wörter wie "voll wie ein Häusltschick" oder "Blitzgneißer".

Was mir nicht gefallen hat, ist dagegen der Umstand, dass durch die Interview-Situation die Handlung des (fiktiven) Romans, über den gesprochen wird, doch arg blass bleibt. Es geht um die in einem österreichischen Ferienort spielende Liebesgeschichte zwischen Vittorio aus dem Ruhrpott und Anni, der Tochter der Pensionswirte, bei denen Vittorios Familie jeden Sommer zu Gast ist. Gerade, als sich die beiden Teenager sanft annähern, werden sie durch ein einschneidendes Ereignis für 15 Jahre getrennt, ehe es beim nächsten Wiedersehen schon wieder dramatisch wird. Die Geschichte hat Potenzial, plätschert aber in dieser verkürzten Form doch arg vor sich hin.

Fazit: Empfehlenswert, wenn man gerne Interviews bzw. ungewöhnlich erzählte Bücher liest und generell Spaß an Sprache hat. Legt man dagegen vor allem Wert auf eine ausgefeilte Handlung, ist das hier eher nichts.
18 reviews
February 4, 2026
3.5 Sterne


Ein irgendwie schräg-abstruses, gleichzeitig vielschichtiges und auch immer wieder witziges Buch. Hohe Schreibkunst auf alle Fälle, teils etwas eigenwillig. Der Autor scheint Spass beim Schreiben gehabt zu haben, das merkt man. Erfrischend, aber auch irritierend. Wie wenn man in eine saure Zitrone beisst.
Profile Image for Saskia.
160 reviews8 followers
December 30, 2020
Die Idee, eine Geschichte über ein Interview zu erzählen, fand ich sehr gut! Leider streckenweise aber ermüdend ubd langweilig. Sich zu sehr in Details verlierend, da nutzt auch die gekonnte Sprache nichts. Dennoch, gegen Ende nahm die Handlung tatsächlich Fahrt auf, daher 2,5 - ergo 3 - Punkte
Profile Image for Urs.
137 reviews1 follower
February 16, 2023
Als ansonsten grosser Freund der Bücher von Wolf Haas, musste ich hier bald mal aufgeben. Das Setup in Interviewform gefiel mir nicht.
Profile Image for Felicitas.
79 reviews10 followers
August 26, 2023
Wolf Haas hat seinen Roman "Das Wetter vor 15 Jahren" (2006) vollständig in der Form eines fiktiven Interviews zwischen einer Journalistin (genannt: "Literaturbeilage") und einem fiktiven Autor Wolf Haas geschrieben. Anlass ist ein - ebenfalls fiktiver - Roman des fiktiven Autors. Klingt kompliziert und ich hatte anfangs Hemmungen, das Buch zu lesen. Ich bin aber erstaunlich schnell reingekommen und nach ein paar Seiten hatte mich die Geschichte in ihren Bann gezogen, ohne dass ich mich an der Interviewform gestört hätte. Interessant ist, dass man die Geschichte des fiktiven Romans nicht chronologisch erfährt, aber dennoch den Eindruck hat, ihn gelesen zu haben. Zudem erhält man Interpretationsansätze und literaturtheoretische Überlegungen der Interviewpartner*innen.

Die Geschichte des fiktiven Romans ist eine klassische Liebesgeschichte. Der fünfzehnjährige Vittorio Kowalski hat seit Jahren seine Ferien in einem österreichischen Dorf verbracht und sich dort in die gleichaltrige Anni Bonati verliebt. Bei einem Unwetter kommen sie sich näher, während Annis Vater stirbt. Daraufhin reist Vittorios Familie überstürzt ab und kehrt nie wieder zurück. 15 Jahre lang dokumentiert Vittorio das Wetter in dem Dorf, bis er mit 30 Jahren bei "Wetten, dass...?" gewinnt und daraufhin zurückkehrt, um nach Anni zu suchen. Der fiktive Autor hat die Sendung gesehen und sich auf die Suche nach Vittorio gemacht. Im Interview reflektiert er darüber, welche künstlerischen Freiheiten er beim Verfassen des Romans hatte und wie er die Geschichte verändert hat.

Interessant ist auch die Dynamik zwischen den beiden Interviewpartner*innen, da die Journalistin den fiktiven Autor immer wieder aufgrund sexistischer oder schlicht unlogischer oder unmotivierter Aspekte des Romans kritisiert. Ich bin mir unsicher, ob ich es Wolf Haas (dem realen Autor) hoch anrechnen soll, dass er der Kritik einen prominenten Platz einräumt oder ob ich es als einfachen Ausweg ansehen soll, um die feministische Journalistin durch den Kakao zu ziehen und ihre Argumente so zu entkräften. In jedem Fall aber war der Roman interessant zu lesen, stellenweise sehr lustig und selbstironisch.
Profile Image for Konstantin.
139 reviews
February 15, 2023
Another 1€ pickup, but as Wolf Haas has a decent renown here in Austria I thought I might give it a try (also: he is famous for his crime novels and I hate crime novels and this is not a crime novel so that made it better).

The book uses a very distinctive gimmick in that instead of normal prose it is an interview with a (highbrow, female, German) literature journalist discussing the actual hypothetical book. And while this works sometimes for comedic effect, the big problem is that except for these occasions and some low level reading between the lines, a lot of subtlety gets lost: I am not willing to read about someone discussing and explaining metaphors where I cannot even read where they are used.
It is clear that this novel is also a critique of people who draw parallels everywhere and need to overinterpret every statement in a text, but to me, good literature is when you can interpret and think about it but don't have to, when the amount of interpretation you do is up to yourself. This novel is too straightforward for me in that sense. This should not be meant as a harsh critique but that it's just not for me and that is okay.

Also, midway through I thought: "Well, maybe I might have enjoyed reading the "original" novel instead". But then the storyline got so abtruse that I would probably not have liked that either.
417 reviews5 followers
August 4, 2020
Kurzer Auszug a.d. viel längeren Rezension m. Links u. Hintergründen i. m. Blog:

Zwei Kulturmenschen, der österreichische Romanautor "Wolf Haas" und die deutsche Kritikerin "Literaturbeilage", unterhalten sich in diesem Dialogroman gewitzt, aber realistisch umgangssprachlich über den Roman des Autors. Sie diskutieren den Romaninhalt, platzieren zwischendurch aber auch ein paar Seitenhiebe auf Christoph Ransmayr, den Zauberberg oder dies:
Der Teufel der Plötzlichkeit. Das klingt wie ein Titel von Peter Handke.
Dabei lernen wir die Sprecher kennen und den im Meta-Roman diskutierten Roman. So, wie sie den Inhalt auseinanderklamüsern, steigt die Spannung fast ins Fiebrige: Wann enthüllen sie das Ende? Und knistert da was zwischen den Diskutanten? Zur Halbzeit des Romans ist die erste große Frage geklärt – und Wolf Haas baut sogleich eine neue auf. Re-Start.
Das ist geistreichste, peppige Unterhaltung, wie sie aus deutschsprachigen Landen vielleicht seit den Buddenbrooks nicht mehr aufpoppte.
Profile Image for Val.
78 reviews2 followers
September 9, 2020
2'5⭐ sí pero no, no sé. La manera de narrar además de original me ha gustado mucho y que sea todo diálogo consigue que sea muy ameno y te lo puedas leer de una sentada (como es mi caso), pero a pesar de esto tenía una historia los suficientemente sencilla como para poder haber ahondado muchísimo más en ciertos temas y lo hace de una manera muy superficial. No sé es como que todo está bien pero al faltarle profundidad se va todo a la mierda
Author 4 books11 followers
July 19, 2017
Genialno. Nemški original je verjetno še vedno najboljši. Haasov baročni slog, obsedenost z detajli, leporečenje. Klasična filmska zgodbica, povedana na najbolj Hassov način: skozi dialog med Wolfom Haasom in novinarko neke Literarne priloge. Torej ta roman ne "obstaja", njegovo zgodbo izvemo skozi dialog o knjigi :) Perfektna potujitev, ki deluje, še posebej na koncu pri najbolj napetem delu.
Profile Image for Lenka Gonnella.
108 reviews
September 6, 2021
Ich mag sehr Herr Haas und seine Bücher. Diese war sehr interessant geschrieben. Ein Buch in Form einen Interview habe noch nie gelesen, aber für Herr Haas war das auf jedem Fall eine gute Wahl. Ich mag das Buch sehr, es war genau das richtiges "Sommerbuch", es war frisch, und witzig und ein bissen Liebe war auch da. Eigentlich vielleicht zu romantisch für Herr Haas.
Profile Image for Kathrin Passig.
Author 51 books479 followers
February 9, 2023
Ich wusste nichts über das Buch (oder hatte alles, falls ich es doch schon mal wusste, wieder vergessen) und dachte bei den ersten Absätzen "hoffentlich bleibt das so, hoffentlich ist es nicht bloß eine Einleitung". Und es blieb so.

Winzige Erbsenzählerei: Die norddeutsch sein sollende Interviewerin sagt, dass sie sich eine Uhr umbindet. Ich glaube, das sagt man im Norden gar nicht.
Profile Image for Kevin Leja.
22 reviews
February 8, 2024
Das Buch hat mir wirklich einfach wahnsinnig gut unterhalten, ich finde die Idee dahinter großartig und es wurde mit keinem Stück langweilig, ich musste mehrfach schmunzeln und einige male auch wirklich laut Lachen. Konnte es gar nicht weglegen und habe es am Stück durchgelesen, absolute Empfehlung für ein kleines absurdes Leseabenteuer!
Profile Image for Campo Zeludi.
23 reviews1 follower
March 20, 2022
Mittlerweile muss man zu den 15 Jahren natürlich noch einige dazu rechnen. Aber das Buch zählt zu meinen Top 15 Offenbahrungen literarischer Art. Haas spielt auf dem Center Court und ist dafür gut gerüstet.
This entire review has been hidden because of spoilers.
1,381 reviews6 followers
March 20, 2022
Ungewöhnlich. Ein Gespräch zwischen Autor und Journalistin über den neuen Roman von ihm. Dabei wird eigentlich der ganze Roman erzählt. Anfangs etwas langweilig, aber dann kommt doch Spannung auf.
Displaying 1 - 30 of 56 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.