Heimat - Ihre Verbindung wird gehalten ORTSGESPRÄCH erzählt von der Liebe zum Landleben und zu dem sagenhaften Zwischenreich der deutschen Provinz, von der Erinnerung an Schwimmbadwiese und Karnevalssitzung, an den Schreibwarenladen um die Ecke und die Apfelernte im Herbst. Aber natürlich geht es nicht nur um die Traumbilder der Vergangenheit, sondern auch um die Veränderungen der Gegenwart. Um unheimliche Klassentreffen und »Total Räumungsverkauf wegen Geschäftsaufgabe«. Darum, wie Heimat dem Selektionsdruck im global village manchmal standhält - und ihm manchmal umso hoffnungsloser ausgeliefert ist. Hat er in seinen letzten Büchern die vergangenen Melodien und Marken seiner Generation beschrieben und bewahrt, so bündelt Illies nun die Schrullen und die Lebensweisheiten, die Landeier und die Helden seines Heimatlands zu einer mitreißenden Telenovela. In ORTSGESPRÄCH macht er sich auf den Weg, um eine Welt fern der City-Tarife und der Starbucks-Kultur für uns zu erforschen und ein landauf, landab diskutiertes Thema zu erfassen: die Heimat im Wandel. Ein nostalgischer, aber nicht verklärter, ein ironiefunkelnder, aber nicht spöttischer Reisebericht von einem der meistgelesenen Autoren seiner Zeit und einem der scharfsichtigsten Beobachter des Landes.
Florian Illies ist ein deutscher Journalist, Kunsthändler, Kunsthistoriker und Buchautor. Ab Januar 2019 war er geschäftsführender Verleger des Rowohlt Verlags.
Author Florian Illies has worked as culture editor for major German newspapers and magazines, and is a co-founder of "Monopol" a magazine for art, literature and lifestyle.
A nice easy read. But I got bored after one hundred and something pages because to me it seemed to repeat itself. I missed a story in it, something more than just nice anecdotes.
Erst fand ich's etwas träge, bin dann aber ab dem zweiten Drittel doch gut reingekommen und musste regelmäßig lachen.
Wie provokativ eintönig, einfach und pragmatisch der Autor die Hinterweldlichkeit deutscher Provinz beschreibt hat mich irgendwie abgeholt. Als jemand, der aus einem 180-Seelen-Dorf irgendwo im nirgendwo kommt, hab ich ganz vieles davon gefühlt. Aus der Entfernung einer Erzählung betrachtet wirkt "das Land" beides. Herrlich einladend und verstörend abstoßend. Fantastischer Kontrast.
Allerdings passiert nicht viel, daher eher eine Mittel-Empfehlung.
Mit seiner kleinen Reise durch die tiefe Provinz - seinen Heimatort Schlitz - bringt Florian Illies auf den Punkt, was viele seit ihrem Umzug in die Grossstadt mit sich tragen: Dorfklatsch, Einmachmarathons, viele unverwandte "Tanten" und "Onkel". Aber auch smypathischen Widerstand gegen die Moderne, ein soziales Netz, das seinesgleichen sucht und eine Vertrautheit, die sich in der grossen Stadt nur schwer aufbauen lässt. Scharf beobachtet und witzig erzählt!
Amuesant. Leichte Urlaubskost, die mir besonders deshalb gefällt, weil ich mal wieder Wörter lesen kann, die ich seit 12 Jahren nicht gehört, gelesen oder ausgesprochen habe :) Und die Provinzerlebnisse decken sich in vielerlei Hinsicht mit meiner Provinzkindheit, auch wenn die ganz woanders stattfand. Kein Plot erwarten, es ist ein lose zusammengehaltenes Episodenstueck mit vielen Schmunzlern und ein paar lauten, schenkelklopfendeden Lachern.