Martin Walser was a German writer. He became famous for describing the conflicts his anti-heroes have in his novels and stories. In 1998 he was awarded the Peace Prize of the German Book Trade in Frankfurt. He was also the father of authors Johanna Walser, Theresia Walser and Alissa Walser.
Ein 55-jähriger Lehrer macht einen viermonatigen Auslandsaufenthalt in den USA und gerät dabei im wortwörtlichen und übertragenden Sinne in die Brandung. Es täte dem Lesevergnügen gut, wenn wörtliche Rede durch Anführungszeichen markiert und ab und zu ein Absatz gemacht würde... die Geschichte fand ich trotz des wenig sympathischen Hauptcharakters sehr eindrücklich. Der Schreibstil ist einzigartig, wenn auch in der Sprache ein bisschen "angestaubt".
Helmut Halm, der Hauptprotagonist dieser Geschichte, habe ich im Fliehenden Pferd kennen und lieben gelernt - naja, wirklich lieben kann man diesen Halm eigentlich nicht, aber eine gewisse Sympathie hat er schon geweckt in mir. Er erinnert mich ein bisschen an Harry 'Rabbit' Angstrom, den "flawed hero" aus John Updikes Büchern. Helmut und Harry teilen den ausgeprägten Hang zur Selbstzerstörung. Bei Halm, vielleicht weil er Deutscher ist, kommt das ein bisschen weniger krass rüber.
Brandung ist nicht ganz einfach zu lesen und fordert Aufmerksamkeit: Die Handlung ist hauptsächlich Kopfkino, verschiedene Gedanken schneiden sich gegenseitig ab, es geht hin und her, und die Chronologie schwankt zwischen langsam und schnell. Aber wenn man sich drauf einlässt wird man mit einem tollen Leseerlebnis belohnt: Obwohl komplex, ist die Sprache natürlich und flüssig und einfach schön. Brandung ist oft witzig, manchmal bissig und konstant unterhaltsam. Ein Buch nachdem ich mich ständig gesehnt habe, wenn ich es nicht gerade in der Hand hielt.