1,5 Sterne.
Ich glaube, ich werde mit der Serie und den Charakteren nicht warm. Ich mochte den ersten Band nicht, der zweite war nicht viel besser. Das Buch ist nicht gut gealtert, viele Verhaltensweisen, die die Personen an den Tag legen, würde man so heute nicht als normal betrachten. Hier zwei Beispiele:
1. Ein junger, etwas schäbig aussehender Mann sammelt Unterschriften gegen die Fuchsjagd und spricht auf der Straße eine reiche Frau an, die ihn einfach zu Boden stößt. Für mich ein inakzeptables Verhalten. In diesem Buch aber völlig okay, weil sie ist ja reich und sympathisch und er schäbig und unsympathisch.... kein Kommentar
2. Als eine junge Kellnerin aus der Gaststätte auf den Vorplatz tritt und die Leiche sieht, schreit sie, woraufhin ihr ein alter, reicher Jagdteilnehmer eine schallende Ohrfeige gibt. Unter aller Kanone - aber in diesem Buch völlig okay, weil hey, er ist ja ein Mann einer gehobenen Gesellschaftsschicht.
Und so zieht sich das in dem Buch durch. Das gehobene Establishment, zu dem auf die beiden Hauptpersonen gehören, kann sich einfach alles erlauben, die unteren Schichten werden mit Verachtung und Herabwürdigung gestraft. Die Hauptperson, Meredith, ist mir so extrem unsympathisch, sie soll zwar 35 sein, aber verhält sich verknöchert und konservativ, als wäre sie 65. Wie sie, ohne psychologisches und empathisches Gefühl für Menschen im Diplomatischen Dienst tätig sein soll, ist mir ein Rätsel. Der Fall wäre ganz okay gewesen, aber durch die großen Mängel der Charaktere, war mir alles verleidet.