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Schambereich: Über Sex sprechen

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Exkursion ins Sumpfgebiet unserer Seele
Nach dem Erfolg von »Dry« schreibt Christine Koschmieder über Sex und Intimität. Persönlich, mutig und lustig erkundet sie die Körpererfahrungen, die sie und andere Frauen im Lauf ihres Lebens gemacht haben.
Gerade hat sie die Suchtklinik verlassen, da steht Christine Koschmieder vor einer neuen Bisher hatte sie Sex meistens mit Hilfe von Alkohol. Aber wie lassen sich Intimität, Liebe und Sex ohne Betäubung erfahren? Und woher kommt ihre Angst vor Nähe eigentlich? Aus ihrer Biografie, aus unserer Kultur, oder ist sie einfach da? Mit 50 Jahren begibt sich Christine Koschmieder auf eine Exkursion ins »Sumpfgebiet unserer Seele«. Sie besucht Freundinnen, Ex-Lover und eine Sexualtherapeutin. Sie befragt sich und andere nach Nacktheit und Erregung, Grenzsetzung, Pornographie, OnlyFans und Selbstermächtigung. Sie folgt den Spuren, die ihre Beziehungen hinterlassen haben. Am Ende weiß ihr Kopf fast alles, aber ihr Körper noch nicht. Und dann fängt das eigentliche Abenteuer der Intimität an.
»Ich hatte Sex, und ich habe drei Geburten und zwei Abtreibungen hinter mir. Ich kenne also meinen Körper. Was ich allerdings bis heute nicht gut körperliche Nähe herzustellen und eine Sprache dafür zu finden. Das will ich jetzt ändern.«
»Christine Koschmieder sucht nach einer Sprache für Sex, und dabei stellt sich heraus, dass es eigentlich um eine Sprache für (fast) alles geht, was wichtig ist. Eine mutige Memoir über das Verhältnis zum eigenen Körper, über die Angst vor Intimität, über Selbstbestimmtheit in Zeiten von OnlyFans und nicht zuletzt über die Frage, was Lust mit Vertrauen zu tun hat.«

»Man verlässt dieses Buch verändert, mit einem tieferen Blick auf sich selbst und zärtlicher gegenüber anderen.« Teresa Bücker

202 pages, Kindle Edition

Published October 11, 2023

36 people want to read

About the author

Christine Koschmieder

15 books6 followers

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Profile Image for Fay.
16 reviews1 follower
February 4, 2024
Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen – klug und natürlich. Die Aufteilung habe ich nicht so ganz verstanden, es hat sich eher wie eine unchronoligische Autobiografie des Sex- und Liebeslebens der Autorin angefühlt als eine Geschichte über die Aufarbeitung ihrer Scham. Sehr wichtige Thematiken rund um Feminismus enthalten, allerdings teilweise relativ pauschalisierend.
Profile Image for laleliest.
430 reviews67 followers
November 26, 2023
Die Autorin kennen vielleicht einige noch von ihrem ebenfalls im @kanonverlag erschienenen Buch „Dry“, in dem sie über ihren Alkoholismus und das Beenden dieser Sucht schreibt. In „Schambereich“ setzt Koschmieder an ein weiteres Thema an, das sie bisher nur mit Alkohol angehen konnte: Sex. Die Leser*innen begleiten sie auf ihrem Weg, Intimität, Nähe und Sex zu erfahren, ohne sich dabei von Alkohol betäuben zu lassen. Dabei bezieht sich die Autorin auf Fakten und Studien, erzählt aber auch sehr viel aus ihrem eigenen Leben, von der Kindheit bis heute. Nicht nur das Thema Intimität bekommt hier Raum, sondern auch der eigne Körper und die Wahrnehmung und der Umgang mit diesem.
Dieses Buch las sich sehr flüssig und sticht vor allem wegen seiner Ehrlichkeit hervor. Christine Koschmieder reflektiert ihr eigenes Verhalten und hält sich dabei nicht zurück. Ich sehe hier besonders die Betrachtung des Themas Scham, denn die Auseinandersetzung damit wird auf jeder Seite deutlich. Auf mich wirkte die Erzählweise teilweise etwas abgebrüht und fern, gleichzeitig habe ich mich aber in einigen Beschreibungen wiedergefunden. Auch gab es meiner Meinung nach zu viele Wiederholungen, was vielleicht an den kurzen Kapiteln lag. Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen. Besonders dankbar bin ich der Autorin, sich geöffnet zu haben und mir dabei die Augen geöffnet zu haben: Scham ist kein Gefühl, für das man sich schämen sollte. Ich werde jetzt definitiv häufiger in mich gehen und hinterfragen, wenn dieses Gefühl wieder aufkommen wird 💛
Profile Image for Estrelas.
944 reviews
July 7, 2024
„Scham lebt davon, dass wir versuchen, sie weiträumig zu umfahren. Scham ist eine Instanz, deren Macht und Fortbestand von der Angst abhängt, die wir vor ihr haben, von unseren Vermeidungsstrategien, die wir pflegen, um uns ihr nicht auszusetzen. Davon zehrt sie.“
Hier soll es um verschiedene Dinge gehen, über die zu reden bei uns ein Schamgefühl verursacht, allen voran um Sex. Und „Frau Koschmieder“, wie sich die Autorin selbst nennt, nimmt kein Blatt vor den Mund, dessen kann man sich gewiss sein.
Das Buch wird mal als Roman, mal als Sachbuch gelistet, je nachdem, wo man schaut. Während sich die Auseinandersetzung mit der Sucht im Vorgänger „Dry“ wie ein Roman las, werden hier zahlreiche Recherche-Ergebnisse und fachliche Referenzen zitiert, die sehr viel mehr nach einem Sachbuch anmuten.
Ebenjene Einschübe verursachten, dass ich mich von der Erzählerin entfernte, während die Entblößung ihres Innersten mich sehr berührte. Dafür musste sie nicht etwa auf sexuelle Spielarten anspielen, sondern nur die alltäglichen Dinge so nachvollziehbar in ihren Bericht einbinden, wie sie es eben tut.
Während das Buch viele Themen beleuchtet, von Pornographie übers Kinderkriegen bis hin zu Feminismus, habe ich mir eigentlich mehr die persönliche Betrachtung gewünscht und bin deshalb ein kleines bisschen enttäuscht von diesem Buch.
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