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Ripley Under Water
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Community Reviews
Displaying 1 - 2 of 2 reviews
August 9, 2026
Auf hohem Niveau bringt Patricia Highsmith ihre wirklich sensationelle Ripley-Reihe zum Abschluss, mit einem ungewohnten, aber gelungenem offenen Ende.
Und auf hohem Niveau jammere ich jetzt ein wenig: für mich ist der letzte Band tatsächlich auch der "schwächste", wenn man das bei 3,5 Sternen denn so sagen kann. Highsmith hat nach dem ziemlich brutalen (und besten!) dritten Band bereits bei Band 4 einiges an Erzähltempo, Brutalität und perfiden Konstruktionen zurück gefahren - da blieb aber eine herausragende Atmosphäre und eine wirklich spannende Geschichte im geteilten Berlin der 70er Jahre.
Bei "Ripley under water" ist es dann aber doch zu wenig für das Finale eines Serienmörders. Zu wenig Plot, zu wenig Spannung - und die, die es gibt, basiert fast ausschließlich auf den Ereignissen aus Band 2. Streng genommen findet nicht einmal ein (Doppel) - Mord statt und es wird wenig an neuen Ideen geliefert.
Trotzdem entsteht beim Lesen wieder dieses Gefühl, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann. Weil Tom Ripley eine großartige Figur ist, weil Pat Highsmith eine großartige Erzählerin weit über Kriminalromane hinaus war, weil man Madame Annette und Heloise und Ed aus London mittlerweile ins Herz geschlossen hat, kurz: weil einfach vieles auch stimmt in "Ripley under water". Weil es ein tolles, unterhaltsames Buch ist, das wieder einzelne großartige Szenen liefert (ich sage nur: die Szene im La Haffa in Marokko).
Aber eben im Direktvergleich zu den ersten vier Teilen: doch ein bisschen zu wenig Spannung, ein bisschen wenig eigener Wiedererkennungswert, ein bisschen wenig eigenes Gesicht - was die anderen vier Teile allesamt vorzuweisen hatten. Deswegen - schweren Herzens - für das Finale "nur" 3,5 Sterne.
Aber mal so gesehen : Patricia Highsmith wusste, wann auch gut ist. In dem Moment, wo es qualitativ auch nur ein bisschen schwächer wurde, wurde es der letzte Band. Zum richtigen Zeitpunkt aufgehört, nachdem sie uns wirklich eine herausragende, psychologische Kriminalserie geliefert hat. Unterhaltsam, literarisch, großartig! Und sie hat für Tom Ripley ein schönes, offenes Ende gefunden. Und das alles geht definitiv viel, viel schlechter.
Von daher:
Buch 5 - 3,5/5
Gesamte Reihe - 4,5 (!) von 5
Ich werde Tom Ripley und die wundervollen Nebenfiguren sehr vermissen. :)
Und auf hohem Niveau jammere ich jetzt ein wenig: für mich ist der letzte Band tatsächlich auch der "schwächste", wenn man das bei 3,5 Sternen denn so sagen kann. Highsmith hat nach dem ziemlich brutalen (und besten!) dritten Band bereits bei Band 4 einiges an Erzähltempo, Brutalität und perfiden Konstruktionen zurück gefahren - da blieb aber eine herausragende Atmosphäre und eine wirklich spannende Geschichte im geteilten Berlin der 70er Jahre.
Bei "Ripley under water" ist es dann aber doch zu wenig für das Finale eines Serienmörders. Zu wenig Plot, zu wenig Spannung - und die, die es gibt, basiert fast ausschließlich auf den Ereignissen aus Band 2. Streng genommen findet nicht einmal ein (Doppel) - Mord statt und es wird wenig an neuen Ideen geliefert.
Trotzdem entsteht beim Lesen wieder dieses Gefühl, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann. Weil Tom Ripley eine großartige Figur ist, weil Pat Highsmith eine großartige Erzählerin weit über Kriminalromane hinaus war, weil man Madame Annette und Heloise und Ed aus London mittlerweile ins Herz geschlossen hat, kurz: weil einfach vieles auch stimmt in "Ripley under water". Weil es ein tolles, unterhaltsames Buch ist, das wieder einzelne großartige Szenen liefert (ich sage nur: die Szene im La Haffa in Marokko).
Aber eben im Direktvergleich zu den ersten vier Teilen: doch ein bisschen zu wenig Spannung, ein bisschen wenig eigener Wiedererkennungswert, ein bisschen wenig eigenes Gesicht - was die anderen vier Teile allesamt vorzuweisen hatten. Deswegen - schweren Herzens - für das Finale "nur" 3,5 Sterne.
Aber mal so gesehen : Patricia Highsmith wusste, wann auch gut ist. In dem Moment, wo es qualitativ auch nur ein bisschen schwächer wurde, wurde es der letzte Band. Zum richtigen Zeitpunkt aufgehört, nachdem sie uns wirklich eine herausragende, psychologische Kriminalserie geliefert hat. Unterhaltsam, literarisch, großartig! Und sie hat für Tom Ripley ein schönes, offenes Ende gefunden. Und das alles geht definitiv viel, viel schlechter.
Von daher:
Buch 5 - 3,5/5
Gesamte Reihe - 4,5 (!) von 5
Ich werde Tom Ripley und die wundervollen Nebenfiguren sehr vermissen. :)
August 10, 2024
The conclusion to the Ripley novels finds Tom in peril. A new arrival in his village, an American man and his wife, appear to know more about Murchison than is safe for Tom and Heloise. The Pritchards are intrusive and Tom does what he can to avoid them, but when David Pritchard follows the Ripleys to Morocco Tom realises he must take steps to protect the life he has made.
The tension in this novel is mainly from the threat of discovery, and once again, the reader is placed on the side of murderer and fraudster Ripley, even willing him on to murder. The amorality of Tom Ripley is in counterpoint to the traditional moral position of crime fiction, where readers look for the punishment of the guilty, not their escape.
There’s ambiguity at the end of this book and it’s conceivable that Highsmith would have written more about Tom Ripley had she lived longer.
The tension in this novel is mainly from the threat of discovery, and once again, the reader is placed on the side of murderer and fraudster Ripley, even willing him on to murder. The amorality of Tom Ripley is in counterpoint to the traditional moral position of crime fiction, where readers look for the punishment of the guilty, not their escape.
There’s ambiguity at the end of this book and it’s conceivable that Highsmith would have written more about Tom Ripley had she lived longer.
Displaying 1 - 2 of 2 reviews



