Insgesamt ein sehr gutes Buch. Maul schaut sich als Laie die allen zur Verfügung stehenden Informationen an und durchleuchtet die darauf vom Staat bzw. den vorherrschenden Epidemiologen getroffenen Entscheidungen. Das Buch ist also eine immanente Kritik der Corona-Politik (PCR-Tests, Impfungen, vermeintliche Bettenüberlastungen etc.) mit polemischer Schlagseite. Es regt definitiv zum Nachdenken an und lässt die eigene Rolle während der Jahre 2020-2022 in einem neuen Licht erscheinen, bei dem man als vermeintlich staatskritischer Linker jegliche Ansagen von RKI oder Drosten unkritisch geglaubt hat und sich dabei moralisch als bessere Person als die "Impfgegner" gefühlt hat, obwohl man selbst gar keine Ahnung von R-Werten, ct-Werten oder die Funktionsweisen vn PCR-Tests hatte. Polemisch spricht Maul von einer "Volksgemeinschaft der Hypochonder" (10) die mit einer gewissen "Angst-Lust" zu "Coronagenießern" (149) mutierten und die Einschränkung der Freiheiten nicht als diese wahrnahmen.
Bin gespannt ob sowas auch im Buch "Die verdrängte Pandemie. Linke Stimmen gegen den Pandemierevisionismus" vorkommt.