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Carl Haffner's Love of the Draw

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Carl Haffner is a Vienesse chess master, facing in 1910 the greatest challenge of his life. He has been persuaded to challenge Emmanuel Lasker, the brilliant World Champion for his title. But Haffner is a shy, fragile man, who has escaped poverty only though his extraordinary gift for chess.

248 pages, Paperback

First published January 1, 1998

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133 people want to read

About the author

Thomas Glavinic

22 books141 followers
The former writer of advertising copy and taxi driver emerged with his 1998 debut novel Carl Haffner's Love of the Draw. The novel describes the life of chess master Carl Schlechter. The book received several awards and has been translated into other languages, but did not make it onto the bestseller lists. The novel has autobiographical aspects: Thomas Glavinic played his first chess game at the age of five and in 1987 he achieved second place in the Austrian chess rankings for his age group.

The novel Herr Susi (Mr. Susi) followed in 2000. Written in hard prose, it is a statement against the football business, and received mainly negative reviews from the critics. In 2001, the criminal novel Der Kameramörder (The Camera Murderer) (awarded the Friedrich-Glauser-Prize at the Criminale) was published and was enthusiastically celebrated by the feuilletons due to its criticism of the media. In 2004, Glavinic succeeded in convincing both critics (no. 1 on the ORF critics best list) and readers (no. 1 on the Austrian bestseller list) with his satiric development-novel Wie man leben soll (How to Live), written from the perspective of the indefinite "one". In August 2006, the novel Die Arbeit der Nacht (The Work of the Night) was released and scored no. 1 on the critic's list again in the same month. His novel, Das bin doch ich (That's Me), appeared in summer of 2007 and was nominated for the German Book Prize. It made it onto the short list, a selection of six of the twenty authors originally chosen.

Thomas Glavinic is married and lives with his wife and son in Vienna.

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Community Reviews

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44 (17%)
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11 (4%)
1 star
2 (<1%)
Displaying 1 - 13 of 13 reviews
Profile Image for Alexandra .
936 reviews373 followers
May 14, 2017
Es kann durchaus vorkommen, dass ein von mir sehr geschätzter Autor nur ein mittelmäßiges Buch schreibt, das mir gar nicht gefällt. In Carl Haffners Liebe zum Unentschieden ist das sehr zutreffend. Erstens durch die zentrale Handlung des Schachs im Plot, das mich zwar als Spiel überhaupt nicht interessiert, mich aber in Stefan Zweigs Schachnovelle durch seine psychologischen und strategischen Implikationen schwerstens begeistert hat. In diesem Buch versucht Glavinic analog zu Zweigs Meisterwerk die spannende Dramaturgie eines Weltmeisterkampfes inkl. Psychogramm der Hauptprotagonisten insbesondere des Herausforderers Carl Haffner zu inszenieren. Leider gelingt ihm das so gar nicht, da er zweitens durch unzählige wirre Rückblenden, die den Charakter seines Hauptprotagonisten beleuchten sollten, viel zu weit und gähnend langweilig ausholt und auch zuviel in den Zeiten herumspringt, was völlig irritierend ist und den Lesefluss erheblich behindert. Da wird munter von der Gegenwart des Weltmeisterspiels über die Kindheit von Haffner, die Jugend von Haffners Eltern und dann wieder mal dazwischen herumgesprungen, bis sich der Leser in diesem Karussell von Zeiten einen Drehwurm geholt hat. Übrig bleiben, obwohl die Ansätze löblich sind, bedauerlicherweise nur dekonstruierte Bildschnipsel einer nicht fertiggestellten Persönlichkeitsstudie.

Fazit: Ein mühsames Buch, das überdies die für mich literarisch schlimmste Todsünde begangen hat, mich auf weiten Strecken zu langweilen.
Profile Image for Lorenzo Berardi.
Author 3 books269 followers
November 13, 2009
Bumped into this book for two reasons, both related with personal failures:

1) I've heard about Thomas Glavinic as an interesting young novelist who published this one when he was just 26 getting positive claim.
2) It's about the game of chess.

In fact

1) I passed the age of 26 without publishing any successful book despite of my ambitions.
2) I'm an awfully bad chess player unable to get the main virtues that let you rule the game.

"Carl Haffners Liebe" is a good book. You don't need to be a chess master to appreciate it and, in case you are, you would probably be disappointed by the lack of obscure technicism while talking about the game. I think Glavinic chose the right way for writing this novel.
Perhaps the only thing I missed is a better work on some characters, especially while developing the female ones (is it just a coincidence?)

The novel in itself is interesting and creates a very intense atmosphere doing an excellent portrait of the protagonist I felt many things in common with (apart from the whole chess talent).
There are also some smart and sharp lines about the way a chess master may look at life in a careless way out of the chessboard.
Glavinic draws a convincing fresco of how the game of chess was followed during its belle epoque with World Tournaments all over Europe before the whole thing became just another Usa/Ussr strategic battlefield during Cold War.

Valutation stands between three stars and four.
I chose to give this novel three because I'm pretty sure Glavinic did even better in his following books and I'm eager to read them.

Profile Image for David Ramirer.
Author 7 books40 followers
May 29, 2023
schach ist ein spiel der möglichkeiten; einerseits durch die sehr leicht überschaubare anzahl an regeln und die andererseits niemals überblickbare anzahl an zügen, partien und deren "bedeutung" entsteht ein möglichkeitsraum von einer größe, die sich problemlos mit denen der kunst vergleichen lässt: mögliche musik, mögliche bilder, mögliche bücher & andere hervorbringungen des gestalterischen menschlichen geistes könnten in dieser sprache der 64 felder ebenso auch im schach sichtbar werden. dass sie es meistens - und das für die weit überwiegend meisten menschen - nicht werden, liegt an der beschränktheit der öffentlichen wahrnehmung auch dieser kunstform; etwas, das schach auch mit allen anderen kunstformen gemeinsam hat.

dieser roman von thomas glavinic versucht einen blick auf einen schachspieler zu werfen, der eine der grundregeln des schachs ("man spielt um zu gewinnen") zu beugen versucht, indem der das remis als die stimmigere form der erledigung einer partie betrachtet.

von dieser warte aus betrachtet, ist der ansatz des buches sehr interessant: denn diese möglichkeit bietet schach durchaus an, und die sichtweise des protagonisten ist eine durchaus sympathische, ja sogar eine revolutionäre.

schade an diesem buch ist aber, dass glavinic sich dieser sichtweise kaum bedient, sondern statt dessen (wie in allzuvielen belletristischen büchern über schach) das schachweltmeisterschaftsgetrubel und die kleinkarierte darwinistische betrachtungsweise der protagonisten dieser ebene beschreibt. allzu nüchtern und ausufernd werden die vorbereitungen einer entscheidenden austragung zwischen dem damaligen weltmeister und einem wiener herausforderer beschrieben, dazwischen ein paar rückblicke, die versuchen nachvollziehbar zu machen, warum herausforderer haffner so spielte wie er es tat.

wie so oft bei romanen mit schach als thema wird es am schönsten, wenn partien und ihre details beschrieben werden, allerdings ist der kontrast zum restlichen text noch nie - zumindest nicht bei den romanen, die ich zum thema gelesen habe - derart schroff zu fühlen wie hier. glavinics sätze sind ohne jedem rythmus, haben keine sprachliche oder stilistische spannung, schildern die vorgänge ohne jeder nähe zu protagonisten oder anderen details. dabei entsteht eine beliebige nüchternheit, die am ende den eindruck hinterlässt, nur eine journalistische arbeit gelesen zu haben.
an manchen stellen gibt es dazu im widerspruch allerdings nicht nachvollziehbare details, die keine rätselhaftigkeit oder einen mysteriösen unterton aufbauen sondern den ansonsten nüchternen stil als teilweise doch eher brüchig und schlecht konstruiert entlarven, was in summe dann nur noch als "gewollt" stehen bleibt.

resümierend muss ich sagen, dass der ansatz, einen schachspieler zu portraitieren, der eine "andere art zu spielen" pflegte, durchaus seinen reiz haben könnte - aber nicht dann, wenn man dabei ereignisse schildert, die dem verständnis nicht einmal im ansatz dienen, sondern nur allgemeinplätze bedienen. wenn überdies auch die sprache keine fühlbare kraft entfaltet, wird die suppe ein wenig gar dünn.

ich gebe dem buch daher lediglich zwei sterne, weil es mich auf allzu vielen ebenen enttäuscht hat - auch wenn die idee an sich eine schöne ist: die umsetzung lässt leider sehr zu wünschen übrig.
Profile Image for Philippe Gelin.
4 reviews
November 26, 2020
I read this book some time ago and I suddenly remembered it while starting The Queen's Gambit by Walter Tevis. Carl Haffner’s Love of the Draw is an atmospheric novel about chess at the turn of the 20th century and what goes into the tormented mind of a grandmaster. The book is interesting from both a historical and psychological perspective. I guess it helps to have an interest in chess but it's by no means required to dive into this excellent story. My rating is somewhere between 4 and 5.
Profile Image for Marc Kapunkt.
15 reviews
June 10, 2024
Carl Hafner ist ein etwas untypischer Protagonist. Man sollte sein Phlegma aushalten können und zumindest die Grundzüge des Schachspiels kennen, um da noch genießen zu können. Unter diesen Voraussetzungen ist es aber eine kurzwellige Lektüre und ein Ausflug ins Wien und Berlin vor dem ersten Weltkrieg.
359 reviews
January 12, 2019
Ein Kleinod, auch oder besonders für Nicht-Schachspieler. Thomas Glavinic bringt in faszinierender Weise einen versunkenen Miniaturkosmos des ausgehenden 19. Jahrhunderts, nämlich den der Wiener Kaffehausschachherrlichkeit, zurück ins Leben. Virtuos.
13 reviews2 followers
January 21, 2022
Carl Haffner is really one of the most irritating characters put in a book. I really wished someone would punch him in the face and tell him to snap out of it.
Profile Image for Lukas Sanek.
36 reviews6 followers
June 26, 2016
Kniha o šachových mistrech, ve které hrají šachy druhou roli. Dozvídáme se o poměrech vídeňského života na přelomu 19. a 20. století, v době nouze, strachu, ale také silné lásce k netradičnímu sportu.

Sám bych se rád dočetl více o jednotlivých hrách více, ale autor jednotlivá utkání popisuje spíš díky emocím jednotlivých účastníků a aktérů.


Příjemné víkendové čtení, navíc za hubičku v eshopu Paseky! Na další překlady autora se už teď těším, tahle prvotina se povedla.
Profile Image for Johann Guenther.
812 reviews28 followers
May 7, 2014
Es ist eine großartige Leistung, Schachspiel so spannend zu erzählen. Ein großes Buch. Das Beste von Glavinic und eines der besten, die ich in letzter Zeit gelesen habe.
Ein Wiener Schachspieler aus armen Verhätnissen, der eigentlich Weltmeister war, es aber nicht sein wollte …
Mehr will ich zu diesem Buch nicht sagen. Das muss man selbst gelesen haben.
Profile Image for Pečivo.
490 reviews186 followers
January 6, 2014
přečteno na jeden zátah a to můj zájem o šachy je skoro srovnatelný se zájmem o koně a beatles. pokud bude zfilmováno, měl by haffnera hrát zlatan ibrahimovic.
Profile Image for Ales.
156 reviews3 followers
April 22, 2016
Útlá knížka, ale děsně se mi líbila. Neumím to moc pojmenovat, možná ta opravdovost, niterný příběh, atmosféra Vídně na počátku 20. století...
27 reviews
December 13, 2024
This was good. Carl is an interesting character. I loved how he was somehow very relatable but at the same time I didn’t like him too much (especially in the end)
This entire review has been hidden because of spoilers.
Displaying 1 - 13 of 13 reviews

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