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Rassismus in der Diskussion: Gespräche mit Robert Miles, Edward W. Said, Albert Memmi, Günter Grass, Wolfgang Benz, Wolfgang Wippermann, Birgit Rom
German
171 pages, Perfect Paperback
First published February 1, 1999
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November 15, 2025
Mein Exemplar von „Rassismus in der Diskussion“ markiert einen etwas anderen Kauf in meiner Bibliothek. Es war kein Schnäppchen und kein Mängelexemplar, sondern ein bewusster, regulärer Erwerb am 8. März 1999 in der Walthari Buchhandlung in Freiburg. Dieses Thema duldete keinen Rabatt.
Der Band versammelt eine beeindruckende Runde von Intellektuellen im Gespräch, darunter Schwergewichte wie Edward W. Said, Günter Grass und Wolfgang Benz. Ich muss jedoch gestehen, dass mir 1999 nur ein Name als eigentlicher intellektueller Leuchtturm diente (von Günther Grass abgesehen) – einer, der mein Verständnis des Themas längst geprägt hatte: Albert Memmi (1920–2020).
Für mich hatte Memmi das Phänomen des Rassismus bereits an anderer Stelle auf eine so unbarmherzige wie präzise Formel gebracht, dass sie für mich bis heute als ultimative Definition gilt. Der Kauf dieses Buches war deshalb weniger eine Entdeckung als eine Vertiefung – eine Gelegenheit zu sehen, wie andere große Geister sich zu dem verhalten, was Memmi so unübertroffen formulierte:
Jedes Gespräch in diesem Band misst sich unweigerlich an der Klarheit dieser einen Definition.
Der Band versammelt eine beeindruckende Runde von Intellektuellen im Gespräch, darunter Schwergewichte wie Edward W. Said, Günter Grass und Wolfgang Benz. Ich muss jedoch gestehen, dass mir 1999 nur ein Name als eigentlicher intellektueller Leuchtturm diente (von Günther Grass abgesehen) – einer, der mein Verständnis des Themas längst geprägt hatte: Albert Memmi (1920–2020).
Für mich hatte Memmi das Phänomen des Rassismus bereits an anderer Stelle auf eine so unbarmherzige wie präzise Formel gebracht, dass sie für mich bis heute als ultimative Definition gilt. Der Kauf dieses Buches war deshalb weniger eine Entdeckung als eine Vertiefung – eine Gelegenheit zu sehen, wie andere große Geister sich zu dem verhalten, was Memmi so unübertroffen formulierte:
„Der Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen.“
— Albert Memmi
Jedes Gespräch in diesem Band misst sich unweigerlich an der Klarheit dieser einen Definition.
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