»Alles, was Du willst, aber lass mich kommen, um Dich abzuholen«, schrieb Robert Falcon Scott 1907 an die Bildhauerin Kathleen Bruce, nur einen Tag nachdem er ihr bei einer Londoner Teegesellschaft begegnete und ihrem unkonventionellen Freigeist erlag. Als Waise und jüngstes von elf Kindern in der Obhut eines Onkels groß geworden, hatte Kathleen früh gelernt, eigene Entscheidungen zu treffen. Kaum erwachsen, ging sie trotz kärglicher Mittel zum Kunststudium nach Paris, pflegte Freundschaften zu Auguste Rodin, Isadora Duncan und George Bernard Shaw, diente als freiwillige Helferin im Mazedonienkrieg und schlief auf Reisen in Männerkleidern getarnt unter freiem Himmel. Sie wurde als Scotts Ehefrau zu seiner engsten Vertrauten und Triebfeder seiner Südpolexpedition – und führte auch als seine Witwe ein Leben so voll von unbändiger Entdeckerlust, großen Namen, künstlerischen und nicht zuletzt politischen Ambitionen, dass es für zwei gereicht hätte.
Ich finde es sehr kurzweilig und gut geschrieben, besonders der Anfang hat mich mitgerissen. Am Ende gibt es einige Wiederholungen und Passagen, die weniger interessant sind, dadurch zieht es sich ein wenig und während sie zu Beginn noch sehr sympathisch erscheint, ist sie mir am Ende wirklich sehr unsympathisch, aber da kann die Autorin nichts für.
Die Geschichte über eine sehr außergewöhnliche Frau. Das macht Mut, sich gegen das Establishment zu behaupten und sich durchzusetzen, sich nicht zu verstellen oder sich anzupassen. Ein interessantes Buch, aber dennoch kein Lesevergnügen.