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Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam

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A great German-language novel about a small village - Vea Kaiser's furious debut In her debut novel, Vea Kaiser unfolds the world of the secluded alpine mountain village of St. Peter am Anger with great verve and irresistible wit, and tells the story of a family that has curiously succumbed to science over three generations. Against the narrow-mindedness and unreflective sense of tradition The St. Petrianer Johannes A. Irrwein - trained since his earliest childhood a strong dislike of his grandfather, the tapeworm researcher Johannes Gerlitzen. Hungry for education and alert as he is, he longs for the enlightened world that he suspects behind the Alpine massifs. However, when the star pupil unexpectedly passes through the Matura, he begins to deal with his village. Emulating his favorite author, Herodotus, the father of historiography, he sets about writing the chronicles of his village - and unintentionally causes the biggest event in St. Peter's history that will change the mountain village forever. A 14.8 meter a long fish tapeworm, a soapbox headed for the moon, an unexpectedly attractive monk in a jaguar, a pregnant village princess, an old-philological secret society, a nordicwalking mothers round, a young footballer with the heart in the right place, a sinister conspiracy of the village elders as well as lots of trendy brass band music to the unique microcosm of this novel, which impresses with its love for luminous details and bizarre events, through its narrative fury and its polyphony. Vea Kaiser made a daring, outstanding debut at the age of twenty-three. This novel will enchant you. (This description is a translation from the German Amazon catalog with Google translator)

496 pages, Hardcover

First published July 31, 2012

19 people are currently reading
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About the author

Vea Kaiser

12 books43 followers
Vea Kaiser wurde 1988 in St. Pölten geboren. Sie arbeitete als Übersetzerin, Fremdenführerin und Fotomodell. Seit 2007 studiert sie Klassische und Deutsche Philologie an der Universität Wien. Für ein Jahr studierte sie Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim. Sie lebt in Wien und Zürich.
Für ihre belletristischen Arbeiten erhielt sie u.a. das Start-Stipendium des österreichischen Kultusministeriums, das Hans-Weigel-Literaturstipendium sowie den Theodor-Körner-Preis 2011 (Preis der Stadt Wien für Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam). Kaiser war Finalistin beim 17. Open Mike und nahm 2010 an der Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin teil. Ihr Debütroman Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam wurde im September 2012 auf Platz eins der ORF-Bestenliste gewählt und avancierte zum Bestseller.
Nach eigenen Angaben machen drei Dinge Vea Kaiser „richtig glücklich“: Fußball, Stöckelschuhe und Altgriechisch.

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Community Reviews

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Displaying 1 - 30 of 65 reviews
Profile Image for Alexandra .
936 reviews369 followers
January 17, 2018
Gemäß meines Ziels schwerpunkmäßig österreichische Literatur zu lesen und weniger bekannte österreichische Autoren zu empfehlen, möchte ich Euer Augenmerk auf diesen Roman lenken.

Trotz der etwas reißerischen Aufmachung von Cover, Rückentext, Titel und der Kritiken, die schon fast als Drohung den Begriff innovativ und humorvoll zitieren, ist dieses Buch kein Roman mit schenkelklopfendem Witz aus hinterhältigen Bergdörfern, auch kein furchtbares, extrem gewalttätiges Heimatdrama mit unglaublichen Tragödien in der isolierten Bergwelt und auch keine kitschige Liebesschnulze am Berg, sondern ein ganz normaler, brillant geschriebener Generationenroman über ein dennoch ganz normales, abgeschottetes Dorf und eine Familie, die auf Grund ihrer Intelligenz und ihres Wissensdurstes zwar immer ein bisschen am Rande der Dorfgemeinschaft agiert, sich aber dennoch integriert.

Die Story von St. Peter und der Familie Irrwein beginnt mit dem Großvater, der nach einem vermuteten Kuckuckskind und einem überlebten Bandwurm – an sich bis auf das Ende beinahe schon die kuriosesten Wendungen im Plot – aus dem von der Umwelt isolierten Bergdorf auszog, um in der Stadt Medizin zu studieren. Als die Ehefrau krank wird und stirbt, kehrt er zurück, installiert eine Arztpraxis am Berg und übernimmt die Erziehung seiner Tochter beziehungsweise später dann jene seines wissbegierigen Enkels.

Die Dorfgemeinschaft und alle handelnden Figuren werden sehr liebevoll von der Autorin mit all ihren Stärken und Schwächen skizziert, die ganz alltäglichen Probleme der Familie Irrwein werden unter diesen speziellen Rahmenbedingungen geschildert, die Nöte eines alleinerziehenden Vaters mit der Tochter, die nicht so gerne lernen will, nicht aus dem Dorf weggehen will, um zu studieren und letztendlich den „falschen Mann“ (aber nur aus der Sicht ihres Vaters) heiratet, die Konflikte mit der Tochter, weil sich der Großvater in die Erziehung des hochbegabten Enkels einmischt …

Als der Opa bei einem Hilfseinsatz als Arzt stirbt, geht die Generationengeschichte mit Fokus auf seinen Enkel weiter, der so anders ist als alle anderen in St. Peter und die Dorfgemeinschaft ablehnt. Seine Jahre im Gymnasium des Konvents werden ebenso beschrieben, wie seine Rückkehr ins Dorf auf Grund seiner verpatzten Matura und dem Umstand, dass er letztendlich durch einen Zufall doch noch seinen sinnvollen Platz im Gefüge der hochalpinen Gemeinschaft findet.

Wobei das Happy End ist mir dann fast um eine Nuance zu happy und unwahrscheinlich. Vereinbart doch glatt Johannes A. Irrwein als Schreiber des Fußballclubs FC St. Peter unvermutet ein Freundschaftsspiel mit Hamburgs FC St. Pauli, weil dieser Verein grad 100 Jahr alt geworden ist, und die Analogie, dass der kleine Alpen-Peter mit dem großen Paul spielt, auch genauso genial verrückt findet wie ich. Ok diese unwahrscheinliche Kuriosität gefällt mir sehr. Letztendlich – und da wird es fast zu kitschig – erhebt sich das Dorf aus seiner selbstgewählten Isolation, neutralisiert die alten Querulanten bzw. Verhinderer (natürlich nicht gewalttätig, sondern liebevoll) und öffnet sich mit einem unglaublichen Fußballfest dem Leben da draußen.

Stilistisch haben mir weiters die kurzen historischen Abrisse vor jedem Kapitel wahnsinnig gut gefallen. Sie zeigen, analog zu Johannes A. Irrwein, der wie Herodot ein Ethnienforscher werden möchte, wie und in welcher Form sich das Dorf über die Jahrhunderte von der Umwelt abgegrenzt hat. Da kommen auch kuriose Geschichten heraus, zum Beispiel dass Maria Theresia wegen der Einführung der Schulpflicht und weil sie eine Frau war, im Dorf gehasst wurde, ebenso wie ihr Sohn, der Chaot Josef, Kaiser Franz Josef und seine Sissi aber wegen ihrer Naturverbundenheit geschätzt wurden, wie mit Gemeindebuchfälschungen die Männer des Dorfes vor einer Einberufung als Soldaten im 2. Weltkrieg bewahrt wurden, die Einstellung der Dorfjugend zum 1. Weltkrieg, zu Napoleon, zum bischöflichen Kloster in der nächsten Ortschaft und vieles mehr. Dieser Stilgriff passt inhaltlich zum Thema, denn er erklärt die historischen Ursachen der Isolation und ist perfekt in den Plot integriert, da er die Aufzeichnungen von Johannes A. Irrwein beinhaltet, der schlussendlich neben seiner Integration in die Gemeinschaft erstens als teilnehmender Beobachter und moderner Ethnologieforscher und zweitens als Geschichtsforscher in seinem eigenen Dorf endet.

Fazit: Eine ganz normale Generationengeschichte außergewöhnlich gut in einem außergewöhnlichen Ambiente erzählt. Ich habe mich keine Sekunde gelangweilt und kann sie nur wärmstens empfehlen, wenn auch das Ende für mich persönlich zu „heppi beppi“ ist. Ich glaube, die FAZ hat das Werk am treffendsten eingeordnet: „Es ist ein Bildungs-, Familien- und Coming-of-Age-Roman.“
Profile Image for Melanie.
560 reviews276 followers
February 26, 2018
It is funny how a book with barely any plot at all can be so captivating. I guess, a huge part of this comes from the fact that I liked the observations of life in a village as a person who does not quite fit in with all the clubs and associations and everything else that is part of that. I often laughed out loud. I also really enjoy the use of Mundart (local dialect) in literary fiction. It somehow makes it feel more real.
Profile Image for Anke.
3 reviews1 follower
June 14, 2013
Ich habe schon lange nicht mehr so gelacht, wie bei diesem Buch.
Profile Image for Sunnie.
129 reviews3 followers
May 19, 2017
I don't understand the hype. The plot does not warrant almost 500 pages, large chunks are really sort of redundant and I got about 5 laughs out of it. I really thought "oh, sth new and unconventional. Let's see where this goes" but, alas, I was neither gripped nor especially amused by the book. I do appreciate the Austrian dialect and generally the Austrian words thrown in there, but sadly that's not enough.
Profile Image for Fruchtfleisch.
115 reviews3 followers
August 31, 2012
In einer Rezension habe ich gelesen, das Buch sei stellenweise läppisch und die Dialekte, derer sich die Protagonisten bedienen, nicht authentisch oder schlecht recherchiert. Hach ja ...
Wenn ich einen Debütroman namens Blasmusikpop zur Lektüre auserwähle, erhoffe ich mir ein unverkrampftes Buch, das hoffentlich nicht zu starke Züge willkürlicher Popliteratur trägt, und möchte mich allgemein überraschen lassen. Wurde ich dann auch, und das angenehm.
Es mag stimmen, hier und da hätte man sicher noch am Roman feilen können, doch ich glaube nicht, dass Vea Kaiser einen glatt gebügelten Roman verfassen wollte, weggebügelt wären sicherlich auch Eigentümlichkeiten worden, die mich auf viele weitere Publikationen Vea Kaisers hoffen lassen.
Während der Lektüre fiel mir angenehm auf, dass ich dem Scheibstil, hätte ich mich nicht über die Autorin informiert, vermutlich nicht entnehmen hätte können, ob das Buch ein verspielter, lebenserfahrener Autor im letzten Lebensabschnitt, ein menschenskeptischer Mikrobiologe oder die Tochter/Enkelin von Gerhard Polt geschrieben hat.
Mir taugt´s. Prost!
Profile Image for Peter.
599 reviews26 followers
December 6, 2023
18.09.2012 Die pure Neugierde hat mich beim Kauf dieses Buchges angetrieben. Das jugendliche Alter der Autorin, der Themenkomplex Heimatroman und indifferente Buchbesprechen. Mittlerweile habe ich die ersten hundert Seiten gelesen und fürchte das Buch schon ganz zu kennen. Es gibt einige nette Ideen und gute Sprachbilder aber am Krawattl hat mich der Text noch nicht gepackt. Ich habe das Buch soeben fertiggelesen und kann meinem Ersteintrag nicht viel hinzufügen. streckenweise macht der Text Spass und ist amüsant, dann gibt es wieder Passagen die an einen Schulaufsatz erinnern (an einen sehr guten allerdings). Leider ist der Schlussteil völlig misslungen, dieser lässt Originalität und Sorgfalt vermissen. Man hat den Eindruck der Autorin ging es nur mehr darum, den Text "fertigzukriegen". Ich stehe dem Buch aber nicht ablehnend gegenüber aber empfehlen kann ich es auch nicht. Ein schmeichelhaftes Unentschieden.
Profile Image for MaggyGray.
673 reviews31 followers
April 27, 2016
Heute morgen fertig gelesen.

Nachdem um dieses Buch (und dessen Autorin) so ein Riesenwirbel gemacht wurde, musste ich es mir irgendwann natürlich zulegen - und bin jetzt erst dazu gekommen, es zu lesen.

Im heimeligen Dörfchen St. Peter, in den österreichischen Alpen, geht alles seinen gewohnten, eingespielten Gang: die Kinder gehen nach dem Kindergarten in die Volksschule, die Söhne übernehemn das Geschäft des Vaters, die Töchter heiraten und bekommen Kinder. Erst Johannes Irrwein bricht aus diesem Gefüge aus, geht in die Stadt und wird Arzt. Er legt die "bäuerliche Sprache" ab, kümmert sich nicht mehr um Sitten und Gebräuche der Alpenbewohner, hebt die Wissenschaft in höhere Sphären, und ist sehr darauf bedacht, dieses Leben auch an seinen Enkel weiter zu geben, nachdem ihm schon seine Tochter entglitten ist.

Der Enkel, Johannes A. Irrwein, ist ein verschlossenes, kränkelndes Kind, das sich mit den anderen Menschen in seiner Umgebung nicht abgeben will; das Fußballtraining und die Ferienfahrt Jungschar ist für ihn ein Gräuel. Er vergräbt seine Nase lieber in Büchern, legt seinen Dialekt ab, nachdem ihn sein Großvater ständig ermahnt, "schön zu sprechen". Als einer der Ersten von St. Peter besucht Johannes ein Gymnasium und macht, wenn auch nicht aufs erste Mal, seine Matura. Als er das erste Mal diese nicht schafft, weil ihm der neue Rektor ein Bein stellt, kehrt er über den Sommer nach St. Peter zurück, um die "Bergbarbaren" zu erforschen. Und das birgt die eine oder andere Überraschung.

Der Schreibstil von Vea Kaiser ist aussergewöhnlich gut, es mir sehr viel Spaß gemacht, die Geschichte in dieser Hinsicht zu lesen. Leider verliert sich die Spannung nach dem ersten Drittel, dümpelt im Mittelteil etwas herum und wird im letzten Drittel etwas zu kitschig für meinen Geschmack. Alles läuft zu glatt und das Happy End ist ein bisschen zu rosarot geworden. Auch konnte ich nie so ganz einschätzen, welche Ambition die Autorin hat: will sie zeigen, wie scheinbar rückständig und tumb (Berg-)Dorfbewohner sind, die nie in die "große, weite Welt" gelangen? Oder will sie zeigen, dass es bei aller modernen und hektischen Entwicklung heutzutage in solchen abgeschiedenen Lebensräumen Platz zum Festhalten und Zu-Hause-Sein gibt, mit Festen und Bräuchen und Stabilität?

Es kommen beide Seiten gleichermaßen zu Wort, wobei ich Johannes A. Irrwein, also den Enkel, von Anfang bis Ende unsympathisch und rotzbengelig empfand. Vor allem wie er mit seinen Eltern, und hier vor allem mit seiner Mutter umgeht, war teilweise schwer erträglich. Auch seine totale Abwendung von seinem Dorf, dessen Bewohnern und den ganzen Bräuchen, Festen und vor allem dem Dialekt, fand ich sehr traurig. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie essenziell solche Dinge sein können, und nach fünf Jahren Studium im "Ausland" (Thüringen), bin ich doch eine etwas nachdrücklichere Verfechterin von Bräuchen, Festen und v. a. dem bayerischen Dialekt. Deshalb spricht man mit Hochdeutsch nicht "schön", sondern allenfalls vereinheitlicht mit der grauen Masse.
Profile Image for Wal.li.
2,556 reviews70 followers
May 16, 2019
Die Bergbarbaren

Als Chronist seines Dorfes versteht sich der junge Johannes A. Irrwein. Sein großes Vorbild ist sein Großvater, der als einer der ersten das Dorf verlassen hat, um Arzt und Wissenschaftler zu werden, der als einer der Wenigen die Hochsprache spricht. Seinen Eltern dagegen ist Johannes nicht sehr gewogen. Sie kommen ihm wie echte Bergschrate vor, die ihm manchmal peinlich sind. Für Johannes ist es ein Glück, dass er ein Stipendium an einer weiterführenden Schule bekommt, wo er sich zum ersten Mal unter Gleichgesinnten glaubt.

Aus Johannes’ von seiner Meinung gefärbten Notizen erfährt man von der Geschichte des Bergdorfes St. Peter am Anger. Diese bilden jedoch nur den Hintergrund zur Familiengeschichte des Jungen. In der eigentlichen Handlung wird von Johannes Großeltern berichtet, seinem Großvater, der auszog die Welt und die Wissenschaft kennenzulernen, seiner Großmutter, die die Tochter hegte. Die Tochter, die Johannes’ Mutter wurde, die so garnichts von der Weltoffenheit des Großvaters abbekommen hat. Sein Vater, der ein rechtes Raubein ist. Johannes selbst dagegen, ist ein stilles in sich gekehrtes Kind, das sehr zu seinem Großvater aufschaut. Nach dessem frühen Tod, möchte der Junge nur eines, in die Fußstapfen seines geliebten Opa-Doktors treten.

Kauzig, aber lebensecht wirken die Dorfbewohner von St. Peter. Und manchmal so hinterwäldlerisch, dass man verstehen kann, dass Johannes einfach nur weg will. Es gibt Zeiten, da will man einem fast unverständlichen Dialekt und der dörflichen Enge nur entfliehen. Doch so wie das Dorf sich letztlich nicht gegen den Fortschritt stellen kann, auch wenn es sich noch so wehrt, so kann sich auch Johannes dem Charme des Dorfes nicht erwehren als er etwas älter wird. Was wird der junge Mann unternehmen, wenn er das Abitur in der Tasche hat, sein Reifezeugnis. Gekonnt schlägt die Autorin den Bogen vom Opa-Doktor zum Enkel-Doktor. Mit ihren skurrilen Charakterzeichnungen lässt sie ihre Leser teilhaben am Prozess des Erwachsen werdens, den Johannes durchläuft. Wenn einem der Junge zunächst noch etwas verschroben vorkommt, so wächst er mit den Aufgaben, in die er sich hineinlaviert, und findet eine jugendliche Balance zwischen seiner aneckenden Intelligenz und seiner herzerwärmenden Gutmütigkeit.
Profile Image for Julia Wallner.
3 reviews
January 9, 2015
Wahnsinnig lustig, wahnsinnig intelligent geschrieben! Mein neues Lieblingsbuch!
Profile Image for Vero.
605 reviews14 followers
June 17, 2017
Ugh. Wenn ich mich fragen muss, was satirisch gemeint ist und was nicht, kann die Satire nicht so geglückt sein. Die Handlung ist quasi nonexistent, bis zur Geburt des Protagonisten dauert es 200 Seiten. Frau Kaiser hat leider auch nicht viel Gespür für meinen Dialekt. Und vom Sexismus will ich gar nicht anfangen. Verschenkte Zeit. Schade.
Profile Image for Mariposa.
258 reviews2 followers
February 26, 2017
J'ai eu du mal à entrer dans la première partie du livre. L'histoire de Johannes, le grand-père, qui atteint d'un ver solitaire dans ce village perdu dans les Alpes autrichiennes doit attendre plusieurs mois pour avoir accès à un vermifuge, ce qui le poussera à quitter son village pour étudier la médecine, est un poil tirée par les cheveux. Elle a au moins le mérite de planter le décor : un petit village, perdu dans la montagne, qui vit un peu beaucoup à l'écart du monde et qui n'a pas changé d'un iota au fil des ans.

Quant à la relation qui va naître entre le petit-fils et le grand-père, elle m'a paru être très proche d'un embrigadement scientifique et culturel, l'envie d'un parent de faire de sa progéniture un "savant". D'ailleurs, l'attachement de Johannes à son grand-père l'empêchera de prime abord de se laisser aller à son penchant pour les sciences humaines et l'histoire, plutôt que les sciences "dures". Mais laissons ce point de côté.

Là où l'histoire a vraiment démarré pour moi, c'est à l'adolescence de Johannes et son entrée au lycée. À partir de là, il quitte le huis-clos du village pour se confronter au monde, aux autres et somme toute à lui-même.

Ensuite, à partir de son échec au baccalauréat, le rythme s'accélère et ce qui aurait dû être une catastrophe devient peut-être une chance. Une chance de changer son regard sur ces gens qu'il cotoie depuis toujours et méprise, auxquels il ne s'est d'ailleurs jamais mêlé. Et puis, un concours de circonstances va faire de lui un personnage clé dans l'événement de l'année, voire du siècle, au village : un match amical entre l'équipe locale amateur de football et une équipe professionnelle d'Hambourg. S'il se voit mêlé à tout cela contre son gré, il découvrira finalement la richesse de ce village : une certaine cohésion sociale, entraide et solidarité à tout épreuve.

Bref, c'est un roman qui aborde tout un tas de sujets, dont chacun se sentira plus ou moins proche et adhérera plus ou moins. Il est assez caricatural, avec ce parler "patois" (chapeau d'ailleurs à la traductrice pour la transcription) omniprésent au village (à part dans la bouche des deux Johannes) mais aussi dans la représentation des personnages et du monde selon Johannes. du moins, dans les quatre premiers cinquièmes du roman.

Si j'ai eu un peu de mal à rentrer dans l'histoire, en définitive, c'est une lecture assez intéressante et un ovni au milieu de mes lectures habituelles. Il vaut le détour, donc !
Profile Image for Michaela.
10 reviews1 follower
May 13, 2015
So. Fertig und aus.
Den 480 Seiten-Wälzer habe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge fertig gelesen.



Weinend, weil ich mit dem Lesen der letzten Seite auch die letzte Seite dieser kleinen Welt verlassen habe. Aber ich werde noch oft an alle zurückdenken, denn die Charaktere wachsen einem richtig ans Herz!



Das lachende Auge hatte ich bei diesem Buch von Anfang an. Nicht nur die einzigartige Situationskomik, die dieses Buch bietet, sondern auch die Bewohner des Dorfes, die in ihrer Ureigentümlichkeit so charmant sind.



Als Bettlektüre eignete sich dieses Buch nicht für mich, da ich mit Johannes mitgefühlt habe. Meine Augen sind schon zugefallen, aber schlafen konnte ich nicht, denn ich wollte wissen, wie es weiter geht.

Als Zuglektüre war es auch nicht ideal, da ich oft laut auflachen musste (was die anderen Zugfahrer dazu veranlasste, mich schräg anzusehen).



Denis Scheck von Druckfrisch hat gesagt: "eines der schwindelerregensten Debüts dieser Saison." Und dem kann ich zu 100% zustimmen. Vea Kaiser schafft es in diesem Roman eine kleine, eigene Welt zu erschaffen, liebevolle Charaktere zu entwickeln, die einem (auch wenn sie es nicht immer gut mit anderen meinen) ans Herz wachsen.






Dieses Buch ist absolut empfehlenswert und gehört in jede Buchsammlung!
Profile Image for Miriam.
6 reviews2 followers
April 25, 2021
Wieviele Ebenen, Schichten und Verstrickungen hat ein fiktives Dorf?

Vea Kaiser schafft einen kleinen Ort in den österreichischen Alpen. Diese Kulisse verwendet sie dafür, sowohl die Geschichte des Ortes als auch sehr detailiert die dort lebenden Personen zu entwickeln. Gleichzeitig zeigt sie damit, wie ein Dorf funktioniert, wie und von wem Entscheidungen getroffen werden und was die Gründe dafür sind.

Wirklich spannend wird er Roman durch eine Figur, die sich so gar nicht in dieses Dorf einfügen will, davon läuft und als studierter Arzt zurückkehrt. Diese Person gibt seinem Enkel seine Weltoffenheit und das Interesse für die Wissenschaft mit. Und ab der gescheiterten Matura nimmt sich diese eigentliche Hauptperson der Aufgabe an das Dorf zu verstehen, zu beschreiben historisch aufzuarbeiten. Bis dieser Außenseiter durch Zufall eine Rolle im Dorf übernehmen muss und plötzlich eine handelnde Person wird, deren Blick sich somit verändert.

Ein Roman der in einem auf den ersten Blick, für viele vermutlich, langweiligen Setting spielt, aber im Dorf ein keines Universum erschafft. Ungewöhnlich und gelungen gemacht!

Der Roman hatte für mich einige Längen, wo ich mich gefragt habe wie gut ich ihn wirklich finde, eventuell hätte ihm eine etwas gestrafftere Form nicht geschadet.

Profile Image for Kixka Nebraska.
20 reviews2 followers
April 18, 2015
Schwierig. Das Buch wurde mir von einer sehr guten Freundin mit ausgezeichnetem Humor ausgeliehen, um mich etwas aufzuheitern. Ich wurde zweidrittel des Buches nicht warm damit. Ich interessiere mich überhaupt nicht für Fußball, fahre lieber ans Meer als in die Berge, kann weder dem Ohnsorgtheater noch dem Musikantenstadl oder Satirevarianten davon etwas abgewinnen. Falls irgendwo Humor vorhanden war, bin ich nicht auf ihn gestoßen. Ich hatte das Buch bereits zweimal aus der Hand gelegt in der Absicht, es nicht mehr weiter zu lesen, was mir bisher ganze dreimal vorgekommen ist. Nur das Vertrauen in meine Freundin liess mich Blasmusikpop doch noch beenden. Mein Fazit: Die etwas sehr längliche Hinführung führt zu einem letzten Drittel, das durchaus unterhaltsam und temporeich ist, mit einem unerwarteten Höhepunkt, der mich als Hamburgerin doch noch so etwas wie abholte. Richtig empfehlen würde ich es nur Menschen, die sich für Berge und Fußball interessieren. Und für Herodot. :)
Profile Image for Imke.
239 reviews
January 18, 2020
Meine Erwartungen an diesen Roman waren riesig - so ganz wurden sie leider nicht erfüllt. Die Generationengeschichte des kleinen Alpendorfs St. Peter war an vielen Stellen unterhaltsam zu lesen, leider gab es in der Mitte eine Art Loch: Zu zäh war mir die Handlung dort, das Lesen war schwergängig, fast hätte ich abgebrochen. Dann wurde zum  Glück endlich der Protagonist Johannes geboren und die Story nahm etwas an Fahrt auf. Dennoch fing die Rückständigkeit und Festgefahrenheit der Dorfbewohner an, mich so richtig zu nerven. Noch nie hatte ich so ein heftiges Bedürfnis nach einer starken Figur, die alles aufbricht, die festgefahrenen Geschlechterrollen niederreißt und die rückständigen Dorfbewohner aufrüttelt. Doch leider kam niemand vor, der so etwas hätte tun können, selbst Johannes, der sich etwas abhebt, in dem er aufs Gymnasium im. Tal geht, wird am Ende doch noch im Dorf integriert.
Profile Image for Isabella.
226 reviews
September 11, 2015
Dieser Roman nimmt in der ersten Hälfte einen laangen Anlauf, um in der zweiten Hälfte in einen mit Action vollgestopften Sommer zu münden.

Alles begint im Jahr 1959, in dem der blonde Holzschnitzer Johannes Gerlitzen aus seinem Heimatdorf tief in den Alpen flieht, nachdem seine ebenfalls blonde Frau eine schwarzhaarige Tochter zur Welt gebracht hat. Er kehrt als ausgebildeter Naturwissenschaftler zurück, verzweifelt an seiner pubertierenden Tochter und geht in der Liebe zu seinem Enkel auf. Dessen Liebe gehört nach dem Tod des Großvaters den Geisteswissenschaften, insbesondere der Griechischen Philologie und Herodot. Dessen Vorbild folgend widmet er den Sommer 2010 nach seiner Maturaprüfung dem Studium der Dorfkultur, die nicht annähernd so langweilig und dröge ist wie gedacht.

Ein wirklich faszinierendes Buch, das nach geruhsamen Start immer mehr in seinen Bann zieht.



Profile Image for Beate.
75 reviews
April 11, 2020
The thing I liked most about this book is how unapologetically Austrian it is. I loved the dialect and how the author used Austrian words, which is something I miss these days even in works by Austrian authors.
I found this book thoroughly enjoyable and would recommend it to anyone looking for a light summer read - and I would even go as far as subtitling this "a love letter to Austrian small-town culture".
Profile Image for Roxana.
47 reviews2 followers
April 20, 2021
Mit der Mythologie kann ich nicht so viel anfangen, aber ohne wären Vea Kaisers Bücher auch nicht was sie sind... Ein bisschen kürzer wäre es eventuell auch gegangen, aber dann hätte ich mich wahrscheinlich beschwert, weil's zu schnell aus ist. Ist das zweite Buch, das ich von VK gelesen habe, nach Rückwärtswalzer, beide scheinen wie geschaffene Stoffe für eine Filmkomödie. Wann die wohl kommt...
Profile Image for Julia.
65 reviews13 followers
February 19, 2020
Definitiv ein neues Lieblingsbuch.

Vea Kaiser schafft es ein Buch zu schreiben das einerseits so alltäglich und andererseits so absurd ist, dass ma nicht anders kann als zu lachen. Ich bin begeistert.
Profile Image for Verena.
146 reviews
March 31, 2021
Erfrischend anders und sehr unterhaltsam! Vera Kaiser zeichnet sehr authentische Figuren, die einem sofort ans Herz wachsen. Sie beweist mit diesem ihrem Debütroman Detailverliebtheit, Fantasie und vor allem auch Humor.
85 reviews2 followers
June 15, 2025
was will man mehr: mitreißend wie ein Bergbach, skurril wie ein mit Hilfe von Dadaisten bestücktes Volkskundemuseum, ein Volksschauspiel in vielerlei Hinsicht - und lehrreich
Profile Image for Karin.
813 reviews3 followers
December 30, 2015
einfach irre - erinnert mich mit den ganzen details vom erzählstil her an john irving
Profile Image for Romana .
2 reviews
June 22, 2017
A great surprise! So witty, so smart...I really enjoyed reading this book, I had a wonderful time.
164 reviews1 follower
August 26, 2019
Selten so ein lustiges Buch gelesen, das gleichzeitig so genial geschrieben, vielschichtig und tiefgründig war. Eine wahrhafte Meisterleistung!!!
97 reviews
November 11, 2020
Witzige Erforschung eines Bergdorfes in Österreich durch einen dort aufwachsenden Jungen.
10 reviews1 follower
April 7, 2022
4.2 ✨ Sehr schönes, unterhaltsames Buch - hat viel Spaß gemacht zu lesen. Als Ethnologin, die Blasmusikpop während der Feldforschung gelesen hat, kann ich sehr relaten 😅
Displaying 1 - 30 of 65 reviews

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