Gerold Späth ist ein Schweizer Schriftsteller. Gerold Späth ist in eine Orgelbauerdynastie in Rapperswil hineingeboren. Nach der Sekundarschule absolvierte er eine Lehre als Kaufmann. Späth arbeitete bis 1975 im Familienbetrieb. 1970 erschien sein Debütroman «Unschlecht». Seither hat er unzählige Romane, Erzählungen, Hörspiele und Theaterstücke verfasst – viele davon tragen sich in Rapperswil zu: «Rapperswil ist der Raum, in dem meine Geschichten wohnen, hier bin ich aufgewachsen, hier habe ich die Übersicht und die Durchsicht», so Späth. Späth wohnt heute nicht nur in Rapperswil, sondern auch in Irland und Italien.
Späth Commedia Dreißig Jahre stand dieses Buch ungelesen im Regal. Ein Leseschatz – das wusste ich immer. Mit der Lektüre von Späths Barbaswila habe ich mich in seinen lustvoll ausufernden überbordenden Stil verliebt. Die Commedia und Unschlecht habe ich sofort erworben und im Regal stehen gelassen. Bis jetzt. Die Commedia ist kein Roman in herkömmlichen Sinn, sondern eine ausufernde, wortlustige, wortgewaltige phantasiegierige Aneinanderreihung von: 200 Kurzbiographien diverser Menschen. Frauen und Männer, Junge, Alte, Tote und Lebende, Reiche und Arme berichten aus ihrem Leben. Einzelgänger, Ehe- und Geldgeschichten Wahnvorstellungen und Scheitern sind den meisten berichtenswert. Im zweiten Teil führt ein sehr eigenwilliger Museumsführer eine noch eigenwilliger zusammengewürfelte Besucherschar durch ein noch eigenwilligeres Museum. Die Ausstellungsstücke sind kurios und in vielen Phatasiegeschichten wird von ihnen worterfinderisch ausufernd erzählt. Ein Lesevergnügen nicht für jedermensch. Aber genau meins.