Annabell, demnächst 45, alleinerziehende Teilzeitjournalistin, hat nicht nur chaotische Kinder, sondern auch ein Problem: ihr sehr marodes, aber geliebtes altes Haus. Als sie sich endlich dazu überwindet, bei der Bank um einen Kredit für die dringend nötige Sanierung zu bitten, gerät sie mitten in einen Banküberfall. Im Tumult wird sie angeschossen – zum Glück! Denn als gefeierter Heldin wird ihr prompt der Kredit gewährt. Doch jetzt fängt der Stress erst richtig an. Nicht nur, dass unfähige Handwerker das Haus in Beschlag nehmen und Annabells Hippie-Mutter den Haushalt schmeißen will – plötzlich steht auch noch ihre Schwiegermutter vor der Tür, deren Führungsstil mit „generalstabsmäßig“ noch nett umschrieben ist …
Eva Völler wurde 1956 in Velbert geboren. Bekannt ist sie nicht nur unter ihrem bürgerlichen Namen, sondern veröffentlichte auch unter den Pseudonymen Charlotte Thomas, Francesca Santini, Anne Sievers, Paula Renzi, Sibylle Keller, Elena Santiago, Line Bruns und Ina Hansen. Sie studierte Philosophie und Rechtswissenschaften in Frankfurt am Main und legte 1986 ihr zweites juristisches Staatsexamen ab. Nach ihrem Studienabschluss arbeitete Eva Völler sechs Jahre lang als Richterin und anschließend bis 2005 als selbstständige Rechtsanwältin bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Insgesamt veröffentlichte sie Bücher verschiedner Genre. Von Reiseliteratur, Komödie, Krimis, Thriller und historische Romanen blieb nichts unversucht. Völlers Romane erreichten eine Gesamtauflage von 1 Million und wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Für ihren Roman »Wenn der Postmann nicht mehr klingelt« wurde ihr 1995 der Frauengeschichtenpreis von der Verlagsgruppe Lübbe verliehen. Ihr Roman »Vollweib sucht Halbtagsmann« wurde mit Christine Neubauer in der Hauptrolle verfilmt. Zusammen mit ihren Kindern lebt Eva Völler am Rande der Rhön in Hessen.
Insgesamt gesehen eigentlich ganz nett, aber trotzdem muss ich sagen, dass ich mir von der Lektüre dieses Buch doch mehr versprochen habe. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich mit falschen Vorstellungen an das Buch herangegangen bin oder ob der Klappentext und der Titel schlicht irreführend sind. Denn wenn man mich fragt, hat letzteres eher wenig bis gar nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun.
Viel mehr habe ich hier auf lustige und teilweise auch absurde Situationen zwischen Annabell, ihrer Hippie-Mutter und dem Schwiegermutter-General gehofft. Schließlich heißt es ja auch: Leg dich nicht mit Mutti an. Dazu gab es jedoch eigentlich gar nichts. Zwar sind manche Dialoge der drei "Mütter" ganz amüsant, aber so richtig Trubel und Witz wollte da einfach nicht überspringen. Da hatte ich mir deutlich mehr von versprochen.
Auch Annabell fand ich einfach arg naiv. Für ihre 45 Jahre. Teilweise habe ich mir die Haare gerauft wie naiv und sogar dumm sie durch die Welt geht und sich herumschubsen lässt. Mit 30 mag das gehen, aber mit 45 und 3 Kindern? Ich weiß ja nicht. Seufz.
Nett die kleinen Anmerkungen über Annabells Schreibversuche und die Mails der Agentur. Dafür fand ich die Traumsache mit Leonardo DiCaprio, sagen wir mal, befremdlich und ziemlich überflüssig.
Das Ende hat dann das Buch etwas rausgerissen, auch wenn es sehr rosarot war und schnell noch etwas Drama reingestreut wurde, aber okay.
Alles in allem nett, aber ich hatte mir doch mehr Witz, Situationskomik und Trubel versprochen, so war es teilweise mehr als lahm und zudem oft _zu_ vorhersehbar.
Dies ist ein turbulenter Familienroman. Neben der Hauptfigur Annabell, ihren drei Kindern, Hund Spike, Mutter, Schwiegermutter, einer umfassenden Renovierung nebst diversen Handwerkern, ihrer besten Freundin, einem Bankdirektor, einem Bankräuber, einem Chefarzt, einem Kriminalkommissar und einer alten Schulkameradin spielen Leonardo Di Caprio und Rock Hudson eine Rolle. Ich habe mich köstlich amüsiert.
Tipp: Ich habe das Buch als eBook in der Onleihe gelesen. Zu kaufen gibt es den Titel nur noch als Hörbuch. Bei Ecolibri gibt es eine kostenlose Hörprobe.