Der raffinierte Doppelmord an Bahn 16 scheint das schreckliche Ende einer leidenschaftlichen Liebestragödie in der Golfer-High-Society zu markieren. Doch Siggi Baumeister stößt bei seinen Recherchen auf Filz, in den eine ganze Region verstrickt ist.
Ich mochte es. Sogar sehr. Ich greife immer zu den Eifel-Krimis wenn alles andere sich zu hektisch anfühlt, aber die Bücher um Siggi Baumeister mich in die schöne Eifel und meine Ruhe zurück bringen. Der Doppelmord war fast perfekt und ich wusste bis zum Schluss nicht, wer es war. Der beste bisher!
Inhalt: Auch in Jacques Berndorfs dritten Eifelkrimi spielt der Journalist Siggi Baumeister die Hauptrolle. Als ein Pärchen auf dem Golfplatz erschossen aufgefunden wird, sieht zunächst alles nach einem Eifersuchtsdrama aus. Doch der Schein trügt mal wieder und in der meist so beschaulichen Eifel gibt es genug dubiose Machenschaften. Mehr möchte ich hier auch nicht vom Inhalt erwähnen, sonst ist schon der halbe Fall aufgedeckt. Aber so viel sei gesagt, Baumeister bekommt mal wieder tatkräftige Unterstützung vom ehemaligen Kriminalbeamten Rodenstock.
Meinung: Ich war noch nie in der Eifel, aber eigentlich sage ich mir nach jedem Eifelkrimi, dass ich doch ganz gerne einmal dieses Fleckchen Erde und seine herrlich eigenbrödlerischen Einwohner entdecken würde. Schuld ist Berndorf, er schafft es auf eine lustige, sehr unterhaltsame und gut zu lesende Art den Leser in der Eifel gefangen zu nehmen. Man möchte sie gar nicht mehr verlassen und am Ende am liebsten den nächsten Teil der Reihe bestellen. Allen voran steht natürlich Siggi Baumeister, der „Zugezogene“, der mit seinen Katzen auf einem alten Hof wohnt und meistens ein recht beschauliches Leben führt. Doch als das Pärchen auf dem Golfplatz gefunden wird, ist er Feuer und Flamme und widmet sich mal wieder seinem liebsten Hobby, der Mörderjagd. Diese ist, wie bereits erwähnt, äußerst spannend. Einzig, dass sich die Ereignisse irgendwann nur noch so überschlagen und eine Unwahrscheinlichkeit nach der anderen passiert, hat mich letztendlich noch gestört.
Fazit: Ich mag es Reihen zu lesen und bekannte Gesichter wiederzutreffen. Dementsprechend mochte ich auch diesen Eifel-Krimi. Doch so überraschend und ungewöhnlich, wie es der erste Teil war, war dieser hier nicht mehr. Deshalb gibt es auch „nur“ 4 Sterne von mir.
Audiobook-Rezension: Eifel-Filz beginnt mit zwei Toten auf einem Golfplatz. Siggi Baumeister beginnt zu ermitteln, bald darauf trifft auch Rodenstock, Kriminaler a.D., ein. Komplettiert wird das Team durch die Soziologin Dina, die auch in der Eifel wohnt und Baumeister eigentlich nur besucht, um von ihm Tipps zur journalistischen Tätigkeit in der Eifel zu bekommen - sie bleibt. Zunächst gestaltet sich die Ermittlung schwierig, es geht nicht so recht voran, Ist man bereit, darüber hinwegzusehen, kann man sich aber weiter an den Besonderheiten der Eifel und ihrer Bewohner und der gekonnten Schilderung des Finanzfilzes in deutschen Landen erfreuen. Ein typischer Berndorf eben.
Siggi is wieder dran. Dieses mal findet jemand zwei Leute in einem Auto, auf dem Golfplatz. Sie sind tot. Der Mann ruft Siggi an, und der will eine Antwort finden. Um das zu machen, muss er mit Geldschmuggeln und Filz arbeiten.