Nachdem seine Frau gegangen ist, lebt ein Schriftsteller allein in seinem Haus in Irland. Da begegnet er Niamh, einer sechzigjährigen Irin, die ihn zum Chronisten ihres Lebens macht. Sie führt ihm die Wunder des alten, untergegangenen Irland vor Augen und erzählt ihm von ihrer verlorenen Liebe. Voller Poesie und mit großer Sprachkunst erzählt Hansjörg Schertenleib eine unerhörte Liebesgeschichte.
Hansjörg Schertenleib, geb. 1957 in Zürich. Ausbildung zum Schriftsetzer/Typographen; Besuch der Kunstgewerbeschule Zürich. Zog 1981 ins Künstlerhaus Boswil; seit 1982 freier Schriftsteller. Von 1980 bis 1984 Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift «orte», seit 1985 journalistische Tätigkeit für verschiedene Zeitungen und Magazine, u.a. für Stern, Die Welt, Die Zeit, Zeit-Magazin, Magma, Film Bulletin, Weltwoche, Tages Anzeiger Magazin, NZZ, Bücherpick und sie+er. In der Spielzeit 1992/1993 Hausautor am Theater Basel unter Frank Baumbauer. Lesungen in der Schweiz, in Deutschland, Österreich, Norwegen, Finnland, Holland, Luxemburg, Irland, Schottland, Wales, England, Frankreich, Bulgarien, Ungarn, den USA, in Südafrika, Mexico, Kolumbien und Brasilien. Jurymitglied für den Christine-Lavant-Lyrikpreis in Wolfsberg, Österreich, und den Frank O´Connor-Prize in Cork, Irland. Gastprofessuren in Amerika und England. Von 2008 bis 2010 Dozent und Mentor am Literaturinstitut Biel. Lebte in Norwegen, Wien und London, seit 1996 in einem ehemaligen Schulhaus aus dem Jahr 1891 im County Donegal in Irland.
2,5* Für mich war das ein Buch, das mehr versprach als es halten konnte. Sicher, die Erzählweise und die Sprache mochte ich. Aber leider haben mich trotzdem weder die Hauptcharaktere noch ihre jeweiligen oder ihre gemeinsame Geschichte wirklich erreicht. Vielleicht lag es daran, dass man von Seans Leben vor der Trennung so viel weniger erfährt als von Niamhs (die Charaktere hätten sich ja auch gegenseitig etwas erzählen können). Oder - ich kann mir zwar vorstellen, warum Niamh Sean grundsätzlich anspricht, aber dieser Punkt wird zwischen beiden nicht thematisiert oder vertieft und (auch) das fühlt sich für mich sehr merkwürdig an. Insgesamt fand ich den Roman etwas unausgewogen, entsprechend fällt meine Wertung aus.
La Orquesta de Lluvia es una novela sobre la apertura a la memoria.
Sean narra la mayor parte de la novela, pero el personaje principal de esta es Niamh, una mujer mayor que enlaza con Sean invitándolo a contarle una historia de amor. A partir de este pacto inicial sobre contar una historia, Niamh cuent su historia, aquello que la hace ser ella. Una necesidad de contar nuestra historia es evidente, de contrala para poder ordenarla, pero también, tal vez, para dejar rastro de nuestro paso, huella, necesidad quizá de convencernos sobre nuestra vida mediante una excusa, como contarla. Y ello me parece la mayor fortaleza de la novela: la exploración en la memoria mediante contarla y no sólo verla, porque al hacerlo arroja un poco de luz sobre el porqué contamos historias, sonre la literatura en sí misma, porque, a lo mejor, al contar una historia estamos más cerca de la vida que cuando la experimentamos.
Por otra parte, Sean me parece un personaje que se desdibuja en su propia melancolía. Sean es un hombre lidiando con el abandono de su pareja, pero este conflicto realmente no es desarrollado del todo y llega a caer en el melodrama. Conocemos realmentepoco sobre su relación y ese desconocimiento nos aleja del personaje.
Por lo demás, la prosa me ha gustado mucho, sin ceder ni a la votidianidad del lenguaje ni al exceso poético, sino una amalgama bien balanceada.
Ein Schweizer in Irland gibt sich ganz dem Schmerz hin, nachdem seine Frau in kürzlich verlassen hat. Per Zufall er Niamh, einer sechzigjährigen Irin, die ihn auswählt, um ihm ihr Leben zu erzählen. In ihren Erzählungen erleben wir die Schicksale einer typischen irischen Familie, aber auch ihre ganz persönliche Lebens- und Liebesgeschichte. Dankbar über die Ablenkung lässt sich der Schriftsteller, der von Niamh kurzerhand Sean genannt wird, auf ihre Geschichte ein, findet Freundschaft und schlussendlich eine neue Sichtweise auf das eigene Leben. Sprachlich hat mir der Roman Freude bereitet, auch die Schilderungen der irischen Landschaften und Stimmungen gefiel mir. Die Musik des Regenorchesters, mit dem Hansjörg Schertenleib seinen Roman enden lässt, klingt mir fast im Ohr.
Nachdem ihn seine Frau verlassen hat, ist der Schweizer Schriftsteller, der seit langem in Donegal lebt, ziemlich am Ende, auch wenn die Beziehung schon lange nicht mehr intakt war.
Eine Zufallsbegegnung mit Niamh, einer Frau Anfang 60, holt ihn ein wenig aus seiner Lethargie. Sie weiß, dass er Schriftsteller ist, sie weiß, dass seine Frau auf und davon ist, und sie bittet ihn, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Dies bedeutet häufige Treffen der beiden, und nach und nach entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden, die man schon fast Liebe nennen könnte, wenn auch nicht im "herkömmlichen" Sinne.
Es ist mir anfangs etwas schwergefallen, mich in das Buch hineinzufinden, weil ich Schertenleibs Sprache teils als ziemlich gekünstelt und seine Metaphern als ziemlich gewollt empfunden habe. Auch dem Protagonisten bin ich erst nicht wirklich nähergekommen.
Als Niamh begann, von ihrem Leben zu erzählen, änderte sich meine Wahrnehmung jedoch stark. Ihr Tonfall ist ganz anders als der des Schriftstellers, einfacher, geradliniger, und es hat mich einfach berührt, dieses recht typische irische Frauenleben, geprägt von einer Kindheit mit wenig Geld und vielen Geschwistern, dem Katholizismus der Familie und den Schwierigkeiten, Arbeit zu finden, so dass auch Niamh und ihre Geschwister größtenteils irgendwann in England gelandet sind, wo sie als Iren zwar als billige Arbeitskräfte gut genug waren, gesellschaftlich aber wenig Anerkennung genossen.
Eine gewisse Tragik haftet ihrer Geschichte an, doch Niamh ist trotzdem ein sehr lebensbejahender Mensch und war mir mit all ihren Macken sympathisch. Und auch den Schriftsteller mochte ich mit der Zeit immer lieber. Ebenso den Schreibstil - es gab immer weniger schräge Sprachbilder und dafür schöne, einfühlsame Beschreibungen von Menschen, Orten und Begebenheiten. Besonders eine bestimmte wunderbare Szene wird mir wohl noch lange im Gedächtnis bleiben.
Por qué deshacernos de los recuerdos? cuando somos lo que somos gracias a ellos. Esta historia, busca revelar el vinculo que existe entre lo que fuimos y lo que queremos ser. Aunque un poco apresurada, logra llevarte a lugares que ya no existen, lugares que fueron arrasados por el pasado pero que aun conservan la esencia de la vida que hubo ahí. Junta historias de dos personas a quienes la vida los ha arrojado a un mundo de soledad, una señora que vive de su presente, aislada y pensativa, y un señor que no sabe lo que quiere y a quien el pasado lo llama, lo quiere de vuelta pero no hay esfuerzo que valga la pena así que debe seguir. Juntos forman una relación de amistad y de recuerdos, viven disfrutando de un té, de cigarros, de la música que hace la lluvia al caer sobre los árboles. Pero pronto el destino los forzará a avanzar por caminos distintos.
Es una apuesta muy bien escrita, sin embargo esta llena de lugares comunes y lo que pintaba para ser un viaje introspectivo en la vida de los protagonistas peca de ser una anécdota fría, cosa irónica ya que a lo que más apela el autor es a que nos involucremos en las emociones de sus protagonistas.
... Un libro que me ha hecho pensar en lo "verdaderamente importante" esas cosas que trascienden los dolores y penas de la vida. Una orquesta de lluvia para sentirse vivo :)
Es gibt ein paar Dinge, an die ich mich immer erinnern werde, wenn ich an dieses Buch denke. Es hat (teilweise) einen poetischen Scheibstil, es gibt ein paar schöne Bilder - und es ist das erste Buch, was ich mit meiner Mutter in unserem neuen Buchclub gelesen und diskutiert habe. Dafür hat es sich angeboten; es kommen einige diskussionswerte Themen auf - insbesondere Endlichkeit und Erinnerung und die Bedeutung eines Lebens.
Leider hat das Buch für mich nicht gehalten, was die positiven Pressestimmen versprochen haben - es werden viel zu viele Dinge nur kurz angeschnitten, ohne danach groß zur Geltung zu kommen. Selbst das Regenorchester im Titel, ein wunderschönes Bild, kommt nicht wirklicb zur Geltung. Mir hat hier ein gutes Lektorat gefehlt; ich hätte dieses Buch gern kürzer gehabt, und mehr fokussiert, oder länger, so dass man die ganzen verschiedenen Eindrücke wirken lassen kann. So wie es ist, würde ich es nicht empfehlen. (Auch nicht für jemanden, der gern ein Buch "über Irland" lesen möchte; dafür bieten sich andere an.)
"Да си пожелаваш друг живот означава, че искаш да си друг човек. Че предпочиташ да си натрупал друг опит. Да си срещнал други хора. ... А това е непоносилна представа, нали?" Ей това е хубавото в този роман и метафората на дъждовния оркестър, свирещ на стъклени чаши. Другото е шаблон, за съжаление. (Три звездички са много, но пък две съм давала на далеч по-слаби книги)
Не ме впечатли особено. Доста експлоатиран сюжет, който не ми каза нищо ново.Двете сюжетни линии- историята на Нийм и разводът на писателя, вървяха някак отделно, без съзвучие помежду им. Не усетих нищо от "лекотата" и "мъдростта" на романа. Може би просто разминаване....