Sie sind eine schrille WG: Wassernymphe Elly, Vampir Nick und Kira, das Feenwesen, die mit der hilfsbereiten Sorte Fee aus den Märchen so gar nichts gemein hat. Und obwohl sie - die Paranormalen - keinem Menschen je etwas zuleide taten, werden sie von der Regierung in Reservaten gefangen gehalten, denn die Menschen haben Angst vor ihren ungewöhnlichen Mitbürgern. Drahtzieher der Panikmache sind machthungrige Magiere, und in den schlimmsten von ihnen verliebt sich Kira.
Rebecca Wild wurde am 21. Juni 1991 in Salzburg geboren, verbrachte jedoch einen Teil ihrer Kindheit in München. Schon früh zeigte sich ihre kreative Seite. So hat sie sich dem Zeichnen und dem Schreiben zugewandt und den Kern der Mathematik nie ganz verstanden. Heute lebt sie wieder in Salzburg und studiert neben ihren eigenen Tagträumen MultiMediaArt. "Verräter der Magie" ist ihr erster Roman.
Cian ist ein mächtiger Magier. Als er ermordet wird, schafft er es mit letzter Kraft, seine Seele zu retten. Er lebt nun weiter im Körper der jungen Fee/Sidhe Kira, die über die Anwesenheit von Cian in ihrem Kopf alles andere als glücklich ist. Kira kann Magier nicht ausstehen, denn sie sind schuld daran, dass alle Feen in Gefangenschaft leben müssen. Auch Cian ist natürlich geschockt über seinen Tod und genervt, dass seine Seele nun ausgerechnet in einem Feenmädchen steckt! Trotzdem müssen Kira und Cian nun sehen, dass sie sich irgendwie miteinander arrangieren und einen Weg finden, ihre Seelen wieder zu trennen.
* Meine Meinung * Ein Fantasy-Roman für Jugendliche, in dem es zwei Hauptcharaktere gibt: Kira und Cian. Beide können sich nicht ausstehen, und doch müssen sie plötzlich miteinander auskommen und zusammenarbeiten. Die durch diese Situation entstehenden Dialoge sind manchmal recht bissig und entbehren nicht einer gewissen Komik. Die Geschichte steckt voller Magie und magischer Geschöpfe: Feen, Vampire, Werwölfe, Hexen und Magier. Der Schreibstil ist leicht, angenehm und einem Jugendbuch angemessen. Die Figuren sind gut herausgearbeitet, wobei mir aber manchmal doch noch ein paar mehr Details ganz recht gewesen wären. Insgesamt kann ich aber sagen, dass ich das Buch gerne gelesen habe und mich auf die Fortsetzung freue!
DNF nach 70 Seiten Anfangs dachte ich, es könnte mir gut gefallen, aber ich hab überhaupt keine Lust es zu lesen und werde mit der Geschichte so gar nicht warm...
4,5 Sterne. Sehr süße Story. Ich mochte die Chemie zwischen Kira und Cian von Anfang an, eben weil sie sich nicht ausstehen konnten. Absoluter Favorit in diesem Buch war jedoch Pooka, ich will auch so einen <3
Kira ist eine Sidhe, ein magisches Feenwesen, und lebt in einer WG mit einem Vampir und einer Wassernymphe. Alles ganz nett, aber der Haken an der Sache besteht darin, dass sich diese WG in einem sogenannten Reservat befindet, in dem die besonderen Kräfte aller paranormalen Wesen stark eingeschränkt sind. Zu verdanken haben sie das den Magiern, die die Macht an sich gerissen haben und die Paranormals streng bewacht in den Reservaten eingepfercht haben, um sich ihrer magischen Kräfte zu bedienen. So ist Kira auch ganz und gar nicht traurig, als die Nachricht, dass Cian Kingsley, ein ranghoher Magier, gutaussehend, mächtig und arrogant bis zum Anschlag, von einem Unbekannten in seiner Wohnung erschossen wurde.
Kurz darauf erwartet Kira die Überraschung ihres Lebens: in ihrem Kopf taucht plötzlich eine unbekannte Stimme auf, und sie muss mit Schrecken feststellen, dass sich Cians Seele ausgerechnet in ihrem Körper eingenistet hat!
Verzweifelt überlegt sie, wie sie den lästigen Mitbewohner loswerden könnte, und sieht sich plötzlich zwischen den Fronten des Machtkampfes zwischen den Magiern, einer kaltblütig-machtgierigen Sidhe und aufständischen Paranormals. Und zudem muss Kira irgendwann zugeben, dass ihr dieser Cian gar nicht mehr so unsympathisch ist ...
Das Debüt der jungen Autorin ist ein flott erzähltes Fantasyabenteuer in einer streng reglementierten Welt, in der alles, was von Natur aus Zauberkräfte besitzt, misstrauisch beäugt und vorsichtshalber weggesperrt wird. Kira ist eine sympathische Hauptperson, die, eigentlich ein ganz normales (Sidhe-)Mädel, auf einmal in eine höchst brenzlige Situation hineingeworfen wird und haarsträubende Gefahren überstehen muss. Cian ist zuerst natürlich kein großer Sympathieträger, lernen wir ihn doch nur durch Kiras Augen kennen, doch auch ihn mochte ich trotz allem.
Den ganz großen Lobeshymnen kann ich mich nicht 100% anschließen, dafür ging mir einiges doch ein bisschen zu schnell, zu einfach und zu actionreich vonstatten, und der Schreibstil hat mich auch nicht durchgängig angesprochen (auch wenn es mir gerade schwerfällt, das an irgendwas Konkretem festzumachen, ich glaube, es war ab und an die Art der Beschreibungen, die mir nicht so gefallen hat). Klasse fand ich dagegen den Humor, insbesondere in den Dialogen zwischen Kira und Cian, und den bunten Mix an magischen Wesen, von denen ich insbesondere den kleinen Gestaltwandler Pooka, der nur Blödsinn im Kopf hat, ins Herz geschlossen habe. Auch das kleine Glossar mit Erläuterungen zu den Gegebenheiten jener Welt gefiel mir gut.
Auf jeden Fall bin ich neugierig auf den 2. Band geworden und hoffe, dass der genauso witzig und unterhaltsam ist und vielleicht noch weniger der kleinen Schwächen aufweist, die ich hier zu bemängeln hatte.
*Inhalt* Die Regierung hält die paranormalen Wesen in Reservaten fest - denn dort bedrohen sie niemanden und können unter Kontrolle gehalten werden. Die Menschen fürchten sich vor diesen Wesen und deswegen haben die Magier beschlossen, ihrem Treiben einhalt zu gebieten. Feenwesen Kira, die mit ihren Freundin Nick (Vampir) und Elly (Wassernymphe) in einer WG wohnt, hasst den Drahtzieher der Aktion, Magier Cian, ganz besonders und wünscht ihm den Tod. Als er eines Nachts tatsächlich umgebracht wird, entwischt seine Seele aus seinem Körper und nistet sich ausgerechnet in Kiras Kopf ein. Da sie ihn so schnell nicht mehr los wird, muss sie sich mit ihm auseinandersetzen und merkt bald... SO schlimm ist er gar nicht.. eigentlich ist er ihr ja sogar recht sympathisch!
*Zitate* "Pooka wedelte fröhlich mit dem Schwanz, dann löste er sich in Rauch auf und verwandelte sich in etwas kleines Gelbes, stacheliges mit grünen Blättern am oberen Ende. Kira traute ihren Augen kaum. Das konnte unmöglich Pooka's ernst sein! >Eine Ananas?<, fragte sie. >Komm schon, Pooka, ich kann nicht den ganzen Tag mit einer Ananas unterm Arm herumlaufen. Ich brauche meine Hände und außerdem sieht es dämlich aus.< Die Ananas erbebte vor Lachen, dann sprossen am unteren Ende vier astähnliche Beinchen heraus. Ehe Kira sichs versah, hatte die Ananas sich erhoben und lief im Kreis um sie herum."
"Namen haben macht über einen. Wer seinen Namen laut ausspricht, gibt damit einen Teil seiner Persönlichkeit preis."
*Erster Satz des Buches* "Wenn man ein Magier ist, die Geheimnisse des Universums entschlüsseln kann und die verborgenen Kräfte der Erde zu nutzen weiß, neigt man dazu, arrogant zu werden."
*Fazit* "Verräter der Magie" ist ein Roman der Autorin Rebecca Wild. Als ich vor einiger Zeit auf den Roman aufmerksam wurde, war ich recht schnell von der Geschichte überzeugt und fragte direkt bei der Autorin an, ob es möglich sei, mir ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen. Rebecca sagte mir sofort eines zu und schon bald durfte ich das Exemplar in meinen Händen halten.
Im Prolog stoßen wir direkt auf den Magier Cian, der gerade in seinem Schlafzimmer erschossen wird. Durch einen Zauber schafft er es, seine Seele von seinem Körper loszueisen und sucht kurz darauf natürlich direkt eine neue Bleibe für sein körperloses ich. Zu dumm, dass er ausgerechnet in Kira einen geeigneten Körper zu finden scheint, denn Kira hasst den Magier abgrundtief - immerhin ist er mit Schuld daran, dass jedes paranormale Wesen dazu gezwungen ist, einen Eisenreif zu tragen und in speziellen Reservaten zu wohnen! Cian wirkte am Anfang sehr überheblich, arrogant und unsympathisch, im Verlauf des Romanes lernen wir ihn jedoch kennen und werden wieder einmal belehrt: beurteile nie jemanden danach, wie er auf den ersten Blick zu sein scheint, sondern lerne ihn kennen und DANN kannst Du urteilen. Cian bekommt durch Kira's Gedanken, durch ihr Leben und auch durch ihr Handeln einen besseren Einblick in das Leben der Paranormalen, was ihn zwar nicht dazu bringt, seine Meinung grundsätzlich zu ändern - sie jedoch etwas zu überdenken - vielleicht ist es also sowas wie Schicksal, dass sich ein mächtiger Magier ausgerechnet den Körper eines Feenwesens sucht, bzw. genau dort "zugehörig" erscheint... Cian konnte mich mehr als einmal zum lachen bringen und das nicht nur wegen den Konversationen mit Kira, die oft sehr spritzig und heftig ausfielen - auch seine Gedankengänge gefielen mir sehr und machten Cian zu einem Charakter, denn man mit der Zeit einfach lieb gewinnen musste.
Kira, die in ihrem Leben immer nur unterdrückt wurde, weil sie als Feenwesen geboren wurde, entpuppt sich als starke Persönlichkeit, nett und sympathisch aber mit einem unglaublich beißenden Humor. Genau diese Tatsache führte jedoch dazu, dass ich das Mädchen sofort in mein Herz schloss und die meisten ihrer Aussagen, Gedanken und Gefühle relativ schnell nachvollziehen konnte. Trotz ihrer Vergangenheit wirkt sie keineswegs verbittert, sie kämpft für ihr recht und ihren Willen und versucht alles menschenmögliche um Cian wieder los zu werden. Irgendwann merkt sie jedoch, dass es vielleicht gar nicht so schlimm ist, einen der mächtigsten Magier überhaupt im Kopf zu haben und es bauen sich leichte Gebilde von Sympathie auf, die sich recht schnell in eine zarte Freundschaft umbauen. Auch wenn Kira es nicht zugeben kann, merkt man als Leser recht schnell, dass sich von ihrer Seite aus auch zärtliche Gefühle anbahnen - versteht Kira aber auch da vollkommen. Das Verhältnis der beiden wirkt interessant und ich als Leser musste mir manchmal in Erinnerung rufen, dass Kira alleine unterwegs war und Cian nur in ihrem Kopf mitnahm - manchmal war's ja doch etwas verwirrend!
Insgesamt fand ich die Geschichte richtig toll, es fehlt weder an Story, noch an Action, Gefühle findet man jede Menge und auch die perfekte Portion Humor wird einem geboten. Kira's "Hausdämon" Pooka fand ich besonders toll, er war einfach immer da und kümmerte sich um Kira, auch wenn er ihr das Leben manchmal etwas schwerer machte, als es notwendig gewesen wäre (-> siehe das Zitat mit der Ananas - ich fand's ja herzallerliebst). Auch Kiras Mitbewohner Nick und Elly fand ich irgendwie toll, auch wenn die beiden eine eher untergeordnete Rolle in dieser Geschichte spielen. Gute Freunde braucht doch jeder! Die Story um die unterdrückten Paranormalen Wesen empfand ich als neu, einzigartig und als etwas bisher unbekanntes, besonders weil die Magier - die meiner Ansicht ja auch eher zur Kategorie des Paranormalen gehören - dies deichseln und Regeln aufstellen, die auch die Menschen zu befolgen haben, wenn sie den Schutz der Magier weiterhin genießen wollen.
Auch die Begegnung von Kira mit der Königin der Feenwesen fand ich sehr spannend und interessant, hier prallen Welten aufeinander und so manches Mal erwischte ich mich dabei, wie ich die Luft anhielt, weil ich mitfieberte! Wie jeder Roman endet auch dieser natürlich mit einem Showdown, der einen gespannt auf den nächsten Band der Geschichte warten lässt - denn so schnell sollte es mit Kira und Cian nicht vorbei sein!
Die Autorin hat einen wunderbaren Sprachstil und tolle Beschreibungen, sodass man sich als Leser direkt und ohne große Mühe in diese besondere Welt eindenken und -fühlen kann. Die Kapitel sind von ausreichender länge und die Schrift ist ausreichend groß abgedruckt.
Wertung: 5 von 5 Sternen!
*Nochmal ein herzliches Dankeschön an Rebecca, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!*
Rechtfertigt die Arbeit an einem neuen Buch die Vernachlässigung des medialen Auftritts? Diese Frage stelle ich mir anlässlich meiner Recherchen zur Salzburger Autorin Rebecca Wild. Seit etwa zwei Jahren herrscht bei ihr beinahe Funkstille. Ihr letztes Buch erschien 2017. Ihre Website ist veraltet und nicht voll funktionstüchtig. Es finden sich keine aktuellen Interviews. Im Mai 2019 erklärte sie auf Facebook, was bei ihr los ist. Sie arbeitet an der Veröffentlichung eines Thrillers. Ein bedeutender Genrewechsel, denn bisher war sie in der Fantasy- und Young Adult – Ecke zu finden, zu der auch ihr 2012er Debüt „Verräter der Magie“ zählt. Ich verstehe, dass sie dieses Projekt beschäftigt, trotzdem finde ich, dass eine gepflegte Website heutzutage die Mindestanforderung ist, sucht eine Person die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Frau Wild, viel Erfolg mit dem Thriller, aber ich empfehle, an dieser Stelle nachzubessern.
Ein kühler Hauch im Nacken, explodierende Kopfschmerzen, Ohnmacht – und plötzlich ist Kira nicht mehr allein in ihrem Körper. Sie ist geschockt, als sie begreift, dass ihr ungebetener Gast ausgerechnet Cian Kingsley ist, die einzige Person, die sie aufrichtig hasst. Cian ist ein mächtiger, einflussreicher Magier, dessen hartherzige Gesetze alle nicht-menschlichen Spezies in abgeriegelte Reservate sperren, einschließlich Kira. Sie muss die arrogante Nervensäge so schnell wie möglich loswerden. Leider ist das nicht so einfach, denn Cian wurde ermordet. In der Verzweiflung seiner letzten Augenblicke spaltete er seine Seele ab und schlüpfte in Kiras Kopf. Ihre einzige Chance besteht darin, ihm zu helfen, herauszufinden, wer ihn tötete und warum. Doch je mehr Zeit sie mit Cian verbringt, desto weniger stört sie seine Anwesenheit. Sie beginnt sogar, ihn zu mögen und Kira muss sich fragen, ob sie überhaupt noch will, dass er sie verlässt …
„Verräter der Magie“ ist ein schönes Beispiel dafür, wie viel man mit simplen Mitteln erreichen kann, wenn sie gut durchdacht und konsequent ausgearbeitet sind. Dieser YA-Fantasy-Roman ist das Gegenteil von anspruchsvoller Literatur und war dennoch unterhaltsam. Wie ihr wisst, schätze ich gelungene Bescheidenheit mehr als misslungene Komplexität. Ich hatte während der Lektüre das Gefühl, dass sich Rebecca Wild ihrer Stärken bewusst war und sich gezielt auf diese konzentrierte. Ich finde das toll, denn es gehört viel dazu, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. „Verräter der Magie“ funktioniert nach sehr einfachen Regeln, deren Schlichtheit die inhärente Glaubwürdigkeit und Plausibilität der alternativen Wirklichkeit fördert. In dieser sind alle mythologischen Wesen aus Folklore, Legenden und Märchen real. Es gibt Werwölfe, Vampire und Feen, aber auch exotischere Spezies wie Trolle oder Nymphen. Sie alle müssen in Reservaten leben, weil Magier die Menschheit überzeugten, sie zu fürchten. Natürlich nicht aus uneigennütziger Sorge, sondern um Zugriff auf zentral erreichbare Machtquellen zu haben. Magiebegabte stellen in Rebecca Wilds Universum ein interessantes Paradoxon dar, da sie selbst über keinerlei Magie verfügen. Ihr Talent besteht darin, Magie aus ihrer Umgebung zu beziehen; aus der Natur, aber auch aus eben jenen Wesen, die sie einsperren lassen. Ich finde dieses Verhältnis und die politisch-gesellschaftlichen Konsequenzen, die daraus resultieren, originell und vorstellbar. Durch Angst gerechtfertigte Internierungen, die in Wahrheit einen völlig anderen Zweck erfüllen, sind in der Historie ja genügend belegt. Kein Wunder, dass Magier in den Reservaten leidenschaftlich gehasst werden und die Protagonistin Kira keine Luftsprünge macht, als sie herausfindet, dass sie ihren Körper mit einem hochrangigen Exemplar teilen muss. Ich mochte Kira auf Anhieb, fand sie zu Beginn von „Verräter der Magie“ allerdings etwas zu passiv. Sie lässt sich von Cian herumschubsen, statt eigene Pläne zu schmieden, um ihn wieder loszuwerden. Glücklicherweise bessert sich ihre Anteilnahme an ihrer verzwickten Situation im Verlauf der Geschichte, sie ergreift zunehmend die Initiative und beteiligt sich aktiv am Geschehen. Cian hingegen kann ich schwerer einschätzen, weil meine Beziehung zu ihm genau die Entwicklung durchlief, die die Autorin vorsah und die auch Kira erlebt: Abneigung verwandelte sich in Zuneigung. Selbstverständlich ist es vorhersehbar, dass sich Kira und Cian näherkommen. Da Wild das Konfliktpotential ihrer Romanze jedoch präsent thematisiert, störte mich deren Berechenbarkeit kaum. Es ist nicht plötzlich alles gut, weil sie sich ineinander verlieben. Sie kommen noch immer aus unterschiedlichen Welten und müssen trotzdem eine Mordermittlung organisieren. Diese ließ ich über mich hinwegplätschern, statt mir die Mühe zu machen, bewusst mitzurätseln. „Verräter der Magie“ lädt dazu ein, den Kopf auszuschalten und sich Antworten ausnahmsweise einmal servieren zu lassen. Ich habe es genossen.
Für ein Debüt ist „Verräter der Magie“ erstaunlich fokussiert und gradlinig. Rebecca Wild entwarf eine unkomplizierte, überzeugende alternative Realität, deren Richtlinien sie ohne unnötige Kompromisse einhalten konnte und nutzte, um eine Handlung zu konzipieren, die meine Nerven nun zwar nicht strapazierte, aber meine Neugier angenehm lebendig hielt. Es ist ein leichtes, bequemes Buch, das luftig über mich hinwegstrich; eine schöne Lektüre für Zwischendurch, die gar nicht erst den Anspruch verfolgt, Leser_innen zu fordern. Es freut mich, dass es immer noch Autor_innen gibt, die Mut zur Simplizität beweisen. Eine Geschichte schlicht zu halten, sie nicht zu überfrachten und auf überflüssige Verwicklungen zu verzichten, ist nämlich gar nicht so einfach. Deshalb gratuliere ich Rebecca Wild zu diesem kurzweiligen Roman und werde auch die Fortsetzung Gefangene der Magie bei mir einziehen lassen – für Tage, an denen mein Kopf mal Urlaub braucht.
Kurzinhalt: Sie sind eine schrille WG: Wassernymphe Elly, Vampir Nick und Kira, das Feenwesen, die mit der hilfsbereiten Sorte Fee aus den Märchen so gar nichts gemein hat. Und obwohl sie – die Paranormalen – keinem Menschen je etwas zuleide taten, werden sie von der Regierung in Reservaten gefangen gehalten, denn die Menschen haben Angst vor ihren ungewöhnlichen Mitbürgern. Drahtzieher der Panikmache sind machthungrige Magiere, und in den schlimmsten von ihnen verliebt sich Kira.
Erster Satz: Wenn man ein Magier ist, die Geheimnisse des Universums entschlüsseln kann und die verborgenen Kräfte der Erde zu nutzen weiß, neigt man dazu, arrogant zu werden.
Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch durch Laura, von “The mortal bookshelf”. Das Cover in Zusammenhang mit dem Klappentext hat mich dann neugierig gemacht, denn für mich ergab sich da irgendwie keine Gemeinsamkeit. Als ich das Buch dann im Original in Händen hielt, hat mich der goldene Prägedruck gleich begeistert und alles in allem finde ich ist es ein sehr gelungenes Cover. Etwas schade, dass es nur ein Taschenbuch ist. Ich finde, es ist eines Harcovers würdig. Der Klappentext führt etwas in die Irre. Die WG ist nicht wirklich “schrill” und kommt außerdem nur kurz am Anfang vor.
Kira wird von einer Seele befallen. Cian Kingsley, der Meistermagier, wurde Opfer eines Attentats und konnte seinen Geist in letzter Sekunde retten. Ausgerechnet mit ihm muss sich die freche Fee jetzt abplagen. Denn Cian ist arrogant und möchte ebenso wie Kira schnell getrennt werden und einen neuen Körper erhalten. Irgendetwas verleitet Kira schließlich doch dazu sich auf den Weg zu machen, um Cians Freund und Magier Evan zur Hilfe zu bitten. Es startet eine rasante Flucht und Verfolgungsjagd mit jeder Menge Werwölfen, Feen und anderen magischen Wesen. Immer dabei und stetiger Begleiter der beiden Streithähne in einem Körper: Pooka, Kiras wandlungsfähiger Freund aus der Kindheit, der sich auch mal als Ananas tarnt. Schnell merken die beiden, dass sie doch so einiges gemeinsam haben und schlussendlich auch zusammenarbeiten müssen.
Idee: Einfach genial. Story und Charaktere sind offensichtlich einem sehr kreativen Kopf entsprungen.
Plot: Ich liebe Storys mit Prolog und Epilog. Nach dem aufregenden Auftakt wird man dann erst in die ganz normale Wohnsituation Kiras geworfen. Schnell kommt die Autorin an den Punkt, wo es nur noch rasant wietergeht. Dann nimmt das Tempo wieder etwas ab, um erneut in einem klasse Ende zu münden. Die Geschichte fesselt, denn man muss einfach wissen: Was kommt als Nächstes? Über was streiten sie gleich wieder? Und ganz abgesehen davon möchte man einfach die ganze Zeit das amüsierte Grinsen im Gesicht behalten.
Schreibstil: Was mir am meisten gefallen hat, waren vor allem die Dialoge. Die sind einfach gerade heraus und dieser Stil wird in der Gedankenkommunikation der beiden Hauptprotas weitergeführt. Speziell auch diesen Part, als Cian in Kiras Kopf ist, hat die Autorin glaubwürdig herübergebracht. Der ständige Wechsel der beiden, wobei auch mal Cian die Macht über Kiras Körper hat, ist zu jedem Zeitpunkt nachvollziehbar. Nie habe ich mich gefragt, wer da gerade spricht oder denkt. Zudem lässt sich das Buch locker flockig weglesen. Rebecca Wild meidet komplizierte Formulierungen und hätte ich mehr Zeit und Ruhe gehabt, wäre dieses Buch an einem Tag von mir verschlungen worden. Man wird durch den Stil direkt in das Geschehen reingesogen und kann sich schwer lösen.
Einen Kritikpunkt habe ich jedoch: Die Begriffe! Da spielt sicherlich meine Aversion gegen Vokabeln lernen mit, aber ich konnte mir die Aussprache mancher Begriffe (die wunderbar in einem Glossar aufgeführt sind), zunächst nicht merken. Diese Tatsache hat dem ganzen Lesespaß jedoch keinen Abbruch getan.
Charaktere: Ein Kompliment an diese anderen Charaktere. Kira ist einem von Anfang an sympathisch. Frech und frei Schnauze redend geht sie ihren Weg. Gerade dass fand ich so toll an ihr. Manchmal ist sie dabei zu impulsiv und handelt unüberlegt. Man fiebert richtig mit und fasst sich auch mal an den Kopf, um gleich wieder über Kira zu schmunzeln. Außerdem gibt es da noch eine ernste Seite an ihr und die betrifft ihr Geheimnis. Kira ist eine besondere Fee.
Ihr Weggefährte Pooka ist einer meiner Lieblingsnebenrollen überhaupt. Spätestens nach der Verwandlung in eine Ananas musste ich dieses rotäugige Wesen lieben, welches Kira so manches Mal aus der Patsche hilft.
Cian ist ebenso kein typisch männlicher Hauptprotagonist. Er besticht natürlich durch Charakter, seine vorlaute arrogante Art, in der ein warmes Herz innewohnt, anstatt durch blendendes Aussehen, wie so manch andere Protas in anderen Büchern.
Auch die Entwicklung zwischen den beiden stufe ich als realistisch ein. Kein ewiges Liebesgesäusel. Die beiden haben sich einfach irgendwann, dagegen können sie gar nichts machen. Eben wie es im richtigen Leben oft passiert. Natürlich spielt die Entwicklung der Figuren dabei eine Rolle, denn durch ihr unfreiwilliges Zusammensein verlieren sie die Vorurteile gegenüber der jeweiligen Art.
Auch alle anderen Charaktere sind frisch und spritzig und auf ihre Art individuell.
Hintergrund: Eine tolle Welt hat die Autorin da geschaffen. Die Vorstellung mit den Reservaten und den Magierstädten ist klasse. Da werden ganz normaler realistischer Alltag mit Fantastischem kombiniert. Auch dass so viele verschiedene paranormale Wesen in der Geschichte vorkommen, mag ich hier gern. Nichts wirkt übertrieben sonder eher selbstverständlich. Die beiden Hauptcharaktere agieren so toll miteinander, vor allem wenn sie die Macht über Kiras Körper tauschen.
Fazit: Ich freue mich schon auf Teil zwei und bin froh, dass man nur ein halbes, statt ein ganzes Jahr darauf warten muss. Ich bin gespannt, welchen Weg Kira und Cian noch zusammen und getrennt gehen werden. Wenn die Spritzigkeit und der Witz dieser Geschichte und ihrer Figuren so bleiben, oder sich noch steigern, können sich die Zwerchfelle freuen. Ein tolles Debüt einer jungen Autorin, von der wir hoffentlich noch mehr großartige Geschichten erwarten dürfen.
Leichte Lektüre. An manchen Stellen etwas vorhersehbar oder langatmig, aber dennoch mal etwas Neues. Dennoch möchte ich unbedingt wissen, wie es mit der Geschichte weitergeht.
Ich muss gestehen, dass ich keine großen Erwartungen in das Buch gesetzt hatte. Dazu wusste ich zu wenig darüber und die Zusammenfassung verrät ja auch nicht gerade viel. Im Nachhinein gesehen steht aber fest, dass egal gewesen wäre, welche Erwartungen ich gehabt hätte, sie wären auf jeden Fall mehr als erfüllt worden – in meinem Fall halt übertroffen.
Schon nach den ersten Seiten war ich in tief in der Geschichte drin, die Worte haben mich regelreicht hineingesogen und nicht mehr losgelassen. Einmal eingetaucht in diese Welt – die übrigens sehr lebendig und bildhaft dargestellt wurde – konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Unterbrochen von Schlaf und Arbeit war das Buch schneller fertig, als mir lieb war.
Die Geschichte beginnt mit dem Magier Cian Kinsley und dessen Ermordung. Zum Glück (für ihn zumindest ^^) konnte er vor dem Ableben noch einen Zauber loslassen, der seinen Geist von seinem Körper löst. Körperlos geistert er umher, um sich einen, ähm, Zwischenwirt zu suchen, bis er in einen anderen Körper schlüpfen und diesen übernehmen kann. Dass er dabei ausgerechnet im Kopf des Feenwesens Kira landet, ist ein sehr blöder Zufall, der für beide Seiten alles andere als erfreulich ist.
Damit geht es los, das Spiel “Der Feind in meinem Kopf”, denn Magier und paranormale Wesen sind sich alles andere als grün. Und das ist, besonders aus Sicht der Parnormalen, mehr als verständlich. Von den Magiern unter dem Vorwand, die Menschheit schützen zu wollen, in Reservate gesperrt, die ihnen innewohnende Magie lahmgelegt und ihrer beraubt, sollte es niemanden wundern, dass Feen, Nymphen und Co nicht gut auf ihre Widersacher zu sprechen sind.
Schnell wird der Eindruck erweckt, dass die Magier durch und durch böse sind, die Fantasiewesen durch und durch gut und die ganze Welt sowieso ungerecht. Doch sobald Kira feststellt, was und vor allem wer da in ihrem Kopf steckt und sie sich auf den Weg macht, um ihn wieder loszuwerden, wird immer klarer, das eben doch nicht alles so einseitig ist, wie es den Anschein hat.
Da ist unter anderem das, was dieses Buch so großartig macht. Es gibt nicht das Gute oder das Böse. Man bekommt es nicht mit eindimensionalen Protagonisten zu tun. Es gibt so viele Facetten, so viel zu entdecken. Die Autorin hat schlichtweg herrliche Charaktere erschaffen, die durch das Buch zu begleiten wirklich Spaß macht. So mögen die Magier zwar nicht sie sympathischsten Leute sein, sie sind machtgierig und von einer tiefsitzenden Angst getrieben, aber wirklich böse sind sie mir nicht erschienen. Ebenso sind die Paranormalen nicht nur lieb. Als Leser muss man ebenso wie Kira feststellen, dass nicht alle von den Magiern geschürten Ängste grundlos sind und das ein oder andere Wesen wirklich besser hinter hohe Mauern gehört. Fiese und nette Charaktere beschränken sich nicht nur auf eine Seite.
Verräter der Magie ist zwar keine Komödie, ist aber von jeder Menge Witz und Situationskomik durchzogen. Allein die ~Zwiegespräche zwischen Kingsley und Kira sind eine Nummer für sich. Doch man bekommt mehr geboten als das, so ziemlich die ganze Bandbreite an Emotionen wird abgedeckt. Man darf lachen, sich aufregen, staunen, wütend werden, dahinschmelzen, ja selbst ein bisschen Fremdschämen wird geboten. Obendrein ist die Geschichte temporeich, ohne gehetzt zu wirken, spannend erzählt und actiongeladen, es gibt keine Längen, keine unnötigen Passagen, außerdem weiß sie mit der ein oder anderen unvorhergesehenen Wendung zu verblüffen. Zwar hatte ich einen Verdacht, was den “Bösewicht” angeht, wurde aber dermaßen in die Irre geführt, dass ich diesen Verdacht wieder verworfen habe… und letztendlich ziemlich überrascht wurde.
Mein Highlight des Buches ist übrigens der Dämon Pooka, Kiras… ähm… Begleiter. Immer zu Stelle und immer für eine Überraschung gut. Ich will auch einen Pooka :)
Eigentlich gibt es nichts, was ich an Verräter der Magie auszusetzen hätte, außer vielleicht, dass ich mir noch ein klein wenig mehr Feuer zwischen Kira und Kingsley und etwas mehr vom Leben der schrägen Fee-Nymphe-Vampir-WG gewünscht hätte. Ach doch, ja, etwas auszusetzen habe ich dann doch: Das Buch war einfach zu Ende, dabei hätte ich so gern noch so viel mehr gelesen. So so gern, dass ich meine eiserne Regel gebrochen und die angehängten Seiten aus Gefangene der Magie gelesen habe. Ich lese grundsätzlich keine Kapitel vorab und mir wurde wieder bestätigt, warum ich das so halte. Es ist so quälend zu wissen, was einen erwartet, wenn es noch eine halbe Ewigkeit dauert, bis man das Verlangen danach stillen kann…
Verräter der Magie ist ein großartiges Lesevergnügen, das ich nur jedem ans Herz legen kann und das sich die fünf Totoros mehr als verdient hat :D
Bei "Verräter der Magie" von Rebecca Wild handelt es sich um einen Fantasyroman für Jugendliche/junge Erwachsene, der im März 2013 unter dem Titel "Gefangene der Magie" fortgesetzt wird.
Inhalt: Alle übernatürlichen Wesen, wie Feen, Vampire oder Nymphen, wurden von den Magiern in Reservate gesperrt, um sie von den übrigen Menschen fernzuhalten. Dafür verachten die Übernatürlichen die Magier und beschimpfen sie als "Verräter der Magie". Als der ranghohe Magier Cain Kingsley im Schlaf ermordet wird und es gerade noch schafft, seine Seele von seinem Körper zu lösen, sucht er sich aber ausgerechnet den Körper der jungen Sidhe Kira, einem Feenwesen, das ebenfalls im Reservat lebt, als vorübergehende bleibe aus – wovon Kira natürlich alles andere als begeistert ist. Gezwungenermaßen muss Kira Cain helfen einen eigenen Körper zu finden, wenn sie ihren wieder für sich allein haben will...
"Verräter der Magie" zeichnet sich insbesondere durch eine ordentlich Portion Humor aus, die sich vor allem in den Streitereien findet, die Cain und Kira austragen. Zwei Seelen, die sich einen Körper teilen – das kann nicht gut gehen und erst recht nicht, wenn die beiden auch noch tief verfeindet sind. Doch müssen sie wirklich Feinde? Mit der Zeit kommen Kira Zweifel, ob ihr bisheriges Bild von Cain Kingsley richtig ist. Beide Charaktere sind trotz diverser Macken sehr sympathisch und unterhaltsam.
Auch Kiras eigenwilliges "Haustier" Pooka, ebenfalls ein übernatürliches Wesen, das unterschiedliche Formen annehmen kann, sorgt für jede Menge Schmunzler.
Auch die Idee hinter dem Roman konnte direkt überzeugen. Diverse übernatürlich Wesen, die in Reservaten leben, mächtige Magier und ein ungleiches Paar, das in ein und dem selben Kopf unentwegt streitet. Der Handlungsverlauf ist spannend, manchmal überraschend. sehr abwechslungs- und actionreich und bietet darüber hinaus noch viele weitere interessante Wesen und Charaktere, die gemeinsam dieses im wahrsten Sinne des Wortes magische Abenteuer erleben. Neben Spannung und Action liefert dieser Roman auch eine angemessene Portion Romantik und Liebe, sodass die Geschichte insgesamt einen sehr ausgeglichen Eindruck hinterlässt.
Allerdings findet sich in diesem eher dünnen Buch, das zudem auch noch mit einer recht großen Schrift daherkommt, verhältnismäßig viel Inhalt und das merkt man an anderer Stelle. Beschreibungen von Orten und insbesondere von Gefühlen, irgendetwas, was eine passende Stimmung beim Lesen hätte aufbauen können, kamen mir ein wenig zu kurz. Sprachlich ist der Roman abgesehen von gelegentlicher, bei den ansonsten erwachsenen oder eher elegant wirkenden Charakteren etwas unpassender, leicht überzogener Jugendsprache, recht gelungen, nur ein wenig Detailverliebtheit an der ein oder anderen Stelle hätte sicher nicht geschadet.
Fazit: Ein gelungener Auftakt einer Jugendfantasy-Reihe, der mit viel Humor und schönen Charakteren überzeugen kann. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. 4 Sterne
Alle mit übernatürlichen Fähigkeiten müssen hinter Mauern leben. So wie Kira. Nur die bösen Magier haben einen Weg gefunden, diesem Schicksal zu entgegen. Als Kira eines Tages aufwacht, hat ein Magier bei ihr Zuflucht gesucht: in ihrem Körper. Sie sind eine schrille WG: Wassernymphe Elly, Vampir Nick und Kira, das Feenwesen, die mit der hilfsbereiten Sorte Fee aus den Märchen so gar nichts gemein hat. Und obwohl sie - die Paranormalen - keinem Menschen je etwas zuleide taten, werden sie von der Regierung in Reservaten gefangen gehalten, denn die Menschen haben Angst vor ihren ungewöhnlichen Mitbürgern. Drahtzieher der Panikmache sind machthungrige Magiere, und in den schlimmsten von ihnen verliebt sich Kira.
"Verräter der Magie" ist der erste Band einer Reihe aus der Feder von Rebecca Wild. Die Autorin hat viele tolle Ideen zu einer wirklich schönen Geschichte verknüpft, die ein kurzweiliges Lesevergnügen bietet. Dabei wurden verschiedene Wesen aus diversen Mythologien, Sagen und Legenden als Grundgerüst verwendet, um die eine spannende und magische Geschichte gesponnen wurde. Da der Leser ab der ersten Seite direkt im Geschehen ist und das Erzähltempo als straff und temporeich zu bezeichnen ist, entstehen keinerlei Längen die sich negativ auf den Lesefluss auswirken würden. Vielleicht hätte die Autorin an der ein oder anderen Stellen ein wenig mehr ins Detail gehen können, aber das ist nur als kleinere Schwäche zu bezeichnen, denn "Verräter der Magie" besitzt ein wunderbares Unterhaltungspotential, das aufgrund seiner tollen Ideen und seinem Charme viel Lust auf weitere Bände macht. Jede einzelne Seite ist von Magie durchdrungen und schafft eine erstklassige Atmosphäre. Man verweilt gerne in dieser schönen Geschichte und wenn die kleineren Mankos dieses Bandes ausgemerzt wurden, kann sich Band 2 "Gefangene der Magie" zu einem nahezu perfekten Lesespaß entwickeln.
Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Allen voran Kira mit ihrer einzigartigen Art und ihrem trocken Humor. Auch ihr Sarkasmus kann dem Leser das ein oder andere Schmunzeln aufs Gesicht zaubern. Aber auch Cian entwickelt sich von einem erst unliebsamen Zeitgenossen zu einer Person mit Hand und Fuß, die nicht nur Kira ans Herz wächst. Ihren Schlagabtäuschen folgt man mit viel Begeisterung und dem ein oder anderen Lachen. Auch die Nebencharaktere, die teilweise an Sagengestalten angelehnt sind, bieten viel Spielraum für weitere Bände dieser vielversprechenden Reihe.
Trotz des jungen Alters der Autorin beweist sie einen tollen Schreibstil, der einerseits gewählt, aber andererseits der Handlung angemessen ist. Dabei bringt sie viel Humor mit in die Story ein und schafft es aufgrund ihres flüssigen Schreibstils ein kurzweiliges Lesevergnügen zu erschaffen.
Himmel, was hat mir diesen Buch angetan? Ich glaube, ich habe während des Lesens Bauchmuskeln entwickelt, die ich nicht erwartet hätte.
Kira, die ein Feenwesen ist, lebt zusammen mit Elly einer Nymphe und Nick einem Vampir im Reservat. Eigentlich wäre es nie zu dieser Wohnsituation gekommen, wenn da nicht die Magier wäre, die der Meinung sind, dass alles was nicht Mensch oder Magier ist, ist gefährlich. Durch diese Gedanken wurde das Reservat gegründet, in dem alle Wesen dort gefangen sind. Mit Eisenarmbändern wir die magische Kraft jedes Einzelnen reduziert, so dass die Wesen nicht plötzlich auf die Idee kommen könnten, das Reservat zu verlassen, sonst hätte das ganze ja keinen Sinn.
Cian Kingsley ist einer der stärksten Magier und natürlich hat er viel mit diesem Reservat zu tun, dass dies jemanden ins Auge sticht, ist vorhersehbar und so wird Cian im Schlaf getötet, jedoch schafft er es durch einen Zauberspruch seine Seele vom Körper zu trennen und macht sich auf die Suche nach einer Hülle. Und die einzige Hülle, die ohne davon zu wissen, dass sie dazu fähig ist, ist Kira. Nun haben sie den Salat. Kingsley steckt in einem Kopf eines Wesens, dass er sich nicht leiden kann und Kira hat jemanden im Kopf den sie verabscheut. Dann kann der Spaß ja beginnen.
Der Einstig in das Buch war toll. Mitten drin fühle ich mich am wohlsten. Ich fühle mich abgeholt und muss nicht lange rätseln. Die Kapitelüberschriften sind voller Humor. Mit zum Beispiel “ Der Teufel trägt Armani”. Es werden einige Bücher eingebaut, die jeder kennen sollte, was mir auch sehr gut gefallen hat.
Kira ist klasse. Ihr Sarkasmus hat mir durchweg zum Lachen gebracht. Nie wurden die Dialoge zwischen ihr und Kingsley, der in ihren Gedanken mit ihr spricht, langweilig. Die beiden sind in meinem Augen wie ein altes Ehepaar miteinander umgegangen, streiten, zusammenarbeiten und wieder streiten. Ich hatte verdammt viel Spaß beim lesen. Und mit dieser Art der Kommunikation versuchen die beiden am Anfang mehr gegeneinander als zusammen, Kingsley wieder aus Kiras Kopf zu bekommen.
Mein heimlicher Star, ich muss es ja gestehen, ist Pooka. Pooka ist immer an Kiras Seite und kann sich in jede erdenkliche Form verwandeln. Er beschützt sie und hat verdammt viel Blödsinn im Kopf. Jeder sollte einen Pooka haben.
Mein Fazit:
Ein Buch das auf mehrere Arten und Weisen fantastisch ist. Mit viel Humor, Action, Spannung, Sarkasmus, Hass und etwas fürs Herz. Ein Lesebefehl für alle, die das Fantastische mögen und mal Humor drin haben möchten. Ich bin gespannt auf Band zwei, der im März nächstes Jahr rauskommen soll.
Eingesperrt in ein Reservat für Paranormale wohnt die Sidhe Kira in einer WG. Gemeinsam mit dem Vampir Nick, der Nymphe Elly und dem magischen Wunderknäul Pooka könnte das Leben verrückt und voller Spaß sein, doch das Reservat bedeutet Gefängnis. Mit eisernen Fesseln ihrer natürlichen Magie beraubt, werden sie unterdrückt und von der normalen Gesellschaft ferngehalten. All ihr Zorn richtet sich auf die Magier. Sie haben die Macht und sind für die Jagd auf Paranormale verantwortlich. Als eines Tages deren Oberhaupt Cian Kingsley ermordet wird, können sie ihre Freude kaum verstecken. Doch das Unfassbare geschieht: Kingsley konnte seine Seele in letzter Sekunde vom Körper lösen und nistet sich ausgerechnet bei Kira ein.
Der Schreibstil hat mich sofort angesprochen. Rebecca Wild formuliert locker und sympathisch, damit lag sie direkt auf meiner Wellenlänge. "Verräter der Magie" lebt vom Humor und den erfrischenden Diskussionen. Hierbei dreht es sich nicht nur um den Feind im eigenen Körper, sondern auch um die feinen Unterschiede zwischen Mann und Frau. Die Protagonistin Kira hätte es nicht schlimmer treffen können, aber durch ihre freche Art meistert sie das Abenteuer.
Die Idee mit den Reservaten für Magiebegabte ist zwar nichts neues, jedoch ist es hier wieder auf andere Weise ausgefeilt. Das Eisen zur Dämmung der Zauberkräfte, die Magier als Bosse und mit Sicherheit ein großer Plan hinter allem. "Verräter der Magie" ist eine runde Geschichte mit vielseitigen Charakteren. Der kleine Pooka ist das Highlight und hat das Zeug zum Superhelden. Auch die Spannung hält sich bis zum Ende, man mag das Buch kaum weglegen. Band 2 erscheint im März 2013, ich freue mich schon darauf.
Fazit: Tote Magier leben länger - paranormaler Cocktail voll Spannung und Witz!
Buchinfos: Titel: Verräter der Magie Autor: Rebecca Wild Buchart : TB Seitenzahl : 320 Verlag: Ravensburger Bestellcode: 978-3473584178 Erhältlich : 08 / 2012 Kosten : € 8,95 Alter: ab 14 Buchrichtung: Jugendbuch Vorgängerbände: - Folgebände: Gefangene der Magie Verfilmung: - Inhalt: Sie sind eine schrille WG: Wassernymphe Elly, Vampir Nick und Kira, das Feenwesen, die mit der hilfsbereiten Sorte Fee aus den Märchen so gar nichts gemein hat. Und obwohl sie - die Paranormalen - keinem Menschen je etwas zuleide taten, werden sie von der Regierung in Reservaten gefangen gehalten, denn die Menschen haben Angst vor ihren ungewöhnlichen Mitbürgern. Drahtzieher der Panikmache sind machthungrige Magiere, und in den schlimmsten von ihnen verliebt sich Kira. Meine Meinung: Ein Coverkauf, da ich es toll gefunden habe, auch der Klappentext war ganz gut zu lesen, aber sonst war das Buch eher langweilig. Der große junge Magier Cain wird im Schlaf ermordet, er kann noch einen Zauber sprechen und seine Seele verlässt sein Körper. Auf der suche nach einen neuen Körper landet er in Kira ihrem und die hasst Cain wie die Pest, sie selber hat magische Kräfte und wird wie eine Aussetzige behandelt nur die Magier sind was besseres. Nun spukt er in ihren Kopf und Cain weiß sie muss ihn los werden und das können nur die beiden zusammen schaffen. So machen sie sich auf dem weg, Cain will wissen wer ihn getötet hat und Kira will ihn schnell los werden. Die Geschichte so war ganz gut , aber mir hat der Pepp gefehlt und das hat mich immer wieder ausgebremst. Pluspunkte: - Die Schrift ist richtig schön groß - Die Idee des Buches ist gut Minuspunkte: - Mir war es zu langatmig Cover: - Das Cover finde ich toll, mit den Goldenen Zeichen auf schwarzen Hintergrund
Gute 3.5 Sterne! Das Buch war noch eine genauso leichte Kost wie vor etlichen Jahren, als ich es das letzte mal gelesen habe. Ich mochte die Charaktere und v.a. die Entwicklung der Beziehung der Charaktere. Dennoch hätte die Handlung etwas ausführlicher sein. Vieles geschieht Schlag auf Schlag und man fragt kann gar nicht alles so schnell nachvollziehen. Was ich aber besonders an dem Buch mochte - und auch immer noch mag -, ist der wie bereits erwähnt leichte Schreibstil. Da viele Passagen aus gedanklichen Dia- oder Monologen bestehen, ist der Schreibstil genau daran angepasst: es ist, als würde man die flapsigen Gedanken von Kira oder Cian zu lesen bekommen. Das hat mich des Öfteren zum Schmunzeln oder auch mal zum Lachen gebracht und das haben bisher nicht so viele Bücher geschafft. - Die Ausdrucksweise erinnert mich einfach zu sehr an mich selbst. :D
Ich war sehr überzeugt von der Grundgeschichte, für mich klang es sehr vielversprechend. Als ich dann allerdings angefangen habe das Buch zu lesen, wurde ich enttäuscht. Es ist mehr wie ein Buch für 12 Jährige geschrieben, ich habe eigentlich ein vernünftiges Buch für Jugendliche erwartet, und auch der Schreibstil war mir viel zu einfach. Die Charaktere sind nicht sonderlich tiefgründig und alles in allem bin ich schwer enttäuscht. Für jüngere Leser ist das Buch sicher zu empfehlen, ich habe allerdings mehr erwartet. Schade.
Wunderbare Dialoge! Ich persönlich liebe es ja, wenn sich ein Protagonisten-Duo gegenseitig Contra gibt. ;) Sehr amüsant und trotz des Fantasy-Settings ein Thema, das auch für unsere Welt wahnsinnig wichtig ist. Es hat was von einer Happy-Ending-Dystopie... falls es sowas tatsächlich geben sollte. :D Klare Empfehlung, es zu lesen.
Unterhaltsam und sehr witzig - auch wenn mir das manchmal etwas zu viel war. Aber trotzdem freue ich mich auf den zweiten Band und bin gespannt, wie es weitergehen wird.