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Ein alter herr

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Alte Herren haben bekanntlich ihre Marotten, und mit manchen Dingen des Alltags kommen sie nicht mehr so ganz zurecht. Einigermaßen verschreckt jedenfalls sucht der alte Herr in Gerhard Köpfs Novelle den Beistand seines Freundes - und zieht sich dann doch mehr und mehr zurück. Ja, der ehemalige Professor igelt sich in seinem Wintergarten regelrecht ein, hört versunken seine Musik, trinkt seinen guten Wein gern für sich allein und versucht dabei, sein Leben und seine Geschichte zu ordnen. Seine Ausflüge in die Gegenwart aber enden mehr oder minder sämtlich in kleinen Katastrophen. Und deshalb wiederum taucht der alte Herr nur noch mehr in seine Erinnerungen und Träume ein. Aber diese ergeben nichts als ein einziges Labyrinth, und allmählich läßt ihn sein Gedächtnis ganz im Stich.

Was den etwas sonderlich gewordenen alten Herrn anfangs bloß harmlos-verschroben und leicht skurril erscheinen läßt, das wird unter der Hand doch zum ernsten Problem, hinter dem schließlich eine bedrohliche Krankheit steckt. Und keiner weiß das nun besser zu beurteilen als der vertraute Medizinalrat, der uns in dieser anrührenden Novelle trotz seiner ärztlichen Schweigepflicht Auskunft gibt über den schleichenden Beginn und den zuletzt grausamen Verlauf einer Demenz resp. der Alzheimerschen Krankheit, die unter uns mehr und mehr um sich greift.

211 pages, Hardcover

First published September 28, 2006

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Gerhard Köpf

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