Januar 2037: Mit einem altersschwachen Raumschiff, der TOSOMA, sind Perry Rhodan und seine Gefährten zu einem riskanten Flug aufgebrochen. Sie wollen nach Arkon vorstoßen und das Zentrum des riesigen Sternenreiches erreichen. Doch ein fürchterliches Unglück stoppt ihren Flug. Zur selben Zeit muss ein Mann von der Erde auf einem fremdartigen Planeten um sein Überleben kämpfen: Es ist Dr. Eric Manoli, einer der drei Astronauten, die mit Perry Rhodan zum Mond geflogen sind. Nach einem Sprung durch Raum und Zeit ist der Arzt auf einer Welt gelandet, die von Topsidern bewohnt wird. Er ist der einzige Mensch unter den Echsenwesen - und diese sind nach den erbitterten Kämpfen im Wega-System nicht gut auf "Blasshäute" zu sprechen. Manolis wichtigstes Ziel ist die Heimkehr zur Erde. Doch zuvor muss er sich gegen mächtige Gegner durchsetzen ...
Bernd Perplies, geboren 1977 in Wiesbaden, studierte Filmwissenschaft und Germanistik in Mainz. Parallel zu einer Anstellung beim Deutschen Filminstitut (DIF) in Frankfurt am Main, wandte er sich nach dem Studium dem professionellen Schreiben zu. Heute ist er in Vollzeit als Schriftsteller und Übersetzer tätig. Seine Werke - darunter die "Magierdämmerung"- und die "Carya"-Trilogie - sind mehrfach preisgekrönt. Zuletzt ist von ihm "Nachtmeisters Erben" erschienen, ein Dark-Future-Roman im "Shadowrun"-Rollenspiel-Setting, der von einer gefährlichen Überlandtour zweier abgebrühter Transportfahrer handelt. Außerdem verfasste er unter dem Pseudonym Wes Andrews die Space-Western-Reihe "Frontiersmen". Bernd Perplies lebt mit seiner Familie in der Nähe von Stuttgart.
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Bernd Perplies was born in Wiesbaden/Germany in 1977. After graduating in Movie Sciences and German Literature he started working at the Film Museum in Frankfurt am Main. At the same time he became a freelance journalist and translator, writing for movie magazines as well as science fiction and fantasy publishers. His first novel was published in 2008. Since then he has penned more than 30 science fiction, fantasy and steampunk novels, earning him about a dozen nominations for prestigious German genre awards. He won the RPC Fantasy Jury Award in 2010 and was awarded the Deutsche Phantastik Preis twice (2013 and 2015). Bernd Perplies lives with his family near Stuttgart.
Manoli hatte ich schon ganz vergessen. Zu lange her, seit er durch den Transmitter ging. Eine der wenigen Dinge, die mir bei NEO bis heute missfallen.. Man könnte vorliegendes Heft auch fast als "Manoli im Echsenpuff" titulieren und das beschreibt den Inhalt im Grunde auch bereits komplett. Aber WIE es geschrieben wurde holt einen Extrastern heraus
Hmmm, die ganze Ebene auf dem titelgebenden Planeten der Echsen war absolut nichts für mich. Manoli ist normalerweise eine coole Figur, aber hier hat er irgendwie total passiv alles über sich ergehen lassen und nichts gebacken bekommen, was mich im Laufe der Seiten mehr und mehr frustriert hat. Fast scheint es als ob in Reaktion auf die Vorwürfe gegenüber der klassischen Rhodan Serie, bzw deren erste "militaristische" Zyklen, das Wort von oben ergangen ist, dass Terranern in NEO nichts mehr gelingen darf. Es sei denn Herr Rhodan ist dabei und selbst dann wird es eng.
Vielleicht hat mich auch einfach nur gestört dass die weibliche Hauptrolle (eine Topsiderin) wieder einmal viel zu menschlich herüberkam, genau wie ihr ehhh "Hausherr". Oder dass wir zwar einige kurze Einblicke in eine Rebellengruppe bekommen, aber Manoli nie versucht wirklich etwas handfestes über diese Gruppe herauszufinden und dann auch noch bei seinem ersten halbherzigen Versuch die richtigen Leute anspricht und einen wichtigen Codenamen genannt bekommmt. Das ist ein kleines bisschen unrealistisch. Was mich zur Kampfszene am Höhepunkt des Spannungsbogens bringt. Der Name Bernd Perplies sagt mir nicht viel, aber er hat jedenfalls noch nichts militärisches geschrieben oder wahrscheinlich nicht einmal besonders viel in der Richtung gelesen. Der Einsatz/Anschlag/Zusammenprall von "Guten" und "Bösen" war einfach nur lächerlich und mies geschrieben. Was ein weiterer Höhenflug an Spannung und Gefahr hätte sein sollen las sich wie eine Prügelei in der Seniorenresidenz mit etwas mehr Blut und Todesopfern...
Der andere Storybogen (Bai Jun und seine Probleme) sorach mich wesentlich mehr an als Manoli's Erlebnisse... Die Einblicke in die Mentalität und Gedankenwelt des ehemaligen Generals und jetzigen Bürgermeisters von Terrania fand ich sehr sympathisch und bewegend geschildert. Das Problem dafür weniger. Hier haben mir ein bisschen die Rückblicke und Erklärungen gefehlt, eine echte Wiederholung der Szene in Bai Juns Kopf damit die volle Tragweite von Cuis Mission klar geworden wäre. Mit den spärlichen Andeutungen die Perplies im Text fast schon versteckt hat, wusste man zwar irgendwie Bescheid was ihn plagt, aber es war sehr kalt und distanziert, nicht wirklich zum Mitleiden und Mitleid haben geschrieben, was ich für eine sehr unnötige und bedauernswerte Unterlassung halte. Geradezu eine Sünde. Und auch hier war der Showdown recht blutleer und lahm. Ein bisschen TV Polizei Action, aber in beinahe schon homöopathischer Dosis, eine Konfrontation mit viel Reden und wenig anderem, die Mutanten retten den Tag und schnappen die Bösewichtin und dann wird auch schon ausgetauscht, anstatt nochmal die Mutanten rein zu schicken und die Spionin in Gewahrsam zu behalten... Und all das war nicht einmal ordentlich geplant sondern sie rennen blind in die Falle, bzw in den Kampf. Das klingt nicht nach einem chinesischen General der durchweg heikle Spezialaufträge auszuführen hatte und seinem neuen Stabschef sondern nach zwei Touristen die irgendwie in eine Verantwortungsposition geraten sind und jetzt von allem überfordert wirken. Ebenso ist mir schleierhaft, wieso Bai nicht sofort nach der ersten Erpressung die Konsequenzen zieht und das Büro des Administrators über die Sünden seiner Vergangenheit und ihre Bedeutung für die heutige Lage informiert. Ich hätte zwar wahrscheinlich auch kein Vertrauen zu Mercant gehabt das mti der nötigen Delikatesse zu handhaben, aber wenn man das Geheimnis auf den Tisch legt ist es keine Erpressung mehr.
Das bringt mir wieder die Einweihung des Kraftwerkes in Erinnerung... bombastische Inszenierung, prima Idee und ein wundervolles Bild um die Bedeutung von Terrania zu betonen und der Weltöffentlichkeit in Erinnerung zu rufen. Nur das Beharren des Administrators 60% des Saftes des ersten echten Kraftwerkes der Hauptstadt der Erde in den Bau eines bislang rein symbolischen und dadurch ziemlich unnötigen Prunkbaus der von Anfang an als Wahrzeichen und Regierungszentrale geplant war, zu stecken ist mir absolut unbegreiflich. Was ist so wichtig am termingerechten Eröffnen der lächerlichen Nadel? 600 Stockwerke in einer Retortenstadt die gerade mal ein Jahr alt wird? Wir wissen nichts genaueres über das Ding, aber im Moment ist es ein Stimmungskiller und wuirkt eher wie sozialistische Staatsarchitektur als wie ein zukunftsweisendes Symbol für Terras Weg ins All. Ausserdem wer will in Zeiten von außerirdischen Invasionen schon alle Regierungsbehörden und -mitglieder in einem einzigen Haus unterbringen? Das ist doch Wahnsinn. Und es liess auch Adams wieder mal als kalten menschenfernen Technokraten erscheinen anstatt als den wohlmeinenden Präsidenten der ersten vereinten Erdregierung und ersten Steuermann auf dem Weg zur Stellaren Großmacht...
Noch so eine vergeudete Chance in einem Buch voll von ihnen. Und irgendwie wieder so ein Schubladenroman ala Star Trek Regeln: "Pack nach dem Spielen deine Actionfiguren aber wieder weg wohin sie gehören"... grausige Unart eine endlose Fortsetzungsreihe so gewaltsam in abgeschlossene Kapitel zu zerreissen. Darum bekommt der Roman auch nur 3 Sterne, Potential hätte er für die volle Zahl gehabt, aber das Potential blieb weitestgehend unausgeschöpft.
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Schwächer als der Staffeleinstieg. Ich hatte Manoli Transmitterdurchgang bereits komplett verdrängt. Die Story um die Flucht von Topsid und die laufende Revolution/Putsch der Topsider konnte mich gut unterhalten.
Offenes Ende - nett.
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