Man schreibt das Jahr 1938, ein Autobus quält sich über eine staubige Straße nach Palästina. Hinter denen, die der Zufall in diesem Gefährt zusammengewürfelt hat, liegen bewegte Vergangenheiten, vor ihnen eine ungewisse Zukunft. Ein Grenzposten prüft die Liste der »Juden. Von überall.« Aus Konstantinopel, München und New York, aus Polen und Russland haben sie sich auf den Weg gemacht. Alle sind sie auf der Flucht, viele von ihnen schon seit langer Zeit. Robert Neumanns Exil-Roman An den Wassern von Babylon ist ein schillerndes Kaleidoskop der jüdischen Diaspora. Er erzählt von verleugneter Identität und trotzigem Aufbegehren, von Naivität und Widerstand, von Duldsamkeit, Zuversicht und Resignation. Dabei spielt Neumann mit den Slangs und Sprechweisen der Milieus, in denen sich seine Figuren bewegen, tritt als wütender Brandredner und bitterer Humorist auf, als akribischer Historiker und bibelfester Romancier.
Neumann erzählt die Geschichten von Juden, die alle schließlich nach Palästina auswandern. Russische Bauern, Amerikanischer Boxer, Deutsche Schriftsteller, Französische (jedenfalls da lebend) Studentin, englischer Snob. Radikal unterschiedliche Erzählweise, teilweise in einem selbst für mich kaum erträglichen Zynismus. Die Geschichte der Französin zum Bespiel in Briefform an ihren Ex-Geliebten, der inzwischen König (oder Pringzregent oder so) in einem kleinen osteuropäischen Land ist. Am Schluß Bibelsprache, sehr schön, aber was der Autor mir sagen will, bleibt leider mir verborgen. (7/10)
I was on a bit of a Lawrence of Arabia kick in early 2010, and that's how this ended up on my "to be read" list. If I had to summarize this book in 5 words or less, I'd say: "Lawrence of Arabia slash fiction." The novel touches on his earlier experiences in Arabia but focus much more on the later era that most people know a lot less about. I enjoyed the novel but suspect a die-hard Lawrence scholar would be annoyed with it.
Tien met elkaar verbonden verhalen over Joden, die na de confrontatie met het antisemitisme in Europa besluiten om naar Palestina te gaan. Hierbij dient opgemerkt te worden dat het boek in 1939 geschreven is, dus los staat van de latere stichting van de staat Israël, al baseert het zich natuurlijk wel op een soortgelijke gedachtegang. Veel belangrijker zijn de beschrijvingen van historische voorbeelden van antisemitisme, waarbij het gaat van de verdrijving van alle Joden uit Spanje in 1492 tot de pogroms in Oost-Europa (en met name die in Chisinau (Moldavië) in 1903). De verhalen zijn erg divers wat narratieve structuur, taalgebruik, ruimte en tijd betreft; er is slechts één constante lijn: leed.