Augenzwinkernd und temporeich Nachdem auch ihr Sohn Christoph ausgezogenist, fällt Marie Overbeck in ein schwarzes Loch. Was soll sie, bisher »Nur-Hausfrau«, nun mit ihrem Leben anfangen? Die Aussicht auf Golf und Kaffeeklatsch mit ihren Freundinnen ist der tatkräftigen Mittfünfzigerin ein Graus, und so sucht sie nach neuen Aufgaben. Die findet sie in Gestalt des fünfjährigen Kevin und seiner Familie. Gutmeinend und energisch beginnt sie, den total verlotterten Haushalt umzukrempeln. Sie bringt die drei Kinder auf Trab und versucht, die dauerfernsehende schwangere Mutter aus ihrer Lethargie zu holen. Ein Engagement mit ungeahnten Folgen ...
Marie ist seit Jahren Hausfrau und Mutter. Ihr Mann ist beruflich viel unterwegs. Nun ist ihr Sohn ausgezogen und das Haus ist leer. Da stolpert sie über eine Ersatzfamilie, in der sie sich engagiert. Aber nicht jede Hilfe ist willkommen.
Ursula Schröder hat einen Roman geschrieben, der sich zwar leicht und locker liest, aber auch ein wenig nachdenklich stimmt. Ich selbst lebe, wie Marie in einer heile Welt-Blase, in der man sich kaum Gedanken über die Schichten darüber oder darunter macht. Plötzlich damit konfrontiert, würde ich wahrscheinlich auch in Aktionismus verfallen, wie Marie - da muss man doch helfen! Aber nur weil etwas für einen selbst gut ist, muss das nicht für andere gelten.
Fazit: Stimmt ein bisschen nachdenklich in meiner heile Welt-Blase.