English professor Isobel Harding knew she’d meet opposition when she invited her aunt, Dr. Elizabeth Wilcox, to be the keynote speaker at Evangeline University’s literary conference, in Jacob’s Ladder, Nova Scotia. As the best-selling author of the controversial new book Analyzing Sylvia Plath , Dr. Wilcox has drawn the ire of the academic and literary communities, who condemn her work—and its radical views on Sylvia Plath’s life—as sensationalistic tabloid journalism. Even before the book’s popularity exploded, Dr. Wilcox attracted headlines when a drug addiction very publicly ended her psychiatry career. But when someone attempts to poison Dr. Wilcox at the conference’s welcoming reception, it’s clear that her critics go beyond a few disgruntled professors. Now, to protect her aunt, Isobel must dig into the lives of her friends, family, neighbors, and colleagues to determine who among them could be at the center of this deadly maze of intrigue, which grows more disturbing with every twist.
“Isobel stood for a moment, taking in the drab surroundings. God, the place was depressing. The walls were gray cinder block, and the only color was a row of tall cabinets, painted a dull green. Fluorescent lights made the room even more dismal. An odor of coffee and stale cigarette smoke hung in the air, making her slightly nauseous. The room was crammed with mismatched sofas and chairs. A baby´s playpen had been pushed into a corner, and on the floor beside it was an assortment of tattered books, dented toy cars, and dolls with limbs missing. Isobel felt sad, thinking of wives meeting their husbands here while their children played with broken toys.” Diese Beschreibung gibt Alice Walsh auf S. 139/140 vom Besucherzimmer in einem Gefängnis und es ist die authentischste und stimmungsvollste Passage in „Analyzing Sylvia Plath“. Gelungen sicherlich deshalb, weil die Autorin vor ihrer schriftstellerischen Karriere probation officer, also Bewährungshelferin, gewesen ist, wie uns der Verlag mitteilt. „Analyzing Sylvia Plath“ – es war mir natürlich schon beim Kauf dieses „Academic Mystery“ klar, dass hier ein großer Name im Titel auftaucht, um Leser zu gewinnen, ein nachvollziehbares Ansinnen auf dem Buchmarkt und nicht grundsätzlich zu verurteilen. Aber hier nun: Ein Krimi, der zwar an einer kleineren kanadischen Universität angesiedelt ist, ansonsten aber wenig Akademisches vorzuweisen hat. Angekurbelt wird die Handlung damit, dass eine Tante der Hauptfigur Isobel ihr Buch über Sylvia Plath vorstellt. Zu diesem Buch hat sich Alice Walsh keine weiteren Gedanken gemacht, außer dass es ein gewisses Skandalpotential haben sollte. Thematisch bezieht sich der Titel ansonsten nur sehr lose auf die Handlungselemente des Krimis; Ein Krimi, der sehr klassisch konzipiert ist: Es wird eine (Über)Fülle von Personen eingeführt, die ich mir zunächst längst nicht alle einprägen konnte, und deren Bedeutung für den weiteren Verlauf der Handlung unklar ist. Man erfährt von diesen Personen sehr wenig, und ganz offenkundig ging es der Autorin darum, einen gewissen Pool an möglichen Tatverdächtigen zu erzeugen. Zwar handelt es sich bei vielen um Akademiker, aber trotzdem sprechen sie alle dieselbe, einfache Sprache. Sie haben weder besondere individuelle Charakterzüge (einige unbedeutende Ausnahmen einmal beiseitegelassen) noch sprachliche Eigenheite (auch hier: eine Ausnahme). Was ich damit sagen will ist, dass sowohl Sylvia Plath als auch die universitäre Umgebung diesen Krimi nicht wirklich prägen und etwas Beliebiges haben. Alice Walsh gelingt es nach meinem Verständnis über lange Passagen des Romans nicht, eine spannende Atmosphäre aufzubauen. Aufgrund der Vielzahl der Personen, die sie auf den ersten Seiten einführt, habe ich teilweise immer wieder nachdenken müssen, um wen es gerade geht, zumal die Figuren kein ausgeprägtes Eigenleben haben. Sie sind, wie so oft in mittelmäßigen Krimis, nur dafür da, die Handlung voran zu treiben. Es gibt viel zu viele lose Enden in diesem Buch, ungeklärte Zusammenhänge und Personen, die ein paar Mal erwähnt werden und dann keine weitere Rolle spielen. So kommt es, dass das Buch zwar gar nicht so schlecht anfängt, aber sich trotz aller Kürze – 188 Seiten - ab der Hälfte zieht. Unnötige Brüche nehmen immer wieder Dampf vom Kessel. Mein Fazit ist, dass es sich um einen recht klassisch konzipierten Kriminalroman handelt, bei dem die Spannung sich aufgrund zahlreicher Schwächen im Aufbau des Romans in Grenzen hält. Von den handelnden Personen wird mir keine lange in Erinnerung bleiben und ich werde mich vermutlich noch das ein oder andere Mal ärgern, dass ich mich durch die Nennung des Namens Sylvia Plath so leichtfertig zum Kauf habe verlocken lassen.
Isobel has been asked to invite her aunt, Beth Wilcox, to speak at a conference being organised at the university where Isobel teaches creative writing. Beth has published a book which has become a bestseller entitled ‘Analysing Sylvia Plath’. Beth has had a somewhat chequered career which has included being down and out for a time. Her book takes a fresh look at Plath’s poetry in the light of events in her childhood and it has caused considerable debate in academic circles. Not everyone is overjoyed at her appearance at the university.
When a delegate is poisoned at the conference and it seems clear Beth was the intended victim things are starting to look dangerous. Isobel is sure she is being followed wherever she goes and is worried that her aunt is under threat. I enjoyed this well written mystery with its frightening denouement. Readers who are expecting it to be more about Sylvia Plath may be disappointed but I found the academic background, the characters and the plot itself engrossing reading.
I can recommend this book if you enjoy mysteries set in a university and with a literary flavour and with not too much on the page violence. In addition it is set in Canada which makes a change from the US or the UK.