Am 1. März habe ich mit den Buddenbrooks angefangen und seit gestern bin ich durch mit dem Buch. Ich hatte mir die 750 Seiten in 10 Häppchen mit rund 75 Seiten unterteilt und tatsächlich jeden Monat diese Seiten gelesen.
Ich bin zwar etwas schwer reingekommen, aber als ich den unterhaltsamen Soap-Charakter der Geschichte mal kapiert hatte, ging's echt problemlos.
Für mich war es auch das richtige System...mir das in so eine Art Pflichtkapitel einzuteilen und so ein bisschen ein Arbeitsbuch draus zu machen.
Nach über 40 Jahren habe ich die Buddenbrooks nochmals gelesen, und bin nach wie vor begeistert von der sprachlichen Virtuosität, der inhaltlichen Überzeugungskraft und den ironischen Brechungen dieses großartigen Romans. Demnächst geht es auf den Zauberberg.
Kann einem ein Buch gefallen, bei dem man keine der Personen, die im Buch vorkommen, wirklich sympathisch findet?
Denn genau so ging es mit bei der Lektüre der Buddenbrooks. Ich wurde mit der Familie einfach nicht warm. Jeder Einzelne wirkte auf mich arrogant und kaltherzig. Das Wohl von Familie und Firma und der Eindruck, den man auf seine Umgebung macht, stehen über dem Glück des Einzelnen.
Habe ich bei Tonis erster Heirat noch Mitleid mit dem jungen Mädchen gehabt, hat sich das schon während ihrer Ehe schnell geändert. Wichtig ist ihr nur die eigene Person. Da sie unglücklich ist, scheint sie auch keinem anderen mehr sein Glück zu gönnen und freut sich geradezu, wenn sie einen Makel entdecken kann.
Trotzdem hat mich die Geschichte gefesselt. Thomas Mann beschreibt das Leben der Familie und die Zeit in der die Geschichte spielt, sehr detailliert. Trotzdem wird sie nicht langweilig, die vielen Details sind manchmal eher amüsant. Wenn mir doch nur die Familie wenigstens ein bisschen sympathisch gewesen wäre.
C'est un classique à juste titre ! Ce roman est passionnant à lire, avec des personnages particulièrement crédibles et attachants malgré (ou à cause de ? ) leurs failles, et avec une prose magnifique. Le contexte historique du milieu du XIXe siècle est présent mais sans jamais prendre le pas sur l'histoire de la famille. Le jeu sur les accents et les dialectes, avec ce qu'ils indiquent de la situation sociale de chacun, est intelligent et subtil. De nombreuses scènes très détaillées et immersives. J'ai vécu le dîner de célébration, le baptême, la fête de Noël, la journée de collège, les vacances à la mer, comme si j'y avais été avec eux. Le livre aborde de nombreuses thématiques : l'incommunicabilité entre les 2 frères, la situation des femmes dans la bourgeoisie protestante du XIXe siècle, la passion de la musique, la tension entre les aspirations personnelles de chacun et les intérêts de la famille... Quand je pense que Mann l'a écrit à 25 ans, c'est vertigineux. Je suis très impatiente de découvrir le reste de son œuvre.
A masterpiece, however its value is more historical to me . It illustrates the life and the value system of the northern German 19th century bourgeoisie. What it does not do (and that’s what other works of Thomas Mann do very well) is tell you lessons about life. So if you want a book that gives you deep new insights, take Magic Mountain. If you want a great and beautiful description of the upper class in the 19th century, take Buddenbrooks.
Mit 25 konnte ich nichts mit Thomas Mann anfangen, heute lese ich ihn mit Begeisterung.
Leider bin eine gierige Schnellleserin, ich werde es nochmals häppchenweise als Hörbuch genießen.
Die Charaktere sind alle nicht sonderlich sympathisch, aber großartig beschrieben.
Meine Lieblingsfigur ist Tony Buddenbrook. Allein Tony hat das Zeug zu einer tollen Serienheldin. Ich hoffe, es gelingt irgendwann mal endlich eine brauchbare Verfilmung.