This book examines what happened to the cities of the Roman world in the years when the Roman Empire disintegrated. It traces the end of classical political culture, the impact of Christianization, and a progressive simplification of life styles in the lands, both East and West, that had been the Roman Empire.
Wolf Liebeschuetz (vollständiger Name John Hugo Wolfgang Gideon Liebeschuetz, * 22. Juni 1927 in Hamburg) ist ein britischer Althistoriker deutscher Herkunft.
Wolf Liebeschuetz wurde am 22. Juni 1927 in Hamburg als erstes Kind des Historikers Hans Liebeschütz und der Ärztin Rahel Liebeschütz-Plaut geboren. Sein Vater unterrichtete an diversen Schulen und hatte eine außerordentliche Professur an der Universität Hamburg inne, bis er 1934 aufgrund seiner jüdischen Abstammung entlassen wurde. Trotz der zunehmenden Feindseligkeit gegen die Juden in Nazi-Deutschland blieb die Familie in Hamburg. Erst nachdem Hans Liebeschütz zweimal von der Gestapo festgenommen und schließlich vier Wochen lang im Konzentrationslager Sachsenhausen festgehalten worden war, entschloss sich die Familie zur Auswanderung nach England. Wolf Liebeschuetz wurde gemeinsam mit seinen Geschwistern Hugo (* 1929) und Elisabeth (* 1932) vorausgeschickt und erreichte England am 14. Dezember 1938.
1945 erlangte Liebeschuetz die allgemeine Hochschulreife (Higher School Certificate) an der Whitgift School in Croydon. Eigentlich hatte er ein Medizinstudium angestrebt, doch nach seinem Wehrdienst, den er in Ägypten absolvierte, entschied er sich 1946 für das Studium der Alten Geschichte und Mittelalterlichen Geschichte am University College in London. 1951 machte er seinen Abschluss und erwarb im Folgejahr das Postgraduate Certificate in Education am Westminster College London. Danach kehrte er als Ph.D.-Student an das University College zurück. Sein Betreuer war Arnaldo Momigliano.
Zwischen 1958 und 1963 arbeitete Liebeschuetz als Lehrer. 1963 erhielt er eine Anstellung als wissenschaftlicher Assistent an der University of Leicester. 1979 folgte eine Professur am Institut für Classical and Archaeological Studies an der University of Nottingham; gleichzeitig wurde er mit der Leitung des Instituts beauftragt. 1992 wurde Liebeschuetz emeritiert und noch im selben Jahr Mitglied der British Academy.
Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der römischen Religion der Kaiserzeit und Spätantike und dem Wandel der antiken zur mittelalterlichen Lebenswelt.