Es waren immer nur wenige Menschen, die bereit und fähig waren, Ideen zu überdenken und sie ohne Rücksicht auf persönliche Nachteile auszusprechen.
Prof. Dr. Hans-Hermann Hoppe ist einer der bedeutendsten Sozialwissenschaftler der Gegenwart und widmet sich in diesem Buch der Demokratie. Nach seiner Analyse vermeidet und löst nicht etwa die Demokratie gesellschaftliche Konflikte, sie ist vielmehr selbst Quelle andauernder und sich verschärfender Missstände. Sozialstaaten werden wie der Sozialismus zum Scheitern verurteilt sein.
Als Alternative bietet Hoppe die Privatrechtsgesellschaft an. Ein System, das auf Selbstbestimmung und Freiwilligkeit beruht, in dem Konflikte neutral gelöst werden und das andauernden Wohlstand schafft.
Das Modell der Privatrechtsgesellschaft ist keine Utopie. Es ist realistisch, streng durchdacht und geradezu selbstverständlich.
Das Buch ist als Einstieg in die Analysen und Ideen von Hans-Hermann Hoppe gedacht und setzt sich aus diversen Aufsätzen sowie einem Interview mit ihm zusammen.
Grundsätzlich ja aber die ersten 40 Seiten sind an der Grenze zu Polemik, Provokation und in Richtung Hetze. Man versucht es förmlich einem unter die Nase zu reiben und dabei ist die Argumentation so banal und irrational, damit schreckt man beginnende Ancaps oder Libertarianer ab und gibt den restlichen sozialen, linken etc. ein Grund mehr die Privatgesellschaft zu verteufeln.
Ungefähr ab der 40en Seite wird es zu nehmend rational und spürbar "leise" so als ob man ein Vortrag hört und nicht angebrüllt wird. Ab diesem Punkt werden Aussagen ausführlicher durch den praxeologischen Ansatz.
Zusammenfassungen der Beiträge in Form eines halb Interviews können meiner Meinung nach sehr unterschiedlich interpretiert werden da hier die Dynamik der Antworten und der Ausführungen beschränkt ist, daher lieber richtige Interviews lesen/hören oder original Beiträge lesen.
"Eine steuerfinanzierte Agentur, die beansprucht Leben und Eigentum zu schützen, ist freilich ein Widerspruch in sich: ein enteignender Eigentumsschützer." H.H.H. In lockeren zwei Stunden lässt sich dieses Büchlein lesen. Und diese haben es in sich. Absolute Leseempfehlung!