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Drüberleben: Depressionen sind doch kein Grund, traurig zu sein

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Depressionen sind doch kein Grund, traurig zu sein!

Ida steht zum wiederholten Mal in ihrem Leben vor der Tür einer psychiatrischen Klinik, mit einem Zettel, auf dem ihr Name und der Grund für ihren Aufenthalt genannt sind. F 32.2. Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome. »Drüberleben« erzählt von den Tagen nach diesem Tag, von den Nächten, in denen die Monster im Kopf und unter dem Bett wüten, den Momenten, in denen jeder Gedanke ein neuer Einschlag im Krisengebiet ist. Es erzählt von Gruppen, die merkwürdige Namen tragen, von Kaffee in ungesund großen Mengen, von Rückschlägen und kleinen Fortschritten, von Mitpatienten und von Therapeuten. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die sich zehn Wochen in eine Klinik begibt und dort lernt zu kämpfen. Gegen die Angst und gegen das Tiefdruckgebiet im Kopf.

318 pages, Hardcover

First published September 1, 2012

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303 people want to read

About the author

Kathrin Weßling

11 books249 followers

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Community Reviews

5 stars
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2 stars
36 (9%)
1 star
9 (2%)
Displaying 1 - 27 of 27 reviews
Profile Image for Svenja.
1,057 reviews65 followers
September 26, 2016
Das Buch ist mir zu 08/15 und insgesamt langweilig.
Gefühlt hätte ich das auch schreiben können, obwohl ich keine Depressionen habe.

Ich hatte mir einen tieferen Einblick zu der Krankheit gewünscht und vielleicht auch, dass ich (noch) mehr Verständnis für depressive Menschen aufbauen kann. Ich war aber von den Patienten einfach nur noch genervt und hatte diesen "Ach komm, das redet ihr euch doch nur ein"-Gedanken und genau das sollte bei dieser Krankheit nicht sein.
Profile Image for Steffi.
101 reviews2 followers
Read
March 24, 2019
4.5⭐️
Ida, 24, steht vor einer Psychiatrie. Es ist nicht das erste Mal. Diagnose: Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome. „Drüberleben“ handelt von ihrem Aufenthalt dort, von Tagen gefüllt mit Therapie- und Gruppenstunden und von schlaflosen Nächten.

Durch den Roman bekommt man einen authentischen Einblick, was es bedeutet depressiv zu sein: Wie schwierig es ist, wieder festen Boden unter die Füßen zu bekommen, selbstwenn die Lösung doch so einfach erscheint.

Auch wenn ich noch keinen Aufenthalt in einer psychiatrischen Einrichtung hinter mir habe, kam mir alles wegen meiner eigenen Krankheitsgeschichte allzu bekannt vor: Wie unglaublich schwer es ist, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen.

Das Buch hat mich sehr berührt, aufgewühlt und wird mich so schnell nicht loslassen.
Profile Image for Sarah.
240 reviews5 followers
October 4, 2012
"Drüberleben" ist der Debütroman der deutschen Autorin Kathrin Weißling, der bei ernsthafter Thematik mit sprachlicher Schlagfertigkeit und unerwarteter Lockerheit überrascht und mich damit vollständig überzeugt hat.

Für den ersten Eindruck aber erst einmal ein paar Worte zum Inhalt: Obwohl sie erst Anfang 20 ist, kann Ida bereits auf eine jahrelange Therapie zurückblicken. Sie leidet unter Depressionen, die sie antriebslos machen und sie dazu bringen, sich zu isolieren. Nicht zum ersten Mal hat Ida einen Punkt erreicht, an dem die ambulante Psychotherapie sie nicht mehr weiterbringt und sie entscheidet sich, für einige Wochen in eine Klinik zu gehen. Dort versucht sie einen Weg zu finden, das Monster in ihrem Kopf zu besiegen...

Die Thematik des Buches - Depressionen, Angstzustände, Isolation - ist in der heutigen Zeit wahrscheinlich aktueller als jemals zuvor, da psychische Krankheiten zunehmend stärker akzeptiert und ernstgenommen werden. "Drüberleben" ist für mich zum Beispiel nach "Acht Wochen verrückt" auch nicht das erste Buch, das sich mit einem Klinikaufenthalt dieser Art beschäftigt, entpuppte sich aber dennoch schon auf den ersten Seiten als einzigartig und überaus lesenswert; ein Eindruck, der bei mir vor allem durch den Schreibstil entstand.

Denn auch ohne vorher gelesen zu haben, dass die Autorin sich in der Vergangenheit bereits erfolgreich in Poetry-Slams versucht hatte, konnte ich Parallelen zu dem Stil solcher Veranstaltungen schnell feststellen. Die Sprache in "Drüberleben" ist temporeich, gekennzeichnet durch kurze, abgehackte Sätze und lange Aufzählungen mit wiederkehrenden Satzmustern gleichermaßen. Dadurch liest sich dieser Roman häufig sehr rhythmisch, was bei mir gleichzeitig auch eine gewisse Anspannung und eine sehr greifbare, intensive Atmosphäre erzeugte. Nicht alle Passagen in "Drüberleben" sind sprachlich derart auffällig gestaltet, sondern wechseln mit ruhigeren Abschnitten, die sowohl beim Leser als auch bei der Ich-Erzählerin Ida für Entspannung sorgen.

Überhaupt spiegelt die Sprache die Gefühlslage der Protagonistin sehr gut wieder. Redet sich Ida in Rage, wird auch der Schreibstil temporeicher. Ida selbst ist in meinen Augen auch neben der sprachlichen Gestaltung des Romans ein sehr überzeugender Charakter, der sowohl die bedrückenden Erlebnisse seiner depressiven Vergangenheit glaubwürdig repräsentiert, als auch durch eine wortgewandte Schlagfertigkeit und viel Phantasie besticht. Sie ist nicht immer sympathisch, aber ihre charakterliche Entwicklung ist gut nachvollziehbar. Obwohl sie mit Schwierigkeiten in die Therapie geht, es ihr schwerfällt, sich selbst in der nüchternen Diagnose zu finden und ihre eigenen Empfindungen in Worte zu fassen, um sie vor anderen offenzulegen, sorgt der Charakter der Ida durch Sarkasmus und viel Selbstironie auch für eine angenehme Auflockerung der ansonsten von der ernsthaften Thematik und der emotionalen Gleichgültigkeit der Ich-Erzählerin dominierten Atmosphäre dieses Buches.

Zu einer gewissen Lockerung tragen auch die interessanten Nebencharaktere bei, die facettenreich gestaltet wurden und von teilweise witzreichen, teilweise sehr bewegenden Hintergrundgeschichten begleitet werden. Der Handlungsverlauf bietet zudem einige Überraschungen, sodass diese in drei große Abschnitte ("Fallen", "Liegen", "Steigen") unterteilte Geschichte immer abwechslungsreich bliebt und keinen Längen enthielt.

Fazit: Ein sprachlich herausstechendes Debüt, inhaltlich interessant mit ernster Thematik, aber auch nicht ohne Humor. Sehr lesenswert. 5 Sterne.
Profile Image for Chris.
33 reviews
October 7, 2012
Ich bin jemand, der nicht gut im viel über etwas reden oder schreiben ist, weil ich immer denke, auf das wesentliche kommt es an! Bei diesem Buch jedoch kann ich auch nicht viel schreiben, weil ich finde, man wird dem Buch so oder so nicht gerecht! Dieses Buch muss man selbst erleben!
Selten hat mich ein Buch so aufgewühlt. Ich war wütend, ich habe geschmunzelt und ich habe geweint! Selten bin ich so fasziniert gewesen von einem Schreibstil, der dazu geführt hat, dass ich manche Sätze mehrmals gelesen haben, um möglichst viel von dieser Kraft in mich aufzusaugen. Selten habe ich soviel mit einer Protagonistin mitgefühlt und mitgelitten. Selten sind solche Bücher und selten die Menschen, die so ein intensives Buch schreiben können. Man kann dieses Buch nicht mit den normalen Floskeln beschreiben und bewerten! Ich habe dieses Buch regelrecht gelebt und erlebt...ein Beweis sind die für mich ungewohnten zahlreichen Markierungen!
Ein Buch, dass bei mir noch sehr lange nachwirken wird...
Profile Image for Miss.lilly.
322 reviews14 followers
March 31, 2016
Leider kann ich nicht mehr als drei Sterne geben. Mir erschien es zu gewollt, diese hyper reflektierten Gedanken, die sich Ida da angeblich macht. Dabei dreht sich alles 300 Seiten im Kreis, viele kluge, schöne Sätze, aber kein Zusammenhang und für mich kein sinnvoller, nachvollziehbarer Wandel.
Schade.
Profile Image for Dani Brösel.
61 reviews16 followers
March 17, 2013
Unglaublich nah, wahr und zugleich erschreckend. Kaum in Worte zu fassen, wie sehr es mich berührt und mitgezogen hat.
Profile Image for Claudi.
33 reviews23 followers
April 3, 2016
Ich musste es nach 175 Seiten abbrechen. Der Anfang war gut aber Irgendwann nervte der Schreibstil und es wiederholte sich alles. Nicht mein Buch auch wenn die Thematik nicht ohne ist.
Profile Image for Dazessin.
35 reviews32 followers
September 22, 2014
"Kein Mensch kann Wunden flicken, die ihm selbst nicht gehören, die unsichtbar verborgen zwischen einem Lächeln und hysrerischem Schreien am Telefon nachts um vier liegen. Kein Mensch kann tragen, was ich noch gar nicht abgelegt, was ich noch gar nicht verstanden und überwunden habe. Kein Mensch kann mir die Hand halten, die mir die Kehle und de Verstand zudrückt, und kein Mensch kann Tränen trocknen, die aus einer Zeit stammen, in der es ihn noch gar nicht im eigenen Leben gab." (S.194)

drüberlesen hat mich in einer schwierigen phase begleitet und es hat mir so etwas wie mut gemacht. ich habe die protagonistin ida in einem völlig desolaten zustand kennengelernt, in dem sie völlig überfordert war mit sich und dem leben an sich. sie steht kurz vor einer stationären aufnahme in eine psychiatrische klinik, in der sie ihre schwere depressive phase überstehen soll. ich habe ida also in die psychiartie begleitet und mitgefühlt und mich auch über sie aufgeregt und ich war genervt von ihr. weil es zeit brauchte bis sie sich einlassen konnte auf die dinge, die unterträglich geworden sind und über die sie nur schwer reden kann, weil worte zu oft fehlen, die das unsagbare sagbar machen könnten. die die angst, die ver_zweiflungen, die riesentonne traurigkeit und wut nachfühlbar machen könnten. ganz lange ist ida also trotzig und hilflos. aber irgendwann kann sie zulassen sich einzulassen auf sich selbst, die verletzungen und den schmerz. nach und nach erfahre ich mehr über die komplizierte freundschaft zu ihrer besten freundin julia, die sich umgebracht hat, über die schmerzhafte schulzeit und die ätzenden verletzenden mitschüler_innen, die sich nicht vorstellen können, wie sie eine verfolgen können bis in die mitzwanziger jahre. und ida stellt sich ihren ängsten und ihrem depressionsmonster und begreit,dass sie handlungsfähig sein kann, wenn sie bereit ist, verantwortung zu übernehmen für sich und ihr leben, das immer wieder anstrengend sein wird und nicht immer ponyhof sein kann. es klingt so simpel,aber es ist ein so harter weg hin zum verstehen: du musst nicht (immer) erschlagen werden von den unerträglichkeiten, die in dir wüten, du musst nicht (immer) in einer starre verharren: du kannst lernen, dich zu bewegen und ein bisschen mehr zu leben und veränderung erfahren.




250 reviews2 followers
December 11, 2016
Wenn eine Poetry Slammerin ein Buch schreibt, dann trotzt es nur vor Wortspielereien, vor Metaphern, aneinandergereihten großen Bildern, die die Situation beschreiben, inneren Monologen, die die emotionalen abstrakten Vorgänge in diverse greifbare Szenen setzen, Umschreibungen wählen, Paraphrasen, abholender Prosa, die man sich vorgelesen am besten vorstellen kann.
Was fehlt: Gute Dialoge. Die Monologe oft grandios und ausgefüllt mit Intellekt, Introversion, ausführlicher Bearbeitung, die mühelos erscheint.
Dialoge hingegen: Ich: "Ich finde den Dialog gerade platt." - K.W.:"Platt findest du ihn? Aber ich gebe mir doch solche Mühe, ihn leicht aussehen zu lassen." - "Warum reden dann alle beschriebenen Charaktere hölzern und auf die gleiche Art und Weise?" - "Weil ich mich offensichtlich nicht gut genug in die anderen fiktiven Personen dieses Buches hineinversetzen kann."
Und was ich gar nicht mag: Innerhalb von Dialogen Situationen und Vorgeschichten zu erklären à la "Wie geht es eigentlich XY, deinem Bruder, den du damals so lieb hattest, der aber dann dies und jenes an diesem Tag unternommen hat?" ...

Zu der Thematik:
Zu viele negativ behaftete Klischees und zu viel Arroganz. Arroganz den Psychiatern und psychiatrischen Pflegern gegenüber. Arroganz den Mitpatienten gegenüber, als wären deren Leiden eher lächerlich. Arroganz den Eltern gegenüber, die "ja gar nicht die Leidenden sind".
Schade, dass die Kurve irgendwie erzählerisch nicht gekriegt wurde. Am Anfang gefiel es mir gut, der Start in der Psychiatrie mal aus Sicht eines Patienten zu erleben. Im Verlauf wurde die Erzählung allerdings leider nicht dem Krankheitsbild und der Entwicklung, den eben wohl viele Patienten bei stationären Aufenthalten durchmachen, gerecht.


Meine Alternativ-Empfehlung: "Morgen ist auch noch ein Tag" von Tobi Katze. Das macht mehr her, ist besser geschrieben und zeigt eher einen roten Faden.
Profile Image for Jojo.
80 reviews12 followers
August 31, 2014
Schon lange hat mich ein Buch nicht mehr so mitgenommen. Ich weiß auch jetzt noch immer nicht, was ich hier genau schreiben soll. Ich kann euch erzählen, dass ich gelacht, geweint und mich über Ida aufgeregt habe, weil sie so ekelig sein kann. Ich kann euch sagen, dass mir der Schreibstil unglaublich gut gefallen hat. Ich kann auch sagen, dass ich das Buch an manchen Tagen nach zwei Absätzen aus der Hand legen musste und dann tagelang nicht weiterlesen konnte, weil es mich so aufgewühlt und mitgenommen hat.
Und dann kann ich nichts mehr sagen, weil ich nicht weiß, wie ich meine Eindrücke in angemessene Worte verpacken soll. Deshalb sag ich jetzt nichts mehr und möchte es euch stumm ans Herz legen.
Profile Image for Doreen.
167 reviews5 followers
July 21, 2019
Nicht mein Buch - Wörter aneinander gereiht die als ganzer Satz keinen Sinn haben. Fragen ohne Antworten, die sich immer wiederholen, wenn auch leicht abgewandelt.

Der Schreibstil war anfangs noch erträglich, nervte mich aber zunehmend, sodass ich bestimmte Sätze/Stellen/Seiten nur noch überflog. Die Personen erfüllten zudem noch alle sämtlichen Klischees. Meiner Meinung nach wird das Buch dem Thema Depressionen nicht gerecht. Es gibt definitv bessere Bücher zum Thema!
Profile Image for Sarah.
160 reviews13 followers
October 24, 2025
2,5 Sterne

"Ich bin ein menschlicher Verkehrsunfall. Irgendwann bin ich einfach stehen geblieben, und dann sind Erlebnisse wie Lkws in mich hineingefahren. Man kann sich vorstellen, dass das zu großen Problemen führt. Wenn man nicht ausweicht, geht das einfach immer weiter. Der Unfall wird immer größer, immer unübersichtlicher, und irgendwann stehst du auf der Gegenfahrbahn und fragst dich, was eigentlich zum Teufel gerade passiert ist."

"n der Dunkelheit wirkt sich Stille wie ein Verstärker aus. Anstelle der Synapsen zwischen die Nervenzellen angeschlossen, potenziert er alle Sinneseindrücke beinahe um ihr Quadrat. Ähnlich verhält es sich mit den Gedanken, die in der Dunkelheit von einem weißen Rauschen zu klaren Frequenzen aus Bildern und Tönen werden. Sich in die Dunkelheit zu flüchten, ist nur eine Option des Äußeren, nur eine Versteckmöglichkeit des Körpers in seiner Umwelt. Alles Innere tritt erst in der Dunkelheit hervor, in der Stille, in der Einsamkeit einer Nacht, die wie diese ist."

"Ein leichtes Zittern meines Mundes verrät, dass es Zeit ist. Dass es jetzt endlich Zeit ist, die alten Tränen zu weinen, sie abzuwischen, sie abzuspülen in die Kanalisation der Stadt, in die sie hineingehören wie all die schmutzigen Tage und Nächte der letzten Jahre."

"Nächte im Park mit Rotwein und Kerzen und kindischem Gelächter. Händchenhalten im Bus. Das erste Tattoo. Das erste Mal feuchte Lippen auf warmen Fingerkuppen. Das Gras an den Füßen, den Kopf auf der Decke. Die Romantik in Filmen nachspielen und deshalb nachts in den See springen. Erst hinterher zugeben, dass man nicht schwimmen kann. Das Leben im Konjunktiv, die Gedanken im Perfekt. Hoffen. Geburtstag haben. Das Gefühl danach. Das Autoradio laut aufdrehen und an der Zigarette ziehen. Weil das so schön im Fernsehen aussieht. Sich die Füße und das Herz verbrennen. Sich die Finger danach an den Eiswürfeln im Gin kühlen. Reden. Flüstern. Tanzen. Tränen wegküssen, weil sich das so schön anfühlt. Zusammen duschen. In der Badewanne liegen und sich Geschichten erzählen lassen. Der erste Orgasmus, das erste Mixtape. Das zweite Mixtape. Der erste Liebeskummer. Und das Drama-Pflaster Alkohol. Eine neue Nummer einspeichern, die Gutes verspricht. Von der Liebe sprechen, als hätte man sie schon einmal getroffen. Sich auflehnen. Sich gehenlassen. Demonstrieren. Glauben. Pommes rotweiß nachts um drei. Du kannst immer anrufen. Sich wichtigmachen. Ein neues Buch aufschlagen. Ein neues Kapitel, kein neuer Anfang. Anfangen aufzuhören und aufhören anzufangen. Sich erschrecken. Sich tarnen. Sich schützen. Den Brief abschicken. Nicht einknicken. Sagen, dass man sich liebt. Hoffen, dass das stimmt. Eine Liste machen. Sich aufgeben, sich verlieren, sich zum Teufel nicht wiederfinden. Das ziemlich gut finden."

"Ich habe gelernt, über meine Gefühle zu sprechen. Ich habe gelernt zu sagen, wann mir etwas nicht gefällt. Immer in Ich-Aussagen, nie in Du-Vorwürfen. Ich habe gelernt, dass ich gewaltfrei kommunizieren soll, dass ich mich selbst so lange reflektiere, bis ich auch den letzten Rest Verstand verloren habe. Ich denke erst, bevor ich handle. Ich rede erst, bevor ich saufe. Ich versuche erst, bevor ich scheitere. Ich scheitere nicht, ich lerne bloß. Ich bin wertvoll, ich bin gut, ich bin so verdammt wichtig für diesen Planeten. Ich habe einen Wert. Und Selbstwert. Und Selbstvertrauen. Und Würde. Ich glaube an mich. Ich rette mich. Ich brauche keinen, der mich rettet. Ich rede über Gefühle, ich intellektualisiere nicht alles. Ich rede über Gefühle, nicht über meine Meinung. Ich rede über Gefühle. Ich rede über Gefühle. Ich bin nicht Ida, ich bin die Gefühle, die ich habe. Ich sage allen, wie es mir gerade geht."
Profile Image for Marilena.
27 reviews12 followers
March 30, 2016
Kathrin Weßling schreibt ein Buch. Mehr brauchte ich nicht zu wissen, denn ich kannte Kathrin. Mehrere Jahre hat mich ihr Blog "Drüberleben" begleitet, den sie 2010 startete. Dort schrieb sie von ihrem Alltag, ihrem Leben mit Depressionen, Angst und anderen Komorbiditäten. Ich war zu dieser Zeit selbst schwer gezeichnet vom Leben und ihre Blogbeiträge sprach mir oft aus der Seele. Leider gibt es "Drüberleben" heute nicht mehr, aber Kathrins Art zu schreiben ist nach wie vor auf ihrer Homepage zu bewundern. Sie ist geprägt von Poetry Slam und von Poesie und jeder Satz ist ein eigenes kleines Kunstwerk.

In diesem Roman, der keine Biographie, aber doch so viel Kathrin ist (oder war) schreibt sie also von Ida. Ida, die mal wieder in eine psychatrische Klinik muss und versucht sich irgendwie durch den Alltag dort zu kämpfen. Normalerweise meide ich Bücher in denen Psychatrien beschrieben werden, weil sie oft als die gruseligsten Orte der Welt beschrieben werden, von Menschen, die nie eine solche aus der Nähe gesehen haben. In "Drüberleben" erlebt man den Klinikalltag wie er ist, mit all seinen Absurditäten und Kämpfen und Rechten und Pflichten.

Ida selbst ist vor allem eines: Wütend. Immer. Sie ist wütend auf die Welt, auf ihre zugemüllte Wohnung, auf die Zigaretten und den Alkohol und die wechselnden Typen in ihrem Bett. Aber vor allem auf sich selbst und auf diese Krankheit, die ihr ihr eigenes Leben so zur Hölle macht. Diese Krankheit, die ihr Leben mit einem Stigma behaftet, das in unserer Gesellschaft seinesgleichen sucht.
F 32.2, frei nach dem ICD-10, das ist Ida. Aber Ida will nicht F32.2 sein. Ida will wieder Ida sein - ohne Buchstaben und Ziffern - und die zehn Wochen in der Psychatrie helfen ihr dabei. Sie ist danach nicht plötzlich und auf wundersame Weise wieder gesund, aber sie tut einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung.

Während man mit Ida den Klinikalltag durchlebt, gibt es auch immer wieder Rückblenden in ihre Vergangenheit und vor allem Einblicke in ihre oft verqueren Gedanken. Ihre Gedanken sind mal zu viel und mal zu wenig, mal voller Monster und mal ganz sanft. Kathrin Wessling nimmt den Leser mit auf eine Reise in eine Welt, die so authentisch ist, dass es schmerzt.

"Drüberleben" ist das erste und einzige Buch, das ich je vor seiner Erscheinung vorbestellt habe, um es sofort nach Erscheinung in den Händen halten zu können. "Drüberleben" ist jede seiner Seiten wert, es spricht mir, und sicher vielen anderen, aus den Tiefen der Seele. Ich würde trotzdem so weit gehen und allen, die sich nicht vollständig stabil fühlen, davon abraten es zu lesen. "Drüberleben" ist aus dem Leben gegriffen, das spürt man. Für den ein oder anderen mag das zu viel sein. Ich kann Kathrin Wessling für dieses Buch und für ihren damaligen Blog nur danken.
Profile Image for David.
68 reviews18 followers
October 6, 2012

Neben meinen Lieblingssgenre lese ich auch ab und zu gerne mal einen Roman. So bin ich eines Tages über DRÜBERLEBEN gestolpert und sofort hat mich dieses Buch angesprochen, denn das Thema ist aktuell und geht jedem etwas an, ob betroffen oder nicht. Trotz totschweigen in unserer Gesellschaft gibt es immer wieder Menschen, die drüber schreiben. Sei es nun in Blogs oder wie in diesem Falle in einem Roman. Depressionen und Burnouts sind an der Tagesordnung und ich bin mir sicher, dass sie in unserer schnell lebenden, immer stressigeren Gesellschaft und besonders im Arbeitsleben in Zukunft explodieren werden. Wer nicht davon betroffen ist, kann sind froh schätzen und kennt aber sicherlich jemanden, dem es schlechter geht. Die Autorin dieses Buches macht Mut, sie erzählt anhand von Ida eine Leidensgeschichte, die so ergreifend wie schockierend zu gleich wirkt. So nahbar, so ernst und mit dennoch einiges an Witz wird dem Leser hier vor Augen geführt, wie es im Kopf eines depressiven Menschens zugeht. Dabei ist es authentisch und real, es ist greifbar und dennoch so weit weg, wie eine fremde Welt. Idas Wochen in einer psychiatrischen Klinik vergehen wie ein Wimperschlag, dennoch passieren so viele Dinge, wo es nach der Lektüre gilt drüber nachzudenken. Diesen Roman kann man nicht „einfach mal so“ lesen, man muss ihn fühlen, spüren und an sich heran lassen. Man begreift über die Seiten hinweg die Aussichtslosigkeit, denn die Sprache der Autorin ist einfach, aber mehrdeutig und vieles liest man zwischen den Zeilen. Man fühlt sich beim Lesen gesund, auch wenn man krank ist. Eigene Probleme werden auf einmal kleiner und am Ende sind sie fast gar nicht mehr existent, denn Idas Geschichte ist sehr ergreifend und nachvollziehbar, dass man total in ihr versinkt. So erging es mir, dass ich das Buch zwar schnell gelesen hatte, aber dennoch einiges an Zeit brauchte, um alles zu verstehen und zu verarbeiten. Die Worte, die die Autorin findet, sind sehr passend und eindrucksvoll. Es ist kein riesen großes, schweres Stück Literatur, nein, aber es überzeugt mit der Ehrlichkeit und Nähe, mit der Thematik und dem Umgang mit dem Ganzen. Gesellschaftskritisch aber auch kritisch mit sich selbst, durchlebt Ida eine Talfahrt der Gefühle. Mal geht es ihr besser, mal schlechter. So facettenreich die Erkrankung auch ist, genauso unterschiedlich sind die Menschen, die von ihr betroffen sind. Jeden kann es treffen, denn Menschsein bedeutet heutzutage fast nur noch zu überleben, in einer sich immer schneller drehenden Welt, auf der man sehr leicht den Boden unter den Füßen verlieren kann, hat man keinen Halt in seinem Leben. LESEN!




Profile Image for Miss Bookiverse.
2,242 reviews87 followers
August 28, 2018
2.5 Sterne

Weßling versteht es, Worte solange hin und her zu arrangieren bis sie eins zu eins nach ihrer Pfeife tanzen. Daraus ergeben sich nicht nur originelle Sprachbilder, sondern sie trifft auch das Gefühl der Depression immer wieder genau ins Herz:

“Ich zähle, weil ich nicht weiß, was ich denken soll. Was ich denken kann und was ich denken muss. Ich zähle, weil Zahlen so viel einfacher zu buchstabieren sind als Gefühle […].”
S. 66


Leider hat sie mich in ihren Gedankenmonologen auch manchmal verloren, denn wenn über mehrere Seiten hinweg wild durch den Gefühlsnebel philosophiert wird, verabschiedet sich meine Konzentration schnell mal. Was Weßling gar nicht gelingt, sind leider Dialoge: die meisten wirken furchtbar gestelzt und unecht.

Generell finde ich es schade, dass sich das Buch nie über die herrschenden Klischees erhebt. Depressionen sind eine sehr individuelle Erfahrung, bei jeder Person anders ausgeprägt, aber müssen die literarischen Depressiven wirklich immer alle von Alkohol, Drogen und anonymen Sex heimgesucht werden?

Und wo ich schon bei Klischees bin, kann ich auch gleich den restlichen Inhalt anpacken: sobald Ida in der Klinik angelangt, habe ich zunehmend das Interesse am Roman verloren. Ist einfach alles schon dagewesen: die seltsamen Mitpatient.innen, die ungewollten Therapiesitzungen (ich verstehe nicht, was diese Verteufelung von Therapeut.innen soll, Ida ist doch freiwillig in der Klinik, wieso nimmt sie diese Hilfe nicht dankend an?) und – für mich am schlimmsten – die Enthüllungen aus Idas Vergangenheit.

Ständig fragt sich Ida, wieso es ihr so schlecht geht, wo sie doch alles gehabt hat, und genau das ist ja oft der Punkt bei Depressionen, der manchmal gar keine eine, klare Antwort hat. Wieso müssen in Idas Fall dann plötzlich diese schockierenden Kindheitserfahrungen serviert werden? Als wenn krampfhaft doch ein Grund für ihre Gefühle benötigt wurde. Und dann dieses reißerische Ende: überdramatisiert und mit einem Spannungsaufbau, der vollkommen fehl am Platz ist, ich möchte sogar sagen geschmacklos.

Mir hätten Weßlings Worte tausend Mal mehr imponiert, wenn sie einen Einblick in ihre persönlichen Erfahrungen gewährt hätte, mehr autobiografisch, weniger fiktionalisiert und unnötig dramatisiert, denn zu beschreiben wie Depressionen sich anfühlen können, weiß sie allemal.
Profile Image for Vivien.
203 reviews12 followers
August 6, 2016
Sehr "moderner" Schreibstil, ich brauchte ein wenig um mich daran zu gewöhnen.

Mir persönlich gefiel es sehr gut. Aber ich denke schon, dass einem das Buch eher gefallen wird, wenn man im Freundeskreis oder in der Familie Depressionserkrankte hat oder man selbst betroffen ist. Das Buch ist zwar ein Roman, doch ich finde es geht auch stark Richtung Erfahrungsbericht.
Profile Image for michellebetweenbooks.
937 reviews3 followers
September 2, 2022
Ida Schaumann lebt ein Leben voller Mauern und Lügen. Nach einigen Ereignissen beschließt sie, in eine Klinik zu gehen, um Heilung zu finden. Ihre Therapien gestalten sich etwas schwer, da sie ihre Mauern viel zu hochgebaut hat. Jede Art von Beziehung, die sie in ihr Leben lässt, macht den Anschein zum Scheitern verurteilt zu sein. Ihre Freunde, Mitpatienten und die Therapeuten sind ihr eine große Hilfe, doch Ida allein ist diejenige, die sich aus dem Teufelskreis retten muss…

Viele von meinen Leser*innen wissen mittlerweile, dass ich mich viel mit Depressionen auseinandersetze, da ich selbst unter schweren Depressionen leide. Also habe ich beschlossen, mir einige Bücher zu dem Thema zu kaufen und mir somit ein Bild von diesen Geschichten zu machen. Jede Depression hat viele Ähnlichkeiten, doch trotz allem solltet ihr euch immer bewusst machen, dass jede Depression einzigartig ist und sich bei jedem anders zeigen kann.

,,Drüberleben‘‘ ist ein Buch, bei dem Kathrin Weßling darüber schreibt, ohne irgendwas ausschmücken zu müssen. Sie schreibt schonungslos ehrlich und beschönigt kein einziges Wort in diesem Buch. Ich bin der Meinung, dass dies für mich ein Buch über Depressionen ist, das ich wirklich jedem empfehlen kann. Denn hierbei kommt die Autorin sehr nah an die Realität und manchmal hatte ich das Gefühl, sie würde in diesem Buch meine Geschichte niederschreiben.

Da ich bis zu diesem Buch noch gar kein Buch von Kathrin Weßling gelesen habe, bin ich unvoreingenommen auf dieses Buch zugegangen. Der Schreibstil in diesem Buch ist absolut großartig – wie das Leben eben. Manchmal schreibt sie traurig, manchmal schreibt sie mutig, manchmal schreibt sie deprimiert und manchmal schreibt sie voller Hoffnung. All diese Dinge, die sie hier mit einbaut, sind absolut großartig und ich bewundere die Autorin sehr für diese Vielfältigkeit. Die Worte die Kathrin Weßling in diesem Buch verwendet hat, sind stark, nachhaltig und einprägsam. Und ganz so schnell, wird man dieses Buch nicht vergessen.

Besonders toll finde ich auch, dass das Buch in drei Teile aufgeteilt ist. Wir starten beim ,,Fallen‘‘, dann geht es weiter zum ,,Liegen‘‘ und zum Schluss gelangen wir zum ,,Steigen‘‘. Und all diese Dinge durchlebt Ida auch und wir können sie dabei begleiten. Ida wurde dadurch total authentisch und realistisch dargestellt und von daher handelt sich dieses Buch auch um das Leben. Es handelt davon, dass das Leben eben nicht gerade läuft, sondern Auf und Ab‘s immer dabei hat.

,,Drüberleben‘‘ ist eine Geschichte, die ich jedem empfehlen würde, der sich mit dem Thema Depressionen auseinandersetzen möchte. Dabei ist es ganz egal, ob es sich hierbei um Betroffene, Angehörige, Schüler, Lehrkräfte oder Therapeuten handelt. Aus diesem Buch kann man so viel mitnehmen und lernen. Wir lernen die Depression auf eine ganz grausame Art und Weise kennen und merken, dass diese Depression nicht mit einem ,,Mach doch mal mehr Sport!‘‘ geheilt ist. Danke an Kathrin Weßling, dass sie mit diesem Buch ein weiteres Tabuthema bricht und man somit wieder mehr über psychische Erkrankungen sprechen kann, vielen Dank!
Profile Image for Laura.
17 reviews
May 3, 2025
man könnte den inhalt des buches leider mit einem einzigen satz relativ treffend zusammenfassen: junge, wohlstandsverwahrloste frau erholt sich nie vom tod der kindheitsfreundin und gammelt deswegen ewig und drei tage in einer fragwürdig aufgebauten psychiatrie herum. während des lesens wartet man vergeblich auf interessante erkenntnisse über die mentalen abgründe der protagonistin, die jedoch ausbleiben. manche aspekte der depression waren durchaus berührend geschildert, es fehlt aber allgemein an tiefgang und vorallen: einem plot!
Profile Image for Arie.
4 reviews
April 14, 2020
Direkt im ersten Satz habe ich mich in Kathrin Weßlings Schreibe verliebt - ihre Art mit Sprache umzugehen ist schlicht wundervoll. Ungeschönt, roh und ehrlich beschreibt sie die Gefühlswelt, die Wahrnehmung und inneren Konflikte, die (nicht nur) Menschen mit Depressionen oder Angststörungen kennen und erleben. Ich habe mich auf jeder einzelnen Seite dieses Buches wiedergefunden - Kathrin Weßling hat ausgedrückt wofür ich lange keine Worte fand.
Profile Image for Caren Schmidt.
9 reviews
August 25, 2025
bin zwar immer noch kathrin weßling fangirl, aber die textpassagen in der psychiatrie zum teil einfach etwas zu laaaaanggezogen
3,5⭐️
Profile Image for Jose.
440 reviews19 followers
November 5, 2012
This book has some good qualities. It follows the experience of one Ida Trubman as she checks herself in a psychiatric clinic due to her inability to function as a normal human being. She has been diagnosed somewhat vaguely with depression.

The fist thing that will jump out at the reader in the U.S. is how marvelous the German health system is that would allow for eight or more weeks of therapy for depression at a clinic at apparently no cost. The author complains a lot about the wait and formalities but any American suffering with this condition would find the complaints ludicrous.

The character of Ida is quite unlikable. Her disease allows her to ignore normal social conventions while at the same time she expects , no, demands that these conventions be used with her. The mere suggestion that she uses her depression as a convenient excuse to be left alone sends her in such a fit one suspects the therapy might be working but not as the magic pill she seems to expect. In many ways, Ida being relatively young, it is hard to distinguish if what she has is true depression or a mere existential dissatisfaction.

Her language is rhythmic, she goes on rants and recites lists of the symptoms of her unease with the gusto of a slam poet. The description of symptoms, the avalanche of words with which she enjoys burying her doctors -once prodded- is probably one of the merits of the book, it seems realistic and many will find empathy with its detail. On the other hand, it feels that she is on a self-pity race to the bottom, trying to outdo everyone in the ward. She uses sarcasm and irony but she can't really handle when it's turned on her . She seems very uncomfortable not being considered unique or worthy of total dedication and likes to compare regular life with TV commercials and find real life lacking. Whether this is a real depression I'll leave to the experts.

There are a few twists in the plot that keep the interest going. This is no great piece of literature but it feels real enough even thought it describes a somewhat narrow and hopeless situation. I found the relationship of Ida with her parents hard to fathom. Again, the American reader will find it strange that the parents of Ida would put up with her dependency on them paired with her complete disregard and diminishing of their emotions.

So, do I recommend this book? I can't say I do. I appreciate someone talking about depression, a disease that is as serious as misunderstood and as multifaceted as the individuals that suffer under its thumb. I fear people reading it, especially young people, might confuse apathy or loneliness with depression and find Ida alluring enough to use her as a role model of sorts. But may be it's a good thing someone is talking.
Profile Image for Sarah.
506 reviews5 followers
February 5, 2016
So ganz kann ich mich den positiven Rezensionen nicht anschließen. Am Anfang fand ich das Buch brillant. Ich mag wie die Autorin mit Worten umgeht ... leider hat sie mich im Verlauf des Buches aber irgendwo vergessen. Das ist irgendwo in der Klinik passiert, ich habe keinen Zugang mehr gefunden zur Geschichte, zur Protagonistin. Zum Ende hin habe ich dann darüber nachgedacht, dass das vielleicht auch die normalen Gefühle sind wenn man das Buch liest, es ist wahrscheinlich einfach kein Buch das man zuschlägt und wo man sagt: "Boah, geiles Buch". Dafür geht es um eine zu ernste Sache, und die Krankheit lässt einen eigentlich zurück wie dieses Buch. Etwas verwirrt und nicht wirklich fähig alles in Worte zu fassen. Von daher ist es vielleicht doch ein gutes Buch, es fühlt sich nur nicht so an.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Enya.
814 reviews44 followers
April 10, 2015
großer re-read Bedarf. Hab schon wieder die Hälfte vergessen und frag mich ob mein Rating anders ausfallen würde wenn es nicht aus vager Erinnerung stammt (hab das Buch vor ca. anderthalb Jahren gelesen)
Profile Image for Nadine Wahl.
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April 14, 2017
Sprachlich insgesamt sehr schön, aber in manchen Teilen redundant (dass sich jemand vor jemandem aufbaut, kam z.B. sehr oft vor, aber auch bestimmte Formulierungen und Strukturen).

Man hätte sicherlich an der ein oder anderen Stelle die Sätze auch noch reduzieren und die Botschaft noch klarer rüber bringen können - aber das sagt sich als Leser immer leicht.

Die Dialoge und Beschreibungen der anderen fand ich teilweise auffallend gefärbt, ein bisschen so als wären all diese Leute ein Abbild der Ida.

Die philosophischen Ansätze und Idas innere Monologe fand ich sehr, sehr gelungen.

Alles in allem hat sich das Lesen gelohnt.
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