Kulinarische Höchstleistung ist das Einzige, was im Leben von Sternekoch David Klein eine Rolle spielt. Als gefeierter Shootingstar verblasst neben seinem Perfektionismus alles andere – auch das zunehmende Kriseln in seiner Beziehung, um die er sich ohnehin kaum bemüht. Und plötzlich hat David noch ein ganz anderes Problem: etwa einen Meter groß und sicher keiner der Sterne, die er normalerweise für erstrebenswert hält…
Aufgewachsen in einem sozialen Brennpunkt Hamburgs und von seiner Familie verachtet wegen seiner Homosexualität hat David es geschafft. Er ist Küchenchef in einem der besten Restaurants Hamburgs, hat sogar schon einen Stern erkocht und wohnt mittlerweile im Nobelviertel. Dass seine (offene) Beziehung mit Michael allerdings schon länger kriselt, verdrängt er ganz gerne. Als seine Schwester stirbt und ihn als einzigen lebenden Verwandten seiner fünfjährigen Nichte zurücklässt, kommt es endgültig zum Aus zwischen ihm und Michael.
Florian hingegen ist in einer liebevollen Familie aufgewachsen und lebt zusammen mit seinem älteren Partner Dirk und zwei Kaninchen in einer an und für sich glücklichen Beziehung. Nur schade, dass Dirk so oft und lange auf Geschäftsreise muß.
Ich muß sagen, dieses Buch hat mich positiv überrascht. Mittlerweile bin ich sehr vorsichtig und erwarte nicht mehr allzuviel von mir neuen deutschen Authoren. Das mag vorschnell sein, aber ich habe auch schon einige Griffe ins Klo hinter mir.
Zum einen hat mir gefallen, das Stella weder wie eine kleine Erwachsene noch wie ein Baby dargestellt wurde. Sie ist genau so wie eine Fünfjährige sein sollte. Auch hat sie niemanden die Show gestohlen und hat der Geschichte um David und Florian genug Platz gelassen.
Davids Unsicherheiten und Schwierigkeiten sich an die neue Situation zu gewöhnen fühlten sich richtig an. Auch wenn er ein/zwei Fehlerchen gemacht hat und oft etwas unbeholfen war, merkte man wie sehr er die Kleine mag und dass er sich alle Mühe gegeben hat ihr ein gutes zu Hause zu schaffen.
Florian, der öfters auf Stella aufpasst während David arbeitet, ist im Gegensatz zu David eher der Beziehungstyp und hat sehr damit zu kämpfen, dass er David anfangs so anziehend findet und später noch mehr als er eine Affäre mit David anfängt. Auch wenn ich kein großer Fan vom Fremdgehen bin, so hat die Authorin es doch hingekriegt, Florian nicht wie den letzten Arsch hinzustellen.
Ich hätte beiden öfters gerne mal auf den Hinterkopf gehauen, da sie anscheinend denken, dass der jeweils andere Gedanken lesen kann und ein paar vage Andeutungen genügen.
Normalerweise verleiten mich große romantische Gesten eher zum Augenrollen aber dieses Ende war...
Ich weiß nicht in wie weit es bekannt ist, aber ich bin eine gelernte Köchin. Gerade deswegen war ich unter andem auch so gespannt auf dieses Buch. Ich arbeite nicht in diesem Beruf und habe schon sehr lange keine Restaurantküche von innen gesehen, aber ich weiß noch sehr gut wie es ist in einer zu arbeiten. Oft wird die Arbeit zu "harmlos" dargestellt. (Um ehrlich zu sein kommt mir nur der Film Ratatouille in den Sinn, wenn ich einen Film nennen soll in dem die Hektik und der Stress realitätsgetreu dargestellt wird.)
Nicht hier! Die Authorin hat ihre Hausaufgaben gemacht!
Die Hektik, der Stress, die Atmosphäre und, ja, auch der raue Umgangston in einer Küche wurden hier sehr realistisch dargestellt. Darum wird aus sehr guten 4 Sternen für mich volle 5 Sterne!
Diesmal mochte ich David von Anfang an. Ich fand es eher witzig als unsympathisch, wie er seine Mitarbeiter anschnauzt und bis in die Haarspitzen gestresst ist. Dafür hat mir das Ende nicht mehr so gut gefallen. Zu viele Probleme, zu viel Eifersucht und zu viele Missverständnisse, die so einfach aus dem Weg geräumt werden könnten, wenn sie einfach mal miteinander reden würden. Außerdem war die Romanze gar nicht so langsam, wie ich sie aufgrund meiner Originalrezension erwartet hätte. Allerdings kriegt die Kühlschrank-Szene mich nach wie vor.
In Summe sind es nach wie vor vier Schreibfedern, wenn auch aus anderen Gründen als bislang.
Rezension: Mit dem Anfang des Buches hatte ich einige Probleme, weil Protagonist David wirklich ein Arschloch ist, um mal die Ausdrucksweise der Menschen zu nutzen, die öfter mit ihm zu tun haben. Er war einfach extrem unsympathisch. Da er die Hälfte der Handlung erzählt und auch noch im Prolog damit beginnt, war besonders der Einstieg schwierig. Das ändert sich dann im Laufe der Zeit aber zum Glück, da er durchaus auch seine sanfte Seite hat. Seine verschämten Zärtlichkeiten und die versteckten liebevollen Verhaltensweisen gegenüber der kleinen Stella beispielsweise haben mir sehr gefallen. Damit hat auch er ziemlich schnell mein Herz erobert.
Auch die Handlung hat mich positiv überrascht. Die Geschichte bedient schon einige Klischees, aber die Umsetzung ist nicht kitschig, sondern so trocken, dass es zum Teil gar nicht wirklich auffällt. Das liegt vor allem daran, dass die Autorin wunderbar recherchiert hat – oder zumindest den Eindruck erweckt. Ich kenne mich mit dem Kochen nicht aus, aber die Beschreibungen seiner Arbeit, die David liefert, lesen sich realistisch. Das gilt genauso für andere Aspekte wie beispielsweise Fragen des Sorge- und Adoptionsrechts. Die Geschichte liest sich authentisch, nicht geschönt und auch nicht zurecht gebogen, um alle glücklich und zufrieden zu stellen.
Noch besser hat mir die Liebesgeschichte gefallen, denn sie ist wirklich sehr, sehr langsam. Obwohl David und Florian vom ersten Moment an Gefallen aneinander finden, sind sie sich der Tatsache bewusst, dass sie beide in Beziehungen leben. Sie können die körperliche Anziehung nicht leugnen, halten sich nicht zuletzt wegen ihrer sehr unterschiedlichen Lebensvorstellungen zurück. Das schafft eine Menge Situationen, in denen es ordentlich knistert. Die Spannung zwischen ihnen, die deutlich zu spüren war, macht einen besonderen Reiz dieses Buches aus. Die Autorin hat sich sehr viel Zeit damit gelassen, diese Spannung zu lösen – so viel, dass ich beinahe schon ungeduldig geworden bin vor lauter Aufregung. Diese Geduld ist in dem Genre wirklich selten und hat mir sehr gut gefallen. Das war viel nervenaufreibender und kribbelnder als die folgenden Sexszenen.
Fazit: Mit dem Einstieg hatte ich ein wenig Probleme, weil David, der erste Erzähler, mir wirklich unsympathisch war. Sobald er die Küche verlassen hatte, ist er mir aber auch ans Herz gewachsen. Positiv überrascht war ich von der gut recherchierten Handlung. Alles liest sich authentisch und nicht gestellt. Es werden durchaus bekannte Elemente verarbeitet, aber ohne jeglichen Kitsch, sondern auf nüchterner, realistischer Ebene. Darüber hinaus ist die Liebesgeschichte sehr gelungen. Sie entwickelt sich langsam, es gibt viele Momente von knisternder Spannung und kribbelnder Aufregung. „Koch zum Frühstück“ ist ein wirklich tolles Buch und bekommt dafür vier Schreibfedern.
Chefkoch David Klein interessiert nur eins: Wie er auf schnellsten und besten Weg zum nächsten Stern für seine kulinarischen Leistungen kommt. Vom Drang nach perfekten Speisen getrieben, vernachlässigt er sein Privatleben vollends, bis er merkt, dass sogar er familiäre Verantwortung hat.
"Koch zum Frühstück" ist eine reizende Liebesgeschichte, die voll von herzhaften Speisen, amüsanten Episoden und familiärer Verantwortung ist. Angemerkt soll sein, dass es sich um einen Gay-Romance-Roman handelt, der gleichgeschlechtliche Liebe in den Mittelpunkt stellt. Wer dies nicht verträgt, sollte es von vornherein bleiben lassen.
David Stern ist mit Leib und Seele Koch. In seiner Küche treibt er das Personal mit Kochlöffel und Fluchen an. Der Sternekoch gilt als cholerischer Perfektionist, den man lieber nicht im Weg steht.
Gar so auf die Karriere fixiert, hat er darüber hinaus sein Privatleben vollkommen verdrängt. Seine Beziehung kriselt, Freizeitaktivitäten sind ihm fremd, und Familie hat er nicht. Bis plötzlich ein tragischer Unfall geschieht und er notgedrungen die Verantwortung für ein kleines Mädchen übernimmt. Gleichzeitig lernt er den attraktiven Nachbarn einer Freundin kennen. Zwei Ereignisse, durch die sein Leben eine Wende nimmt.
Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Ich mag, dass Rona Cole die Homosexualität an sich nicht in den Vordergrund stellt, sondern eine unterhaltsame Liebesgeschichte gespickt mit ernsten Themen erzählt.
Natürlich geht es in erster Linie darum, dass zwei Menschen zueinanderfinden. Dennoch beschreibt die Autorin die Umstände, wie der sture, grummelige Starkoch unerwünschterweise die Vaterrolle übernimmt. Dabei geht sie sehr behutsam vor, lässt das fünfjährige Mädchen ankommen und sie beschnuppern sich vorerst mal.
In diesem Zusammenhang veranschaulicht Cole - eingehend charmant und amüsant - wie schwierig es für einen eher ruppigen Menschen ist, Nähe aufzubauen, jemand anderen an der Hand zu nehmen, und, es geschehen zu lassen, selbst gehalten zu werden.
Dieser Part hat mir exzellent gefallen und dank Rona Coles bezaubernden Schreibstil hat er viele heitere Situationen mit sich gebracht.
"Ich hab' nämlich echt keinen Bock, mit einer Fünfjährigen darüber zu diskutieren, mit wen ich wann knutsche und mit wem der Typ knutscht ..." (S. 262, eBook)
Man merkt, der Schreibstil ist unterhaltsam, mit witziger Finesse ausstaffiert und dem Protagonisten entsprechend grob, wenn der unter anderem das Regime in seiner Küche führt.
Die Liebesgeschichte ist wunderbar eingefädelt, und schleicht sich sachte in die Handlung ein. Langsam und mit etlichen Komplikationen herausgeputzt, tasten sich David und der Freundin-Nachbar Flori aneinander heran, obwohl sie beide eigentlich vergeben sind. Es knistert und der Atem stockt, bis endlich die Funken fliegen.
Ab einem gewissen Punkt ist die Luft ein bisschen aus der verliebten Annäherung raus. Fakten werden nicht ausgesprochen, zahlreiche Missverständnisse stehen im Raum, und ein nerviges Gezerre nimmt seinen Lauf, was etwas das Lesevergnügen hemmt.
Nichtsdestotrotz ist „Koch zum Frühstück“ ein bezaubernder Roman, der dank witzigen Charmes und liebevoller Ausarbeitung ein schöne Liebesgeschichte - zum Schmunzeln - ist. Mir hat es insgesamt richtig gut gefallen, und ich habe herrlich unterhaltsame Lesestunden gehabt.
Reread von vor 7 Jahren oder so? Wow, was für eine Zeit... Aber ich habe es immer noch genauso genossen wie beim ersten Lesen. Mal was zum Lachen, dann zum Mitfühlen. Manchmal fallen ein paar Aussagen, die ich nicht wirklich supporten würde, aber im großen Ganzen passt es wieder zu den Charakteren, bei denen beide ihre Fehler haben, aber gemeinsam wachsen und zusammen Einsichten erleben, die schön mitzuerleben sind. Und manchmal schreit man einfach nur "Redet doch mal Klartext! Ahhh", aber das zeigt ja nur etwas Gutes, oder? Davids aufblühende Beziehung zu Stella ist mir bei diesem Mal Lesen besonders aufgefallen und ans Herz gewachsen.
Das Buch gefiel mir gut, was darauf zurückzuführen ist, dass Rona Cole einen sehr angenehmen Schreibstil hat und für ihre Bücher eine gute Recherche betreibt.
Anstelle der vielen Sexszenen hätte ich mir gewünscht, Stella noch besser kennenzulernen. Auch habe ich nach dem Lesen das Gefühl, dass ich David sehr viel besser kenne als Flo.
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3.5 ⭐️ Charmant und auch (überraschend) heiß. Allerdings fand ich Flo ein bissele heuchlerisch und dass das nie wirklich zur Sprache kam ist zwangsläufig favoritism von der Geschichte.
Das ist ein sehr nettes Buch. Ich weiß, dass „nett“ gern als kleine Schwester von „sch***e“ bezeichnet wird, aber so meine ich das nicht. Ich meine es wörtlich. Es ist keine große, herausragende, zutiefst berührende oder gar aufwühlende Geschichte, aber nicht jedes Buch muss einen umhauen. „Koch zum Frühstück“ ist eine leichte, fluffige Romanze, die man gut nebenher lesen kann und die einen angenehm unterhält. Mir hat sie die täglichen Pendeleien im Zug versüßt und schon allein dafür verdient sie ein Lob.
Vielleicht sind die Jungs bei Rona Cole immer ein bisschen sehr verträumt und niedlich, sprich: romantisiert, vielleicht geht das immer ein bisschen zu sehr in Richtung „rom com“, aber sie schreibt einen angenehmen, flüssigen Stil und sie verleiht ihren Charakteren eine ganz eigene Stimme, ob das nun Flo ist, David, Nina oder auch die Kleine. Sie alle kommen als lebendige Menschen rüber und es macht beim Lesen Spaß, ihnen dabei zuzuschauen, wie sie sich annähern – OK, und im Falle von Flo und David auch wieder entfernen, und nochmal annähern, er liebt mich, er liebt mich nicht, wie sich das für Irrungen und Wirrungen einer ordentlichen Romanze gehört.
Ein Punkt, den wirklich fast jeder Rezensent bemängelt hat, muss ich aber auch erwähnen, denn der ist für den Punktabzug verantwortlich: die schiere Masse an Apostrophen. Musste das sein? Es ist sprachlich sicher richtig, „hab‘“ zu schreiben anstelle von „hab“. Aber in dieser Menge? „hab‘“, „brauch‘“, „frag‘“, „will’s“ – das ist einfach nur ärgerlich und überaus störend. Nach nur wenigen Seiten hat es mich genervt, als würde auf jeder Seite ein großer, fetter, roter Klecks sitzen. Wenn das nun mal der Stil der Autorin ist bzw. die Stimme, in der sie diese spezielle Geschichte schreiben möchte, dass ist das halt so und man verzichtet besser auf das korrekte Schriftdeutsch. Wenn ich mich recht erinnere, dann war das bei „Zwischen den Zeilen“ nicht (mehr) so, wobei ich gerade nicht sicher bin, welches der beiden zuerst erschienen ist.
Somit gibt es vier Punkte für eine wirklich nette Geschichte, aber einen Punkt Abzug für die entsetzlichen Apostrophe. Drei Punkte, aber trotzdem eine Leseempfehlung für diejenigen, die nicht auf Kritikerlieblingen und Nobelpreisanwärtern bestehen, sondern die sich auch gerne mal einfach nur unterhalten lassen möchten.
David Klein hat in seinem Leben schon einiges erreicht - er ist Küchenchef und hat sich schon einen Stern erkocht. Das es in seiner Beziehung schon lange kriselt, verdrängt er. Doch dann stirbt seine Schwester und als einziger Verwandter hat er plötzlich die Verantwortung für seine Nichte Stella. Florian ist dagegen mit seinem Partner glücklich. Nur schade, das sein wesentlich älterer Freund beruflich so viel reisen muss.
Die beiden laufen sich am Anfang eher zufällig über den Weg. Aber dann braucht David dringend einen Babysitter und da Florian sowieso ohne seinen Freund Langeweile hat, bietet er seine Hilfe an.
Beide haben am Anfang noch eine feste Beziehung, wobei sich das ganze bei David relativ schnell erledigt. Florian dagegen kann sich einfach nicht entscheiden - er liebt seinen Partner, fühlt sich aber immer mehr zu David hingezogen. Der sagt aber von sich selbst, das für ihn eine feste Beziehung gar nicht in Frage kommt. Besonderen Spaß bringt natürlich die kleine Stella. Am Anfang ist sie noch etwas still, doch das ändert sich recht schnell. Zum Leidwesen von David hat sie eine absolute Schwäche für Rosa und Glitzer, am besten beides zusammen.
Insgesamt ist das Buch einfach nett. ;) Jeder ist in den anderen verliebt, aber keiner will sich die Blöße geben und das dem Gegenüber mitteilen, denn dann ist man nachher der Idiot, denn der andere will einen doch nur für Bett. So ein bisschen hin und her ist ja ganz reizvoll, hier fand ich es aber etwas nervig. Das war mir einfach zu übertrieben. Witzig sind aber die Stellen, in denen die kleine Stella ihre Rolle spielt. Mit ihren fünf Jahren schafft sie es ziemlich schnell, ihren Onkel um den kleinen Finger zu wickeln. Und wenn sie ihren Babysitter fragt, warum er denn im Bett ihres Onkels geschlafen hat, ist das einfach recht amüsant.
Fazit: In meinen Augen eher ein 08/15 Roman, der mich aber trotzdem ganz gut unterhalten hat.
Zusammenfassung: Davids Leben ist die Küche. Als bisweilen recht aufbrausender Perfektionist hat er sich mit viel Einsatz und jeder Menge Können ganz nach oben gearbeitet und gilt nun als leuchteneder Stern in den Restaurantküchen Hamburgs. Und vielleicht ist David in seinem Job unter anderem auch so gut, weil er sich selbst aus einer Sozialsiedlung herausgearbeitet hat und jetzt mit dem, was er kann und liebt, sein Geld verdient. Alles in allem ist David mit seinem Leben eigentlich sogar ziemlich zufrieden.
Nun zumindest ist er das solange, bis er erfährt, dass seine Schwester, zu der er schon seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte, bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist und er nun der einzige noch lebende Angehörige ist, der sich um ihre kleine Tochter, die fünfjährige Stella kümmern soll. Und das, obwohl David so gar nichts mit Kindern anfangen kann. Dennoch nimmt er sie zumindest probehalber bei sich auf, weiß er doch nur zu gut, wie es in Kinderheimen zugeht. Und dann ist da natürlich auch noch Flo, der neue Nachbar von Davids bester Freundin, der nicht nur mit Stella super klarzukommen scheint, sondern auch noch ein echtes Sahneschnittchen ist, wie David nur allzu bald feststellen muss ...
Fazit: Zunächst einmal - normalerweise bin ich so überhaupt kein Fan deutscher Autoren, und schon mal gleich dreimal nicht, wenn die Geschichte auch noch irgendwo in Deutschland spielt. Aber irgendwie - irgendwie gelten meine Ansichten bei Rona Cole nicht so ganz. Denn ich liebe ihre Art zu schreiben, ihre Charaktere und ... Gott, ich habe dieses Buch verschlungen! Natürlich kann man sich irgendwie denken, wie die Geschichte ausgeht, aber dennoch. Ich habe dieses E-Book so gerne gelesen, dass ich mit dem Gedanken spiele, es mir zudem auch noch als Printversion anzuschaffen - ja, genau so gerne habe ich dieses Buch gelesen! Einfach toll!
Ich mag das Cover zu diesem Buch sehr gerne. Weiterhin ist es ein ganz schönes schweres Teil – 562 Seiten können sich doch hinziehen. Manchmal zieht sich daher die Geschichte etwas, was man ebenso teilweise dem Stil der Autorin zuschreiben kann. In diesem Fall sind in diesem Buch auch Zeichnungen von Lancha vorhanden, die dem ganzen einen gewissen Charme gibt. Story-technisch haben wir hier wieder eine Geschichte mit einem Kind vorliegen. Und zwar wird der erstklassige Koch David damit beauftragt, sich um seine Nichte Stella kümmern muss. Da seine Arbeit aber keine guten Arbeitszeiten hat, braucht er Hilfe, die er von vielen Seiten erbittet. Dazu muss man sagen, dass David kein netter Charakter ist. Dazu kommt Flo, der auf Stella aufpasst, aber selbst noch in einer Beziehung steckt, was das ganze verkompliziert. Ich will nicht Spoilern, aber die beiden gehen nicht gerade gut miteinander als auch mit der Beziehung um. Und dazu kommt das Stella mir irgendwie zu brav vor kommt – sie verhält sich nicht wie ein Kind das beide Eltern verloren hat.
Fazit: Es ist eine gute Idee, aber es misslingt etwas an der Umsetzung. Daher vergebe ich 3 von 5 Sternen.
Ich liebe diese Art von Büchern. Ohne Mist. Ich kann einfach nicht anders, selbst wenn es nicht lange dauert, bis einem klar wird wie es ausgehen wird, getreu dem Motto: Ahja, der mit dem, wie viele, warum und weshalb. Aber das ist mir egal. Eine schöne Liebesgeschichte, mit vielen komplizierten und tollen Momenten, die ans Herz gehen. Ganz besonders ist mir der Charakter Stella ans Herz gewachsen. Sie verleiht dem Verlauf der Geschichte etwas Tiefes und Besonderes. Die Zeichnungen haben mir wiederum nicht gefallen. Ist eine Geschmackssache, aber man kann sie in dem Fall ja auch einfach ignorieren. Ich lese zwar gerne Mangas, doch in ein richtiges Buch gehören sie nicht rein. Optisch gesehen hätte ich mir vor allen Dingen Flo anders vorgestellt, der in meinen Augen von der Zeichnerin schlecht wiedergegeben wurde.
Bisher wurde ich noch von keinem Buch von Rona Cole enttäuscht. So auch mit diesem! Die Geschichte ist einfach toll und unglaublich schön erzählt und geschrieben. David, Flo und Stella sind einfach zum verlieben und man möchte sobald man angefangen hat mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Zwar sind David und Flo gelegentlich so frustrierend, dass man sie am Besten mit den Köpfen an die nächste Wand hauen und ihnen einschärfen möchte, dass sie doch einfach nur mal genauer hinsehen und endlich mal Klartext miteinander sprechen! Aber gerade das macht auch die Geschichte so spannend und aufregend. Am Ende will und hofft man nur noch, dass die beiden mit Stella ein Happy End bekommen. Daumen hoch! Ich kann es kaum erwarten, dass nächste Buch von Rona Cole in die Finger zu bekommen!