„Man sollte nur Dinge tun, die Eltern nicht verstehen.“ Der siebzehnjährige Patrick fliegt aus der Schweiz nach Irland. Er besucht Fiona, seine erste große Liebe, um mit ihr Silvester zu feiern. Fiona lebt mit ihrer Mutter, ihren Geschwistern und dem verhassten Onkel auf einem Schrottplatz. Schon am zweiten Tag verlangt sie von Patrick, mit ihm abzuhauen. Und so machen sie sich auf die Flucht durch ein Irland in der Krise. Schließlich landen sie in einem Abbruchhaus in Dublin. Dort hat ein charismatischer Mann eine Handvoll Jugendlicher um sich geschart. Patrick begreift, dass Fiona ein Geheimnis hütet und dass er sie retten will – falls er dazu in der Lage ist. Poetisch und voller Atmosphäre – Hansjörg Schertenleib schreibt von erster Liebe, Loyalität, Heimweh, das sich als Fernweh tarnt, und der Suche nach Wahrheit.
Hansjörg Schertenleib, geb. 1957 in Zürich. Ausbildung zum Schriftsetzer/Typographen; Besuch der Kunstgewerbeschule Zürich. Zog 1981 ins Künstlerhaus Boswil; seit 1982 freier Schriftsteller. Von 1980 bis 1984 Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift «orte», seit 1985 journalistische Tätigkeit für verschiedene Zeitungen und Magazine, u.a. für Stern, Die Welt, Die Zeit, Zeit-Magazin, Magma, Film Bulletin, Weltwoche, Tages Anzeiger Magazin, NZZ, Bücherpick und sie+er. In der Spielzeit 1992/1993 Hausautor am Theater Basel unter Frank Baumbauer. Lesungen in der Schweiz, in Deutschland, Österreich, Norwegen, Finnland, Holland, Luxemburg, Irland, Schottland, Wales, England, Frankreich, Bulgarien, Ungarn, den USA, in Südafrika, Mexico, Kolumbien und Brasilien. Jurymitglied für den Christine-Lavant-Lyrikpreis in Wolfsberg, Österreich, und den Frank O´Connor-Prize in Cork, Irland. Gastprofessuren in Amerika und England. Von 2008 bis 2010 Dozent und Mentor am Literaturinstitut Biel. Lebte in Norwegen, Wien und London, seit 1996 in einem ehemaligen Schulhaus aus dem Jahr 1891 im County Donegal in Irland.