Meinung: Ein neues Buch von Yves Grevet? Da konnte ich natürlich nicht dran vorbeilaufen! Nachdem mir seine Méto-Trilogie wirklich gut gefallen hat, war ich gespannt auf sein neues Werk "Nox - Unten".
Womit mich der Autor immer wieder begeistern kann - und das zeigt sich auch in seinem neuen Werk, - ist der tolle Schreibstil. Wer es minimalistisch mag, der wird wahrscheinlich mit Grevets Werken warm werden. Für mich passt der Stil einfach sehr gut in diese düstere, bedrohliche Atmosphäre. Durch den kühlen, prägnanten Schreibstil wird der dystopischen Geschichte noch etwas mehr Intensität verliehen. Der Leser fühlt sich der Welt gleich viel näher, spürt regelrecht Nox, die giftige Wolke, die die Umgebung in trübe Dunkelheit taucht. Auffallend sind auch die kurzen Sätze, die beinahe schon "abstumpfend" wirken, der Geschichte aber irgendwie auch Kraft verleihen. Zudem fliegt man dadurch beinahe durch die Seiten.
Ebenfalls wieder positiv hervorzuheben, ist Grevets Weltentwurf. Die Zweiklassengesellschaft ist wirklich nichts Neues mehr, schon gar nicht in Dystopien, aber durch das tolle Beiwerk, das der Autor mit ins Spiel bringt, wirkt "Nox" schon wieder etwas spezieller. Eine Bergstadt, die durch die gefährliche Wolke in zwei Bereiche getrennt wird. Wer in der Unterstadt wohnt, muss sich mit einer gesundheitsschädlichen Atmosphäre rumschlagen. Zudem herrscht hier die Miliz mit eiserne Hand. Aufstände werden direkt im Keim erstickt. Licht ist kostbar und wird meist durch körperliche Kraft erzeugt. Wer in der Oberstadt wohnt, hat es besser getroffen. Hier ist es heller, die Atmosphäre nicht so vergiftet. Den Bewohnern geht es gut, haben Geld bringende Jobs und eine höhere Lebenserwartung. Und daraus entwickelt sich der Konflikt, der in der Geschichte aufkommt, zumindest lässt sich dieser Punkt erahnten.
Der Autor lässt den Leser im ersten Band seiner neuen Reihe in diesem Bereich ziemlich im Dunkeln stehen. Die Geschichte wird aus drei Blickwinkeln erzählt. Lucen und Gerges kommen aus der Unterstadt, sind beste Freunde und doch steuert ihre Existenz auf einen Zusammenstoß hin, denn Gerges wird einmal der Miliz beitreten, die von keinem Bewohner wirklich geschätzt wird. Die dritte Erzählstimme stammt von Ludmilla aus der Oberstadt, die durch bestimmte Umstände mit der unteren Schicht in Kontakt kommt. Der Leser weiß also nur das, was auch die drei Protagonisten wissen - und das sind immer nur Bruchstücke. Jeder hat seine kleine Geschichte, aber bisher lässt sich noch kein deutlicher roter Faden erahnen. Mir hätte es besser gefallen, wenn auch schon in diesem ersten Band, die größeren Hintergründe - auf welchen Showdown läuft der Autor hinaus?, - angedeutet werden. So kann man diesen ersten Band wohl eher als "Einleitung" betrachten. Dadurch hat sich für mich auch ein wenig die Spannung gemindert. Es gibt zwar hier und da einige brenzliche Situationen, für mich allerdings einfach zu wenig.
Dennoch lässt dieser "ruhigere" Start doch einiges für den kommenden Band erhoffen und ich bin mir ziemlich sicher, dass "Nox - Anderswo" mich im Herbst noch mehr überzeugen wird. Das bin ich einfach von Yves Grevet gewohnt.
Fazit: "Nox - Unten" hat mir im Gesamtbild ganz gut gefallen. Yves Grevet kann einfach ganz toll schreiben und das zeigt sich auch wieder in seinem neuen Werk. Zudem ist sein Weltentwurf immer etwas Besonderes und besticht durch feine Merkmale. Mir hat aber allgemein ein klarer roter Faden gefehlt, wodurch mir auch ein wenig die Spannung abhanden gekommen ist. Nichtsdestotrotz hat mich der Autor neugierig gemacht und ich möchte auch die Fortsetzung gerne lesen.
C'était vraiment génial de A à Z. Une très bonne dystopie et surtout originale par rapport à tout ce que j'ai lu avant. Les personnages sont ultra attachants et l'histoire est bien construite. On a plusieurs points de vues et cela donne du rythme au fil des chapitres. J'ai envie de dévorer la suite surtout avec la fin. C'est mon premier roman de Yves Grevet et je ne compte pas m'arrêter là ^^
Nach der erfolgreichen Méto-Trilogie ist nun der Auftakt einer neuen Jugendbuch-Reihe von Autor Yves Grevet erschienen, mit dem Titel “NOX – Unten”.
NOX ist eine Wolke, welche die Stadt zweiteilt. Die Oberstadt lebt im Licht, deren Bewohner sind reich und genießen alle Privilegien. Die Bewohner der Unterstadt dagegen leben im Dunkeln, im Schmutz und in Armut. Schon von Geburt an wird ihnen beigebracht, möglichst flach zu atmen, um die giftigen Abgase von NOX nicht einzuatmen und damit die Lebenserwartungen zu steigern. Jedes bisschen Licht und Energie muss von jedem selbst erzeugt werden.
Lucen und Gerges leben unten und sind seit ihrer Kindheit miteinander befreundet. Doch deren Eltern wird diese Freundschaft zunehmend ein Dorn im Auge, da sich beide Familien politisch engagieren – jede auf der jeweils gegnerischen Seite. Ludmilla dagegen genießt ihr Leben oben, bis sie von ihrem Kindermädchen von den wahren Verhältnissen unten erfährt und beginnt, ihrem Vater zu misstrauen.
Drei Jugendliche, drei Erzählperspektiven, zwei Welten. Während Ludmillas Geschichte sich anfangs noch gut abhebt, da man als Leser von ihr vom Leben in der Oberstadt erfährt, so ergänzen sich dafür die Erzählungen von Gerges und Lucen. Da sie beide gut befreundet sind, erfährt man manche Erlebnisse aus beiden Sichten, vieles aber auch darüber, was innerhalb deren Familienhäusern geschieht.
Die relativ oft wechselnden Erzählperspektiven sorgen sicherlich dafür, dass immer wieder ein neuer Schwung in die Handlung kommt. Ansonsten empfand ich die gesamte Geschichte leider eher ereignislos. Natürlich passiert zwar immer wieder etwas, was die Welt der drei Jugendlichen erschüttert und womit man auch als Leser konfrontiert wird. Allerdings steuert die Handlung auf keinen speziellen Höhepunkt zu. Während dem ersten Drittel habe ich mich gefragt, was bald wohl geschehen wird und habe auf eine gewisse Steigerung gewartet – die dann aber leider ausblieb.
Überhaupt sind der Schreibstil und die Sprache sehr nüchtern und einfach gehalten, auch die Sätze sind recht kurz, genauso wie die Kapitel. Dadurch lässt sich das Buch zwar recht schnell durchlesen, allerdings führte dies zumindest bei mir auch dazu, dass ich mich durchgehend gelangweilt habe – insbesondere in Verbindung mit der fehlenden Spannung.
Gut gefallen hat mir dafür die Idee hinter dieser dystopischen Welt, die mir durchaus realistisch erschien. Und trotz oder vielleicht auch gerade wegen dieser einfachen Sätze und Beschreibungen, konnte man sich die Welt ober- und unterhalb von NOX sehr gut bildlich vorstellen. Das Leben der drei Jugendlichen, insbesondere das von Lucen und Gerges ist alles andere als leicht, eher düster, anstrengend und deprimierend. Diese Stimmung übertrug sich beim Lesen auch auf mich, was durchaus als positiv bewertet werden kann.
Yves Grevet stellt uns in “NOX – Unten” eine neue, recht realistische aber sehr düstere dystopische Welt vor, die uns aus der Sicht von drei Jugendlichen mit unterschiedlichen Problemen beschrieben wird. Leider fehlte es mir an Spannung und besonderen Höhepunkten, aber da dies ein Reihenauftakt ist, bleibt noch die Hoffnung, dass es im zweiten Band interessanter wird. Für Fans von realistischen, nicht zu übertriebenen Jugenddystopien auf jeden Fall empfehlenswert, auch wenn mich selbst der Autor noch nicht ganz überzeugen konnte.
Die Stadt in der das reiche Mädchen Ludmilla wohnt ist ein geteilt, in Oben und Unten. Oben leben die Reichen während die armen Menschen in der unteren Hälfte der Stadt hart arbeiten müssen. Nachdem Ludmillas Kindermädchen gefeuert wurde, findet sie heraus dass diese von 'Unten' kommt und sie möchte mehr über die Menschen unten in Erfahrungen bringen und trifft sich mit Lucen. Dabei muss sie aufpassen, das ihr strenger Vater von ihrem Spielchen nichts mitbekommt.
Grundsätzlich gefällt mir die Idee sehr gut und der Autor hat sich wirklich die Mühe gemacht eine komplexe Welt zu erschaffen. Unten müssen die Menschen für Energie arbeiten, sie leben in großer Armut und in Dunkelheit. Außerdem bekommen sie nur künstliches, minderwertiges Essen das sogar andere Namen hat als das Essen oberhalb. Die Menschen die unten leben, werden von Polizei und Miliz unterdrückt und terrorisiert. Dort leben die Priveligierten, die Reichen. Eine davon ist eben Ludmilla. Geteilt werden diese beiden Seiten von einer großen Schmutzwolke namens Nox, die die untere Welt in Dunkelheit hüllt.
Der Schreibstil war sehr flüssig und ich kam schnell durch. Es fiel mir auch sehr leicht den Faden zu behalten, aber dafür hatte ich meine Probleme mit den Charakteren. Mit der Protagonistin kam ich nicht gut zurecht und leider waren mir die Nebenfiguren etwas zu blass, so dass ich mir oft die Namen nicht behalten konnte oder sie nicht zuordnen konnte. Das ist natürlich schon sehr lässtig.
Der Junge, Lucen der gemeinsam mit Ludmilla die Rolle des Protagonisten einnimmt, hat mir gut gefallen aber dafür kam ich mit dem oben lebende Mädchen Ludmilla nur schlecht zurecht. Ihre Handlungen konnte ich manchmal nicht richtig nachvollziehen und mir fehlt einfach die Verbindung zu ihr. Sie war da, aber für mich nicht greifbar. Das fand ich sehr schade, den so fiel es mir schwer ihre Kapitel richtig zu genießen. Lucen durch die untere Welt zu begleiten gefiel mir schon viel besser. Grundsätzlich gefielen mir seine Kapitel besser. Gerges, der in diesem Buch nur wenige Mal in den Vordergrund gerückt ist, fand ich auch interessant. Seine Probleme mit dem Vater und dem Druck konnte ich gut nachvollziehen.
Für den ersten Band einer Trilogie ist es wirklich ein aufrüttelnder Roman, der mich von Anfang bis Ende in seinen Band gezogen hat. Am Ende wurde es nochmal einmal sehr spannend und leider gibt es einen wirklich fiesen Cliffhänger. Das Buch schneidet natürlich das Problem Umweltverschmutzung an und das fand ich sehr interessant da ich noch kein Buch über diese Thematik gelesen habe, besonders nicht in dieser Umsetzung.
~ FAZIT ~ Eine wirklich spannende Dystopie über eine gespaltene Welt, die nicht unterschiedlicher sein könnte. Leider kam ich mit den Charakteren nicht gut zurecht, weshalb ich einen Stern abziehe. Ansonsten konnte mich das Buch gut unterhalten!
Lucen, Ludmilla und Gerges leben in einer Welt, die durch eine dichte Wolke aus Schmutz, Nox, getrennt ist. In der Unterstadt leben Gerges und Lucen, in der Oberstadt Ludmilla. Die Gesellschaften der beiden Städte unterscheiden sich in allem, was es nur gibt. Die Menschen in der Unterstadt sind Arm, haben eine sehr niedrige Lebenserwartung und kaum Energie zur Verfügung. Das, was sie für Licht und ähnliches brauchen, müssen sie durch reine Muskelkraft selbst erzeugen. Gleichzeitig Leben sie in Dunkelheit. Die Wolke aus Schmutz verhindert es, dass sie die Sonne sehen. Die Menschen in der Oberstadt haben allen Luxus, den es gibt. Energie, Geld, Sonne. Sie leben in reinem Wohlstand, können das Licht anschalten wann immer sie wollen. Sie müssen nicht sparsam mit ihrer Energie umgehen und erst recht keine selbst erzeugen. Mitten in diesen Ungerechtigkeiten leben die drei Hauptprotagonisten, die sich bald entscheiden müssen auf welcher Seite sie stehen. Wollen sie diese Ungerechtigkeit beenden und sich für eine Wiedervereinigung einsetzen? Oder möchten sie es lieber so lassen, wie es ist?
// Was ich davon halte //
Zunächst muss ich sagen, hat mich die Geschichte sehr angesprochen. Diese Stadt, die in Ober- und Unterstadt geteilt ist, in der die Einen reich und die anderen arm sind. Da sind Auseinandersetzungen sicher an der Tagesordnung und solche Geschichten finde ich besonders interessant. Doch der Anfang und vor allem der Einstieg in die Handlung ist mir recht schwer gefallen. Man liest aus den Perspektiven von Lucen, Gerges und Ludmilla, die zunächst alle drei ihre Situation erklären.
Lucen lebt gemeinsam mit seinen Eltern und seiner Schwester in einem kleinen Häuschen der Unterstadt. Sein Vater ist Restaurateur und verhält sich zu allem neutral. Er mischt sich in keinerlei Streitereien ein und versucht ein braver Bürger zu sein. In der Unterstadt ist es üblich, dass die Söhne die Berufe ihrer Väter übernehmen, um die Tradition zu wahren. Außerdem müssen die Jugendlichen recht früh heiraten. Spätestens mit 18 Jahren sollte die ausgewählte Frau schwanger sein. Das heißt, es müssen auch sogenannte Tests durchgeführt werden, um zu erkennen, ob die beiden Kinder zeugen können. Was so viel heißt wie, bevor sie heiraten können, muss das Mädchen schwanger sein um sicherzustellen, dass sie auch Nachkommen haben können.
Da die Lebenserwartung in der Unterstadt sehr niedrig ist, lasse ich mir eine frühe Heirat gefallen. Dass solche "Tests" durchgeführt werden müssen, um Nachkommen zu garantieren, finde ich irgendwie sehr hart. In der Unterstadt ist es auch üblich, dass eine Heirat arrangiert wird. Schließlich möchte man für seine Tochter oder seinen Sohn eine gute Partie auswählen. Am besten jemanden, der etwas weiter oben in der Schicht lebt und somit Wohlhabender ist. Ich fühle mich sofort in alte Zeiten zurück versetzt. Gleichzeitig ist es auch erschreckend, dass Mädchen ab 14 Jahren als heiratsfähig gelten. Das bedeutet, ab diesem Alter können Tests durchgeführt werden. Welches 14jährige Mädchen, selbst in solchen Zeiten, ist tatsächlich schon bereit dazu Sex zu haben?
Lucen hat eine Freundin, allerdings möchte Firmie noch warten. Sie möchte noch keinen sogenannten Test durchführen und das macht nicht nur Lucen selbst nervös, sondern auch seine Eltern. Sollte Firmie sich nicht dafür entscheiden, bald zuzustimmen, wird er anderweitig verheiratet. Denn er muss heiraten, um bald ein eigenes Leben führen zu können.
Bei Gerges sieht es anders aus. Sein Vater ist bei der Polizei, was bedeutet, dass auch er selbst eines Tages Polizist wird. Gleichzeitig hat sein Vater eine hohe Rangstellung bei der Miliz, welche nachts durch die Straßen zieht und dort für Ordnung sorgen soll. Dass sie tatsächlich gar nicht so harmlos sind, wie sein Vater tut, wird er noch selbst erkennen müssen. Für Gerges ist klar, dass er einmal in die Fußstapfen seines Vaters treten möchte. Er will genauso angesehen und respektiert werden. Er möchte auch für die Sache seines Vaters eintreten. Denn dieser möchte um jeden Preis eine Wiedervereinigung verhindern. Schon bei diesen Gedanken des Jungen habe ich mich gewundert. Wieso sollte jemand, der in der Unterstadt lebt, gegen eine Wiedervereinigung sein? Was haben diese Menschen dort unten davon? Sie könnten durch eine Wiedervereinigung doch viel mehr Vorteile für sich herausschlagen, als die Menschen aus der Oberstadt. Im weiteren Verlauf der Geschichte wird jedoch klarer, welche Beweggründe dahinter stecken.
Gerges Zukunft steht eigentlich schon fest. Seine Eltern haben ein Mädchen für ihn ausgewählt, die er sogar ganz nett findet. Die ersten Tests wird er, sobald sie 14 ist, durchführen können und irgendwie freut er sich schon darauf. Dass seine Freunde nicht sehr begeistert darüber sind, dass er sich der Miliz anschließen wird, scheint ihn sehr wenig zu interessieren. Lucen möchte schließlich neutral bleiben. Und Jea und Maurce sind eher radikaler eingestellt. Sie möchten für eine Wiedervereinigung kämpfen und stehen auch dazu. Aber Gerges glaubt fest daran, dass ihre Freundschaft bestehen kann, egal welche Einstellungen sie haben. Für sein Alter scheint er recht naiv zu sein. Die Freunde stehen sich eher misstrauisch gegenüber, schließlich gehören sie verfeindeten Lagern an. Dass die Freundschaft außerhalb der Schule bestehen kann ist eher unwahrscheinlich und Gerges als auch Lucen scheinen dies zu vergessen. Nur weil sie von Kindesbeinen an befreundet sind, bedeutet dies nicht, dass diese Freundschaft für immer bestehen bleiben kann.
Ludmilla ist das genaue Gegenteil der Jungen. Sie ist reich und muss sich um nichts sorgen machen. Ihre Mutter ist früh gestorben, ihr Vater ständig unterwegs. Nur ihr Kindermädchen Martha kümmert sich um sie. Doch die enge Bindung zu der Frau aus der Unterstadt muss geheim bleiben, denn ihr Vater würde dies nicht dulden. Mit strenger Hand erzieht er seine Tochter und möchte nicht, dass ihre Mutter durch ein Kindermädchen ersetzt wird. Als er Martha jedoch aus unerklärlichen Gründen rausschmeißt möchte Ludmilla herausfinden wieso und wo ihr Kindermädchen nun ist. Dadurch gelangt sie in Kontakt mit der Unterstadt und erfährt viel mehr als ihr Vater ihr jemals anvertraut hat. Ihr wird klar, dass sie etwas tun möchte, um Martha wieder zu sehen und ihr zu helfen. Das Mädchen ist mir von den drei Hauptprotagonisten am sympathischsten. Sie strahlt so eine Entschlossenheit aus und geht viele Risiken ein, um herauszufinden was mit ihrem Kindermädchen passiert ist. Sie möchte sich aufjedenfall für die Menschen aus der Unterstadt einsetzen und für eine Wiedervereinigung kämpfen. Doch hierfür muss sie vielleicht ihren Vater hintergehen.
Diese einzelnen Geschichten verstricken sich im Laufe des Buches immer mehr ineinander. Es gibt viel Gewalt, erschreckende Ereignisse und unglaubliche Missverständnisse. Die Leben der Protagonisten werden komplett auf den Kopf gestellt. Wenn ich zu Beginn Schwierigkeiten hatte den dreien wirklich zu folgen und mich in sie hineinzuversetzen, so ist es mir am Ende umso besser gelungen. Jeder der drei hat mit seinem eigenen Schicksal zu kämpfen und es ist für alle drei in gewisser Weise grausam.
Überhaupt die verschiedenen Lebensweisen in dieser Welt haben mich erschreckt und wie realistisch der Autor dies dargestellt hat, hat mir sehr gut gefallen. Es ist schrecklich und grausam aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es so werden könnte.
Einzig der Schreibstil hat mich etwas irritiert, weil es ab und an zwischen Gegenwart und Vergangenheit wechselt. Außerdem decken sich die Sichtweisen nicht. Das heißt, Lucen erzählt etwas, was ihm geschehen ist und einige Kapitel später ist Gerges erst dort angekommen. Diese Verzögerungen haben mich teilweise aus dem Takt gebracht und meinen Lesefluss etwas gestört.
// Fazit //
Im Großen und Ganzen hat mir das Buch doch gut gefallen. Ich hatte am Anfang ziemlich Angst, dass es mir zu kindisch und langweilig wird. Doch von Seite zu Seite ist es spannender und verstrickter geworden. Ich hatte großen Spaß dabei, die drei durch ihr Leben zu begleiten und die Verstrickungen und Schicksale mit zu verfolgen. Daher bin ich auch sehr gespannt darauf, wie es weiter gehen wird und was noch alles geschehen wird. 4 / 5 Sterne für diesen tollen Auftakt.
J’ai découvert un long extrait de ce roman sur un site de libraire, ce qui m’a incitée à l’emprunter à la bibliothèque. Même si j’avais envie de découvrir le destin des protagonistes de la haute et de la basse ville, l’histoire a fini par me lasser par son côté répétitif, qui n’avance pas, et le recours fréquent à la violence.
La présence de différents narrateurs, si elle apporte des points de vue diversifiés, se fait tellement à retardement que j’ai constamment eu l’impression de tourner en rond.
La fin du tome 1 laisse le destin des personnages inachevé et oblige à lire le tome suivant. Malheureusement, la proposition ne m’a pas suffisamment plu pour que j’aie le goût de connaître le dénouement de toutes les intrigues mises en place.
Ce livre m'a énormément déçus. D'une part parce qu'il y avait trop de personnage qui narraient et que l'on s'y perdait souvent. Et d'autre part parce que l'intrigue ne pas tant plus que ça. Je met quand même deux étoiles car les personnages reste tout de même attachant et le décor assez mystérieux.
L'auteur use de narrateurs différents avec l'excellente idée de retours en arrière sur la situation vécue par l'un afin de voir comment elle est vécue par l'autre et obtenir des informations supplémentaires. L'histoire est originale, surprenante et remplie de suspense ! J'ai adoré ! Et le tome 2 a comblé mes attentes! Top!
J’avais découvert la trilogie Meto que j’ai adoré et cette nouvelle dystopie d’Yves Grevet est encore une réussite. J’aime beaucoup le style d’écriture qui est très prenant, le rythme est bon et on a du mal à lâcher le livre une fois qu’on l’a commencé.
Ich fand, das Buch war sehr leicht zu lesen. Außerdem war die Geschehenes sehr spannend geschrieben und die Charaktere sind sehr unterschiedlich. So habe ich sehr viel von unten und oben erfahren können. Ein sehr interessante Welt Ich freue mich auf den zweiten Band.
Bewertung:
Was ich erwarte: Ich erwarte Spannung! Und drei faszinierende Charaktere, die mich begeistern.
Was sich erfüllt hat: Das Buch war an den passenden Stellen spannend und die Charaktere hatten jeder andere Züge.
Auf das Buch bin ich über Literaturschock gestoßen, da es sich ganz interessant anhörte, habe ich die Leseprobe durchgelesen und fand den Schreibstil wirklich toll. Daher wollte ich das Buch gerne lesen.
Am Anfang des Buches finde ich ein Interview mit dem Autor und eine kleine Einführung. Beides finde ich eine tolle Idee und lässt mich mehr über den Autor und seine Visionen erfahren.
Ich finde, das unten wie das oben total interessant. Unten ist man arm und muss sich die Elektrizität mit eigener Muskelkraft besorgen. Also sitzt man am Tisch und schreibt und tritt in die Pedale. Besser als ein paar Kerzen und es ist außerdem noch sportlich. Oben haben sie natürlich Schalter, weil sie reich sind. Es ist alles ganz anders als bei mir.
Sie sollen mit 17 verheiratet sein und müssen vorher eine Prüfung ablegen, die so aussieht, das sie schwanger wird. Denn sie leben alle zu kurz, um keine Nachkommen zu haben. (unten) Was ich echt schrecklich finde. Für mich kommt Liebe immer an erster Stelle.
Oben hat es Ludmilla es auch nicht so einfach. Sie hat zwar Geld und ein schönes Leben, aber meistens fehlt ihr die Liebe. Die Hausdame gibt ihr das bis zu einem gewissen Maß. Es fällt mir wieder auf, dass Geld einfach nicht in allem Belangen glücklich machen kann und Liebe kann man sich nicht kaufen. Auch sie ist in ihren Denkbahnen eingeschränkt, weil sie einfach nur das Vorgesetzte kennt. Sie denkt aber nach der Begegnung mit Lucen mehr nach und hinterfragt ab dem Zeitpunkt auch einige Dinge. Ludmilla ist auch nicht auf den Kopf gefallen und hat durch ihre Kinderfrau sehr viel von Unten gelernt. Dadurch denkt sie genau wie Lucen nicht so einseitig.
Lucen mag ich ganz gerne, er denkt über die Dinge nach und kann auch alleine denken. Er nimmt nicht einfach die Meinung anderer an, außerdem denkt er auch nicht nur über seine Welt nach. Was ich komisch finde, ist das er Taf einfach so vertraut und das macht, was er will. Auch wenn es gefährlich ist. Das verwirrt mich eher. Und auch er hat natürlich Seiten, die nicht so gut sind. Außerdem denkt er am Ende eher unüberlegt und denkt nicht über sein Handeln nach.
Gerges ist mir wirklich unsympathisch, er ist eher das Gegenteil von den Anderen beiden und denkt, das was sein Vater ihm beibringt. Ich denke, er liebt die Macht und möchte daher gerne so sein wie sein Vater. Seine Gedanken finde ich wirklich erschreckend, wie er sich einfach alles zurecht denkt, wie er es haben möchte. Nach und nach macht er aber auch schlimmere Dinge, die er eher aus den Affekt heraus macht. Dieses bereut er dann später und denkt auch mehr über alles nach. Das lässt mich ihn sympathischer sehen. Welches am Ende sich aber wieder gibt...
Den Schreibstil finde ich ganz angenehm. Es wird jeweils aus Ich-Perspektive von Lucen, Ludmilla oder Gerges erzählt. Auch die einzelnen Szenen wiederholen sich aus der jeweiligen Sicht. Das finde ich sehr schön gelöst. So erfahre ich gleich aus der jeweiligen Sicht, was der eine und was der andere denkt ;) Manchmal nervt es mich auch, da sich die Szene wiederholt. Aber meistens sind die einzelnen Abschnitte kurz gehalten
Das Cover finde ich selbst nicht ansprechend, da die Personen seltsam aussehen. Je mehr ich lese, desto mehr pass das Cover zu dem Buch.
Beklemmend und düster, und leider recht realitätsnah
Vor einer knappen Woche erreichte mich mein persönliches Leseexemplar für Nox, von Yves Grevet.
Ich hatte gerade die Méto-Reihe gehört (in der Übersetzung von Stephanie Singh, gelesen von Rainer Strecker), deswegen bewarb ich mich spontan als Testleser auf Literaturschock.
Die Méto-Trilogie hatte mir sehr gut gefallen, deswegen war ich sehr gespannt was mich erwarten würde.
Soviel vorab: ich wurde nicht enttäuscht. Es fing schon damit an, dass dies eine besondere Ausgabe ist, speziell für Rezensenten; da fühlte ich mich gleich ganz anders: irgendwie wertvoll. :)
Aber zum Buch:
Irgendeine Katastrophe hat die Erde verseucht. Lange danach gibt es zwei Klassen von Menschen: die, die über der Giftwolke leben, in der sogenannten Oberstadt, und die, die unter der Wolke leben und praktisch wie Sklaven der Oberstadtmenschen sind. Unten ist es dunkel, Strom muss mit Muskelkraft erzeugt werden, und es herrscht eine Diktatur, brutal durchgesetzt von der Miliz.
Lucen und seine Freunde sind beinahe erwachsen und müssen sich entscheiden: schließen sie sich der Miliz an, oder dem bewaffneten Widerstand, der mit IRA-Methoden gegen den Status Quo kämpft?
Auch in der Oberstadt laufen heimliche Bestrebungen, die Menschen zu vereinen. Ludmilla, die Tochter eines einflussreichen, reichen Mannes, steht auch an einer Wegscheide. Ludmilla und Lucens Wege kreuzen sich, und diese Begegnung hat Folgen für beide.
Meine Meinung:
Yves Grevet erschafft ein sehr düsteres Szenario das unter die Haut geht. Es ist nicht meilenweit entfernt von der Realität, man denke nur an das 3. Reich, oder an die ehemalige DDR (sowie an viele andere totalitäre Regime dieser Welt).
Misstrauen, Bespitzelungen, Verleumdungen und Denunziation sind an der Tagesordnung, nicht nur in der Unterstadt.Menschen werden gefoltert, zu Tode geprügelt, oder verschwinden. Lucen ist nicht sehr politisch, gerät aber mehr oder weniger ohne sein Zutun zwischen die Fronten und muss sich für eine Seite entscheiden. Sein Freund Gerges ist in einer ähnlichen Zwangslage. Beide werden manipuliert und in ihre jeweilige Richtung gedrängt.
Es kommt, wie es kommen muss: Gerges fühlt sich von Lucen verraten und schwört Rache.
Lucen hingegen wird von einem ihm sehr nahe stehenden Menschen verraten.
Sie befinden sich beide in einer ziemlich ausweglosen Situation.
Auch Ludmilla, das reiche Mädchen aus der Oberstadt, hat es nicht leicht. Sie ist naiv und unerfahren, und zudem hat sie niemanden, dem sie sich anvertrauen kann.
Erzählt wird aus wechselnden Perspektiven: mal ist es Lucen, mal Gerges, mal Ludmilla, die erzählt.
Natürlich kommt es dabei zu Überschneidungen, denn gewisse Sachen erleben sie gemeinschaftlich, aber trotzdem unterscheiden sich die Abschnitte genauso sehr wie die Personen, die sie erzählen.
Wir bekommen tiefe Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt dieser drei Protagonisten, und so können wir uns ein recht gutes Bild von den Geschehnissen machen.
Das Buch ist fantastisch geschrieben, obwohl die Sprache schlicht ist. Etwas anderes würde hier meiner Meinung nach aber auch nicht passen. Leider endet es recht abrupt; dafür gibt es einen Punktabzug, denn ich bin es langsam wirklich leid, am Ende eines ersten Bandes so in der Luft zu hängen.
Es ist aber so spannend, dass ich jetzt in den sauren Apfel gebissen habe, und mir die Fortsetzung im Original gekauft habe (dabei habe ich seit über 20 Jahren kein Französisch mehr gesprochen), da die Übersetzung erst im September diesen Jahres erscheinen soll.
Nox ist die Wolke aus Schmutz und Abgasen, welche die Welt und die Menschen in Oben und Unten trennt. Die Menschen, die oben leben, sind reich und sehen immer das Licht. Doch unterhalb von Nox liegen die dreckigen, armen und dunklen Städte, wo jeder Tag zum Kampf ums Überleben wird, wo Gewalt und die Höhe, auf der du lebst, deinen gesellschaftlichen Status ausmacht. Die Trennung ist unüberwindbar, verboten und mehr als das: sie ist ungerecht.
Der 17-jährige Lucen wächst in der Unterstadt auf und führt ein eintöniges Leben, in dem er gedrängt wird, so früh wie möglich ein Leben als Erwachsener zu führen. Seine Eltern wollen bestimmen, wie er zu leben hat, aber Lucen kommen zunehmend Zweifel, dass die in oben und unten geteilte Welt nicht richtig sein kann. Zusammen mit seinem besten Freund Gerges, doch Gerges schließt sich der Miliz an - und wegen der Gewalt und den Machtspielen der Unterstadt wird er zum größten Feind von Lucen. Gleichzeitig entdeckt Ludmilla, einer reichen Familie von oben entstammend, dass sie die Ungerechtigkeit der gespaltenen Menschen nicht mehr tatenlos betrachten kann ...
,,Nox-Unten" ist das erste Buch von Yves Grevets NOX-Reihe. Darin schildert er eine bedrückende Dystopie von erschreckender Realität; im 22. Jahrhundert ist die Umweltverschmutzung so groß, dass sie die Menschen in zwei unzertrennliche Klassen teilt. Drei Jugendliche von völlig unterschiedlicher Herkunft präsentieren im direkten, unverschnörkelten Stil ihre unbefriedigende Lebensweise, zu der sie gezwungen werden.
Yves Grevet ist sehr bekannt für seine Bestseller-Reihe ,,Meto" und hat hier wieder einen Abstecher ins Genre Dystopie gemacht. Mich verblüfft, an was für Aspekte er dabei gedacht an! In manchen (Dystopie-)Büchern, bleiben oftmals die simpelsten Fragen offen, wie z.B. über das Leben der ganz, ganz, gaaanz normalen Leute, die sich keinem Widerstand oder ähnliches anschließen. Woher beziehen die Menschen ihre Nahrungsmitteln? Wie sieht es mit den gesellschaftlichen Traditionen aus? Dies und mehr Fragen greift Grevet in ,,Nox-Unten" auf. Ein bisschen ähnelt sein erzählender, direkter Schreibstil einer Dokumentation, die eine Privatperson macht.
Diese Technik gefällt mir sehr gut: anders hätte ich mich nicht in all die vielfältigen Charaktere hineinversetzen können, wo jeder seine Schwächen und Stärken hat. Bei Ludmilla, Lucen und Gerges kann ich richtig nachvollziehen, warum sie manchmal ,,falsch" handeln und manchmal lieber den Kopf einziehen als sich offen dem unterdrückenden System zu stellen. Im Vordergrund dieses Buches steht das Überleben - und die Detailliertheit, mit der Grevet hier ans Werk geht, begeistert mich ja so! Der Handlungsbogen steigt stetig, dass ich stets mitfieberte und mich fragte: ,,Oh mein Gott - was passiert jetzt?!" Das Ende kam dann sehr plötzlich und zeigt womöglich einen erschütternden Verrat auf: der gute alte Cliffhanger fehlt nirgends, auch nicht in ,,Nox-Unten"!
Wer schlau unterhalten werden will, dem empfehle ich wirklich diese Dystopie, die nicht dem plötzlich überall anzutreffenden 08/15-Raster entspricht. Dafür, und weil das Buch mich in allen Kategorien erstaunen und fesseln konnte, erglühen drei sternenhelle Lampen in den Tiefen der Stadt unter der nachtschwarzen Wolke aus Dreck und Schmutz.
Mit "Nox" gibt es eine weitere Jugenddystopie. Die Handlung: Durch die Umweltverschmutzung gibt es zwei "Welten", die durch eine dichte Staubwolke voneinander getrennt sind. Oben leben die Reichen und genießen das Sonnenlicht, unten leben die Armen in absoluter Dunkelheit und ohne jeglicher Bequemlichkeit. Für mich, die ja on Dystopien nicht genug bekommen kann, eine tolle Idee. Trotzdem fällt mir die Bewertung des Buches sehr schwer, da sich die Geschichte doch von den anderen bekannten unterscheidet. Was es genau ist, lässt sich schwer beschreiben. Zum einen sind es die Charaktere: Normalerweise hat man ein paar unterdrückte Teenager, die sich dann einer Revolte anschließen bzw. sich in irgendeiner Weise entgegenstellen. Das gibt es hier nicht, zumindest nicht eindeutig. Das Buch schildert mehr das Leben auf den beiden unterschiedlichen Eben und den Alltag. Es gibt keine wirklichen Helden, denn niemand sticht durch Mut heraus. Im Gegenteil: Die Protagonisten wirken eher naiv, sie haben sich mit ihrer Situation arrangiert und sterben nicht direkt eine Veränderung an. Auch ist keiner wirklich sympathisch, sondern jeder hat seine Eigenheiten und handelt mal mehr, mal weniger so, dass man das Verhalten nicht positiv auslegen kann. Auch gibt es keinen wirklichen Spannungsbogen. Als Leser kann man die Handlung überhaupt nicht vorausahnen, da eben kein großes Ziel angestrebt wird. Die Handlung plätschert so dahin. Wichtige und unwichtige Ereignisse werden nacheinander geschildert, ohne das man im ersten Moment ausmachen kann, was überhaupt relevant ist. Besonders ist auch die Sprache: Da "Unten" alles verkrüppelt ist, sind die Bezeichnungen für Lebensmittel etc. auch verkrüppelt, es fehlen Buchstaben. Für das Verständnis ist das nicht schlimm, dann man weiß trotzdem, was gemeint ist. Das gleiche gilt allerdings auch für die Namen, die sich dadurch etwas schwer lesen lassen. Allerdings weiß man so schnell, wer nach "Oben" und wer nach "Unten" gehört. Überhaupt ist die Sprache sehr nüchtern. Es werden kaum Emotionen wiedergegeben, alles wird eher sachlich berichtet. Das wirkt sich dann auch auf die Geschichte aus und vielleicht kann man dadurch auch die fehlende Sympathie zu den Charakteren erklären. Die Nüchternheit der Sprache macht die geschilderten Umstände aber nur noch schlimmer bzw. eindrücklicher. Ich hatte das ein oder andere Mal Gänsehaut. Das Buch an sich ist nichts für schwache Nerven. Es ist ziemlich brutal und beschönigt nichts. Die Handlung endet dann ziemlich plötzlich. Das Buch zu lesen macht eigentlich nur Sinn, wenn man sich auch den zweiten Band vornimmt. Ob es weitere gibt bzw. in Planung sind, weiß ich leider nicht. Wie gesagt, das Buch ist speziell und kann deswegen auch sehr leicht enttäuschen. Ich kann mich noch nicht entscheiden, ob ich das Buch lieben oder hassen soll und vergebe deswegen 3 Sterne. Den zweiten Teil werde ich auf jeden Fall lesen!
Die Jugendlichen Lucen, Gerges und Ludmilla leben am Hang eines Berges. Während Lucen und Gerges in der Unterstadt wohnen, lebt Ludmilla behütet im Luxus der Oberstadt. Dort gibt es genug Wasser, Energie und saubere Luft. Getrennt werden die Städte von Nox, einer dichten Wolke aus Schmutz, die dafür sorgt, dass die Menschen in der Unterstadt in Dunkelheit, Schmutz und Armut leben.
Der Titel Nox bedeutet Nacht und bezeichnet die Lichtverhältnisse in der Unterstadt. Dort herrscht ewige Dunkelheit und die Bewohner können nur mithilfe ihrer Stirnlampen draußen etwas erkennen. Den Strom für dieses Licht erzeugen sie selbst durch an den Sohlen angebrachte Ketten, welche die beim Laufen erzeugte Energie an einen Dynamo weiterleiten. Alle elektrischen Geräte in der Unterstadt werden mit Energie betrieben, die durch Muskelkraft erzeugt wurde. Das ist ein beschwerliches Leben, geprägt von starren Traditionen, brutaler Überwachung durch die Miliz, ungesunder Ernährung und schlechten Luftverhältnissen.
Lucen und Gerges wachsen in diesen Verhältnissen auf, mit der Verpflichtung in die Fußstapfen ihrer Väter zu treten. Besonders für Gerges ist dies schwierig, da sein Vater Mitglied der Miliz ist, die nachts mit Angst und Schrecken die Bevölkerung terrorisiert. Nachdem Gerges der Miliz beigetreten ist, versucht er sich treu zu bleiben. Wie weit wird er gehen, um seinen Vater stolz zu machen?
Das war für mich eines der zentralen Themen dieses Buches: Jugendliche und ihr Umgang mit den Erwartungen, welche die Familie an sie hat. Wie weit lassen sie sich von der Denkweise und den moralischen Werten der Eltern beeinflussen? Genau wie im wirklichen Leben wird es ihnen nicht leicht gemacht, ihren eigenen Weg zu finden und zu gehen.
Die Handlung wird von den drei Jugendlichen als wechselnden Ich-Erzählern geschildert. Dabei wird ab und zu die gleiche Szene aus verschiedenen Blickwinkeln dargestellt, was dazu führt, dass man sich tiefer in das Geschehen hineinversetzen kann. Leider nimmt es auch etwas den Schwung aus der Geschichte, da es so natürlich langsamer vorangeht.
Der Autor schildert in diesem Band vor allem die Unterstadt detailliert, sodass die dort herrschende düstere und beklemmende Atmosphäre förmlich spürbar ist. Verstärkt wird dieser Eindruck durch den Vergleich mit Ludmillas Leben in der Oberstadt. Dieses macht die soziale Ungerechtigkeit deutlich, weckt aber auch die Hoffnung, dass ein besseres und freies Leben überhaupt möglich ist.
Fazit: Spannender Auftakt einer düsteren Dystopie, der mich neugierig auf die Fortsetzung gemacht hat.
Irgendwann in der Zukunft ist die Welt von NOX eingehüllt, einer dichten Wolke aus Schmutz. Während die 10% Reichen in lichten Höhen leben, umgeben von Sonne, frischer Luft und allem, was das Leben leichter macht, fristen die Armen unten, in ständiger Dunkelheit ihr Dasein. Auf engstem Raume sind sie stets mit dem Kampf ums Überleben beschäftigt, fortwährend in Bewegung um Energie zu erzeugen und haben dennoch nur einen Bruchteil der Lebenserwartung der Reichen. Doch nicht alle ergeben sich ihrem Schicksal, sondern versuchen mit der Teilnahme an geheimen, illegalen Organisationen sich ein Recht auf ein besseres Leben zu erkämpfen. Gerges und Lucen gehören nach Unten und sind schon immer eng befreundet, obwohl Gerges Vater ein Milizführer ist, einer grausamen Gruppierung die die Bevölkerung unten wilkürlich bespitzelt und drangsaliert. Lucens Vater scheint sich jedoch aus allem rauszuhalten und Lucen will seinem Beispiel folgen. Doch bald schon wird die Freundschaft der beiden Jungen auf eine Bewährungsprobe gestellt, da Gerges auf Befehl seines Vaters zur Miliz soll. Und Lucen hilft verbotenerweise der jungen Ludmilla aus der Oberstadt, ihr Kindermädchen zu suchen. Es ist eine grauenvolle Welt, die Grevet hier entwirft. Die Unterstadt lebt unter erbärmlichsten Bedingungen, kaum sauberes Wasser, vergiftete Luft, keine frischen Lebensmittel, zur Erzeugung von Energie müssen die Ärmsten der Armen, bevorzugt Kinder, Tag und Nacht in die Pedale treten, aus Insekten wird braunes Pulver gemahlen, um so den Proteinbedarf zu stillen. Doch das eigentliche Thema des Buches ist die Entwicklung der Persönlichkeit der drei Hauptpersonen. Alle sind um die 16 oder 17 Jahre alt und waren bisher kaum bis überhaupt nicht an Politik interessiert. Doch langsam werden sie erwachsen und beginnen, ihren eigenen Maßstab für Gerechtigkeit und Freiheit zu entwickeln. Jeder der drei Protagonisten erzählt die Geschehnisse aus seiner Sicht, sodass manchmal das gleiche Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven berichtet wird, wobei (fast schon über-)deutlich wird, zu welch verschiedenen Reaktionen Missverständnisse und Manipulationen führen können. NOX ist als Trilogie angelegt, wobei sich der erste Teil auf die Entwicklung der drei jungen Menschen bezieht: Wie wurden sie zu denen, die sie (vermutlich) in den beiden Fortsetzungen sein werden? Eine düstere Geschichte, die mich mit diesem Beginn neugierig auf die Fortsetzung macht.
Des jeunes de différent niveaux sociaux entre en age adulte. Et ils découvrent leurs monde en se croisant. Ils doivent choisir de suivre leurs parents ou leur propre voie dans un monde sur polluer ou les riches et les pauvres sont deux peuples complètement différent.
J'ai bien apprécié. J'ai eu du mal à y entrer, la mise en place est longue, on apprend à connaitre les personnages et leur univers avant de rentrer dans le vif du sujet. Mais on ne peut plus le lâcher une fois que le mécanisme se mets en marche.
Dans quoi est ce qu'ils se retrouvent tous embarqué ?
,Le premier tome, Ici-bas, met en scène 3 personnages : Lucen, Gerges et Ludmilla qui vivent dans un monde scindé en deux : la basse ville et la haute ville. On raconte l’histoire de chacun mais aussi l’histoire qui va finir par les lié. Dans chaque chapitre, on suit l’un de ces personnages et on fait des bonds en arrière pour revivre la «scène» sous l’angle d’un autre. Selon peut sembler répétitif mais pas du tout, l’auteur réussit par ce procédé à inclure le lecture. On a vraiment l’impression d'être partie intégrante du roman. . Comme pour Méto, l’écriture de Yves Grevet est accessible et très agréable. Je conseille très fortement cette duologie qui me semble plutôt méconnu.
This is just an amazing YA book to read. A break from all these super-hyped books that are all the same. Lucent is the perfect hero, Ludmilla is a bit stupid but a good character, and Gerges is just so well-written, his dilemma is real and sort of heartbreaking. It starts slow and leads to a terrific ending, and I'm very eager to read the next one, because with that end, and what Yves Grevet is capable of writing, I just know it's going to be amazing.