Die Reihe »booklet« liefert nach, was in den DVD-Boxen fehlt: Lektüren zur Serie.
Wenn wir nicht zusammen leben können, sterben wir alleine. Ein Flugzeug stürzt auf einer Insel ab, die mehr Geschichte hat, als Vernünftige verstehen, und mehr Wissenschaft und Technik, als Mystiker glauben möchten. Immer tiefer in Vergangenheit, Zukunft und seitwärts von beiden weg führt die Suche nach dem Fluchtweg ein ausuferndes Figuren-Ensemble, bis die hyperdichte Allegorie auf alles Mögliche anfängt, ihre Voraussetzungen zu verschlingen. Sechs Staffeln »Lost« und die böseste aller Menschheitsfragen: Was geht hier eigentlich vor?
Wenn ein Vertreter der Hochliteratur über eine Bild- und Erzählgewaltige, hochkomplexe Drama-Fernsehserie wie LOST philosophiert, kommt so ein sprachlich dichtes und schwierig zu lesendes Essay heraus. Man kann sich dennoch als begeisterter Konsument dieser TV-Show über die hintergründigen Interpretationsansätze erfreuen und sich nochmals an einige Schlüsselerlebnisse dieser genialen Serie erinnern. Dietmar Dath gelingt es einige neue Sichtweisen zu erschließen, auch wenn die Sprache und Wortwitz für den Normalo-Leser etwas sperrig wirkt, dennoch ein lohnendes Werk von erfreulicher Kürze...