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Mingus

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Für die einen ist dieses Wesen ein Wunder, für die anderen der neue Messias oder eine mörderische Waffe: Mingus. Alle wollen ihn haben. Er ist aus den Wäldern gekommen und ahnte nichts von seiner Einzigartigkeit. Ein Mädchen war bei ihm, Nin, vor Jahren entführt aus der Stadt. Alle denken, er hätte sie geraubt. Niemand glaubt Nin, als sie beteuert, dass Mingus ihr Retter sei. Alle suchen ihn. Doch Mingus findet immer wieder Unterstützer, die ihn vor allem für ihre Ziele einzuspannen versuchen. Dabei will er nur eins: Nin finden und mit ihr dorthin zurückkehren, wo sie beide glücklich waren. Für Nin ist es unerträglich, nicht zu wissen, ob Mingus noch lebt. Er muss leben, sie würde doch spüren, wenn der Liebe ihres Lebens etwas Schreckliches zugestoßen wäre. Und so macht sie sich auf die Suche...

300 pages, Paperback

First published October 1, 2012

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Keto von Waberer

37 books2 followers

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Community Reviews

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1 star
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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Isabella.
504 reviews118 followers
October 30, 2012
Als ich zum ersten Mal Glück bei der Leserunde in Lovelybooks hatte, freute ich mich sehr auf das Buch. Doch leider wurde ich enttäuscht - wobei enttäuscht eigentlich fast kein Ausdruck ist. Denn ich finde leider, dass es hier an diesem Buch vorne und hinten fehlt.
Das Ganze, was sich die Autorin hinter dem Ganzen gedacht hat, klingt doch wirklich nicht schlecht: Mingus, eine Kreuzung zwischen Mensch und Tier, Leute, die hinter ihm her sind, eine dystopische Welt etc. Aber ich habe mich im Laufe des Buches gefragt, was die Autorin mit der Idee gemacht hat? Die Antwort ist leider: nichts. Überall sind nur Ideenansätze, nichts Geklärtes. Die Autorin verwendet irgendwelche Begriffe wie z.B. Ci-Po oder Pam, die bestimmte Dinge in ihrer Welt darstellen, aber es wird in keinem einzigen Satz auch nur annähernd erwähnt, was das ist! So muss man sich alles selbst zusammen reimen. Sehr ärgerlich. Außerdem erfährt man keine Details über die Welt, in der Mingus, Nin und die anderen Leben. Nichts. Weder, was mit der Welt passiert ist, dass es z.B. keine Tiere mehr gibt, oder wie die Welt dargestellt wird, in der jetzt gelebt wird.
Die Handlung... oh je. Zwar geht es voran, aber viel zu flach und unzureichend erklärt. Viel zu schwammig. Ich habe manchmal gar nicht begriffen, ob oder was passiert ist. Es gibt gar kein eigentliches Ziel, auf das hingearbeitet wird, ich habe keinen roten Faden entdecken können, und das bis kurz vor Schluss! Das ist ein Zustand, der in einem Buch nicht sein sollte. Es sollte wenigstens über einen längeren Zeitraum hinweg ein Ziel geben, auf das die Protagonisten hinarbeiten. Außerdem spielt das Buch in einem sehr großen Zeitraum ab, dessen Zeitsprünge nicht immer ganz klar sind.
Die Charaktere... also im Buch wird regelmäßig aus der Perspektive von sieben (?) Charakteren erzählt, von denen man ruhig drei oder vier hätte streichen können! Es ist nur verwirrend und unnütz. Statt sich auf wenige Charaktere zu konzentrieren, hat die Keto von Waberer zu viele auf einmal genommen und keinen wirklich genau beschrieben. Es wurde nicht klar, was die Charaktere antreibt, was sie fühlen, denken, was sie durchlebt haben, nichts!
Abgesehen davon waren die Charaktere für mich alle ein wenig... seltsam. Ich weiß nicht, ob das nur mir so ging, aber irgendwie haben mir die vorne und hinten nicht gepasst. Auch die Beziehung zwischen Mingus und Nin ist mir nicht recht klar geworden? Als Nin sich angeblich in Mingus "verliebt" hat, hat dieser sie für einen Jungen gehalten. Für seinen kleinen Bruder. Woher die plötzlichen Gefühle? Dass Nin sich in ihn verliebt... gut. Aber mir erschien das alles einfach nicht schlüssig, vor allem diese große Liebe und die Suche nacheinander.
Der Schreibstil war von Anfang bis Ende mein größtes Hindernis. Er ist jugendlich, beinahe kindlich und besteht fast ausschließlich aus kurzen Hauptsätzen, was den Lesefluss ständig unterbricht. Ich habe nie mehr als zwanzig Seiten am Stück lesen können und so wirklich lange für das Buch gebraucht. Außerdem ist er bei jedem Charakter derselbe. Es gibt abgesehen von den Namen, die Gott sei Dank am Rand jeder Seite stehen, keine Unterschiede! Es ist mir tatsächlich öfters untergekommen, dass ich Charaktere einfach verwechselt habe. :/ Das Vorankommen fiel mir wirklich schwer...

Fazit:
"Mingus" ist leider ein Buch, von dem es nur eine Idee gegeben haben zu scheint, und dann nichts mehr. Keine Entwicklung, keine Ausarbeitung. Von mir konnte es von vorne bis hinten nicht überzeugen und es war pure Überwindung, das Buch zu lesen. Leider überhaupt keine Empfehlung, wenn überhaupt lest mal in die Leseprobe rein und schaut, ob der Schreibstil was für euch ist...
Profile Image for Buchdoktor.
2,365 reviews190 followers
June 8, 2013
Inhalt
Mingus ist eine sehr gut aussehende Chimäre, eine Kreuzung zwischen Mensch und Tier. Sein Schöpfer, den Mingus "Papa" nennt, hat dieses im Labor entstandene Wesen trainiert und lange vor der Welt verborgen. Nun ist Papa tot und Mingus ist auf das angewiesen, was er in seiner abgeschlossenen Welt lernen durfte. Mingus Schöpfer Leo wollte nicht, dass sein Schützling lesen und schreiben lernt. Mingus kann nur das wissen, was ihm "Papa" beigebracht hat und deshalb müssen wir uns als Leser mit dem zufrieden geben, was Mingus aus seiner eingeschränkten Sicht wahrnehmen kann. Dinge, die Menschen herstellen und benutzen, kann Mingus sehr anschaulich aus seiner Mensch-Tier-Perspektive beschreiben, bei abstrakten Begriffen wird das schon schwieriger. Mingus lebt in einer dystopischen Welt, in der ein ganzer Kontinent unbewohnbar ist und Tiere ausgestorben sind. Es gibt zwar noch Ratten und ein paar verwilderte Schweine, die Menschen trauen sich jedoch nicht mehr, Fleisch zu essen.

Zum Glück für Mingus gerät er auf seinem Weg in bewohnte Zonen an Tara, eine betagte Frau, die in einem früheren Leben einmal eine fähige Chemikerin war. Tara sollte eigentlich, wie alle Frauen, in einer staatlich geduldeten Sekte leben, doch sie hat sich in ein Leben als Vogelfreie in der Illegalität abgesetzt. Die anderen Frauen verbringen ihr Leben in der Sekte der Goyanerinnen hauptsächlich mit dem Versuch, mit ein paar zu diesem Zweck gefangen gehaltenen Männern Nachwuchs zu zeugen. Da ihre Versuche selten erfolgreich waren, werden die Menschen demnächst aussterben. Taras Leben ist so sterbenslangweilig, dass es ihr völlig egal ist, ob das schnarchende Wesen sie töten wird, das ihr in die Ruine geschneit ist - Hauptsache ein Lebewesen! Mit der Erkenntnis, dass Tara von Heuschrecken und ein paar Speisepilzen aus eigenem Anbau lebt und Mingus als Fleischfresser kaum satt zu kriegen ist, ahnt man bereits, welch tragikomische Szenen in dieser dystopischen Geschichte noch bevorstehen. Eine der insgesamt 7 Erzählerstimmen gehört Nin, weit und breit der einzigen Jugendlichen in Mingus Welt. Nin hat ein traumatisches Erlebnis hinter sich, über das sie sich mit einer Zuhörerin unterhalten soll, die ihre genetisch optimierten Oberschicht-Eltern für sie bestellt haben. Um Nin vor der feindlichen Umwelt zu schützen, wurde die Haustechnik abgestellt und Nins Roboterhund zerlegt und versteckt. Gonzo, das Robotier wird eine für die Handlung entscheidende Rolle spielen. Das Viech reagiert sehr ironisch. Für diese Programmierleistung muss man Nin Bewunderung zollen - künstliche Intelligenz mit Sinn für Ironie würde ich auch gern programmieren können.

Mingus gerät durch seine Flucht aus der Wüste zwischen alle Fronten. Tara ist ihm wohlgesonnen, will ihn beschützen und kann sich ihm erstaunlich gut verständlich machen. Die lüsternen Goyanerinnen wollen Mingus (ist ja klar, wofür), der Herrscher und die letzten betagten Wissenschaftler wollen Mingus und die Aufzeichnungen seines Schöpfers Leo. Wer über die Technologie des Züchtens von Mutanten verfügt, wird zukünftig die verbleibenden Menschen regieren. Mit Ausnahme von Tara und Nin wollen die konkurrierenden Grüppchen Mingus für ihre Zwecke instrumentalisieren - es kommt zum Aufruhr.

Fazit
Dystopien sind häufig einfach gestrickt, um sprachlich und inhaltlich mühelos konsumiert werden zu können. Leser erwarten das inziwschen. Eine verwüstete Welt nach dem Ende unserer Zivilisation dient als Kulisse, vor der die Figuren um ihr umittelbares Überleben kämpfen und sich auch ineinander verlieben dürfen, da sich die Bücher an eine Lesergruppe ab 14 richten. Die Hauptfiguren empfinden so wie ihre jugendlichen Leser, so dass man sich nicht groß anstrengen muss, um sich in sie hineinzuversetzen. Zu interessanten Fagestellungen, wie genau die Menschen in lebensfeindlicher Umgebung existieren und sich fortpflanzen, kommt es in dystopischen Stoffen nur selten. In einem überlaufenen Genre etwas Neues zu wagen, finde ich deshalb sehr mutig von Keto von Waberer.

Mingus, der als erster Icherzähler auftritt, kann nur das ausdrücken, was ihm bewusst ist. Als Leser ist man sich dieses eingeschränkten Blickes von Anfang an bewusst und muss sich aus den Berichten aller Beteiligten die Informationen zusammensuchen. Leider hat Mingus als entscheidender Charakter mich am wenigstens überzeugt, weil er zu stark mit der Stimme der Autorin spricht und nicht konsequent als eigenes, für den Roman erdachtes Wesen. Aus den verschiedensten Gründen haben auch die anderen Figuren ihren persönlichen Tunnelblick, z. B. weil sie Sektenmitglieder sind, in einem totalitären Staat leben oder von jemanden beschützt werden wie Nin. Für die Leser könnte am Ende der Geschichte unbekanntes Terrain zurückbleiben, über das sie nichts erfahren. Mingus Vorgeschichte und die Möglichkeit der Zeugung in der Petrischale ist wichtig für das Verständnis der Handlung, wird jedoch nicht weiter vertieft. Deshalb wirkt die Geschichte auf mich wie das obere Achtel eines Eisbergs - sie verbirgt ihren größeren Teil; beim Lesen muss ich ihn mir erst erarbeiten. Da Keto von Waberers dystopische Welt außer von Nin mit erwachsenen, teils sehr alten, Figuren bevölkert ist, gibt es für Jugendliche wenig Identifikationsmöglichkeiten.

Die Vorgänge bei den Männer verschlingenden Goyanerinnen schildert die Autorin mit sehr viel Witz, allerdings bezweifele ich, dass diese Anspielungen bei Jugendlichen ankommen. Zu erfahren, wer die Figuren sind und welche Verbindungen zwischen ihnen bestehen, fand ich aus der Perspektive des Erwachsenen äußerst spannend. Für eine jugendliche Zielgruppe fehlt dem Buch ein roter Faden; das Handlungstempo scheint sich zum Schluss sogar zu verlangsamen. "Mingus" ragt mit pfiffigen Ideen aus dem Dystopien-Durchnitt hervor. Es wird durch die anspruchsvolle Konstruktion aus sieben Erzählerstimmen leider ein Buch sein, das von erwachsenen Kritikern gelobt oder ausgezeichnet, aber nur von sehr geübten jugendlichen Lesern gelesen wird. Ohne die unglückliche Einstufung als Jugendbuch hätte ich Mingus gern 4 Sterne gegeben.
1 review1 follower
Read
April 14, 2015
J'étais impatiente de commencer ce roman, notamment car le résumé me faisait très envie. D'un autre côté, je ne savais pas à quoi m'attendre, n'ayant jamais de roman de la collection Epik, et cela faisait longtemps que je n'avais pas lu de romans fantastiques/utopiques.
Il ne se lit pas très vite, et cela m'a découragé à plusieurs reprises. D'autant que je n'étais pas totalement emporté dans l'histoire, ce n'était pas toujours avec grand plaisir que je me remettais à ma lecture.
Bref, voici quelques mots sur l'histoire!

Mingus et Nin sont opposés par tout: lui n'est pas totalement humain, il est mi-homme mi-lion, le monde entier le recherche. Elle est une Aristo, elle est donc privilégiée, et très protégée par ses parents. Et pourtant, ils s'aiment, et vont tout faire pour se retrouver, malgré les résistances qu'ils vont rencontrer.

Il y a énormément de personnages, de groupes, et d'un chapitre à l'autre, on change de narrateur. Je n'ai jamais été réellement perdue, mais on ne sait plus où donner de la tête: les personnalités des différents narrateurs, leurs façons de parler, leur caractéristiques s'estompent au fil des pages. On passe d'un endroit à un autre, des anciennes histoires ou tensions entres personnages secondaires réapparaissent et deviennent plus importants que l'essentiel: Mingus et Nin.

Je ne vais pas m'étendre plus que nécessaire sur ce roman. Il se passe beaucoup (trop) de choses, ce qui gâche l'intrigue, mais cela reste une bonne lecture. J'ai bien aimé l'écriture de Keto Von Waberer, et c'est très recherché!
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