Jump to ratings and reviews
Rate this book

Asche und Phönix

Rate this book
Parker und Ash haben nichts gemeinsam. Er ist Hollywoods größter Jungstar, das Gesicht des Magiers Phoenix aus den Glamour-Filmen. Sie ist eine »Unsichtbare«, nirgends zu Hause, getrieben von der Angst, wie alle anderen zu sein. Doch dann erwischt Parker Ash in seiner Londoner Hotelsuite, wo sie gerade sein Bargeld klaut.

Parker kann sein Leben im Fokus der Medien nicht mehr ertragen. Und nutzt die Chance, mit Ash vor den Fans und Paparazzi zu fliehen. Dabei scheint er geradezu körperlich abhängig von Ruhm und Aufmerksamkeit. Ihre gemeinsame Flucht führt sie durch Frankreich an die Côte d’Azur – auf den Spuren eines teuflischen Paktes, verfolgt von einer dämonischen Macht, die sie gnadenlos jagt.

460 pages, Hardcover

First published January 1, 2012

16 people are currently reading
525 people want to read

About the author

Kai Meyer

141 books1,447 followers
With millions of books sold worldwide, Kai Meyer is one of Germany's most successful authors. His novels have been translated into 27 languages including English, Spanish, French, Italian, Japanese, Russian and Chinese.

Kai Meyer was born in 1969 in northern Germany. He began college at the University of Bochum, Germany, where he studied film, theatre, and philosophy. After a year, he dropped out to work for a newspaper as a trainee journalist, followed by two years as a staff journalist.

Kai wrote his first novel in his early 20s, and it was published when he was just 24 years old. He has been a full-time novelist since 1995. To date, Kai has written nearly 50 books – some for adults, some for teenagers. Kai’s books are mostly historical with strong fantastical overtones. There are over 1.5 million Kai Meyer books in print in Germany, and he is quickly gaining popularity in other countries as well: THE WATER MIRROR went into its third US printing before it was even delivered to bookstores, and his young adult dark fantasy series SIEBEN SIEGEL is a substantial hit in Japan. The British edition of THE FLOWING QUEEN / THE WATER MIRROR won the 2007 Marsh Award for Best Children´s Book in Translation.

In 2007 his historical novel DAS GELÜBDE (The Vow) was turned into a movie by celebrated German director Dominik Graf. SIEBEN SIEGEL is set to be filmed in 2008, other books are optioned.

Kai has also written screenplays, two of which have been made into TV movies. He is the author of a hardcover comic book, PANDORAMICUM, and is one of the creators of the fantasy role-playing game ENGEL (US edition by White Wolf).

Kai Meyer lives in Westphalia near the Rhine in Germany.


Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
300 (27%)
4 stars
398 (36%)
3 stars
268 (24%)
2 stars
89 (8%)
1 star
31 (2%)
Displaying 1 - 30 of 95 reviews
Profile Image for Aleshanee.
1,720 reviews125 followers
July 7, 2015
Meine Meinung

Ich habe das Buch eine Weile vor mir hergeschoben, weil ich mit der Handlung vom Klappentext her nicht so recht warm geworden bin. Da ich aber ein großer Kai Meyer Fan bin, musste ich es endlich zur Hand nehmen! Und ich habs nicht bereut :)

Der Schreibstil ist einfach, aber sehr anschaulich und man fliegt regelrecht durch die Seiten. Erzählt wird aus den Perspektiven der beiden Protagonisten Parker und Ash, die auf sehr ungewöhnlichem Weg zueinander finden.

Parker ist ein Hollywoodstar wie er im Buche steht. Die Premiere seines 3. Filmes steht an und die Fans belagern jeden seiner Schritte. Die Karriere hat sein Vater angetrieben und das Verhältnis der beiden ist mehr als ungewöhnlich. Parker möchte diesem goldenen Käfig entfliehen, wirkt aber trotz seiner klaren Entscheidungen immer etwas verloren, da sein bisheriges Leben nach einem festen Plan geregelt war, dem er kaum entfliehen konnte.

Ash hingegen ist auf den Straßen von London zu Hause und hält sich mit Diebstählen über Wasser. Sie hat eine komplizierte Vergangenheit und möchte am liebsten in der Menge untertauchen und "unsichtbar" sein. Die Zurückweisungen haben sie einsam gemacht, weshalb sie sich aus der Welt zurückzieht.

Auch wenn Kai Meyer die unglücklichen Umstände der beiden anspricht, reitet er nicht ständig darauf herum und legt den Fokus eher auf eine spannende Entwicklung, die die beiden auf eine rasante Flucht von London über die Küsten Frankreichs bis nach Monaco führt.

Anfangs scheint alles noch recht banal zu sein, doch die Handlung bekommt schnell eine Spur von subtilen, geheimnisvollen Nuancen, die sich hinter dem bitteren Familiengeheimnis von Parker verbergen. Langatmige Passagen, wie sie in anderen Rezis erwähnt werden, konnte ich nicht entdecken, vielmehr hat Kai Meyer eine tolle Balance zwischen Action und ruhigen Momenten geschaffen.
Viele interessante und für mich neue Ideen wurden wieder aus dem Hut gezaubert und auch die Beziehung zwischen Parker und Ash war besonders, ohne Tauziehen und ohne Kitsch - einfach nur ehrlich und authentisch. Erwähnen möchte ich hier auch noch Guignol und Godfrey, zwei Nebenfiguren, die mich jede auf eine völlig andere Weise begeistert haben!
Das Cover gefällt mir hier richtig gut, denn es zeigt sehr schön die Stimmung, die mich durch das ganze Buch begleitet hat. Eine Überraschung gibt es unter dem Schutzumschlag, denn hier gibt es einige Fotos, die Ash auf ihrer Reise geschossen hat. Dieses Hobby, immer und überall Fotos zu machen, zeigt, wie gerne sie an der Welt um sich herum teilhaben möchte und sie durch den Blick durch das Objektiv aber immer auf Abstand hält.

Fazit

Spannende und phantastische Elemente in einer wunderbaren Kulisse mit außergewöhnlichen Charakteren entführen in ein eindrucksvolles Abenteuer, bei dem man einfach nur mitfiebern muss!

© Aleshanee
Weltenwanderer
Profile Image for Nadjab.
2,217 reviews
March 15, 2015
Erste Sätze
Der Smiley stand in Flammen.
Er befand sich auf dem Boden eines ausgetrockneten Swimmingpools und hatte einen Durchmesser von zwei Metern.



Klappentext
Parker und Ash haben nichts gemeinsam. Er ist Hollywoods größter Jungstar, das Gesicht des Magiers Phoenix aus den »Glamour«-Filmen. Sie ist eine »Unsichtbare«, nirgends zu Hause, getrieben von der Angst, wie alle anderen zu sein. Doch dann erwischt Parker Ash in seiner Londoner Hotelsuite, wo sie gerade sein Bargeld klaut. Parker kann sein Leben im Fokus der Medien nicht mehr ertragen. Und nutzt die Chance, mit Ash vor den Fans und Paparazzi zu fliehen. Dabei scheint er geradezu körperlich abhängig von Ruhm und Aufmerksamkeit. Ihre gemeinsame Flucht führt sie durch Frankreich an die Côte d’Azur – auf den Spuren eines teuflischen Paktes, verfolgt von einer dämonischen Macht, die sie gnadenlos jagt.


Meine Meinung
Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben. Dabei wird hauptsächlich aus der Sicht von Parker und Ash berichtet.
Parker Cale ist ein mittelmäßiger Schauspieler, der durch die Rolle eines Helden einer Kinder/Jugendbuchreihe Phoenix Hawthorne berühmt wurde. Doch er hat diese Rolle nur erhalten, weil sein Vater ihn für diese Rolle haben wollte. Wer sich hinter dieser Fassade verbirgt, weiß selbst er nicht so genau, aber er weiß nur eines, dass er nicht mehr Phoenix oder Parker Cole, der Sohn seines Vaters sein möchte, sondern er selbst. Daher bricht er mit seinem Vater und flieht vor den Medien.
Ash, die eigentlich Ashley heißt, lebt sehr unabhängig und einsam. Sie ist mutig, adrenalinsüchtig und hat eine schwere Vergangenheit. Sie hilft Parker Cale nur unfreiwillig bis sie den Menschen hinter dem Star kennen lernt. Sie ist eine tolle, sympathische, starke Protagonistin.
Beide Charaktere entwickeln sich im Laufe des Buches weiter. Ich konnte mich in beide Charaktere gut hineinversetzen und fand ihre Handlungen und Gedanken nachvollziehbar.

Die Geschichte ist rasant, spannend, dramatisch, emotional und actionreich. Es gibt kaum eine ruhige Minute in dem Buch, denn die Protagonisten sind ständig unterwegs. Es ist eine Mischung aus Roadtrip, Flucht, Identitätssuche und sich selbst zu retten mit phantastischen Elementen. Man erfährt erst nach und nach, was es wirklich mit allem auf sich hat, was mir gut gefallen hat. Die Geschichte konnte mich von der ersten Seite an fesseln.


Bewertung
Ein ungewöhnlicher Roadtrip mit ungewöhnlichen Protagonisten, der mich vollends begeistern konnte, daher gibt es von mir verdiente

5 von 5 Würmchen
Profile Image for Amelie.
Author 11 books560 followers
May 21, 2016
Ein neuer Kai Meyer Urban Fantasy Roman. Nach der Arkadien Reihe haben wir alle darauf gewartet und der Autor hat es auch erneut geschafft eine Welt zu schaffen, die den Leser in ihren Bann zieht. Die Idee an sich ist einfach genial! Parker als eine Art neuer Robert Pattinson, der nicht von seiner Rolle als Phoenix Hawthorne wegkommt, die Geschichte um diesen jungen, magiebegabten Mann mit der hübschen Elfe als Freundin allerdings verabscheut. Das gibt jede Menge Potential sich kritisch mit dem Thema Twilight und dem Hype um dessen Schauspieler zu beschäftigen ohne Twilight wirklich direkt anzugreifen. Und ein großer Teil dieses Potentiales ist auch genutzt worden. Besonders, da Ash mit ins Spiel kommt, die genauso wenig Fan der Bücher und Filme ist wie Parker selbst. Es geht in diesem gesamten Zusammenhang auch viel um Ruhm, dessen Folgen und was es für einen Menschen bedeuten kann ruhmreich zu sein. Diesen ganzen Aspekt fand ich sehr interessant
Zunächst habe ich mich ein wenig gewundert, wo denn hier die Fantasyaspekte stecken, denn sie lassen ein wenig auf sich warten. Doch dann beginnt eine Hetzjagd bei der jede Menge Menschen ums Leben kommen. Dieser Teil war äußerst spannend geschrieben und konnte mich auch vollends packen! Leider muss ich sagen, dass, je näher ich dem Ende kam, desto mehr konnte ich sagen, was als nächstes geschehen würde. So war das große Finale, nämlich der Kniff, den Parker benutzt um sich vom großen Gegenspieler zu befreien doch recht vorhersehbar und damit nicht ganz so packend wie ich mir das erhofft hatte.
Die beiden Hauptcharaktere sind einem auf Anhieb sympathisch. Die junge Ash, die in ihrem Leben bisher kein einziges Mal Glück hatte, deshalb auf der Straße gelandet ist, und nun über die Runden kommt, indem sie andere Leute bestielt. Und natürlich Parker, der die Nase gestrichen voll hat für seinen Vater, den Medienmodul, die Marionette zu spielen. Auch haben die beiden sehr gut harmoniert und man könnte sich tatsächlich vorstellen, dass diese Beziehung auch von Dauer sein könnte, obwohl Parker berühmt ist.
Kai Meyers Schreibweise war natürlich auch wie immer ganz fantastisch! Allerdings gab es hier ein Problem: Wenn man sich den Plot so ansieht, dann dürfte man glauben, dieser Roman sei sehr amüsant geschrieben, Kai Meyer schreibt allerdings grundsätzlich eher ernst. Und das beides hat für meinen Geschmack nicht ganz so gut harmoniert wie ich mir das erhofft hatte. Das Potential wurde nicht vollends ausgeschöpft, aber gut war der Roman natürlich trotzdem!

FAZIT


Schreibstil: 4 Herzen
Charaktere: 4,5 Herzen
Emotionale Tiefe: 4,5 Herzen
Spannung: 3,5 Herzen
Humor: 3,5 Herzen
Originalität: 4 Herzen

Ein Roman mit sehr interessanter Thematik und sehr sympathischen Charakteren, von dem ich mir aber noch ein klein wenig mehr erwartet hätte. Die Arkadien Reihe hat mir da noch einen Hauch besser gefallen.
Profile Image for Nora Eliana | Papertea & Bookflowers.
271 reviews73 followers
February 26, 2023
actual rating: 2.5

Ich mag den Schreibstil von Kai Meyer unglaubich gerne, das war auch bei diesem Buch nicht anders. Aber leider konnte mich die Geschichte nicht so richtig packen und auch die Beziehung der beiden Hauptcharaktere war mir zu ... plötzlich. Da ist bei mir kein Funke übergesprungen.

Die Idee fand ich aber wirklich cool und auch das Ende hat mir gefallen. Auch die Nebencharaktere waren nicht schlecht. Insgesamt hätte es dem Buch glaube ich nciht schlecht getan tatsächlich etwas länger zu sein, damit bestimmte Dinge mehr Zeit hätten sich zu entwicklen.

Trotzdem froh es gelesen zu haben, und es hätte mir wahrscheinlich noch mehr gefallen, wenn ich es so mit 13 gelesen hätte.
Profile Image for Aran.
96 reviews4 followers
January 3, 2013
Dieses neue Buch von Kai Meyer ist für mich schwer zu bewerten. Ich liebe die meisten Bücher dieses Autors. Umso schwerer fällt es mir zuzugeben, dass mich dieses Buch mehr als gelangweilt hat. Ständig verlor ich den Faden (dank Nanni fand ich wieder in die Geschichte zurück), die Charaktere ließen mich, bis auf ein paar Momente, völlig kalt, die aufkommende Spannung übertrug sich nicht auf mich als Leser. Ich bin enttäuscht und versuche mir zu erklären warum das so war. Lag es am Hörbuch? War es nicht die richtige Zeit für dieses Buch? Hab ich genug von solchen Geschichten? Eigentlich würde ich diese Fragen mit nein beantworten. Ich vermute, ich konnte mehr mit seinen Büchern anfangen als er komplett eigene Welten erschuf und sich nicht zu sehr in die Realität wagt. Als nächstes liegt die Alchimistin von ihm auf meinem SUB. Ein Buch, dass er schon vor einiger Zeit geschrieben hat. Ich freu mich trotz dieses Dämpfers sehr drauf.
Profile Image for Jess.
314 reviews60 followers
November 27, 2012
Ich glaube ich habe einfach mehr erwartet.
Das Buch war natürlich gut, keine Frage.
Kai Meyer beweist mal wieder das er einen wundervollen Schreibstil hat. Die Charaktere sind allesamt gut zusammengestellt und die Geschichte an sich war spannend und bewegend.
Aber im Endeffekt hat mir irgendwas gefehlt. Irgendwie dieses gewisse "Etwas" das es geschafft hat mich in der Arkadien Trilogie so zu verzaubern. In diesem Buch hat es mir gefehlt.
Die Geschichte spulte sich so nach einander ab, wie in einem Film und auch wenn unvorhersehbare Momente dabei waren, war das Ende doch nicht so packend wie ich erhofft hätte und auch irgendwie durcheinander und sehr schnell zu Ende.
Habe definitiv schon bessere von Kai gelesen und freue mich aber trotzdem auf seine nächsten Werke.
Profile Image for Esty.
292 reviews3 followers
August 22, 2025
Bin immer wieder abgedriftet. konnte meine Aufmerksamkeit nicht halten.
Profile Image for Zeilenmalerei.
71 reviews
December 15, 2024
Dieses Buch war … Irgendwie verrückt. Und an manchen Stellen bizarr. Und dann wieder total genial. Mein erstes von Kai Meyer, aber seine Art zu schreiben fasziniert mich so sehr, dass ich nun mehr von ihm lesen möchte!
Profile Image for Vero Nefas.
1 review4 followers
January 4, 2013
Inhalt

Ash lebt als “Unsichtbare” in den Straßen von London. Um über die Runden zu kommen nimmt sie immer wieder Jobs in Nobelhotels an und bestielt die Gäste. Diesmal soll Parker Cale, beliebter Hollywood Jungstar, bekannt als Phoenix Hawthorne aus den erfolgreichen Glamour-Filmen, ihr Opfer werden. Aber es kommt anders als geplant. Er ertappt sie auf frischer Tat. Doch statt Ash zu verpfeifen bittet Parker sie um Hilfe. Er will vor dem Ruhm, der Aufmerksamkeit und vor allem vor seinem Vater fliehen. Aber es scheint, als wäre Parker abhängig von Aufmerksamkeit, als wären der Ruhm und die Anerkennung für ihn überlebensnotwendig.

Zusammen mit Ash will Parker zu seinem Vater an die Côte d’Azur, um sich seinem Vater zu stellen. Schnell müssen die beiden Jugendlichen erkennen, dass sie nicht nur von ihren eigenen, inneren Dämonen verfolgt werden. Eine unheimliche Macht ist hinter ihnen her und diese Macht kennt keine Gnade …

Kritik

Zuerst muss ich wohl sagen, dass mir dieses Buch unglaublich gut gefallen hat – ich hab es an 2 Abenden weggelesen und konnte es kaum aus der Hand legen. Ein wirklich spannendes Buch, das vor allem durch die wundervoll gezeichneten Szenen und Bilder besticht, die der Autor schafft.

Trotzdem lässt es mich ein wenig unbefriedigt zurück. Mir bleiben am Ende zu viele Fragen offen, zu vieles ist ungeklärt. Natürlich muss nicht jedes Geheimnis eines Buches geklärt werden und ich möchte hier nicht zuviel verraten, um anderen nicht den Spaß an der Geschichte zu nehmen. Aber im Prinzip geht es mir am Ende einfach “zu schnell”, teilweise einen Tick zu hektisch. Ich hätte gerne ein bisschen mehr “drum herum” gehabt.

Nun aber zum Buch selbst – Ash und Parker – die beiden Hauptfiguren bleiben für mich sehr abstrakt. Zeitweise kann ich mich zwar wirklich gut in sie hinein versetzen, in anderen Momenten erscheinen mir beide völlig fremd. Das liegt nicht an ihren Biografien die sie im Buch bekommen. Die unterscheiden sich zwar deutlich von meinem Leben, sind aber nicht so ungewöhnlich: Erfolgreicher Junge aus reichem Haus trifft auf ein armes, vom Leben gezeichnetes Mädchen. Trotzdem haben mir die beiden gut gefallen, da ihr jeweiliger Charakter nicht geradlinig gezeichnet wurde, sondern viele Ecken und Kanten, sogar Widersprüche aufwies. Ich habe sie gerne auf ihrer Reise begleitet. Vor allem, weil sie eben nicht immer so reagiert haben wie man es von den Helden eines Buches erwarten würde.

Die Story an sich ist toll – die Idee, die Figuren, die Szenen und wie sie beschrieben sind. Man fliegt geradezu durch das Buch, frisst sich durch die Seiten und möchte unbedingt mehr über die Zusammenhänge und Hintergründe erfahren. Kai Meyers Schreibstil gefällt mir gut. Er schreibt sehr bildhaft und lebendig, so dass man sich die einzelnen Szenen wunderbar vorstellen kann. Es entstehen farbenprächtige und beeindruckende Bilder im Geist, aber es bleibt viel Spielraum für die eigene Fantasie. Ein paar Szenen haben mich ein bisschen gestört, die irgendwie nicht wirklich zum Rest des Romans passen wollten.Sie wirkten fast wie nachträglich eingefügt, um Länge zu erzwingen, die an dieser Stelle für mich nicht nötig gewesen wäre. Beim Ende war ich lange unschlüssig was ich davon halten soll -aber letztendlich bin ich der Meinung, dass es das richtige Ende ist und das man es kaum anders hätte schreiben können.

Besonders gelungen fand ich die Figur des “Gegenspielers”, den ich hier bewusst ins Gänsefüßchen setze. Ein sehr tiefgründiger Charakter, der nicht durch und durch verachtenswert oder eindimensional bösartig ist. Er ist aber auch nicht so gezeichnet, dass man Mitleid oder gar Verständnis für sein Handeln empfinden könnte. Mit Abstand der beste Kontrahent den ich dieses Jahr in einem Buch angetroffen habe und er trägt viel dazu bei, dass mir die Geschichte so gut gefallen hat.

Fazit

Vielleicht bin ich hier ein bisschen zu kritisch, aber mir persönlich ist die Story einfach zu komplex für ein derart kurzes Buch. Ich hätte sie ohne Probleme auch in zwei oder drei Teilen lesen wollen mit ein wenig mehr Tiefgang. Hier wäre – im Gegensatz zu vielen anderen Geschichten – mehr eindeutig auch mehr gewesen.
Nichts desto trotz ist ’Asche und Phönix’ ein lesenswertes, tiefgründiges Buch mit liebenswerten Protagonisten, interessanten Nebenfiguren und einer kaum kitschigen Liebesgeschichte. Vor allem der Kontrahent der beiden Hauptfiguren hat es mir angetan, denn “das Böse” ist nicht immer so leicht zu enttarnen. Es gibt nicht nur schwarz oder weiß, sondern auch viele Graustufen. Und genau die spielen in diesem Buch – sowohl bei den Helden, als auch bei deren Gegnern – eine tragende Rolle und verleihen der Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre
Nicht mit hängen und würgen, sondern sehr verdiente 4 von 5 Sternen. (Trotz der Kritik) Es ist sicher nicht der letzte Kai Meyer den ich gelesen habe!
Besonderes Schmankerl dieser Ausgabe ist übrigens, dass man beim Kauf des Hardcovers die E-book Version gratis dazu bekommt! Find ich klasse.
Profile Image for Lisa.
121 reviews
March 19, 2017
Mein erstes Buch von Herrn Meyer und wirklich ein Glücksgriff; auch wenn das Buch teilweise meinen Geschmack nicht getroffen hat, war ich permanent gefesselt und hypnotisiert von der Handlung. Da will ich gerne noch mehr vom Autor lesen! Parker und Ash waren ein tolles, starkes Protagonistenpaar!
Profile Image for Anna-Lisa.
825 reviews75 followers
November 25, 2012
Inhalt: Parker Cale ist momentan Hollywoods erfolgreichster Jungstar, Danks einem Vater und den "Glamour"-Filmen. Parker hasst allerdings den ganzen Medienrummel sowie auch die Filme, in denen er die Hauptrolle spielt. Er hat keine Lust mehr auf den ganzen Rummel und beschließt kurzerhand mit seinem Vater und seiner Karriere zu brechen. Recht kommt ihm dabei die Diebin Ash, die er in seinem Hotelzimmer erwischt und mit der er gemeinsam verschwindet. Ash ist weniger erfreut über ihren berühmten Anhang, denn eigentlich wollte sie nur sein Geld. Außerdem rechnet sie nicht damit, dass sie in eine Sache reingezogen wird, die nicht mit Fantasyfilmen zu tun hat, sondern sehr realistisch ist: ein alter satanischer Pakt, der in Parkers Familie geschlossen wurde. Gemeinsam machen sich Parker und Ash auf den Weg nach Südfrankreich, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.


Meine Meinung: Erst einige Worte zur Covergestaltung: ich liebe sie! Sie ist einfach schön! Aber nicht nur der Schutzumschlag. Nimmt man diesen ab, kommt ein wunderschönes Buch darunter zum Vorschein, das nicht nur hübsch aussieht, sondern sich auch gut anfühlt. Die Poloroidfotos passen sehr gut zur Handlung des Buches und vermitteln durch die Motive auch so ein bisschen den Eindruck des Roadtrips, der den Leser erwartet.

Zum Schreibstil des Autors sei so viel gesagt: Kai Meyer hat einen flüssigen, gut lesbaren Stil. Er versteht es, Leser durch einen spannenden Schreibstil in seinen Bann zu ziehen. Er schreibt auf den Punkt, unverblümt und genauso, wie junge Leute wahrscheinlich auch reden und reagieren würden. Durch seinen Stil werden auch automatisch die Charaktere glaubwürdig und echt.

Die Geschichte beginnt erst ohne Fantasyselemente und als Leser fragt man sich, was wohl auf einen zukommt. Mich persönlich hat das angespornt, weiterzulesen. Super fand ich die Anspielung auf "Twilight" und andere Filme dieser Art durch die "Glamour" Filme, in denen Parker die Hauptrolle spielt. Ich finde dies sehr amüsant und habe die Anspielungen wirklich sehr genossen. Auch die Fantasyhandlung ist sehr gut integriert und ausgereift: es geht um geheime Kulte, Dämonen und Teufel sowie Sukkubi und Inkubi. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn ich möchte niemandem den Spaß an dieser Geschichte nehmen. Es sei noch gesagt: es gibt spannende Verfolgungsjagden, mutige Helden, schreckliche Kreaturen und einen wunderbaren Schuss Liebe und Romantik!

Die Charaktere musste ich einfach mögen! Ash war herrlich unverblümt, ehrlich, direkt. Sie hat mich etwas an Rosa aus der "Arkadien" Trilogie erinnert und ich mochte Rosa ja bereits sehr. Ash ist mutig und nimmt die Situationen, wie sie kommen, was sich wohl aus ihrer eigenen Geschichte heraus leicht erklären lässt.
Parker ist ein blendend aussehender Hollywoodstar, der aber nicht der hübsche Schönling ist, sondern eigentlich traurig und einsam, belastete mit dem, was sein Vater von ihm verlangt und unwissend, wenn es um das große Geheimnis in seiner Familie geht. Er reißt sich von den Fesseln los, die ihn halten und wird zu einem mutigen Helden.
Ebenfalls mochte ich Lucien sehr gerne! Er ist ein toller Nebencharakter und ich hätte mich sehr über mehr Szenen mit ihm gefreut. Von mir aus hätte er die ganze Handlung über mit von der Partie sein können. :)
Alle Charaktere sind für mich glaubhaft. Jeder Charaktere hat seine Aufgabe und seinen Platz in der Geschichte und ich habe über jeden gerne gelesen.

Was mich besonders gefreut hat: es gibt natürlich auch eine Liebesgeschichte zwischen Parker und Ash. Sie wirkt ebenfalls nicht aufgesetzt oder gezwungen, sondern passt einfach wunderbar in die Geschichte. Es gibt auch keine großen Gefühlsausbrüche, was auch nicht zu den Charakteren passen würde. Die Beiden finden auf ihre Art und Weise zusammen.

Das Ende des Buches ist...cool. Mehr will ich dazu nicht verraten, mir hat es total gut gefallen und ich würde es nicht anders wollen!

Ich habe das Buch gestern in einem Rutsch gelesen und konnte es gar nicht aus der Hand legen. Ich habe jede Sekunde genossen, die ich mit Lesen verbracht habe. Der Roman bekommt von mir volle 5 Sterne für eine wunderbare, actionreiche, spannende Unterhaltung mit tollen Charakteren und einem Schuss Liebesgeschichte!
426 reviews22 followers
January 13, 2013
4.5 / 5.0 Sternen


Ein neues Buch von Kai Meyer? Natürlich muss ich das lesen!, dachte ich, als ich das erste Mal von „Asche und Phönix“ hörte. Bisher konnte mich der Autor mit seinen Büchern überzeugen – vor allem die Kreativität, von der sie zeugen, und die schwierigen und doch sehr authentischen Figuren haben es mir in seinen Romanen angetan. Ob „Asche und Phönix“ da mithalten kann?, fragte ich mich als nächstes.
Der Autor zögert nicht lange und wirft einen sogleich ins Geschehen: Mit der Hauptfigur Ash schlendert man durch die Gänge eines pompösen Londoner Hotels und beobachtet, wie sie ihrer – scheinbar schon perfektionierten – Routine des Klauens folgt. Zeitgleich bekommt man vom Filmstar Parker mit. Er hat es satt von seinem Vater herumkomandiert zu werden, ist in rebellischer Stimmung – und läuft Ash über den Weg. Durch verschiedenste Umstände tun sie sich zusammen – was sich später als recht praktisch erweist. Schließlich wird Parker von seltsamen Kreaturen verfolgt, die alles andere als menschlich sind...
Dass Kai Meyer nicht lange fackelt und gleich loslegt, gefiel mir sehr gut. Auch allgemein ist die Handlung sehr straff gehalten und wird stetig vorangetrieben. Es gibt auch ruhige Momente, doch selbst die dienen dem Fortschreiten der Geschichte. Außer Atem habe ich mich beim Lesen trotzdem nie gefühlt, schließlich sind die spannenden und ruhigeren Augenblicke gut abgewogen und die Geschichte wird nie überhetzt erzählt. Dennoch besteht eine konstante Grundspannung, die es mir fast unmöglich gemacht hat, während des Lesens Pausen einzulegen.
Das Ganze wird sehr stimmig erzählt. Kai Meyers Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend und doch beschreiben sie auf schöne – und realistische – Art und Weise, was um die Hauptfiguren herum passiert. Dabei passt er sich den Situationen gut an: Mal ist die Erzählweise knapp und brutal, mal ist sie ausladender.
Wie in seinen anderen Büchern sind auch die Figure nicht ganz einfach. Auf Anhieb sind sie keine Sympathieträger, dafür haben sie zu viele Macken, sind zu arrogant oder schnippisch. Doch wenn man sie über einige Seiten kennen lernt, kann man sie als menschlich akzeptieren und freundet sich umso stärker mit ihnen an. Deshalb war es bei mir schließlich so, dass ich Ash und Parker ins Herz geschlossen hatte und nicht anders konnte, als mit ihnen zu fiebern, gelegentlich über ihre Macken zu schmunzeln und mich über die immer geringer werdende Distanz zwischen den beiden zu freuen. Auch in Sachen Anziehungskraft setzt Kai Meyer nicht auf typische Klischees, sondern geht es ruhig, wenig dramatisch und natürlich an.
Natürlich gibt es aber auch weniger sympathieerregende Figuren – klassischerweise sind das die „Bösewichte“. Trotzdem kann ich nur staunen, was der Autor sich hier wieder ausgedacht hat. Etwas derartiges habe ich zuvor noch nie gelesen. Kai Meyer beeindruckt mich immer wieder mit seiner unglaublichen Fantasie und der Fähigkeit, seine Ideen so umzusetzen, dass sie ganz natürlich erscheinen und gleichzeitig nicht bereits platt gelatschten Pfaden folgen. Zu viel möchte ich über die Kreaturen dieses Buchs aber nicht verraten, denn die sollte jeder selbst für sich entdecken.
Allerdings will ich all diejenigen vorwarnen, die brutalen Szenen in Büchern nicht so gerne haben – Kai Meyer beschreibt stellenweise sehr bildhaft, was für Brutalitäten den Figuren widerfahren. Mir wurde dabei öfter mal übel. Unschuldig wie viele andere Jugendbücher ist dieses hier nicht, also passt am besten auf.


„Asche und Phönix“ ist ein weiterer gelungener Roman aus der Feder von Kai Meyer. Seine typischen Stärken kommen auch hier wieder in Form realistischer Figuren, eines angenehmen Stils, eines straffen Plots und neuartigen Kreationen zur Geltung. Für alle Fans von Kai Meyer – und solche die es noch werden wollen – ein äußerst empfehlenswerter Roman!
Profile Image for Keksisbaby.
961 reviews26 followers
November 17, 2014
„Asche und Phönix“, sagte Lucien. „Das seid ihr beiden. Ihr gehört zusammen. Du, Ash, kannst diejenige sein, aus der Parker neugeboren wird. Du machst ihn zu einem anderen.“ (S.109)

Unterschiedlicher könnte ein Paar nicht sein. Ash die Hoteldiebin, die eher zu den Unsichtbaren zählt und Parker, der große Kinoheld und Kleinmädchenschwarm, der kaum Privatleben kennt. Als Parker seinem Vater, dem großem Medienmogul die Gefolgschaft kündigt, stolpert er durch Zufall in Ashs Leben. Vom Schicksal als unwillige Partner auserkoren, sind sie auf der Flucht vor der Presse, Parkers ehemaliger Assistentin und einem fiesen Finsterling namens Libatique. Eine unsterbliche Kreatur, die vom Talent eines Künstlers lebt und sich am Ende seine Seele einverleibt. Libatique schloss vor Jahren einen Pakt mit Parkers Vater, der nicht zögerte im Gegenzug zu seinem Leben, dass seines Sohnes an diese Kreatur zu verschachern. Auf der Suche nach einer Möglichkeit den Pakt zu brechen, müssen Ash und Parker erkennen, dass sie sich ineinander getäuscht haben und das sie schon bald mehr verbindet, als die gemeinsame Flucht. Sie ist seine Asche aus der er wiedergeboren wird und die Filmfigur Phönix weit hinter sich lässt.
Ein tolles rasantes Buch, von einem wie ich finde der besten Autoren, die Deutschland zu bieten hat. Und was auch schön war, mal kein Mehrteiler mit Cliffhanger. Die phantastischen Elemente sind schon wie bei der „Arkadien-Trilogie“ so gut in die Geschichte verwoben, dass man als Leser die Existenz einer Kreatur wie Libatique gar nicht erst in Frage stellt. Eine doch recht tragische Figur hinter all dem Bösen. Denn die wahre Kunst stirbt aus und macht Schauspielern Platz, von dessen Ruhm er sich zwar ernähren kann, die ihn aber nicht ausfüllt. Außerdem wartet Herr Meyer auch wieder mit tollen Landschaftsbeschreibungen auf, die einen direkt nach Monaco oder die Cote Azur führen.
Für ein Jugendbuch fand ich es an einigen Stellen ziemlich blutrünstig, denn so fast jeder Verbündete von Ash und Phönix stirbt früher oder später. Und gruselig sind vor sich hinverwesende Helferlein, die einfach nicht sterben wollen allemal. Aber es ist einfach eine tolle Geschichte, die mich gefangen nahm und nicht wieder losließ. Über die Schattenseiten des Ruhms und was Menschen bereit sind alles für das Geld und die Anerkennung anderer zu opfern.
Also schnell in den nächsten Buchladen und „Asche und Phönix“ kaufen, es lohnt sich wirklich, vor allem wenn man schon ein Kai Meyer Fan ist. Auf alle Fälle wird man durch diese Geschichte zu einem.
Profile Image for Nicole Gozdek.
Author 8 books55 followers
April 3, 2015
Ja, ich gebe es zu: Ich bin ein Kai Meyer-Fan. Ich finde es einfach spannend, auf welche Ideen dieser Mann immer kommt. Jedes Buch von ihm ist wie eine bunte Wundertüte: Ich weiß nie, was mich erwartet, wenn ich es aufschlage und zu lesen anfange. Aber eines bleibt immer gleich: der Spaß beim Lesen.

"Asche Und Phönix" gibt es zwar schon seit Januar als Taschenbuch, aber wie so häufig in letzter Zeit, komme ich mal wieder erst Monate später zum Lesen der Bücher, die ich "unbedingt sofort" haben und verschlingen wollte. Wie gut, dass jetzt an Ostern ein bisschen mehr Zeit zum Lesen ist. :-)

Der Roman ist wieder sehr spannend geschrieben und wie bei seinen meisten Romanen sowohl für jugendliche als auch für erwachsene Leser geeignet. Die jugendlichen Leser freuen sich über die Liebesgeschichte, die wie ein Hollywood-Märchen anmutet: Der weltberühmte, gutaussehende Schauspieler Parker verliebt sich in die junge Diebin Ash, die sich allein durchs Leben schlägt, Souvenir-Fotos an den merkwürdigsten Orten zurücklässt und bei ihren Aushilfsjobs gerne Wertsachen mitgehen lässt. Für die erwachsenen Leser hingegen sich die literatur- und kulturgeschichtlichen Bezüge wie ein wissendes Augenzwinkern: Der Pakt mit dem "Teufel" Libatique erinnert an Faust, Libatiques Helfer Guignol ans französische Puppertheater, das Leben der Schönen und Reichen an der französischen Mittelmeerküste mit Inkubi und Sukkubi und vieles mehr sind ebenfalls ein Thema dieses abwechslungsreichen Romans. Es macht wieder Spaß, mit Kai Meyer auf Entdeckungsreise durch seine phantastischen Welten zu gehen. Ich freue mich schon auf seinen nächsten Roman.
Profile Image for Michaela.
113 reviews15 followers
November 24, 2014
Ich bin richtig enttäuscht von Kai Meyer.

Ich habe seine alten Trilogien geliebt, egal ob Wellenläufer oder Seide und Schwert. Arkadien hat mich verzaubert. Phantasmen fand ich beklemmend.

Asche und Phönix hat mich dagegen nur gelangweilt.
Ich fand die Handlung so platt und vorhersehbar wie die Figuren. Sowohl Ash als auch Parker scheinen kaum Persönlichkeit zu haben, obwohl es genau darum geht, dass mehr hinter jemandem steckt als nur ein Filmstar oder eine Diebin.

Mit jedem Twist fand ich die Handlung irritierender, weil nichts so recht aufeinander zu passen schien, erst gibt es große Verwunderung über Dinge, die außerhalb des Normalen liegen und dann wiederum ist es völlig normal, dass es statt einem übernatürlichen Wesen dutzende gibt. Die Figuren scheinen alles einfach nur hinzunehmen und weiter ihres Weges zu gehen, es scheint sie nichts wirklich zu betreffen.

Ich habe noch nie ein Buch von Kai Meyer gelesen, das so langatmig, emotionslos und flach war...
Ich würde es absolut nicht empfehlen.
Profile Image for Sunsy.
1,903 reviews28 followers
December 9, 2012
Ein Jugendbuch der besonderen Art. Ich gebe 09/10 Punkte.

Meine Kurzrezension gibts wie immer im Blog
Profile Image for Silve.
31 reviews
January 9, 2013
Für mich war das Buch... nett, aber ich habe doch mehr erwartet. Die erste Hälfte hat mir gut gefallen, die zweit hat mich deutlich weniger überzeugt. Dazu kommt, dass mich Ash und Parker ein wenig zu sehr an Rosa und Alessandro erinnert haben.
Profile Image for Book-addicted.
890 reviews
January 1, 2013
*Inhalt*
Parker Cale ist ein berühmter Schauspieler. Er spielt den Magier Phoenix Hawtorne, in den berühmten "Glamour"-Filmen und natürlich liegen ihm alle Mädchen zu Füßen. Außer Ash. Während Parker gerade auf dem Weg zur Premiere des neuen Films ist, ist Ash gerade auf dem Weg in seine Hotelsuite: denn sie braucht Geld, Geld zum Überleben. Parker, der sich nach dem öffentlichen Bruch mit seinem Vater früher von der Premiere verabschiedet, erwischt Ash schließlich dabei, wie sie sein Bargeld stehlen will und beschließt kurzerhand mit ihr zu fliehen, um dem Rampenlicht zu entkommen. Auf ihrer Flucht kommen sie einem teuflichen Pakt auf die Schliche...

*Zitate*
"Flüchtig strich ihre Hand über die Anhänger, die sie versteckt unter der Zimmermädchenuniform trug, eine Sammlung religiöser Symbole an Kettchen und Lederbändern: ein Davidstern, ein Kreuz, ein altägyptisches Anch, dazu das achtspeichige Rad des Buddhismus, ein Halbmond und der neunzackige Stern der Bahai. Hätte jemand sie gefragt, ob sie an Gott glaubte, an irgendeinen, hätte sie verneint. Aber sie ging auf Nummer sicher. Zumindest mangelndes Bemühen würde man ihr nicht vorwerfen können."

"Sie verstummte, als er sie anstarrte. Nicht weil sie seinem berüchtigtem Charme erlag - er sah gut aus, na und? -, sondern weil er kein bisschen wirkte wie der Junge auf den Filmplakaten, mit denen man halb London zugepflastert hatte. Sicher, er war es. Aber dieser - wie hieß er gleich? Phoenix Hemingway? -, dieser Typ mit der Elfe im Arm und dem goldenen Schlüssel sah auf dem Poster aus wie der wiedergeborene Messias. Ein Hollywood-Heiland, zur Erde herabgestiegen um den Leuten Actionfiguren und Videospiele anzudrehen. Mit zu viel Kajal um die Augen."

"Ihre Lippen fühlten sich warm an, trocken vom Wind, der durch das Tal wehte und den Geruch von Staub und Baumrinde mit sich brachte."

">Asche und Phönix.<, sagte Lucien. >Das seid ihr beiden. Ihr gehört zusammen. Du, Ash, kannst diejenige sein, aus der Parker neu geboren wird. Er hat sich schon jetzt verändert. Zum besseren natürlich.<"

">Eine Ruine auf einem der benachbarten Berge. Als ich klein war, hab ich mir vorgestellt, dass meine Stofftiere dort gelebt haben, bevor sie zu mir kamen. Und dass ihre Geschwister noch immer dort wohnen. Ich hab das Mondhaus durch ein Fernglas beobachtet und darauf gewartet, das eines von ihnen am Fenster auftaucht.<"

*Erster Satz des Buches*
"Das Smiley stand in Flammen."

*Fazit*
"Asche und Phönix" ist ein Roman des Autor's Kai Meyer. Wer mich kennt, weiß, dass ich zwar bisher nur wenig von Kai Meyer's Romanen rezensiert habe (eigentlich garnichts), trotzdem aber schon seit meiner Kindheit ein großer Fan des Autors bin. Mit seiner Trilogie um die Fließende Königin riss er mich damals in seinen Bann und seitdem habe ich fast jedes Buch von ihm verschlungen, ein Grund mehr natürlich, auch seinen neusten Roman nicht zu verschmähen. Wie ihr durch meine Jahresstatistik schon erfahren habt, ist dieses Buch eines der absoluten Highlights 2012, warum will ich euch jetzt näher bringen.

Der Prolog beginnt mit einem brennenden Smiley in einem Swimmingpool und endet nach knapp 1,5 Seiten damit, dass ein brennender Mann in die Nacht hinaustritt. Sichtlich verwirrt von diesem rasanten Einstieg blättert man als Leser dann zum nächsten Kapitel, weiß aber sofort: diese Information wird später noch einmal von Nutzen sein. Und genau das sollte ein paar hundert Seiten später auch der Fall sein - dieses Mal verfolgt man diese Szene jedoch mit deutlich mehr Hintergrundwissen und deutlich mehr Emotionen.

Anders als andere Bücher ist dieses Buch nicht nur in Kapitel eingeteilt, sondern gleichzeitig auch in 3 Akte - ganz wie es in einem Film gehandhabt wird. Eine schöne Idee, die das ganze etwas authenthischer werden lässt!

Wenn wir uns als nun in das erste Kapitel des ersten Aktes einlesen, begegnet uns als erstes Ash, die gerade dabei ist, sich Zugang zu Parker Cales Hotelsuite zu verschaffen. Wie zu erwarten geht sie dabei mit besonderer Präzision vor und hat für fast alles eine Lösung parat. Als dann plötzlich Parker vor ihr steht und sie dummerweise die falsche Ausrede benutzt, fliegt ihre Tarnung auf. Parker jedoch packt die Gelegenheit am Schopf und beschließt, mit dem Mädchen zu fliehen. Mehr als einmal versucht Ash Parker loszuwerden und später versucht Parker Ash loszuwerden - doch die Umstände schweißen sie zusammen und als Ash Parker irgendwann einfach küsst, ist er zuerst verwirrt. Niemals hätte er gedacht, dass solch ein ruppiges Mädchen Gefühle für ihn entwickelt! Parker jedoch war schnell fasziniert von dem sonderbaren Mädchen, auch wenn es offensichtlich nicht so schien.

Auf ihrer Flucht vor den Paparazzis und einem wirklich bösen Verfolger, taucht Ash immer tiefer in Parkers seltsame Welt ein und erfährt, dass es mehr mystisches zwischen Himmel und Erde gibt, als sie jemals zu träumen gewagt hätte. Unterdessen kommen die beiden einem teuflichen Pakt auf die Spur, dessen Hintergründe jedoch erst nach und nach gelüftet werden müssen.

Ash begegnet uns als selbstsicheres, interessantes junges Mädchen, dass in ihrem Leben schon viel erlebt zu haben scheint, aber ganz gut alleine zurechtkommt. Sie hat Mittel und Wege gefunden ihr Leben zu meistern und beeindruckte mich mit ihrer ganz eigenen Persönlichkeit. Ash ist immer mit ihrer Polaroidkamera unterwegs und fotografiert die unmöglichsten Dinge - doch ihr geht es dabei nicht um die Fotos selbst, vielmehr um das Erlebnis des Fotografierens. Diese Bilder klebt sie dann oft an die Wände von Tunneln oder ähnlichem, um die Menschheit an ihrer Umwelt und an den Dingen die sie berühren, teilhaben zu lassen. Ash beeindruckte mich sehr und ihre ganze Art machte sie zu einer Figur, die mir mehr als sympathisch geworden ist. Ihre Reaktionen, Gefühle und Handlungen konnte ich vollends nachvollziehen und ich war fast traurig, als ich das Buch am Ende zuklappen musste, denn so musste ich Ash (und auch Parker) im Buch zurücklassen.

Parker wirkt zu Beginn erst einmal wie der typische Super-Schauspieler. Beliebt, bekannt, arrogant und sich seiner Schönheit vollkommen bewusst. Sobald er jedoch das erste Mal den Mund aufmacht und man erfährt, wie sehr er das Showbusiness, trotz seiner Abhängigkeit vom Ruhm, verabscheut, verblasst dieses Bild sofort und unter der Fassade kommt ein trauriger, vom selbsthass geplagter, in eine Rolle gezwänger Teenager, hervor, der einem Leid tut und dessen Flucht aus seiner verhassten Welt einem durchaus nachvollziehbar erscheint. Ich persönlich fand Parker sehr interessant, mystisch, facettenreich und außergewöhnlich und je mehr ich ihn "kennenlernte" umso mehr mochte ich ihn.

Die Liebesgeschichte, die sich zwischen Parker und Ash entwickelt ist langsam aber sich stetig entwickelnd, wenn auch eher unterschwellig. Dieses Buch ist keine Lovestory, vielmehr wird die Romanze zwischen den beiden in die Geschichte mit eingewebt und passiert "so nebenher". Hier sieht man die negativen Seiten des Showbusiness, wenn auch etwas dramatischer dargestellt, vielleicht regt es jedoch den ein oder anderen Mal zum nachdenken an, gerade bezüglich des Ruhmes von Schauspielern oder anderen Stars. Für manche mag es ein "wahrgewordener Traum" sein den Lieblingsschauspieler einmal persönlich zu treffen, wahrscheinlich jedoch bilden sich viele ein, die Figur des Romanes (hier Phoenix Hawtorne) zu treffen und nicht den Schauspieler dessen. Viele vergöttern nur die Figur und haben vom Leben des Schauspielers selbst überhaupt keine Ahnung.

Was diesen Roman angeht, so muss man sich der Tatsache bewusst sein, dass stellenweise sehr viele Gewaltszenen auftreten, teilweise auch heftige, sodass man sich überlegen sollte, ob dieses Buch für Kinder überhaupt geeignet ist. Im Gegensatz zur "Merle-Trilogie" oder der "Wellenläufer-Trilogie" ist dies hier schon weitaus heftiger und eher für Jugendliche bzw. Erwachsene geeignet.

Es gibt mehr als einen spannungsgeladenen (und schon fast gruseligen) Moment in diesem Buch und mir als Leser ging mehr als einmal fast die Luft aus, weil ich so gefesselt von diesen Vorgängen war, dass ich schlichtweg vergaß zu atmen. Dieses Buch packte mich und lies mich nicht mehr los, ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht und konnte stellenweise einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Die Charaktere sind wundervoll, die Landschaftsbeschreibungen sehr bildlich und die Sprache und der Humor des Autors einfach unvergleichlich. Kai Meyer schafft es immer wieder, mich mit seinen Romanen in eine neue Welt zu entführen, wie es kaum noch ein Autor heutzutage schafft, und eine fiktive Welt zu erschaffen, an die man glaubt, wie an die Märchen, die man als Kind erzählt bekommen hat. Er schafft es, mich in einen Zustand zu versetzen, den ich sonst nur als Kind erreichen konnte: Das völlige versinken in eine Geschichte, das Gefühl mittendrin zu sein und in diesem Augenblick nur in dieser fantastischen Welt zu leben.
Profile Image for Rici.
546 reviews
January 21, 2018
Ich gebe diesem Buch 2,5 Sterne.

Ich habe dieses Buch im März 2017 angefangen und dann war ich bis zur Hälfte gekommen und musste dann aufhören. Es gab ein paar Entwicklungen, die mir nicht gefallen haben, sodass ich pausierte und es nun erst im Januar 2018 fertig las, weil ich alle angefangenen Bücher beenden wollte.
Ich weiß daher leider nicht mehr so viel von der ersten Hälfte des Buches.

Der Grundgedanke dieser Geschichte ist gut - wir haben Ash, die im Hotel arbeitet und zu den Personen gehört, die sich zeitweise in leere Wohnungen einquartieren und dann wieder verschwinden, ehe der Mieter etwas merkt. Dann haben wir Parker, der ein Schauspieler in einer Teenie Filmreihe ist, der sich von seinem Vater los sagt und Ash dabei erwischt, wie diese ihn im Hotelzimmer beklauen will. Es kommt dazu, dass beide dann vor Parkerss Verfolgern fliehen, und der Plot entwickelt sich von dort. Sie fliehen erst in die verlassene Wohnung, werden über U-Bahn verfolgt und machen sich dann auf den Weg nach Frankreich. Sie besuchen Parkers Vater, der inzwischen zurückgezogen lebt und erfahren dessen Zustand, und was für einen magischen Vertrag er eingegangen und gebrochen hat. Nun verfolgt sie dieses magische Wesen, dieser Libatiques, und verlangt das Parker ebenso einen Handel eingeht wie sein Vater. Dieses Wesen ernährt sich vom Ruhm anderer Leute und kann nichts erschaffen, was ihm nicht selbst ähnelt. Außerdem kann er Tode Menschen, die mit ihm einen Vertrag eingegangen hatten, zu seinen Zombie Dienern machen. Sie könnten fliehen, das Gebäude wird nieder gebrannt, sodass sie nun nach hinweisen suchen das Wesen zu vernichten. Sie begegnen dann noch Inkubus, die ich echt am interessantesten fand, und sprechen mit einem alten Sektenführer. Schlussendlich schaffen sie es, bei einer Vorstellung der Filmreihe, Libatiques als Autor darzustellen und somit ihm selbst Ruhm zu teil werden zu lassen, was Gift für ihn ist. Danach halt Happy End.
Ich fand die Charaktere ok, mochte aber eindeutig nicht derren Liebesbeziehung. Beide kannten sich nur so kurz und haben auch noch einen etwas größeren Alters- und Erfahrungsunterschied. Wir hatten auch eindeutig zu viele Kapitel mit Libatiques, der hat mch Null interessiert. Das dann zum Schluss die eine andere Schauspielerin auch so ein Weser als Vertragsparter hat und Ash und Parker am Ende nochmal die Gestalt des toten Vaters in dem Haus auf dem Berg finden war zu viel des guten. Idee war gut, Ausführung eher mangelhaft.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Stefanie Hasse hisandherbooks.de.
726 reviews217 followers
November 26, 2012
Zitat:
"Asche und Phoenix", sagte Lucien. "Das seid ihr beiden. Ihr gehört zusammen. Du, Ash, kannst diejenige sein, aus der Parker neugeboren wird. Du machst ihn zu einem anderen. Er hat sich jetzt schon verändert. Zum Besseren natürlich."
(S. 109)

"Er war weder klein noch groß, weder hässlich noch schön, war nicht anziehend oder abstoßend. Wenn man ihn ansah, wollte man gleich woandershin blicken, weil es nichts gab, woran der Blick sich hätte festhalten können. Ihn zu betrachten war, als versuchte man ein Stück Seife aus einem Wasserfass zu fischen: Kaum hatte man es gepackt, war es einem schon wieder entglitten."
(S.222)

Inhalt:
Zum Ruhm verdammt.
Den Jungstar Parker Cale zieht es ins Rampenlicht. Seine "Glamour"- Filme sind ein riesen Erfolg, was nicht zuletzt an dem gar magischen Talent seines Vaters liegt, alles, was er anfasst, zu Geld zu machen.
Doch der Ruhm hat seinen Preis.

Parker will dieses Leben nicht mehr und bricht vor laufenden Kameras mit seinem Vater. Als er daraufhin vor den Papparazzi und den Reportern flieht, trifft er in seiner Hotelsuite auf Ash, die dort - in seiner Abwesenheit während der Filmpremiere - auf große Beute gehofft hat.
Gemeinsam versuchen sie, der Meute unbemerkt zu entkommen. Aber Parker kann nicht ohne das Blitzlicht, was dem ungewöhnlichen Erbe seines Vaters zuzuschreiben ist.

Schnell werden Parker und Ash noch von etwas anderem verfolgt außer den Papparazzi. Und eine abenteuerliche Reise ums Überleben beginnt...

Meinung:
Das Warten und Hinfiebern auf Kai Meyers neuestes Werk hat sich gelohnt. Ich hatte hohe Erwartungen und Ansprüche und wurde nicht enttäuscht.

Den Schreibstil des Autors kann ich nur als genial beschreiben! Genau so liebe ich das. Die Darstellung ist teilweise bildhaft, jedoch beschränken sich die Vergleiche und Metaphern auf eine natürliche, unübertrieben wirkende Art. Die verwendeten Beschreibungen könnten größtenteils auch im alltäglichen Sprachgebrauch angewendet werden.
Trotz der gewählten Erzählform im auktorialen Stil kommen die Emotionen und Gefühle der Protagonisten nicht zu kurz. Ich hatte sofort einen Bezug zu Ash und auch zu Parker.

Ash ist allein und auf sich gestellt, seit sie sich geweigert hat, Psychopharmaka zu schlucken. Sie ist daran jedoch nicht zerbrochen, sondern zu einer starken, wandelbaren und sehr intelligenten Persönlichkeit geworden, was in ihrem "Job" auch nötig ist.
Sie sieht Parker als einzige nicht als seinen Filmcharakter Phoenix Hawthorne. Je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto interessanter und tiefgründiger wird er und es bahnen sich neue, romantischere Gefühle an, die nicht an ihrem unerklärbaren Beschützerinstinkt liegen können.
Am meisten an Ash hat mir gefallen, dass sie ihre Meinung durchzieht, sich nicht abbringen oder beirren lässt, ganz gleich wie schwerwiegend die Konsequenzen sein könnten. Eine wirklich tolle Hauptprotagonistin, der man jedes Glück der Welt gönnt.

Parker ist zu Beginn das, was man von einem Superstar erwartet: Strahlend, immer lächelnd, aber in Wahrheit zu Tode gelangweilt und ausgebrannt. In kurzen Rückblicken erzählt er von den Anfängen des Ruhmes, als das Blitzlicht und die Groupies noch Spaß gemacht haben.
Ash ruft bei ihm ganz unbekannte Gefühle hervor. Er fühlt sich bei ihr verstanden, denn sie sieht in ihm nicht Phoenix von den Filmplakaten und ist nicht von seinem Erfolg geblendet. Das macht sie interessant. So interessant, dass auch Eifersucht nicht mehr unmöglich scheint. Eifersucht bei jemandem, der doch wunschlos glücklich sein müsste.

Die Liebesgeschichte ist nicht dominant, schnulzig, übertrieben oder gar unpassend. Sie entwickelt sich langsam und schmiegt sich herrlich an den actionreichen und spannenden Teil des Plots.

Die Idee des Buches ist fantastisch. Der Autor hat Ruhm und Erfolg einen übernatürlichen Grund geliefert, der von Ereignissen der Weltgeschichte untermalt wurde. So entstand eine Glaubhaftigkeit, die kaum überzeugend widerlegt werden kann. Die Wahl der Schauplätze unterstreicht dieses Gefühl, denn kaum einer mag es sich anmaßen, alles über die Örtlichkeiten der Stars und Sternchen zu wissen. Dazu schuf der Autor bekannten Fantasy-Wesen einen neuen Daseinsgrund und fügte diese unauffällig in die "Realität" ein.

Der Spannungsbogen wurde vom Autor ganz klassisch eingebaut. Nach einem verwirrenden und neugierig machenden "Vorspann" beginnt die Einleitung in das Geschehen. Kurzzeitige Spannungsmomente zieren den stetigen Aufstieg bis zum Höhepunkt am Ende des 3. Aktes.

Um die Stimmung des Buches etwas zu lockern, gibt es durchaus die eine oder andere humorvolle Einlage. Meist ist diese den tollen Dialogen zuzuschreiben oder der beiläufigen Erwähnung von aktuell sehr präsenten Stars. Aber auch die ein oder andere "Eigenart" eines Nebencharakters sorgt für ein Grinsen im Gesicht.

Die kurzen Kapitel verführen zum Weiterlesen, ganz nach dem Motto "eins geht noch".
"Asche und Phoenix" gleicht vom Aufbau her einem Film oder einem Theaterstück. Nach dem "Vorspann" folgt ein erster, zweiter und dritter Akt, bevor der Abspann einen kurzen Ausblick in die nahe Zukunft gibt.
Die kurzen Kapitel sind abwechselnd von einer dritten Person aus Ashs und Parkers Perspektive in Vergangenheit erzählt. Zwischengeschobene kursiv gedruckte Kapitel aus der Sicht eines anfangs unbenannten Charakters wirken durch die Gegenwartsform gleich außergewöhnlicher, dominanter und auch bedrohlicher.

Der Vorspann kann erst im Nachhinein zeitlich eingeordnet werden. Was wiederum unterstreicht, wie gut durchdacht der Aufbau und welche Logik der ganzen Geschichte zugrunde liegt.

Ab einem gewissen Punkt war der Ausgang eigentlich vorhersehbar und als logische Konsequenz hätte die Spannung dramatisch abnehmen müssen. Aber das Gegenteil war der Fall: Ich fieberte der Auflösung mindestens genauso sehr entgegen, als hätte ich diese nicht erahnt.

"Asche und Phoenix" ist in sich abgeschlossen, alles wurde zur absoluten Zufriedenheit aufgeklärt. Dennoch gibt es diese eine letzte Szene vor dem "Abspann", die das Potential für eine Fortsetzung mit einem anderen "Hauptdarsteller" bietet.

Zu erwähnen ist die vorletzte Seite des Buches: Der Code für den kostenlosen Download des ebooks. Dieser wird, wie ich gehört habe, nur in der ersten Auflage enthalten sein: Also besorgt es euch schnell!
Ich hoffe, dass sich diese Idee durchsetzen wird und dass ich noch öfter in den Genuss komme, zuhause gemütlich das Buch zu lesen und unterwegs auf das eBook zugreifen zu können.

Urteil:
Nicht nur aufgrund Kai Meyers unbeschreiblich guten Schreibstil ist "Asche und Phönix" ein wahres Highlight. Die Grundidee, das Setting, der logisch und gut durchdachte Aufbau und nicht zu vergessen die tiefgründigen und sympathischen Charaktere geben mir keine andere Möglichkeit, als meinen Lesespaß mit 5 Büchern zu belohnen. Alle Kritik wäre lediglich "Jammern auf hohem Niveau" und hat daher keinerlei Aussagekraft.

Es ist ein Must-Read für Fantasy-Fans, die auf der Suche nach einer spannenden, NEUEN Geschichte sind und doch auf ein paar alte Bekannte nicht ganz verzichten wollen. Leser, die mit vielschichtigen Protagonisten zittern wollen und einer zarten Liebesgeschichte nicht abgeneigt sind werden ihre Freude daran haben.
Profile Image for Tara Schuler.
33 reviews1 follower
April 15, 2021
Ich fand die Idee des Autors zu diesem Buch wirklich toll und hab mir deswegen viel mehr erhofft.

Fangen wir mit den Sachen an, die mir gefallen haben. Der Schreibstil von Kai Meyer ist großartig und man merkt überhaupt nicht, wie die Zeit verfliegt. Der Einstieg ins Buch hat mir auch sehr gut gefallen. Man taucht sofort in die Geschichte ein und erhofft sich ein spannendes Leseerlebnis.

Den Bösewicht hat Kai Meyer meiner Meinung nach am besten gestaltet. Er war fantasievoll, interessant und hatte eine gute Charaktertiefe. Durch die kursiv gedruckten Monologe lernte man ihn am besten kennen. Auch die blinde Nebenfigur Godfrey war gut ausgearbeitet und mir auf anhieb sympathisch.

Die beiden Hauptcharaktere Ash und Parker hingegen kamen mir ziemlich unfertig vor. Da zu wenig auf die Gedanken und Gefühle eingegangen wurde, konnte man die beiden nicht besser kennenlernen. Auch die Charakterkommunikation hat mir hier wirklich gefehlt. Somit konnte man die Entwicklung der zwei nicht so gut verstehen und man wundert sich über die plötzliche Anziehung der beiden. Es gab Stellen im Buch, die sich unheimlich in die Länge gezogen haben. Diese Stellen hätte man zum Beispiel nutzen können, um Ash und Parker dem Leser näherzubringen.

Ab der Hälfte des Buches wurde es dann zum Glück spannender!

Es passierte dann ziemlich schnell ziemlich viel auf einmal und ich hätte mir gewünscht, dass viele Situationen nicht so schnell abgehandelt werden. Eine etwas langsamere und ausführlichere Beschreibung hätte dem Buch sicher gut getan.

Das Buch gefiel mir trotz allem wirklich gut und ich muss sagen, dass ich bei manchen Stellen wirklich mitgefiebert habe.
Profile Image for Seitenglanz.
149 reviews8 followers
January 15, 2018
„Asche und Phönix“ von Kai Meyer ist ein Einzelband, ein Jugendbuch.

Asche und Phönix war mein erstes Buch von Kai Meyer und mit Sicherheit nicht mein Letztes.

Die Sprache und Wortwahl ist ansprechend geschrieben und damit leicht zu lesen. Auch die Kapitel hatten für mich genau die richtige Länge. Bin ja ein Fan von kürzeren Kapiteln, so bis zu 15 Seiten maximal.

Das Thema ist auch sehr gut durchdacht und vor allem ausgereift. Es geht in diesem Jugendbuch um einen Jungstar, welcher unbewusst mit seinem Ruhm den bösen Libatique ernährt und am Leben hält. Und als Parker seine Karriere an den Nagel hängt erzürnt er damit natürlich das Böse! Doch warum Parker überhaupt der „Ernährer“ von Libatique ist, weiß nur sein eigener Vater. Denn dieser trägt ein dunkles Geheimnis mit sich.

Der Schreibstil von Kai Meyer ist für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen ansprechend! Er hat Wiedererkennungswert und eine schöne Art seine Geschichten dem Leser rüberzubringen.

Die Protagonisten: Parker und Ash könnten nicht unterschiedlicher sein. Ash ist eine gewitzte Taschendiebin, die sich durchs Leben schlägt und Parker als Hollywoods neuer Jungstar lebt in Saus und Braus und muss sich um nichts Sorgen machen. Bei einem Einbruch in Parkers Hotelzimmer lernen sich Ash und Parker kennen und ab dort verstricken sich ihre beiden Wege. Parker erfährt von den Geheimnissen seines Vaters und wird von nun an von dem Bösen gejagt. Doch Ash steht nun auch auf der Liste des Bösen. Es beginnt eine spannende Flucht der beiden. Beide Protagonisten sind toll beschrieben und passen perfekt zu dieser Geschichte.

Fazit:
Ich fand dieses Jugendbuch sehr ansprechend und bin auf weitere Bücher von Kai Meyer gespannt. Als Nächstes lese ich von ihm das Buch „Phantasmen“, welches ich als Willkommensgeschenk vom Carlsen Verlag zugesandt bekommen habe.

Mehr Buchrezensionen von mir, findet Ihr auf http://www.seitenglanz.com.
Profile Image for Aisling.
82 reviews14 followers
January 27, 2013
Ganz klar, kein Jugendbuch von Kai Meyer geht mittlerweile ungelesen an mir vorbei. Mit der Arkadien–Reihe habe ich mit meiner Tradition nur die Hörbücher zu hören schon gebrochen und auch "Asche und Phönix" bestätigt mir erneut keinen Fehler damit gemacht zu haben. Außerdem reizt die Idee ungemein und bildet eine schöne Abwechslung.

Ash ist eine gewiefte Kleinkriminelle und wird von Parker Cale, "dem" Filmstar auf frischer Tat ertappt. Parker, gefrustet vom Ruhm, bricht zu Beginn mit seinem erfolgreichen Vater, der aus allem Gold macht. Mit Ashs Hilfe gelingt es ihm das Hotel zu verlassen, um den Papparazzi zu entgehen. Ash hilft im zunächst nur damit er sie nicht anzeigt, bleibt aber dennoch an seiner Seite, um hinter die merkwürdigen Geschehnisse zu kommen, die sie mit Parker erlebt. Da ist zum einen Parkers Schwächeanfälle, die sich durch ein wenig Blitzlichtgewitter beheben lassen und Parkers weiblicher "Schatten", eine Frau, die nicht altert und ihn seit er denken kann nicht aus den Augen lässt. Von London fliehen sie vor Parkers Vater nach Lyon, von da fliehen sie vor dem Handlanger des Mannes, dem Parkers Vater seinen Erfolg zu verdanken hat. Je weiter sie sich Monaco nähern, desto mehr finden sie über den Pakt heraus den Mr. Cale mit dem mysteriösen Libatique geschlossen hat. Aber nicht nur das Entrinnen des Todes schweißt die beiden zusammen. Ash passiert das Undenkbare, etwas wonach sich viele Mädchen sehnen: Sie verliebt sich in Parker und er in sie.

Erster Satz: Das Smiley stand in Flammen

Idee:
Mich hat die Idee um einen Filmstar sehr gereizt. Sicher denkt man gleich an die Stars aus Twilight und Co. Aber da ich mittlerweile weiß, was ich von Kai Meyer erwarten kann, war mir klar, dass wieder verschiedene Stricke zueinander führen, die eine tolle Geschichte ergeben. Die körperliche Abhängigkeit vom Ruhm, fand ich genial.

Plot: Rasant, rasant und beim Lesen hatte ich ein Gefühl wie beim letzten Teil der Arkadien–Reihe auch. Danke, Herr Meyer, für diese grandiose Verfolgungsfahrt. Mal wieder fehlen mir die Worte. Im Grunde bleibt einem nichts anderes übrig als zu lesen. Es entsteht ein heftiger Sog, denn ein Ereignis reiht sich an das nächste. Dabei gibt es kaum Verschnaufpausen und die sind auch gar nicht nötig. Wieder einmal versteht es der Autor die Ereignisse wunderbar abzustimmen und ineinanderzuflechten.

Schreibstil: Was soll ich sagen? Ich kenne zwar nur die Jugendbücher, aber der Stil ist einfach nur toll. Erzählt wird in der dritten Person im Präteritum, wobei man manchmal eher bei Ash ist und an anderen Stellen mehr bei Parker verweilt. Etwas ungewöhnlich empfand ich die Teile, die kursiv gedruckt waren und zudem im Präsens geschrieben wurden. Allerdings waren diese Stellen toll eingefügt und haben einem den Blick auf das Geschehen außerhalb des Agierens von Ash und Parker gegeben.

Charaktere: Ash hat mich etwas an Rosa Alcantara, Meyers Hauptprotagonistin aus der Arkadien-Reihe, erinnert. Sie zeichnet sich, genau wie auch Rosa, durch ihre Andersartigkeit aus. Ash ist eine gewiefte Kleinkriminelle, die sich sicher durchs Leben schlägt. An Parker ist ihr die Persönlichkeit wichtig und nicht der Rummel um seine Rolle als Phönix. Sie verliebt sich nicht gleich in ihn, was mir sehr gefallen hat. Ihre Neugier, hinter die Geheimnisse zu kommen und die Hartnäckigkeit, die sie dabei an den Tag legt, fand ich total sympathisch. Kleinigkeiten wie ihr Hang mit einer alten Polaroid Kamera zu fotografieren oder ihr lila Lippenstift, bringen ihr Tiefe. Er verleiht damit seinen Charakteren eine ganz eigene Note, die somit allein schon genug wirken, um die Figur fassen zu können.

Parker ist für mich richtig gut gelungen. Was mir zuerst wirklich gut gefallen hat, dass er mit 20 allein vom Alter erwachsener angesiedelt ist, als manch andere Charaktere in anderen Geschichten. Vor allem sein innerer Kampf mit den Gefühlen umzugehen, die die Enthüllungen nach und nach bei ihm auslösen hat mich mitgenommen. Er macht in meinen Augen eine noch größere Entwicklung als Ash durch.

Libatique ist der Antagonist schlechthin. Grandios ausgedacht und genau richtig. Das Einzige was ihn mir sympathisch macht, dass er so bösartig und brutal ist. Zu viel möchte ich gar nicht verraten.

Auch die kleinen Nebencharaktere sind toll, haben jeder eine wichtige Funktion und genug Charakter um ihnen eigene Geschichten auf den Leib schreiben zu können.

Hintergrund:
Kai Meyer ist bekannt dafür, Mythen zu finden und auf sich auf seine Weise zu eigen zu machen, um darum eine wunderbare Geschichte zu formen. Ich habe keine Ahnung, wo er dieses Mal gewühlt hat, aber die ganze Handlung und die Charaktere sind perfekt aufeinander abgestimmt. Gekonnt holt er das Unreale und Absurde in das normale Leben. Außerdem vermute ich mal, dass Herr Meyer viel Urlaub in London und Frankreich verbracht hat. Die Strecke, die Parker und Ash an der südlichen Küste Frankreichs zurücklegen, kenne ich selbst und muss sagen, dass ich mit diesem Buch sofort wieder da war. Ich konnte das Land förmlich schmecken.

An dieser Stelle muss ich auch die Ausflüge in das Amerika der Hippiebewegung nennen, die mir persönlich sehr gefallen haben, da ich die Zeit und Musik gerne mag. Was mich aber am meisten gefreut hat, dass Kai Meyer den Film "Legende" erwähnt hat. Ich habe diesen Film gefühlte 50 Mal gesehen und finde ihn heute noch toll. Danke, Herr Meyer, dass ich für einen kurzen Moment wieder in meine Jugend zurückgeholt wurde.

Fazit: Lest dieses Buch! Ich konnte Asche und Phönix nicht aus der Hand legen und war froh mit meiner Entscheidung, es auf dem Kindle zu lesen. Bei jeder Gelegenheit konnte ich ihn zücken und weiter mit Ash und Parker vor Libatique fliehen und mich verlieben. Welch wunderbare andere Story. Welch tolle Charaktere. Und ich mag es kaum erwähnen, aber ich finde es schade, dass es ein Standalone ist. Sehr gut fand ich den kritischen Blick auf Ruhm, der zweifelsohne zentral hinter der Geschichte steht. In Asche und Phönix wird deutlich, dass nicht Berühmtheit glücklich macht, sondern Freundschaft und Liebe viel wertvoller sind. Ich gebe hier keine Empfehlung, nein ich glaube ich muss euch nötigen, dieses Buch zu lesen.
Profile Image for Sarina.
1,534 reviews
September 10, 2016
"Asche und Phoenix", sagte Lucien. "Das seid ihr beiden. Ihr gehört zusammen. Du, Ash, kannst diejenige sein, aus der Parker neugeboren wird. Du machst ihn zu einem anderen. Er hat sich jetzt schon verändert. Zum Besseren natürlich." (S.109)

Zum Buchinhalt

Der erfolgreiche Jungschauspieler Parker Cale hat genug von seinem Leben. Die ganzen Paparazzis und Fans, die ihn nur wegen seiner „Glamour“-Filme auf Schritt und Tritt verfolgen…das alles möchte er nicht mehr. Und so bricht er vor laufender Kamera mit seinem Vater, ohne zu ahnen welche Konsequenzen daraus entstehen. Als Parker wenig später in seiner Hotelsuite auf Ash trifft, die während seiner Abwesenheit auf großem Beutezug war, nutzt er die Chance und flieht mit ihr. Gemeinsam versuchen sie, der Meute von Fotografen unbemerkt zu entkommen, doch schon bald müssen die beiden erkennen, dass diese nur das kleinste Problem sind. Irgendetwas anderes, gefährlicheres hat sich an ihre Fersen geheftet und scheint sie gnadenlos zu jagen…

Es beginnt eine abenteuerliche Reise durch ganz Frankreich, in der es einzig und allein ums Überleben geht.

Zum Schreibstil

Karl Meyers Schreibstil ist einfach nur genial! Er lässt sich locker und leicht lesen, sodass man förmlich durch die Seiten rast. Besonders schön sind jedoch die vielen bildhaften Beschreibungen, die weder gekünstelt noch erzwungen erscheinen. Ich als Leserin konnte mir die Landschaft Frankreichs so gut vorstellen, als wäre ich gerade vor Ort. Darüber hinaus schildert er die Lebensart der Franzosen so lebendig, intensiv und farbenfroh, dass man keinen Zweifel an der Echtheit hegt. Alles ist so authentisch, selbst die Emotionen und Gefühle unserer beiden Protagonisten.

Meine Meinung

Kai Meyer wird vielen von euch bestimmt ein Begriff sein. Ich habe ihn immer im Zusammenhang mit seiner Arkadien-Trilogie gehört, die ich allerdings noch nicht gelesen habe. Asche und Phönix ist demnach mein erstes Buch von ihm und es hat mich umgehauen. Einfach nur Wow, wow, wow!!! Besser kann ich es gar nicht ausdrücken. Asche und Phönix hat mir unglaublich gut gefallen. Die Seiten sind beim Lesen nur so verbeigeflogen. Definitiv eines meiner Jahreshighlights!

Allein die Idee des Autors, das der Ruhm und Erfolg von Parker bzw. seinem Vater auf übernatürliche Kräfte zurückzuführen sind, ist einfach als fantastisch zu bezeichnen. Endlich mal keine der üblichen 08/15 Storys, die es schon zu genüge in der Literaturwelt gibt, sondern endlich etwas neues, unverbrauchtes, frisches…einfach etwas, dass man mit Spaß weiterverfolgen möchte.

Die kurzen Kapitel, die passend zum Grundthema wie in einem Film oder Theaterstück in Akte aufgeteilt wurden, runden das Gesamtbild gelungen ab und verführen zum Weiterlesen. Natürlich darf auch ein Vor- bzw. Abspann nicht fehlen. Sie geben einen kurzen Ausblick in die nahe Zukunft, wobei der Vorspann erst im Nachhinein Sinn ergibt. Das hat mir sehr gut gefallen, da es zeigt, wie sorgfältig der Aufbau der Geschichte durchdacht wurden.

Erzählt wird abwechselnd aus Ashs und Parkers Perspektive, sodass man zu beiden einen Draht aufbauen kann. Zwischen durch gibt es immer wieder mal Kapitel aus der Sicht eines anfangs noch unbenannten Er’s, der sich jedoch gleich in seinem ganzen Wesen von den anderen abhebt, viel bedrohlicher wirkt.

Ash hatte keine schöne Kindheit. Sie wurde von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht und ist seit sie sich geweigert hat Medikamente zu nehmen, ganz allein auf sich gestellt. Woran andere längst zerbrochen wären, hat bei Ash genau das Gegenteil ausgelöst. Sie hat sich zu einer starken, mutigen und intelligenten jungen Frau entwickelt, die es gewohnt ist sich durchzubeißen und für ihre Ziele zu kämpfen. Das hat mir am meisten an ihr gefallen. Sie zieht einfach das durch was sie sich vorgenommen hat, lässt sich von nichts und niemandem von ihrer Meinung abbringen, ganz egal wie schwerwiegend die Folgen sein können. Wirklich eine tolle Protagonistin, von der sich einige andere eine Scheibe abschneiden könnten.

Parker ist anfangs das Paradebeispiel eines Superstars: Immer gut gelaunt, immer ein Lächeln auf den Lippen, aber in Wahrheit den ganzen Trubel schon lange leid. In kurzen Rückblicken erzählt er von den Anfängen seines Erfolgs, als das ganze Im-Rampenlicht-stehen inklusive kreischender Fans noch Spaß gemacht hat. Jetzt reduzieren ihn alle ausschließlich auf seinen Filmcharakter Phoenix Hawthone und erwarten, dass er sich genauso verhält. Als er auf Ash trifft, die als einzige sein wahres Ich sieht, werden bei ihm völlig unbekannte Gefühle wach, die im Laufe der Zeit immer tiefgründiger und intensiver werden. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist jedoch an keiner Stelle unpassend oder gar schnulzig.

Was man bei diesem Buch allerdings braucht sind starke Nerven, denn es gibt teilweise recht brutale, ja sogar blutige Szenen...Aber keine Sorge, der Autor sorgt durchaus dafür, dass sich die Stimmung des Buches auch wieder lockert. Beispielsweise die humorvollen Dialoge zwischen Parker und Ash sorgen stets für einen Lacher.

Das Ende von "Asche und Phoenix" ist in sich abgeschlossen, dennoch gibt es eine letzte Szene, die mich ein wenig unzufrieden zurückgelassen hat, obwohl alles zu Genüge aufgeklärt wurde und eigentlich keinen Raum für Fragen lassen.

Mein Fazit

Asche und Phönix ist nicht nur wegen Kai Meyer Schreibstil ein wahres Must-Read für alle Fantasy Fans. Die spannende, nervenaufreibende Geschichte hat noch einiges mehr zu bieten. Angefangen mit einer völlig neuen Grundidee, wunderbar und gut durchdachten Schauplätzen, die einem das Gefühl vermitteln gerade selbst an Ort und Stelle zu sein, sowie liebevoll gezeichneten Charakteren, die keinen Zweifel an ihrer Glaubhaftigkeit aufkommen lassen. Sehr gut fand ich auch den kritischen Blick auf Ruhm und Erfolg, der ganz deutlich zeigt, dass Berühmtheit zwar für den Moment befriedigt, allein jedoch nicht glücklich macht.
Profile Image for Linn.
39 reviews
May 10, 2021
4,5 Sterne
Ich bin so froh, das Buch noch ein zweites Mal gelesen zu haben, ich kann mich nämlich nicht daran erinnern, dass es mir beim ersten derart gut gefallen hat. Es hat nicht lange gedauert, bevor ich derart von dem in den Bann gezogen wurde, dass ich nicht mehr aufhören konnte und als ich es doch tun musste, habe ich während meiner kurzen Lesepause stets daran gedacht, so schnell wie möglich mit dem Lesen fortzusetzen.

Manchmal war mir die weibliche Hauptperson ein bisschen zu sehr „not like other girls“ und so edgy, dass es stellenweise fast schon ein bisschen cringe war (bitte verzeiht die ganzen Anglizismen), aber wirklich gestört hat es doch nicht, da der Rest des Buches es wieder mehr als wett gemacht hat.

Kai Meyers Schreibstil spricht mich sehr an, es wird definitiv nicht das letzte Buch gewesen sein, das ich von ihm gelesen habe. Auch gefällt mir die Idee sehr gut, ich kann nicht behaupten, mich daran zu erinnern etwas Ähnliches gelesen zu haben.
Profile Image for Pixelnische.
93 reviews13 followers
January 3, 2013
Parker Cale ist ein gefeierter junger Star, die Mädchen liegen im zu Füßen, die Verfilmung der Trilogie “The Glamour” ist ein voller Erfolg und öffnet ihm sämtliche Türen. Doch Parker hat die Nase voll vom goldenen Käfig, den sein Vater, Medienmogul Royden Cale um ihn herum aufgebaut hat. Auf seiner Flucht vor Ruhmesglanz und vermeintlich glücklichem Luxusleben trifft er auf Hoteldiebin Ash, ein unscheinbar wirkendes Mädchen, das einen Lebensstil pflegt, der gegensätzlicher nicht sein kann. Ash hilft dem Star und entdeckt dabei Seiten an ihm, die wohl kaum einer ahnen konnte. Ehe sie es sich versieht, befindet sie sich mitten in einem tiefen Strudel aus Angst, Lüge und dunklen Mächten…

Fesselnd bis zur letzten Seite!

Als ich den Roman das erste Mal im Netz sah, das Cover betrachtete und den Klappentext las, wusste ich sofort: Das muss ich lesen. Schon Wochen vorher fieberten alle dem neuen Buch aus Kai Mayers Schreibschmiede entgegen, dieses Mal sollte es keine Trilogie werden, ein in sich abgeschlossener Plot machte neugierig. Jetzt, da ich es zu Ende gelesen habe, in sehr kurzer Zeit, die Seiten flogen nur so dahin, würde ich behaupten: Da ist noch Potential für ein zweites Buch.

»Asche & Phönix« ist mein erstes Buch des sympatischen Autors; ich hatte schon einmal in den ersten Band der Arkadientrilogie »Arkadien brennt« hineingeschnuppert und auch die Comic-Adaptionen aus dem Splitter Verlag sind mir ein Begriff, welche selbst mich – die außer Asterix eigentlich keine Comics in die Hand nimmt – begeistern kann. Sein zeichnerisches Talent bewies Kai Meyer ja auch schon mehrfach, zuletzt als er uns seine aus den 80er Jahren stammende Tuschezeichnung eines über einem Buch gelehnten Dämons präsentierte. Sehr passend auch gerade im Zusammenhang zu diesem Buch.

Die Entwicklung beider Charaktere im Verlauf der Handlung ist bemerkenswert gut geschrieben. Vielschichtig und authentisch zeichnet der Autor das Bild einer schillernden Welt im goldenen Käfig, mitten darin sitzt Parker Cale und verkörpert die heiß begehrte aber damit ganz und gar nicht glückliche magische Filmfigur Phönix Hawthorne. Als Kontrastprogramm wird uns Ash – zu deutsch Asche, metaphorisch wie wortwörtlich zu betrachten – vorgestellt, fernab des Trubels lebt sie in der harten Realität einer Straßenvagabundin, schlägt sich mit Diebstahl und “spurlosen Wohnungseinbrüchen” durch und kann mit der prachtvollen Prunkwelt eines Milliardärssohns so gar nichts anfangen.

Der Roman ist eine sehr gelungene Mischung aus realitätsnahem Fankult rund um einen Superstar, dämonisch-dunklen Energien, die wie schwarzer Rauch durch die Seiten wabern und einer leichten, romantischen Liebesgeschichte, nicht aufdringlich sondern so zart, dass sie sich perfekt in die Geschichte einfügt. Kai Meyer verstand es, mich eine ganze Weile darüber im Ungewissen zu lassen, mit welchen Wesen wir es hier zu tun haben. Das Element Fantasy kam erst später im Buch zu Tragen, der erste Akt – so lautet auch die Bezeichnung der Buchabschnitte – war bestimmt von Blitzlichtgewitter auf der einen und der konträren Geschichte rund um das geheimnisvolle Mädchen Ash, das von Haus zu Haus, von Wohnung zu Wohnung zieht, rastlos, heimatlos, elternlos. Ich finde diese Idee, den Fluch des Ruhms wortwörtlich als Ursprung dunkler Mächte zu sehen, fantastisch. In Verbindung mit einem weiblichen Wesen, das den von Dämonen gejagten Protagonisten mit wahrem Interesse für seine Person, nicht für das was er darstellen soll, begegnet, hat Kai Meyer eine Story geschaffen, die mich völlig mit sich gerissen hat.
Das hört sich im ersten Moment an, als würden hier die typischen Klischees bedient werden, doch Kai Meyer gelingt es, diese beiden konträren Welten so plastisch, kontrastreich und farbenfroh zu umschreiben – mit seinem ganz eigenen, eloquent-intelligenten Schreibstil – dass es gerade zu eine Freude ist, sein Kopfkino zu aktivieren und die bunten Bilder, welche auf der Leinwand der Vorstellungskraft zu sehen sind, auf sich wirken zu lassen.

Mittendrin statt nur dabei…

Ich fieberte mit den beiden Gejagten, hetzte durch die eindrucksvoll geschilderte Landschaft Frankreichs und sog förmlich das Bild ein, was sich mir zwischen den Zeilen bot. Man spürt die ausführliche Recherchearbeit welche Kai Meyer an den Tag gelegt hat, es deutete zudem vieles darauf hin, dass er selbst sehr begeistert von Landschaft, Lebensart und der Küche Frankreichs ist. So lebendig und farbenfroh die Umgebung und Gefühle beschrieben waren, so eindrucksvoll und intensiv wirkten sie auf mich als Leser. Am nachdrücklichsten ist mir da die Szene in Lyon im Gedächtnis geblieben, ich konnte die Atmosphäre förmlich spüren, den Wein schmecken, den Innenhof mit seiner Beleuchtung und der Lyrik rezitierenden Nebenfigur. Das ist mit Abstand eine meiner Lieblingsstellen in diesem Fantasyroman.

Selten hatte ich so ein intensives Gefühl, mittendrin im Geschehen zu sein. Das Herz pochte, als die beiden durch die Straßen Londons rasten und ich wischte eine Träne weg, als sympatische Charaktere ihren letzten Atemzug aushauchten. Merkt man die Begeisterung für dieses Buch? Ich glaube, der Meyer’sche Schreibstil beflügelt zu Lobeshymnen. Mal ganz ehrlich: Ich bin froh, es nicht mit der typischen 0815-Story zu tun gehabt zu haben, ich war erleichtert nicht noch einen Vampir durch die Lüfte flattern zu sehen und schimmernd im Mondlicht bewundern zu müssen. Kai Meyer sticht aus der Masse hervor, er ist für mich ein ganz besonders überzeugender Autor und ich bin mir sicher, auch seine anderen Bücher unbedingt lesen zu wollen.

Mein Fazit: Unbedingte und uneingeschränkte Leseempfehlung für alle, die tief in eine Geschichte eintauchen wollen & Plots mit einer Mischung aus Realität, Horrorelementen und vielschichtiger Fantasystory lieben! Eines der besten Bücher Kai Meyers!
Profile Image for Jan (lost pages).
291 reviews62 followers
December 3, 2012

Inhalt
Parker führt ein Leben, von dem viele träumen. Er ist der Star der Glamour Filme. Von Millionen Mädchen auf der ganzen Welt angehimmelt. Ruhm und Reichtum inklusive. Doch hochgepuscht von seinem Vater, gedrängt ins Rampenlicht, das er so sehr verabscheut, aber doch zum Leben braucht, beschließt Parker durchzubrennen. Weg von seinem Vater, weg von den Fans, weg von den Kameras. Wenigstens für einige Zeit ein normales Leben führen.

Ash besitzt nichts. Von den Pflegeeltern verstoßen, führt sie ein Leben als "Unsichtbare". An keinem Ort für längere Zeit. Mit Jobs in Hotels hält sie sich über Wasser, den Rest klaut sie sich von den Gästen zusammen.
Auch im Zimmer von Parker Cale setzt sie ihren Raubzug fort, doch diesmal nicht ohne Folgen. Auf der Flucht vor dem roten Teppich, den Fans und seinem Vater, kommt Parker unerwartet früh zurück und erwischt Ash auf frischer Tat. Doch anstatt sie zu verpfeifen, bittet er sie mit ihm aus dem Hotel zu fliehen.
So passiert es, dass Parker und Ash gemeinsam dem Hotel entrinnen. Doch nicht nur Paparazzi verfolgen ihre Spur. Etwas viel Mächtigeres hat es auf Parker abgesehen...

Meinung
Lange darauf gewartet und jetzt ist es endlich da! "Asche und Phönix" von Kai Meyer hat mich die letzten Wochen regelrecht verfolgt. Im Internet wohlgemerkt. Der Klappentext hat jetzt nicht so wirklich viel preisgegeben und dementsprechend war ich ungemein neugierig auf dieses Buch und bin dann auch gleich am Erscheinungstermin in den nächsten Buchladen, wo sie es natürlich nicht hatten. Im letzten und kleinsten Laden bin ich dann fündig geworden. Jetzt ist das Buch gelesen und ich kann mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein.

Der Schreibstil von Kay Meyer ist gewohnt spitze. Der Autor versteht es wirklich gut zu schreiben. Er lässt viel einfließen, ohne von allem ZU viel zu gebrauchen. An den passenden Stellen schreibt er witzig, spannend, beschreibt sehr schön und lässt durch seinen persönlichen Stil, die Geschichte auferleben. Ein flüssiges Vorankommen ist daher kein Problem.

Parker und Ash sind zu Beginn zwei totale Gegensätze. Parker ist der gut aussehende Filmstar. Reich und berühmt und die Welt liegt ihm zu Füßen. Aber ist er glücklich? Nein! Schon lange ist er von seinem "öffentlichen" Leben genervt, kann aber dennoch nicht gänzlich darauf verzichten und braucht in regelmäßigen Abständen seine Portion Rampenlicht und bei Kräften zu bleiben und das meine ich wortwörtlich. Tatsächlich wirkt er privat ganz und gar anders, als ich vermutet habe. Ich hätte wetten können, er wäre ein arroganter Wicht. Ist er aber nicht. Eher bodenständig und einfach "nett". Klar hat er früher sein "Rockstarleben" ausgekostet, doch die Zeiten sind vorbei. Das muss sein Vater jetzt deutlich spüren. Er war es, der Parker bis ganz noch oben gebracht hat und verlangt von ihm, dieses Bild eines "perfekten" Stars aufrecht zu erhalten.
Ash dagegen ist von Anfang an eine Außenseiterin, die überhaupt nicht mit der Masse schwimmt. Kriminell, unabhängig und wahnsinnig liebenswert. Es ist nicht schwer sie auf Anhieb zu mögen, denn durch ihre eigenwillige Art wirkt sie super sympathisch.
Parker und Ash getrennt, aber auch im Zusammenspiel miteinander, haben mir sehr gut gefallen und ich schiebe es auf die Kunst des Autors zurück, dass die Chemie der beiden einfach funktioniert und vor allem harmoniert. Im Verlauf der Geschichte ist mir dieser Unterschied der Persönlichkeiten leider ein bisschen abhanden gekommen. Als hätten sich beide den gleichen Charakter geteilt. Im Aufbau einer wachsenden Liebe, natürlich verständlich und nachvollziehbar, aber dennoch ein wenig schade.

Die Geschichte an sich zieht mich direkt mit. Was die Beschreibung auf dem Buchrücken vielleicht nur ansatzweise erahnen lässt, ist die Tatsache, dass es sich bei "Asche und Phönix" um einen Fantasyroman handelt. Bei Kai Meyer ja auch nicht schwer verwunderlich. Dennoch war es irgendwie komisch, beim Lesen irgendwann auf eine Stelle zu treffen, in der einem das bewusst wird. Denn in den ersten Kapiteln ließt es sich wie ein Jugendbuch ohne diesen Anteil.
Wie dem auch sei, es wird regelmäßig richtig spannend, nachdem ein "mysteriöser" Verfolger jagt, auf Parker und Ash macht. Zu viel verrate ich natürlich nicht. Aber es sei gesagt, dass der Bösewicht recht kreativ aufgebaut ist. Es bezieht seine Macht nämlich aus dem Erfolg seiner "Klienten".
Nachdem man jedoch erfährt, wie Libatique, so heißt der Bösewicht, ausgeschaltet werden kann, ist das Ende ziemlich voraussehbar. Dennoch bleibt man an den Seiten kleben und fiebert trotzdem bis zur letzten Seite mit! Die letzte Seite lässt einen zufrieden zurück und macht Hoffnung auf ein abgeschlossenes Buch.
Vergleiche mit aktuellen und weniger aktuellen Stars und Sternchen fügen sich perfekt in das Buch ein und hinterlassen einen würzigen Beigeschmack. Prima!
Einen kleinen Hänger hatte ich hingegen irgendwo in der Hälfte. Ich hatte seltsamerweise das Gefühl, von der Geschichte übersättigt zu sein. Ob mir der Fantasyanteil dann doch zu mächtig wurde?! Dieses Gefühl hat sich aber zum Glück nicht lange eingenistet und bald war ich wieder fest verankert!

Kurze Kapitel führen durch das gesamte Buch und unterteilt ist es in 3 Akte. Die Kapitel wechseln in unregelmäßigen Abschnitten zwischen Parker und Ash, gelegentlich auch Libatique. Die Ausschnitte aus der Sicht des Bösen waren besonders faszinierend und haben so manche Beweggründe erklärt.

Fazit
"Asche und Phönix" hat mich direkt gepackt und vermag den Großteil der Geschichte zu fesseln. Sowohl die beiden Hauptcharaktere (besonders am Anfang) als auch der Feind, können glaubhaft überzeugen. Regelmäßig auftauchende Spannungsmomente sorgen für die nötige Action und das mehr als verträgliche Ende lassen den Leser zufrieden zurück. Ich vergebe gute 4/5 möglichen Punkten!
Profile Image for Ricarda Scola.
474 reviews9 followers
January 24, 2015
Meine Meinung:

"Asche und Phönix" von Kai Meyer ist ein ganz wundervolles Jugendbuch, das nicht nur junge Herzen höher schlagen lassen wird.

Das Buch beginnt mit einem Prolog, der mitten aus der Geschichte gegriffen ist. Sogleich wird dem Leser ein Hauch der mysteriösen Atmosphäre offenbart, die im Laufe der Handlung immer wieder zum Vorschein kommt. Nachdem die Neugierde gekonnt geweckt wurde, wird man mit der unkoventionellen Nebenbeschäftigung der Protagonistin konfrontiert und so mitten ins Geschehen geworfen.

Die Geschichte gliedert sich in mehrere Abschnitte, die an den Aufbau eines Filmes angelehnt sind. So beginnt das Buch mit einem Vorspann und endet mit einem Abspann. Dann gibt es die drei Akte Glamour, Libatique und Stars. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Ash und Parker im personalem Erzählstil wiedergegeben, unterbrochen von kursiv gedruckten Kapiteln aus der Sicht des zuerst namenlosen Gegenspielers.

Der Schreibstil ist gewohnt gut, aber was will man auch anderes erwarten? Kai Meyer ist ja nicht umsonst einer der beliebtesten deutschen Autoren! Seine Bücher sind immer flüssig und schnell zu lesen, aber das Besondere ist diese Mischung aus Schlichtheit und stellenweise nahezu malerischen Beschreibungen. Letztere regen im genau richtigen Maße das Kopfkino an, eben weil sie noch Raum für die eigene Fantasie lassen.

Mit den Charakteren hat er sich dieses Mal wirklich selbst übertroffen. Bei Phantasmen oder Die Seiten der Welt konnten mich die Figuren nicht ganz so überzeugen, auch wenn sie natürlich alles andere als schlecht waren.

Parker und Ash sind einfach ein gutes Paar. Auf den ersten Blick so gegensätzlich, wissen sie sich doch zu ergänzen und müssen im Laufe der Zeit feststellen, dass sie sich gar nicht so unähnlich sind. Beide wirken so echt und genau so fühlt sich auch ihre Liebesgeschichte an. Es ist keine Liebe auf den ersten Blick, es gibt kein unnötiges Hin und Her - stattdessen wird man Zeuge davon, wie zwei Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen aufeinandertreffen, ein gemeinsames Abenteuer erleben und sich dabei ganz langsam näher kommen. Das Ganze nimmt nie zu viel Raum ein, sondern gliedert sich wunderbar in das Geschehen ein. Einfach toll!
"Asche und Phönix", sagte Lucien. "Das seid ihr beiden. Ihr gehört zusammen. Du, Ash, kannst diejenige sein, aus der Parker neu geboren wird. Du machst ihn zu einem anderen. Er hat sich jetzt schon verändert. Zum Besseren natürlich." (S. 109)
Parker, der geplagte Weltstar - klingt das nicht wie ein perfektes Klischee? Vielleicht sogar wie eine Parodie? Das war zumindest mein erster Eindruck bevor ich angefangen habe, zu lesen. Doch dann lernte ich ihn kennen und musste ihn einfach mögen! Zugegeben, zu Anfang verhält er sich teilweise wirklich wie ein wandelndes Klischee, aber da er sich damit selbst aufs Korn nimmt, kann man ihm das verzeihen. Besonders, weil man recht schnell merkt, wie viel mehr da eigentlich hintersteckt.

Trotzdem ist mein nicht ganz so heimlicher Liebling eindeutig Ash. Sie kommt aus einer gescheiterten Familie, hat Verluste erlitten, wurde verstoßen und bezeichnet sich nun selbst als "Unsichtbare". Sie lebt zwar nicht auf der legalen Seite der Gesellschaft, ist aber ein herzensguter Mensch. Selbst während eines Einbruchs merkt man ihr das an. Sie schämt sich nicht für ihr Leben, sondern steht sogar dazu, wenn man sie damit konfrontiert. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, lässt aber selbst niemanden an sich heran. Doch ist sie einmal involviert, scheut sie keine Risiken.

Auch wenn die Vermutung nahe lag, dass auch Asche und Phönix ein eher phantastisches Jugendbuch ist, war mir das nicht von Anfang an zu 100 % klar. Es hätte auch eines dieser Bücher sein können, die vielleicht einen übersinnlichen Hintergrund haben, aber das in der Geschichte kaum durchsickern lassen. Der "teuflische Pakt" hätte auch eine Metapher sein können oder eine Übertreibung. Tatsächlich entpuppt sich dieser Roman natürlich doch als Fantasy-Geschichte - allerdings eine sehr Dezente. Am Anfang sind es nur Andeutungen, Vermutungen, die eher an einen Mystery-Roman erinnern. Doch nach und nach zeigt das Buch sein wahres Gesicht und auch wenn die übernatürlichen Szenen nicht überwiegen, haben diese es ganz schön in sich.

Die Idee hinter dem "Pakt mit dem Teufel" war für mich nicht neu, aber Meyer hat das Ganze sehr gut umgesetzt. Schon allein das Setting war immer wieder ein Highlight: erst London, dann die Reise durch den Eurotunnel, die Nacht in Lyon, die Zeit an der Côte d'Azur, zum Schluss dann noch Monte Carlo. Ich hatte das Gefühl, dass Meyer von jedem einzelnen Ort den Geist eingefangen und in seine Seiten gebannt hatte, sodass man als Leser fast glauben könnte, selbst dort zu sein. Hinzu kommen die Verbindungen zu den 60er Jahren und der Konflikt zwischen "echter" Kunst und dem Showbiz.

Alles in allem ist dieses Buch eine schöne, runde Sache. Es ist keine Szene zu viel oder zu wenig, der rote Faden war durchweg spürbar. Einzelbände sind in dieser Flut von Reihen jedes Mal aufs Neue eine Wohltat, aber dieser ganz besonders - mit einem Ende, das zwar abgeschlossen ist, aber der Fantasie darüber hinaus trotzdem freien Lauf lässt.

Fazit:

Kai Meyers "Asche und Phönix" ist ein absolut empfehlenswertes Buch! Eine zwar bekannte, aber unverbrauchte Idee, wird hier so originell und spannend verpackt, dass man dieses Buch kaum aus der Hand legen mag. Dabei ist der phantastische Teil so dezent, dass ein ziemlich breit gefächertes Publikum angesprochen werden kann - zumindest werden definitiv Jung und Alt auf ihre Kosten kommen konnen. Die Charaktere sind ein ganz tolles Gespann und allesamt so "echt" - man muss sie einfach mögen! 5/5 Bücher!
Displaying 1 - 30 of 95 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.