ENGLISH
What a significant and visionary milestone in the evolution of the entertaining non-fiction book.
How difficult it sometimes has to be to breathe life into the scientific genre can be measured by the memory of the response to textbooks at school, which can happily be described as mixed. In some areas, more competition and free competition would pay off in exceptional cases. The book can be used as an example of the gems that non-fiction authors can master, as a collection of future technologies, trimmed for readability for laypersons and pure entertainment value.
As the author has already subdivided into possible, unlikely and impossible technologies in previous works, in this book, he divides the 21st century into three periods and uses selected thematic blocks to show the future development in time-lapse. The topic is located in the theoretically possible, but still untried and the unconfirmed terrain. The trick, especially in category three at the end of the century, which is sometimes hard to believe, is that all technologies, machines, materials, and processes have already been tried out and their realization is possible. Of course, the time to implementation is estimated, but no thought of the book is mere guesswork or science-fiction. Instead, it is based on verifiable facts for which Kaku has interviewed several scientists, visited their laboratories and refined them into a compressed compendium. In particular, the apparent structure and easy-to-understand language let one visually walk through the considerable number of pages in no time.
Especially for fans of Futurism and all related genres, there are mountains of ideas and fantasy creations whose realizability does not harm the imagination in any way. Instead, on the contrary, it gives additional impetus to the notion that, if achievements that are impossible shortly become possible, the developmental thrust will be all the more astonishing in centuries.
It is also amazing how many founding fathers of science fiction have correctly predicted the development down to the last detail. Also, how many current genre representatives, due to the galloping research, run the risk of accidentally slipping into the typical genre of novels, as their visionary ideas suddenly become an everyday occurrence overnight.
The grandiose ability of Kaku to make all the boring and dust-dry natural sciences so lively and exciting should be a guiding principle for authors of all non-fiction literature. Mainly if they write for the education sector, as understandability and entertainment value, especially in this area, unfortunately, often fall by the wayside. The only unworkable utopia is that internationally successful and wealthy authors are beginning to transform the antiquated school material. Alternatively, underpaid schoolbook authors will be kissed overnight by the Muse and mutate into dazzling narrators. Unfortunately, both will not happen so soon, even though it would be so important, given the educational misery and partly old foundations, to sow the enthusiasm for knowledge acquisition where one would expect it. At school.
GERMAN
Welch ein famoser und visionärer Meilenstein in der Evolution des unterhaltsamen Sachbuchs.
Wie schwer es mitunter sein muss, dem Wissenschaftsgenre Leben einzuhauchen, lässt sich an der Erinnerung an die Resonanz auf Schulbücher ermessen, welche mit Glück als durchwachsen bezeichnet werden kann. In manchen Bereichen würde sich mehr Konkurrenz und freier Wettbewerb ausnahmsweise eben doch auszahlen. Als Beispiel für die Perlen, die Sachbuchautoren gelingen können, kann diese auf Lesbarkeit für Laien und Unterhaltungswert getrimmte Sammlung zukünftiger Technologien gelten.
Wie der Autor schon in vorangegangenen Werken eine Unterteilung in mögliche, unwahrscheinliche und unmögliche Technologien vorgenommen hat, so unterteilt er in diesem Buch das 21 Jahrhundert in 3 Zeiträume und zeigt anhand ausgewählter Themenblöcke die zukünftige Entwicklung im Zeitraffer. Dabei ist die Thematik im rein theoretisch möglichen, aber noch unerprobten und unbestätigten Terrain angesiedelt. Der, besonders in Kategorie 3 gegen Ende des Jahrhundert mitunter schwer zu glaubende, Kniff an der Sache ist, dass sämtliche Technologien, Maschinen, Materialien und Verfahren bereits erprobt wurden und ihre Realisierung möglich ist. Natürlich sind die Zeiträume bis zur Verwirklichung Schätzungen, nur entspricht kein Gedanke des Buches bloßer Vermutung oder Science-Fiction. Sondern fußt auf überprüfbaren Fakten, für deren Zusammentragung Kaku etliche Wissenschaftler interviewt, deren Laboratorien besichtigt und zu einem komprimierten Kompendium zusammengepresst hat. Besonders die übersichtliche Struktur und angenehm verständliche Sprache lassen einen die beträchtliche Seitenanzahl im Nu visuell durchwandern.
Gerade für Freunde von Futurismus und allen damit zusammenhängenden Genres finden sich Berge an Ideen und Fantasiegebilden, deren Realisierbarkeit der Imagination in keiner Weise schadet. Sondern sie im Gegenteil durch die Vorstellung zusätzlich beflügelt, dass wenn in so verhältnismäßig naher Zukunft unmöglich gedachte Errungenschaften möglich sein werden, der Entwicklungsschub in Jahrhunderten noch umso erstaunlicher anmuten wird. Erstaunlich ist auch, wie viele Gründerväter der Science Fiction die Entwicklung bis ins Detail richtig prognostiziert haben. Und wie viele aktuelle Genrevertreter aufgrund der galoppierenden Forschung Gefahr laufen, unbeabsichtigt ins normale Romangenre zu rutschen, da ihre gerade noch visionären Ideen über Nacht plötzlich Alltag werden.
Die grandiose Fähigkeit Kakus, all die als langweilig und staubtrocken gebrandmarkten Naturwissenschaften so lebendig und spannend zu gestalten, sollte Autoren sämtlicher Sachliteratur ein Leitbild sein. Besonders wenn sie für den Bildungssektor schreiben, da Verständlichkeit und Unterhaltungswert gerade in diesem Bereich leider häufig auf der Strecke bleiben. Womit die einzige undurchführbare Utopie wohl ist, dass international erfolgreiche und wohlhabende Autoren beginnen den antiquierten Schulstoff umzugestalten. Oder unterbezahlte Schulbuchautoren über Nacht von der Muse geküsst werden und zu blendenden Erzählern mutieren.
Beides wird leider nicht so bald geschehen, obwohl es angesichts von Bildungsmiseren und einem teils antiquierten Fundamenten ruhenden Lernstoff so wichtig wäre, die Begeisterung für Wissenserwerb dort zu säen, wo man ihn eigentlich vermuten würde. In der Schule.