So hat sich Josephine die Klassenfahrt nicht vorgestellt. Nicht nur, dass sie sich mit der Esoterikerin Tamara ein Zimmer teilen muss, auch das Kaff, in das sie die Reise geführt hat, ist total öde. Wer will es ihr da verübeln, dass sie sich während einer Besichtigungstour lieber verdrückt? Auch Tamara treibt etwas dazu, sich während des Rundganges abzusetzen. Seltsamerweise begegnen sich die beiden Mädchen vor einem Gemälde in einer kleinen Kirche. Fasziniert betrachten sie das geheimnisvolle Bild bis ihnen die Porträtierte plötzlich den Blick zuwendet. Josephine tut das Ereignis als Sinnestäuschung ab. Doch Tamara lässt sich nicht so leicht beruhigen. Schon gar nicht, als sie erfährt, dass die unheimliche Frau vor Hunderten von Jahren als Hexe angeklagt und gefoltert wurde. Was will sie nur von den beiden Mädchen? Gemeinsam beschließen Tamara und Josephine, der Sache nachzugehen. Doch als sie die Kirche erneut aufsuchen, ist das magische Gemälde verschwunden. Dafür dringt nun ein Wimmern durch das Gemäuer ...
Ein spannendes Abenteuer zweier Mädchen auf einer Klassenfahrt. Tamara, der Esoterik zugeneigt, muss sich das Zimmer mit Josephine, der Klassentussi, teilen. Dass die beiden nicht miteinander auskommen werden, ist ja wohl schon mal klar. Doch dann wird Tamara während eines Ausfluges schlecht und sie verdrückt sich heimlich aus dem Kerker, den die Klasse gerade besichtigt. Josephine hat andere Beweggründe, den Ausflug zu verlassen: sie hat mal wieder Stress mit ihrem Freund und versucht, handynetz zu bekommen, damit sie mit ihm schreiben kann. Wie der Zufall es will, finden sich beide Mädchen in der örtlichen Kirche ein, wo sie das Gemälde eines Mädchens finden, das sie beide fasziniert. Bis das Gemälde sich bewegt und die beiden in Angst und schrecken versetzt. Ab diesem Zeitpunkt verbindet Tamara und Josephine etwas miteinander und sie machen sich auf die Suche nach dem Geheimnis des Bildes.
Dieses Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen! Ich habe es im Ausverkauf meines örtlichen Buchladens für ein paar Euronen erstanden, denn das Cover und der Buchtitel haben mich fasziniert. Deswegen habe ich es auch recht schnell (trotz eines sub von 80 Büchern) ins die Hand genommen und begonnen zu lesen. Das Setting für die Geschichte war sehr gelungen und vor allem glaubwürdig, ein malerischer Ort mit Geheimnissen aus Zeiten der Hexenverbrennung, komplett mit Jugendherberge auf einer alten Burg und einem Mittelaltermarkt. Sowohl Tamara als auch Josephine haben mir als Charaktere sehr gefallen. Einzig und allein der Schluss des Buches hat mir weniger gefallen, wo alles etwas zu sehr ins Übernatürliche abgedriftet ist und letztendlich etwas unglaubwürdig erschien.
Ansonsten gibt es vier Sterne von mir, da ich Hexengeschichten liebe und sehr gerne lese!
Tamara und Josephine müssen sich auf einer Klassenfahrt ein Zimmer teilen, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein können. Denn Josephine ist ein beliebtes Mädchen, welches viel auf ihr Aussehen macht, während Tamara sich mit Hexen und Kräuter auskennt und sie macht sich nicht so viele Gedanken um ihr Äußeres. Kurz: sie haben nichts gemeinsam und doch werden sie im Laufe des Aufenthaltes mehr Zeit miteinander verbringen als im gesamtes Schuljahr.
***
Tamara und Josephine sind zufällig zur selben in der Kirchen und betrachten ein Bild, welches sich aber plötzlich bewegt. Auf diesem Porträt ist ein Mädchen abgebildet, welches ein hübsches und ein eher verstelltes Gesicht hat.
Etwas später bekommt Tamara eine Vision von dem Mädchen auf dem Bild und sie erfährt, dass es sich um Frederike handelt und sie als Hexe angeklagt worden ist.
Zusammen mit Josephine begibt sie sich nun auf die Suche und versucht hinter all dem zu kommen.
***
Das Buch ist wirklich sehr spannend erzählt, hier und da nicht ganz so logisch, aber trotzdem hab ich es sehr schnell gelesen. Am schönsten ist das Ende.
Ich hab das Buch im Rahmen der #autumntbrchallenge gelesen: Zeitreise – es ist nicht ganz Zeitreise, aber Tamara schlüpft durch ihre Visionen in den Körper von Frederike und deshalb finde ich es schon relativ nahe an Zeitreise dran.
Ok, das Buch war spannend. So einen tollen Pageturner hatte ich schon lange nicht mehr. Kurze aber durchaus spannende Kapitel bei denen man immer wissen wollte wie es weitergeht.
Erster Satz: Sub tuum praesidium confugimus, Sanecta Dei Gentrix ... " Keuchend stieß Friederike die Gebetsformel aus, die ihre Mutter sie einst gelert hatte.
Cover: Das Cover sieht in echt noch viel schöner aus als auf dem Bild. Der Titel schimmert in gold und hebt sich so perfekt von dem dunklen Hintergrund ab. Auch das junge Mädchen sieht hübsch aus und passt gut dazu.
Meinung: Hexengesicht ist ein gelungener Urban-Fantasy-Roman für Jugendliche, der aber auch alle anderen begeistern wird. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Die Verknüpfung von Gegenwart und Vergangenheit ist der Autorin sehr gut gelungen und macht das Buch zu etwas Besonderem. Erzählt wird abwechselnd aus der Perspektive von Tamara und Jo.
Schon im Prolog des Buches ist man als Leser mitten in der Geschichte und fiebert mit. Auf diesen ersten Seiten wird aus der Sicht von Friederike erzählt, die in der Zeit der Hexenverfolgung lebt. Dieser Abschnitt reißt einen sofort in die Geschichte und ist ein wichtiger Teil für den weiteren Verlauf. Der Prolog wurde wirklich toll geschrieben und man konnte sich sofort in Friederike hineinversetzen. Eigentlich haben schon dieser ersten Seiten dafür gesorgt, dass ich begeistert von dem Buch bin.
Im Ersten Kapitel gibt es dann einen großen Zeitsprung. Man befindet sich in der Gegenwart wieder und sieht die Welt plötzlich durch Tamaras Augen. Tamara ist gerade mit ihren Mitschülern auf Klassenfahrt. Sie ist selbstbewusst und macht was sie will. Tamara zieht sich an, wie eine richtige Esoterikerin, was sie ja eigentlich auch ist und ist eher ein Außenseiter und Einzelgänger. Etwas das mir sehr gut an ihr gefallen hat ist, dass sie sich trotz ihrer besonderen Art nicht von den anderen ärgern lässt und sehr aufgeschlossen ist. Tamara war mir von Anfang an sehr sympathisch.
Jo ist das ganze Gegenteil von Tamara. Sie gehört zu den beliebten Mädchen der Klasse und legt natürlich sehr viel Wert auf ihr Äußeres. Als sie erfährt dass sie sich mit Tamara ein Zimmer teilen muss, ist sie überhaupt nicht begeistert. Trotzdem nimmt sie sich vor, sich deswegen nicht die Klassenfahrt vermiesen zu lassen. Nachdem sie zusammen mit Tamara das unheimliche Bild entdeckt hat, ist sie was Tamaras Meinung über dieses Bild angeht nicht sehr aufgeschlossen.
Trotzdem schaffen es verschiedene Umstände, dass die beiden Mädchen zusammen versuchen das Geheimnis um das Bild zu lüften. Jo lässt sich dabei von Tamara mitreißen und im Laufe der Geschichte freunden sich die beiden sogar an. Jo merkt das sie mit ihren alten Freundinnen eigentlich nur eine oberflächliche Beziehung hatte und nabelt sich etwas von ihnen ab. Es beginnt eine spannende und geheimnisvolle Suche.
Die Autorin hat es in diesem Buch geschafft das Thema Hexenverfolgung perfekt umzusetzen. Als Leser erfährt man viel über die damalige Zeit und wie grauenhaft Leute, die anders waren und aufgefallen sind, behandelt wurden. Es herrscht überwiegend eine sehr dunkle Stimmung, das natürlich für viel Spannung sorgt. Alles wurde so toll beschrieben, dass ich mich gefühlt habe als wäre ich mittendrin.
Obwohl die Geschichte in der Gegenwart spielt, kann man sich alles bildhaft von der Vergangenheit vorstellen. Es ist einfach eine perfekte Mischung aus beiden. Natürlich kommen in diesem Roman auch die Probleme von Tamara und Jo nicht zu kurz. Beide haben die üblichen Teenagerprobleme zu bewältigen und sind auf dem Weg erwachsen zu werden. Sowohl Jo als auch Tamara entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter und wirken zum Ende hin viel erwachsener, als noch am Anfang.
Fazit: Hexengesicht beinhaltet eine tolle Geschichte mit sympathischen Charakteren. Am liebsten würde ich dem Buch 4,5 von 5 Sterne geben. Da das aber leider nicht geht und ja eigentlich ab 5 aufgerundet wird, werde ich 5 von 5 Sterne vergeben.
So hat sich Josephine die Klassenfahrt nicht vorgestellt. Nicht nur, dass sie sich mit der Esoterikerin Tamara ein Zimmer teilen muss, auch das Kaff, in das sie die Reise geführt hat, ist total öde. Wer will es ihr da verübeln, dass sie sich während einer Besichtigungstour lieber verdrückt? Auch Tamara treibt etwas dazu, sich während des Rundganges abzusetzen. Seltsamerweise begegnen sich die beiden Mädchen vor einem Gemälde in einer kleinen Kirche. Fasziniert betrachten sie das geheimnisvolle Bild bis ihnen die Porträtierte plötzlich den Blick zuwendet. Josephine tut das Ereignis als Sinnestäuschung ab. Doch Tamara lässt sich nicht so leicht beruhigen. Schon gar nicht, als sie erfährt, dass die unheimliche Frau vor Hunderten von Jahren als Hexe angeklagt und gefoltert wurde. Was will sie nur von den beiden Mädchen? Gemeinsam beschließen Tamara und Josephine, der Sache nachzugehen. Doch als sie die Kirche erneut aufsuchen, ist das magische Gemälde verschwunden. Dafür dringt nun ein Wimmern durch das Gemäuer ...
"Hexengesicht" von Heike Schulz ist ein spannender, paranormaler Jugendroman mit einem wichtigen Thema des 15./16. Jahrhunderts. Neben der eigentlichen Handlung erfährt der Leser auch ein paar Details aus der Zeit der Hexenverfolgung, die aber größtenteils auch ohne die blutigen Details auskommen, dafür aber die wesentlichen Grundzüge dieses prekären Themas anschaulich darstellen. Dabei ist die Handlung stets spannend und dem roten Faden wird ohne Abschweifungen gefolgt, dadurch kommt das Wesentliche dieses Buches stärker zum Tragen, ohne dass der Lesesfluss von Nebensächlichkeiten gestört wird. Auf Jo's und Tamara's Suche nach der Wahrheit eröffnen sich dem Leser nach und nach die Details, ohne dabei zu viel vorweg zu nehmen. Somit bleibt die Spannung gewährleistet und die Neugier geweckt. Der paranormale Faktor spielt in "Hexengesicht" eine große Rolle, denn viele unerklärliche Begebenheiten tragen sich zu, die am Ende auf einen zufriedenstellenden Schluss zu laufen, der all diese Begebenheiten nachvollziehbar erscheinen lässt. Ein weiterer wichtiger Punkt innerhalb dieser Geschichte bezeichnet die Alltagsprobleme der Hauptprotagonisten im Teenageralter, welche immer mal wieder eingesät wurden. Manchmal erschienen mir diese an der ein oder anderen Stelle etwas unpassend und hätten meiner Ansicht nach ein wenig reduziert werden können, um den Fokus stärker auf das eigentliche Thema zu legen. Die Atmosphäre besitzt stets etwas Düsteres und Geheimnisvolles, wodurch ein passendes Umfeld für die von Heike Schulz erdachte Geschichte geboten wird und sich das Thema der Hexenverfolgung gut darin einfügt.
Die beiden Hauptprotagonistinnen aus deren Sicht "Hexengesicht" geschildert wird, könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Eine ist ein esoterischer Hippie und die Andere ein blondes Modepüppchen. Ihre Freundschaft entwickelt sich langsam aber stetig und wirkt daher authentisch, auch ihre Probleme mit dem anderen Geschlecht erscheinen für ihr Alter sehr real. Beide wurden interessant und facettenreich gestaltet, sie besitzen die für Hauptcharaktere wichtigen Ecken und Kanten, die für Bücher dieser Art unerläßlich sind.
Der größte Teil dieses Buches ist umgangssprachlich geschrieben worden. Zwar ließ sich der Schreibstil immer flüssig lesen, doch wirkte die Jugendsprache oftmals zu überladen, es erschien mir sehr gewollt. Dennoch hat mich "Hexengesicht" auf eine schöne Art und Weise gefesselt und mir unterhaltsame Lesestunden beschert, auch wenn dieses Buch mit seinen etwas über 200 Seiten doch ziemlich dünn ist.
Das Cover sei positiv erwähnt, denn es ist wirklich wunderschön gestaltet worden und weißt viele schöne Details auf. Auch innerhalb des Buches finden sich immer mal wieder optische Hingucker.
Ein unterhaltsames Buch! Zum Ende hin schwächelt es etwas aber was solls. Vielleicht hab ich mir nur ein anderes Ende gewünscht... Man sollte unbedingt einen Schutzumschlag beim lesen benutzen! Es sind nicht nur Fingerabdrücke auf den Buch, sondern die Goldschicht löst sich und durch die Wärme verändert sich die Farbe. Nicht unbedingt sehr viel aber es ist trotzdem ärgerlich.