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Mal Aria

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Eine Geschichte über Leben und Tod. Erzählt von einem Moskito.
Am Abend lief Carmen noch um die Wette am Strand – in der Nacht weckt sie ein kalter Schmerz. Es ist der letzte Urlaubstag ihrer Reise durch den Amazonas. Von einem Tag auf den anderen kämpft die junge Frau um ihr Leben. Kein Arzt weiß ihr zu helfen, sieht das Naheliegende. In der scheinbaren Sicherheit eines Krankenhauses geschieht das Unvorstellbare – und nur einer weiß alles: der Moskito, der Carmen gestochen hat und von da an, durch das Blut mit ihr verbunden, zur Stimme der Natur, zum sprachmächtigen Erzähler wird. Immer tiefer verbindet er sich mit Carmen, immer tiefer zieht er den Leser in ihre Geschichte – eine Parabel über die Unkontrollierbarkeit des Lebens, über die großen Fragen des Menschseins.

207 pages, Hardcover

First published August 17, 2012

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About the author

Carmen Stephan

2 books1 follower

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Community Reviews

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12 (12%)
1 star
1 (1%)
Displaying 1 - 12 of 12 reviews
Profile Image for Juliana Wullenjohn.
167 reviews
October 23, 2023
best book i‘ve read for a german class: edited- i forgot how much blatant racism and stereotypes are used in this book, but the discussions of death/relationship between humans and nature is too good for me to give it less than 4 stars; edit again: the mosquito narrator is annoying and i feel no sympathy for mosquitos and HE CANNOT MAKE ME FEEL BAD ABOUT IT (bumped down to 3 stars)
Profile Image for catbooks.
26 reviews25 followers
March 9, 2013
Ein Buch aus der Sicht eines Moskitos? Klingt im ersten Augenblick ziemlich merkwürdig und auch gleichzeitig erschreckend. Doch dass dieses Buch nicht den Alltag eines Insekts zeigt, wird schnell klar. Dieses Erlebnis ist weitaus tiefgründiger, schon ziemlich gruselig und erschütternd.
Carmen, die eigentlich nur noch schnell mit ihrem Freund eine Woche Urlaub machen möchte und dann von einem Moskito gestochen wird. Ihr Leben verändert sich schlagartig, eine grausame Fahrt bergab beginnt und nimmt den Leser mit in eine Situation, bei der einem Angst und Bange wird.
Sie bekommt alle Symptome, die ein klares Anzeichen für Malaria sind, doch leider auch für zahlreiche andere Krankheiten, die zum dem Zeitpunkt der Erkrankung die Runde machen, wie z.B. das Dengue-Fieber. Die Behandlung bei den verschiedensten Ärzten zieht sich über einen langen Zeitraum, doch ohne Erfolg und Aussicht auf Linderung. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit mit dem einziges Ziel: leben und nicht sterben!

Es ist ist fürchterlich zu sehen, dass die Ärzte sich 1. nicht genügend Zeit zu nehmen um sich mit der Krankheit von Carmen zu beschäftigen und 2. das sie so extrem betriebsblind geworden sind, dass ihnen ihre drastischen Fehler gar nicht mehr auffallen. Als ob es ihnen gar nichts ausmacht, dass Carmen vor Erschöpfung das Bewusstsein verloren hat und wenn nicht schnell jemand die richtige Krankheit diagnostiziert, auch leider sterben wird. Als ich ich diese Situationen gelesen habe, ist mir ganz schlecht geworden, denn diese Umstände gibt es nicht nur in Brasilien, sondern überall auf der Welt. Es ist schockierend, denn wenn du nicht genügend Geld hast, wird dir nicht geholfen…

Der kleine Moskito hat auch in diesem Buch einen wichtigen Auftritt, schließlich ist er auch derjenige, der Carmen diese Schmerzen angetan hat! Doch obwohl ich ihn eigentlich “hassen” sollte, so kann er trotzdem nichts gegen seine Natur machen. Er ist mir im Laufe des Buches immer sympathischer geworden. Das klingt jetzt zwar komisch, denn eigentlich finde ich Insekten doch ziemlich beängstigend. Es hat mich einfach sehr mitgenommen, dass er für Carmen solch starke Gefühle entwickelt hat und auch mit ihr gelitten hat, dass die Ärzte unfähig sind und ihre Krankheit nicht erkennen. Und er hat keine Möglichkeit gesehen sich gegenüber den Menschen zu äußern und zu zeigen, dass er der Auslöser ist und die einzig wahre Schlussfolgerung ist: es ist Malaria!

Ob es ein Zufall ist, dass sowohl die Protagonistin als auch die Autorin Carmen heißen, mag ich zu bezweifeln, leider geht aus dem Buch nicht hervor, ob es sich in diesem Fall um eine wahre Begebenheit handelt. Ich kann es mir allerdings schon gut vorstellen, da die Beschreibungen des Krankheitsbilds Malaria und der gesamten Situation sehr realitätsnah wirken und ich teilweise das Gefühl hatte selbst im Fieberwahn da zu liegen und die Geschichte recht verschwommen mitzuerleben.

Das Cover ist großartig! Sehr einfach gehalten und mit der einzelnen Rose in der Mitte doch so genial! Warum das Wort Malaria auseinander geschrieben wird, wird erst im Laufe des Buches klar. Das dieser Aspekt allerdings noch einmal mit dem Titel aufgegriffen wird, finde ich super!

Fazit:

Mir das hat das Lesen des Buches viel Spaß gemacht, obwohl es eine sehr bedrückende und traurige Stimmung zum Ausdruck bringt. Carmen Stephan hat eine Geschichte geschaffen, die mich stark zum Nachdenken angeregt hat und das ich auch noch weit danach ein schummriges Gefühl in der Magengegend habe, weil ich es so grausam fand, dass die Protagonistin Carmen den Ärzten so ausgeliefert ist.
“Mal Aria” ist ein Buch, bei dem das Verhältnis zwischen klaren Fakten über die Krankheit, den Problemen in der Bevölkerung und der fiktiven Geschichte vollkommen stimmt. Ich kann euch dieses Buch ans Herz legen und wünsche euch viel Freude beim Lesen!
Profile Image for Lívia.
161 reviews3 followers
Read
February 6, 2026
Em breve pela Tinta-da-China Brasil !!
Profile Image for Buchdoktor.
2,480 reviews198 followers
June 9, 2013
Carmen, neben einem Zebra-Moskito die Hauptfigur des Romans, hatte ein Jahr lang in Brasilien in einem Architekturbüro gearbeitet. Während ihres abschließenden Urlaubs mit Carl wird sie von einem Moskito gestochen. Mit Carmens Blut im Körper empfindet und beobachtet das Insekt unerwartet wie ein Mensch. Das Wesen mit dem Gewicht eines Wassertropfens kann sich in Carmens Gedanken treiben lassen. Carmen bekommt hohes Fieber, verliert das Bewusstsein. Brasilien wird gerade von einer Welle des Dengue-Fiebers heimgesucht, so vermuten Carmens Ärzte, auch die Touristin sei an Dengue-Fieber erkrankt. Unser blutsuagendes Insekt ist aufgewühlt, schließlich hat es Carmen höchstpersönlich gestochen. Carmen ist an Malaria (Schlechte Luft) erkrankt, der Krankheit, die man nach den Ausdünstungen der Sümpfe benannte. Leider ist Carmen in Brasilien in Behandlung, nicht in Afrika, wo der Volksmund sagt, "Es ist solange Malaria, bis alles andere ausgeschlossen ist."

"Mit sechzig Jahren war Severino der Älteste im Dorf. Natürlich musste dieser Umstand etwas mit seinem Mantel, dem Mundschutz, seiner gänzlich neuen Handschrift zu tun haben. Nur, wie hing das alles zusammen? Manche, die sich in die Hütte wagten, gar mit ihm sprachen, erfuhren die abenteuerlichsten Dinge. Von Moskitos und unsichtbaren Tierchen war die Rede. 'Und die Mücken tun einem das Tier ins Maul?', fragte ihn ein Junge. 'Nein, die Tierchen wachsen im Bauch der Mücke, dann reisen sie von Mensch zu Mensch, dringen durch die Haut in deren Körper ein und treiben da ihr Unheil', antwortete er. Am Ende war es doch Severino, der verrückt geworden war." erzählt Carmen Stephan rückblickend auf die Geschichte der Krankheit über Severino Duarte, der in Italien den Übertragungsweg der Krankheit zu ermitteln versuchte.

Der Countdown läuft, Carmen geht es immer schlechter. Ein weiterer Arzt diagnostiziert Dengue-Fieber. Die Betriebsblindheit überlasteter Ärzte hat mancher schon selbst erlebt - während eine Grippewelle wütet, sieht man leicht in jedem schwer Erkrankten einen Grippekranken und sucht keine andere Ursache. Carmen ist noch immer voller Vertrauen in ihre Ärzte, doch das Zebra-Moskito wird allmählich nervös. Soll es Carmen vor den Augen der Ärzte etwa demonstrativ ein zweites Mal stechen, oder besser doch einen anderen Weg für seinen Aufruf an die Menschen suchen?

In Rückblicken informiert die Autorin, auf welchen Umwegen die Ursache für das "Wechselfieber" gefunden wurde und weist auf die Folgen für Natur und Gesundheit hin, wenn Moskitos nach der Abholzung ganzer Wälder in Wassertümpeln brüten, die sich auf den Brachflächen bilden. Beide Themen, die Betriebsblindheit überlasteter Ärzte und Malaria als ein Problem armer Bevölkerungsschichten, verdienen eine literarische Bearbeitung. Nur wer arm ist, muss heute noch an Malaria sterben. Carmens Ausgeliefertsein gegenüber ihren Ärzten, ihre zunehmende Schwäche durch die Krankheit finde ich außerordentlich gut beobachtet. Die Verbindung von Fakten und Fiktion ist Liebhabern dieser Kombination empfohlen.
Profile Image for Thi.
265 reviews2 followers
August 5, 2014
Ein fantastisches Buch aus einer völlig neuen Perspektive!
Der Roman wirft ein neues Licht auf das Thema Malaria und gibt dem Leser die Chance, das Geschehen von einer sirrenden Sichtweise überarbeitet aufgreifen und interpretieren zu können. Sehr empfehlenswert!
Profile Image for Gefühlsgier .
55 reviews2 followers
November 14, 2022
Klar hervorheben tut es allein schon die Erzählperspektive, die man so schwer erwartet: es erzählt nämlich eine Mücke, die munter die titelgebende Krankheit überträgt. Darauf muss man auch erst ei mal kommen. Und als Leser sollte man sich auch darauf einlassen können, das Bekannte zu verlassen und dem kleinen und dennoch nicht ungefährlichen Protagonisten eine Chance geben. ;-)

Die Geschichte tut beinahe schon körperlich weh, aber alles andere wäre bei diesen intensiven Schilderungen direkt im wahrsten Sinne von der Quelle auch irgendwie merkwürdig.

Eine Mücke wird kaum Rede und Antwort für die literarische Arbeit geleistet haben, aber sich da quasi in Insektenperspektive "hineinzuversetzen" ist schon etwas für sich, so merkt man auch die immer wieder vorhandene Detailversessenheit - frei von Beziehungen und menschgemachten Zwistigkeiten. Roh und unfassbar nah, gleichzeitig wird auch Wissen über diese Krankheit vermittelt.
28 reviews
February 23, 2020
eine interessante mischung aus philosophischer diskussion über menschliches leben und sein, und mitfiebern um einen medizinischen fall. meiner meinung nach spiegelt diese geschichte wunderbar die irrtümer von ärzten wieder, wie ich sie selbst auch schon erlebt habe.
die erzählerperspektive - von einer mücke geschildert - fand ich besonders erfrischend.
Profile Image for Al.
291 reviews1 follower
June 7, 2026
Os delírios causados pela febre da malária dão o tom para esta novela, quase romance, em que se entrelaçam as histórias dos protagonistas e da relação da doença com o ser humano. Extremamente lírico, a autora correu o risco de desembocar no kitsch, mas se sai bem em um final emocionante, por que não?
Profile Image for Felipe Beirigo.
243 reviews26 followers
July 28, 2026
LOOOOOOOOOOOKO. ENTRE TAPAS E AEROSOL, O MALEDETO MOSQUITO DA MALÁRIA NOS ALOPRA MUITO. TEM HISTÓRIA, CIÊNCIA, CIENTISTA, LABORATÓRIO, RIO DE JANEIRO, HOSPITAL PÚBLICO, MOSQUITO QUE DÁ MONÓLOGO E OUTRAS AVENTURA DESSA TURMINHA MUITO LOUCA. GOSTEI.
5 reviews
July 13, 2026
Bacana, um livro que me surpreendeu pela narrativa no ponto de vista do mosquito, achei ele bem tenso do começo ao fim!
Profile Image for Bruno Fernandes.
15 reviews
May 16, 2026
Uma história contada da perspectiva de um mosquito é interessante até certo ponto, mas o livro se distancia muito disso em alguns momentos. Volta na história da descoberta da malária, no passado da personagem e nos sentimentos dela… E ainda é um mosquito contando
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