Island hautnah. Ein halbes Jahr lang durchstreift die beliebte Reiseautorin Carmen Rohrbach die aufregendste Nordmeerinsel Europas. Eine Reiseerzählung von überwältigender Intensität und Vielfalt. Was macht Island so unwiderstehlich, die Insel, die mehr Besucher im Jahr zählt als Bewohner? Carmen Rohrbach durchstreift sechs Monate lang die junge Vulkaninsel am Rande des Polarkreises. Im Tal des Markarfljót zeltet sie unter der gewaltigen Eruptionswolke des berühmt-berüchtigten Vulkans Eyjafjallajökull. Sie begleitet den jährlichen Schafabtrieb nahe einer Farm im Nordwesten der Insel. Auf einsamen Wanderungen im Hochland beobachtet sie die wilde Tierwelt, steigt hinauf zum geheimnisvollen Krater Askja und auf den Gipfel der Herðubreið, der Königin der Berge. Sie erkundet die Hauptstadt Reykjavík und taucht ein in das künstlerische Gemeindeleben des unberührten Küstenortes Vík am südlichsten Zipfel Islands.
Wunderschöner Reisebericht, der mein islandverliebtes Herz begeistert hat. Gerade, wenn man die Orte von denen die Autorin berichtet, selbst schon besucht hat, sind ihre geschichtlichen und geologischen Ergänzungen sehr interessant. Einen halben Stern würde ich aber tatsächlich auch dafür abziehen, dass die Autorin sich oft in lebensbedrohliche Situationen zu begeben scheint - ich weiß nicht, ob es sich um falschen Ergeiz handelt oder ob sie einfach das Buch interessanter gestalten wollte - es hat sie mir an einigen Stellen jedoch leider etwas unsympathisch gemacht, da solche Aktionen auf Island schnell den Tod bedeuten können und sie somit kein gutes Vorbild für den Leser abgibt und zudem das Leben der vor Ort lebenden Rettungskräfte potentiell gefährdet. Ob das "nur" für eine gute Geschichte notwendig ist sei dahingestellt. Ansonsten aber ein wunderbarer Reisebericht!
Eine Auflistung aller Pflanzen und Tiere (inbes. Vögel) in Island. Dazu beschreibt die Autorin ihre mehr oder weniger gefährlichen Unternehmungen - das soll sie wohl als mutige Abenteuerin darstellen, ich fands einfach dumm. Wenns gefährlich ist dann dreht man um und wandert nicht weiter, alles andere ist leichtsinnig und nicht heroisch. Das einzig positive an dem Buch waren Geschichten der Isländer und des Landes. Und die Angabe der Quellen und Reisetipps am Ende.
Sehr abwechslungsreich geschrieben. Viele genaue Reisebeschreibungen, lustige Anekdoten, geschichtliche und geologische Erklärungen, Mythen und Sagen, Tierbeobachtungen und am Ende einige Seiten konkrete Reisetipps. Macht Heißhunger auf einen erneuten Urlaub dort!
Spannende Reisebeschreibung über ihre Wanderungen auf der Insel, vor allem, wenn man die Insel Island in ihrer Kargheit und Schönheit schon erlebt hat.