Auf der einen Seite glänzt »Schwarzer Himmel« mit dem vorsichtigen Einbezug klassenkämpferischer Perspektiven und starken Frauenfiguren. Obwohl Bagge hierfür jeweils nicht allzu viel Platz einräumt, ein dickes Plus dafür.
Der Gangster-Plot an sich ist aber ziemlich wirr. Leider in einem negativen Sinn. Irgendwie steigt Bagge immer wieder neu in die Geschichte ein und dann ist sie auch schon wieder zu Ende. Auch der vermeintliche Humor zündet - zumindest in der deutschen Übersetzung - überhaupt nicht. Und der Großteil der Charaktere bleibt sehr schablonenhaft, um nicht zu sagen eindimensional. Was bleibt ist kurzweilige, leichte Unterhaltung, die kaum weh tut, aber immerhin in einigen Bereichen interessante Ansätze fernab der sonst männerlastigen Kriminalliteratur zeigt.