Sektionschef Tuzzi aus Robert Musils "Mann ohne Eigenschaften" wird zum Helden eines ganzen Buches, einer ganzen Nation. Österreich ist dem Untergang Eine nicht enden wollende Hitzeperiode ist über das Land hereingebrochen und nimmt gefährliche Ausmaße an. Als sich die Regierung nicht mehr zu helfen weiß, wird Dr. Tuzzi beauftragt, Wasser zu beschaffen und sein Land zu retten - eine Aufgabe, für deren Bewältigung er ungewöhnliche Mittel ergreifen muss ... Jörg Mauthe erzählt in seinem Roman "Die große Hitze" vom Beamtenstaat Österreich, dessen Unter- und Abgründe − irrwitzig komisch und sagenhaft wahrhaftig.
Starke erste Hälfte. Amüsante Beschreibung des österreichischen Behördentums. Guter Lesefluss. Empfehlenswerte Lektüre auch für deutsche Beamte.
Leider schwache zweite Hälfte. Driftet in langatmig beschriebene Szenerien ab. Zudem verliert die zweite Hälfte an Realitätsbezug. Erschwerend hinzu kommen Verhaltensweisen des Protagonisten, die der Beschreibung seines Charakters im ersten Teil widersprechen.