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Bist du noch wach?

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Freunde: das ist die Familie, die wir uns selbst aussuchen. Ihnen vertrauen wir oft mehr an als jedem anderen. Aber wie stabil sind unsere Wahlverwandtschaften? Elisabeth Rank hat einen poetischen und feinnervigen Roman über Einsamkeit, Liebe und Freundschaft, aber vor allem auch über den Abschied geschrieben. Von eigenen Lebensplänen und Idealen - und manchmal auch von den Menschen, die dazugehörten.

Mit wem soll man darüber reden, dass es niemanden mehr gibt, mit dem man über alles reden kann? Rea und Konrad sind Mitbewohner - und die allerbesten Freunde. Doch je näher Reas 30. Geburtstag rückt, desto deutlicher spürt sie ihre Unzufriedenheit: Sie hat das Gefühl, alle Clubs gesehen, alle Erfahrungen gemacht und alle wilden, schönen Sonnenuntergänge erlebt zu haben. Permanent muss sie sich hinterfragen: Kommt jetzt der nächste Schritt? In welche Richtung? Was hat ihr die Stadt noch zu bieten? Konrad scheint seinen Weg bereits geplant zu haben: er führt weg von Rea. Und er hat plötzlich eine Freundin; die erste in all den Jahren. Rea erträgt die neuen Schritte in der Wohnung nicht, die neuen Geräusche. Also flüchtet sie in die Sorglosigkeit eines Sommerurlaubs - natürlich nur um dort die Verfahrenheit ihrer Lage umso klarer zu spüren. Könnte es sein, dass wir selbst für Freundschaft zu frei und egozentriert geworden sind? Elisabeth Rank schreibt nicht über den großen Streit, sondern über eine langsame Entwöhnung, ein Sich-Auseinanderleben mit dem eigenen Lebensplan. Und am Ende steht eine Erkenntnis: Manchmal hören Dinge einfach auf. Auch wenn das nicht das ist, was wir wollen.

253 pages, Hardcover

First published March 12, 2013

4 people are currently reading
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About the author

Elisabeth Rank

2 books12 followers
Elisabeth Rank wurde 1984 in Berlin geboren. Hier hat sie auch Publizistik, Kommunikationswissenschaft und Europäische Ethnologie studiert. Seit zehn Jahren schreibt sie als freie Autorin für verschiedene Magazine und Publikationen. Tagsüber ist sie außerdem
als Kreative in Sachen Digitale Markenführung beschäftigt. Ihr erster Roman Und im Zweifel für dich selbst erschien 2010.

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Community Reviews

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7 (9%)
1 star
1 (1%)
Displaying 1 - 8 of 8 reviews
Profile Image for Katrin Blomquist.
85 reviews1 follower
April 3, 2019
Elisabeth Rank hat diese Art zu schreiben, die mich noch tagelang nach Beenden des Buches verzaubert, ein bisschen als wäre man gerade aus einem dunklen Kinosaal aufgetaucht. Plötzlich sind banale Dinge, alltägliche Abläufe und Bewegungen in metaphorisches, weicheres, bedeutungsvolleres Licht getaucht. Dieser Roman, in dem es um die junge Berlinerin Rea geht, die ihr Leben zwischen Freundschaft, Liebe, Beziehungen, Feiern und Arbeiten navigiert, liest sich wie ein solcher weichgezeichneter Kurzfilm. Und ich liebe das! Ich liebe die Bilder, die die Erzählerin herauf beschwört, kann das "Gebirge", das Rea in manchen Szenen auf den Schultern lastet, vor mir sehen, kann die Schwere der Gedanken fühlen und die Ausweg- und Hilflosigkeit in den Gesprächssituationen verstehen. Wahrscheinlich liegt das auch daran, dass mir Reas Leben als Mitte-Ende-Zwanzigerin so bekannt vorkommt und ich vielleicht nicht mich selbst, aber doch Züge aus meinem Leben und Umgebung wiedererkenne: das Gefühl, dass sich alles um einen herum verändert und plötzlich alle um einen herum die Entscheidungen fürs Leben zu treffen scheinen, sich auf sich selbst und ihre Beziehungen, ihren Alltag fokussieren und dabei die bis dahin so wichtigen, lebensfüllenden Freundschaften aus den Augen verlieren, das Gefühl dieser einsamen Abgehängtheit.

Damit komme ich zu dem Aspekt, der mich an dieser Geschichte gestört hat.

Abgesehen davon hat mir der Roman aber sehr gefallen, auch wenn (oder gerade weil) vieles in der Erzählung nur angedeutet wird und man ihn mit einem etwas melancholischen Gefühl zuklappt.
Profile Image for Johannes Mirus.
Author 3 books11 followers
November 11, 2018
Ein Buch von bemerkenswerter Seichtheit. Die Story kann man euphemistisch als „junge Frau zwischen zwei Lebensphasen“ beschreiben, aber mehr steckt tatsächlich nicht dahinter. Stattdessen wird die inhaltliche Leere mit blumigen Sätzen und mit vorgehaltener Waffe erzwungenen Metaphern (pun intended) ausgestopft, die ich nur schwer ertragen konnte. Ein Beispiel? Bitte:

„Da stand ich wieder, und dieses Mal rief ich Konrad nicht an, ich rief niemanden an, weil mir die Worte so schwerfielen, meine Zunge diente der Angst als Trampolin und war schon ganz müde. Erst als meine Mutter nach einer Weile neben mir stand und mir ein paar Haarsträhnen aus der Stirn zupfte, erst als ich, nicht doll, aber bestimmt genug, ihre Hand wegschlug, merkte ich, wie meine Wangen spannten, wie fest sie waren, ich spürte plötzlich den Weg jeder einzelnen Träne als Gipsabdruck auf meiner Haut.“

Mehr davon gibt es noch hier: http://ankegroener.de/blog/?p=18660

Wem solche Stellen gefallen: Das ganze Buch ist voll davon. Als wollte uns die Autorin zeigen, wie toll sie formulieren kann, welche außergewöhnlichen Gleichnisse sie aus Banalitäten erschaffen kann.

Für mich war es eine Qual. Ich habe eigentlich nur in der Hoffnung auf ein vernünftiges Ende durchgehalten. Nicht einmal das war mir aber vergönnt.
Profile Image for saskia.
6 reviews
February 12, 2018
hauptsächlich habe ich dieses buch gelesen, weil ich die art mag, wie elisabeth rank schreibt. die details in ihren beschreibungen, der satzbau, die wortwahl.
die geschichte war mir beim lesen nebensächlich, aber ich wurde positiv überrascht im unterschied zu anderen lesern. rea springt viel in ihren gedanken und in ihrem erleben; mir fiel es leicht zu folgen, dass viele hier den faden verlieren kann ich dennoch nachvollziehen.
ingesamt ein sehr schöner und kurzweiliger roman.
Profile Image for Niklas.
56 reviews8 followers
September 15, 2025
Die ersten 50 Seiten würde ich noch mit fünf Sternen bewerten. Danach verliert sich die Geschichte zwischen Rea und Konrad für mich komplett, allein wegen der Sprache und den kleinen Momentaufnahmen bleibt man noch bis zum Schluss am Ball.
Profile Image for Ina Vainohullu .
887 reviews18 followers
May 30, 2013
"Manchmal hören Dinge einfach auf. Auch wenn das nicht das ist, was wir wollen."

Wie passend, dachte ich, als ich diesen Satz las und mich daraufhin auf die Leserunde zu "Bist du noch wach?" bei Lovelybooks beworben habe. Auch mein Leben hat sich rund um meinen 30igsten Geburtstag verändert und auch ich musste erst kürzlich die Erfahrung machen, das es eben Dinge gibt, die manchmal einfach aufhören.
Da mich dann auch noch der Klappentext und die Leseprobe ansprachen, war ich mir sicher, das mich hier ein ganz tolles Buch erwartet, das eben einfach passt.

Tja, leider weit gefehlt, zumindest was mich betrifft, da konnte auch das tolle Cover mit der glänzenden Regenbogenschrift nix mehr retten.

Die Grundidee der Geschichte finde ich eigentlich recht gut, aber die Umsetzung spricht mich leider nicht im Geringsten an.

Aufgrund des "außergewöhnlichen" Schreibstils und der nicht vorhandenen Verbindung zu den Charakteren habe ich das Buch nach 104 Seiten ( und einigen Neuversuchen ) endgültig abgebrochen.

Ich bekomme nur ganz schlecht bis gar nicht, einen Bezug zu den einzelnen Protagonisten und obwohl es sich hier ja vordergründig um Rea als Hauptperson dreht, würde ich fast behaupten, das ich einen besseren Draht zu deren Mitbewohner Konrad habe, obwohl der ja mehr oder weniger nur einen Nebencharakter darstellt. Rea geht an mir irgendwie total vorbei. Sie wirkt kein Stück erwachsen und treibt scheinbar planlos umher...kann ich leider nix mit anfangen.

Mag sein, das manch ein Leser die Sprache als "literarisch" oder "poetisch" ansieht, mich jedoch spricht sie nicht im Mindesten an. Ich finde den Schreibstil weder erfrischend noch flüssig, sondern viel mehr konfus und komplett verzettelt.
Ellenlange Sätze, in denen sich die Autorin, in für mich sinnlosen Details verliert und von einem Thema zum nächsten springt, sorgen dafür, das ich am Ende des Satzes bereits beinahe vergessen habe, um was genau es am Satzanfang eigentlich ging.

Es gibt außerdem Passagen die mir komplett überflüssig erscheinen und die ich auch in der Leserunde schon beschrieben habe.
Zum Beispiel die Sache mit Wien, "ACHTUNG SPOILER !" :

Rea fliegt beruflich mit ihrem Chef nach Wien um sich dort mit Kunden zu treffen, dieses Treffen hab ich als Leser leider nie erlebt, denn der Besuch gestaltet sich für mich so ab: Flughafen - dann der Flug, Rea erinnert sich an ihre Angst sich mit zu vielen Menschen auf engem Raum zu befinden, einige überflüssige Beobachtungen, dann ist sie auch schon in Wien, dort gehts in ein Cafe, wir stellen fest das die Tulpen in der Vase pink sind oder wars lila, hab ich schon wieder vergessen, es geht weiter zum Abendessen, ihr Chef lächelt sie verhalten an, legt endlich mal sein Telefon zur Seite, aber da gehen die beiden dann auch schon auf ihre jeweiligen Hotelzimmer, wünschen sich eine gute Nacht, Rea putzt sich die Zähne, isst dann eine Packung Chips aus der MiniBar und putzt sich erneut die Zähne - Rückflug.

Ich glaube diese Szenerie nahm ein ganzes Kapitel in Anspruch, das man meiner Meinung nach getrost hätte streichen können, denn es ergibt für mich als Leser einfach keinen Sinn.

Ich möchte dieses Buch auf keinen Fall irgendwie schlecht reden, denn es findet ja durchaus großen positiven Anklang und das freut mich ehrlich, denn wie schon gesagt: Die Grundidee ist toll. Mich hat das Buch einfach nicht ansprechen und schon gleich gar nicht überzeugen können. Nein, es war für mich eine elende Quälerei.

Was mir am meisten leidtut ist die Tatsache, das ich jetzt jemandem der vielleicht hätte mehr mit der Geschichte anfangen können, das Buch weggenommen habe. Hätte ich vorher schon ahnen können das ich das Buch nicht mag, dann hätte ich mich gar nicht beworben :(

Trotz all meiner negativen Punkte wünsche ich der Autorin natürlich viel Erfolg, das Buch hat bisher sehr viele positive Stimmen bekommen und das wird hoffentlich auch so bleiben ( !!! ), und vergebe für die sehr gute Grundidee und die Covergestaltung die mich sehr ansprach: 2/5*
Profile Image for Booklunatic.
1,118 reviews
April 13, 2014
3,5 Sterne.

Elisabeth Rank versteht es wirklich, schwer definierbare Gefühle in Worte zu fassen. Ich konnte so sehr mit der Figur der Rea mitfühlen, dass es mich zeitweise niedergedrückt hat...Manchmal ist mir allerdings zu wenig passiert, bzw. hat sich zu viel im Kreis gedreht.

Ein gut geschriebenes Buch, was einiges in einem anstellen kann. Für mich wahrscheinlich nicht ganz zur richtigen Zeit, sonst hätte ich es vielleicht noch besser bewertet. Aber so sind Bewertungen und Eindrücke halt, subjektiv...
Displaying 1 - 8 of 8 reviews

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