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Rommel

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Nach dem hervorragenden Erfolg des Fernsehfilms „Rommel“ gestern Abend im Ersten sendet das Kulturprogramm SWR2 am Sonntag (4.11.) den ersten Teil eines Hörspiels zum Thema „Rommel“. „Rommel - das Hörspiel“ ist eine eigenständige „Radio-Doku-Fiction“ von Leonhard Koppelmann auf der Grundlage und unter Verwendung von Szenen des Fernsehfilms von Niki Stein. Ulrich Tukur, Benjamin Sadler, Aglaia Szyszkowitz, Thomas Thieme u. a. wirken als Sprecher mit. SWR-Hörfunkdirektor Gerold Hug: „In enger Zusammenarbeit von Fernseh- und Hörspielmachern im Südwestrundfunk sowie der beiden Regisseure ist ein faszinierendes crossmediales Gesamtpaket entstanden. So etwas leistet nur der öffentlich-rechtliche Rundfunk."

Hörspielregisseur Leonhard Koppelmann verwendet zusätzlich zu den Filmszenen zeitgeschichtliche Dokumente wie historische O-Töne aus alliierten und deutschen Wochenschauen, Tagebucheinträge der Heeresgruppe Berta oder persönliche Briefe von Erwin Rommel an seine Frau Lucie. Rommels Generalstabschef Hans Speidel schildert im Rückblick, in einem fiktiven Interview sowie als erinnernde Gedankenstimme, die Geschichte der Invasion der Alliierten, des Widerstands gegen Hitler sowie Rommels zunehmende Selbstzweifel. Für das Hörspiel waren die Filmschauspieler nochmals im Studio und haben weitere Texte aufgenommen.

Die Ausstrahlung des Fernsehfilms „Rommel“ (Buch und Regie: Niki Stein) mit Ulrich Tukur in der Hauptrolle des Generalfeldmarschalls fand gestern Abend im Ersten große Publikumsresonanz. Insgesamt 6,38 Millionen Zuschauer sahen den Fernsehfilm, eine Produktion von Teamworx in Koproduktion mit SWR, ARD-Degeto, BR und ORF für das Erste (Marktanteil 18,8 %), 4,91 Millionen verfolgten anschließend „Rommel – Die Dokumentation“ von Thomas Fischer (Marktanteil 18,5 %).

Sendetermine in SWR2:
Sonntag, 4.11., 18.20 Uhr, Teil 1: Der Atlantikwall (100 Min.)
Donnerstag, 8.11., 22.03 Uhr, Teil 2: Von Herrlingen nach Himmerod (86 Min.)

3 pages, Audio CD

First published November 1, 2012

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Leonhard Koppelmann

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November 19, 2012
Johannes Erwin Eugen Rommel, auch der Wüstenfuchs genannt, war wohl der bekannteste und beliebteste deutsche Generalfeldmarschall während des zweiten Weltkriegs. 2012 produzierte Niki Stein für die ARD einen Fernsehfilm über die letzten Jahre des Erwin Rommel. Parallel sendete SWR2 ein Hörspiel von Leonhard Koppelmann, das Teile der Tonspur des Filmes verwendet, diese jedoch mit vielen weiterführenden Informationen ergänzt und erklärt.
Koppelmann kombiniert die Tonspur der Filmszenen mit zeitgeschichtlichen Tondokumenten (alliierte und deutsche Wochenschauen, Dokumente der Heeresgruppe Berta, Briefe von Rommel an seine Frau). Die Erklärungen und Deutungen der Ereignisse aus dem Rückblick übernimmt dabei Rommels Generalstabschef Hans Speidel, der in einem fiktiven Interview und als Erzähler, die Ereignisse teils kritisch hinterfragt und erklärt warum einige Beteiligte so handelten oder handeln mussten.
Für das Hörspiel wurden die Schauspieler des Filmes noch einmal als Sprecher des Hörspiels ins Studio gebeten.
Das Hörspiel in Kombination mit Dokumentationen im Fernsehen und Zusatzinformationen im Internet ist ein weiteres crossmedia Projekt der öffentlich rechtlichen Sender. Das Hörspiel ist dabei natürlich deutlich ausführlicher als der Film von Niki Stein, was man schon an seiner Länge sieht.
Teil 1 (gesendet am 4.11.12 um 18.20 Uhr auf SWR2) hat alleine bereits eine Lauflänge von 99 Minuten und behandelt die Zeit bis vor der Invasion der Alliierten.
Teil 2 (gesendet am 8.11.12 um 22.03 Uhr auf SWR2, Länge: 86 Minuten) beginnt nach der Invasion der Alliierten und endet mit der Kapitulation Deutschlands

Dies ist kein Hörspiel im herkömmlichen Sinne. Natürlich gibt es da die Geschichte des Erwin Rommel, die als roter Faden durch das Hörspiel führt. Letztendlich ist das Hörspiel aber Geschichtsunterricht mit Zeitdokumenten und Spielszenen, wie man das von Geschichtsdokumentationen aus dem Fernsehen gewohnt ist (nur vielleicht nicht in dieser Länge). Wenn man sich erst einmal eingehört hat, kann man den Ereignissen sehr gut folgen und so, wenn auch nicht beim ersten Mal Hören, doch nach und nach, die komplexen Zusammenhänge erfassen. Dennoch hatte ich vor allem mit den Szenen aus dem Film oft Probleme, weil ich den Film nicht gesehen habe und daher einige der handelnden Personen nur schwer zuordnen konnte. Im Film sieht man die Figuren, da braut es keiner Einführung, im Hörspiel jedoch sieht es anders aus, da wäre eine Einführung der Personen essentiell gewesen, vor allem für Hörer, die den Film (noch) nicht gesehen haben.
Erstaunlicherweise hat das Hörspiel sogar seine komischen Seiten, wenn die Heeresgruppe B Befehl erhält, Verstärkung schriftlich in Berlin anzufordern, während die Alliierten schon anrücken und einige Bautrupps einfach um des Bauens willen bauten. Das Ende des dritten Reiches wirkt unkoordiniert, wirr und als wenn die rechte Hand nicht gewusst hätte, was die linke tut, und der Rest in typisch deutscher Bürokratie ertrank.
Man vermeidet Pathos und Heldentum, besteht aber durchaus darauf, dass auch den Deutschen Soldaten die Soldatenehre nicht genommen werden darf, auch wenn sie den Krieg verloren haben.
Insgesamt eine durchaus kritische, gut aufgebaute Hördokumentation, ohne Selbstkasteiung oder das suhlen in Selbstmittleid und Kollektivschuld, wie man das sonst so häufig aus dem Geschichtsunterricht der Schule in schlechter und genervter Erinnerung hat.
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