In den letzten Kriegstagen 1945, suchte ein Spezialkommando der US-Armee, nach den führenden Köpfen des deutschen Atomprogramms. Die Spitzenvertreter der deutschen Physik wurden für sechs Monate auf einem Landsitz in England interniert und abgehört. Aus den Aufzeichnungen der abgehörten Gespräche, rekonstruiert Richard von Schirach die Geschichte der Atomversuche im Deutschen Reich. Nach der erfolgreichen Kernspaltung durch Otto Hahn, war die deutsche Atomphysik für einen kurzen Moment die Avantgarde der Wissenschaft. Mit Ausbruch des 2. Wk. verschoben sich die Kräfte aber Richtung Amerika. Falsche Hypothesen, fehlende Risikobereitschaft und vor allem mangelnde Ressourcen beendeten schnell den Traum von der atomaren Wunderwaffe. Auch wenn die deutschen Wissenschaftler noch nach dem Abwurf der Hiroshima-Bombe nicht glauben wollten, dass jemand anders als sie in der Lage sei, eine atomare Kettenreaktion in Gang zu setzen. Das Buch bietet auch für Physiklaien einen ausgezeichneten Einblick in die Grundlagen der Atomphysik. Darüber hinaus ist es eine interessante Abhandlung über die Folgen der wissenschaftlichen Forschung und die damit verbundene Verantwortung des einzelnen Forschers.