»Wissenschaftliche Erkenntnis des Tages: Von den Gladiatorfröschen kann man viel lernen. Auf der Suche nach dem Frosch fürs Leben hüpft die Fröschin von Männchen zu Männchen und haut jedem so richtig eine rein. Wer umfällt, ist raus aus dem Spiel. Am Schluss nimmt sie den, der übrig bleibt, denn der kann am besten wegstecken. Hmmm, gefällt mir irgendwie. Verstößt aber vermutlich gegen die Schulordnung ...« Lilia hat es satt! Die Jungs in ihrer Klasse nehmen sie überhaupt nicht wahr. Das muss sich ändern, beschließt sie an ihrem 16. Geburtstag. »Das Balzverhalten im Tierreich« - so lautet das Thema ihres Bio-Referats. Und weil der Mensch auch nur ein haarloses Tier ist, wendet Lilia ihr neues Wissen einfach auf dei Gattung Homo sapiens an. Was folgt, ist ein wahres Liebeschaos ...
Ich wurde 1967 in Freiburg geboren und bin in Tübingen aufgewachsen. Nach dem Abitur habe ich Journalistik und Biologie in Dortmund studiert und beim WDR in Köln volontiert. Heute lebe ich mit meinem Mann, zwei Töchtern und zwei Hunden in einem kleinen Dorf bei Stuttgart. Wenn ich nicht als Wissenschaftsjournalistin arbeite, schreibe ich Bücher.
Wenn ich aktiv verdränge, dass ich nicht der Zielgruppe der Geschichte entspreche, dann war das Buch nur halbwegs komplett unerträglich, evtl. sogar fast unterhaltsam. Aber eben auch nur fast.
Der erste Satz Problem: Seit exakt drei Stunden bin ich sechzehn.
Meine Meinung Das Buch hatte ich wirklich schon lange vor erscheinen im Auge und wollte es unbedingt lesen, weil ich das Cover auf den ersten Blick schon so genial fand und sich die Geschichte wirklich nach einer locker leichten Geschichte angehört hat. Außerdem war ich total neugierig wie es sein wird, wenn ein Buch nur in Tagebuchform geschrieben wird. Ich war echt so glücklich, dass ich mir dieses Buch ertauschen konnte. Am liebsten hätte ich es gleich begonnen, aber dann konnte ich mich selbst davon überzeugen, dass ich es lese wenn es draußen wärmer ist und ich nebenbei in der Sonne brutzeln kann. Ich finde einfach, dass das Cover und die Geschichte super in den Sommer passt, auch wenn es in dem Buch gar nicht Sommer ist. Ich war einfach total gespannt auf die Geschichte.
Die Geschichte fand ich ja von Anfang an sehr interessant, weil es jetzt nicht die große, pompöse und dramatische Geschichte ist, sondern eine Geschichte aus dem Alltag eines Teenagers. Ich finde vor allem diese alltäglichen Geschichten können einen vollkommen mitreißen, weil man sich damit selbst einfach sehr identifizieren kann. Ich war vom ersten Augenblick als ich das Buch aufgeschlagen habe total begeistert, aber das könnte vermutlich auch daran gelegen haben, dass die Geschichte an meinem Geburtstag (22.05) beginnt und die Protagonistin mit mir zusammen Geburtstag hat. Da war mir die Geschichte echt schon total sympathisch (wenn man eine Geschichte so beschreiben kann). Aber auch der Inhalt selbst hat mich irgendwie gleich gefangen genommen, weil er einfach so realistisch ist. Jetzt fragt ihr euch aber sicher worum es dann in der Geschichte überhaupt geht und das verrate ich euch natürlich zu gerne. In der Geschichte geht es um die 16-jährige Lilia, die zusammen mit ihren Eltern, ihrer 5-jährigen Schwester Rosalie und ihrem 18-jährigen Bruder zusammen lebt. Am Anfang der Geschichte ist Lilias 16. Geburtstag und sie grübelt darüber nach warum sie mit 16 Jahren noch ungeküsst ist. All ihre Gedanken hält sie in ihrem Tagebuch fest, in das sie locker alle 10 Minuten oder so reinschreibt. Sie ärgert sich sehr darüber, dass ihre Clique keine Überraschungsparty für sie organisiert hat und vergisst dabei ganz für die morgige Bioarbeit zu lernen. Ihr Biolehrer schlägt ihr vor, dass sie doch ein Referat halten könnte, weil er anscheinend daran Schuld sei, dass nur noch die Aufgabenzettel ihrer Arbeit vorhanden sind. Sie sucht sich die Frage: Wozu braucht man Männer ? aus und befasst sich dabei mit dem Balzverhalten im Tierreich. Wie machen die Tiere das denn eigentlich, wenn sie ein anderes Tier küssen möchten ? Küssen sich Tiere überhaupt ? Sie erfährt immer mehr über die Liebe bei Tieren und überlegt, dass man die Taktiken der Tiere doch auch auf Menschen übertragen könnte.Und darum gibt sie alles, um die Teckniken der Tiere auch mal auszuprobieren. Immerhin möchte sie doch endlich geküsst werden, aber bitte von dem Richtigen. Aber was ist wenn da nicht nur ein Junge ist, sondern gleich mehrere ? Auf einmal findet sich Lilia im absoluten Gefühlschaos wieder und da hilft ihr leider auch nicht das Balzverhalten im Tierreich. Da kann nur sie selbst heraus helfen. Ihr denkt jetzt wahrscheinlich, dass die Geschichte doch überhaupt nicht besonders klingt, aber das ist sie und gerade, weil nicht alle zwei Sekunden etwas total aufregendes passiert, sondern weil sie wie das wahre Leben ist. Man könnte wirklich glauben, dass die Autorin mich und meine Familie kennt, denn ich habe mich oft dabei erwischt, dass ich Parallelen zwischen Lilias und meinem Leben gezogen habe. Dabei ging es aber nicht um das Liebesleben, sondern um das Familienleben :D Wahrscheinlich sind wir Zwillinge, die bei der Geburt getrennt wurden (da ich inzwischen 17 bin, ist das allerdings eher unwahrscheinlich, aber man weiß ja nicht was in der Wissenschaft alles möglich ist :D). Okay, ich bin ein bisschen vom Thema abgekommen. Die Geschichte hat mir wirklich von Anfang an sehr gut gefallen, auch wenn ich anfangs nicht ganz so gut reinkam, aber das lag definitiv nicht an der Geschichte. Ich finde es sehr interessant, wie die Autorin ihr Faible für Biologie hier untergebracht hat. Vor allem waren diese biologischen Fakten überhaupt nicht trocken dargestellt, sondern wirklich witzig, eben so wie Lilia über sie nachgedacht hat. Ich habe nicht nur gelacht, sondern wurde auch an einigen Stellen berührt. Ich habe echt die ganze Zeit über mitgefiebert, dass sich Lilia doch bitte nicht von dem Aussehen blenden lassen soll, denn es kommt vor allem darauf an was in einem Menschen steckt. Ein Mensch muss aüßerlich sowie innerlich schön sein. Deswegen war mir natürlich von Anfang an klar für welchen Jungen sie sich entscheiden soll. Ich finde einfach, dass diese Geschichte so viel Witz und Charme hat, dass man sie einfach lieben muss. Ich habe echt mindestens auf jeder zweiten Seite gelacht und einmal konnte ich echt nicht mehr aufhören. Jetzt folgt ein in Zusammenhang und auch so sehr lustiges Zitat, dass ich wahrscheinlich nie vergessen werde und was definitiv was mit Biologie zu tun hat: "Noch eine wissenschaftliche Erkenntnis: Wenn man einem Borstenwurm-Weibchen das Gehirn herausamputiert, stirbt es nicht. Es verwandelt sich. In ein Männchen. Echt ! Was kann man daraus wohl schließen?". Ich habe echt Tränen gelacht und musste das gleich erst mal allen männlichen Wesen unter die Nase reiben, die sich entweder in meiner Nähe befunden haben, oder die ich über Handy erreichen konnte. Und so geht das fast die ganze Zeit. Man muss Lilias Geschichte einfach lieben. Das Einzige, was mich ein ganz klein bisschen stört, ist, dass das Buch irgendwie einen kleinen Cliffhanger hat, der mich aber echt kirre macht. Ich würde am liebsten sofort zu Band 2 greifen, aber dieser erscheint erst noch, also muss ich mich noch gedulden.
Die Charaktere sind wirklich alle auf ihre eigene Weise richtig charmant. Na ja wenn man von einem Charakter absieht, aber den übersehen wir jetzt einfach mal geflissentlich. Ich finde wirklich alle auf ihre eigene Art vollkommen sympathisch und kann echt nur über die Bandbreite an unterschiedlichen Charakteren schwärmen. Ich habe sie alle irgendwie in mein Herz geschlossen und muss echt sagen, dass sie gut durchleuchtet werden, aber auch nicht zu viel über jeden einzelnen von ihnen preisgegeben wird. Lilia ist die Protagonistin der Geschichte. Sie ist am 22.05. (Beginn der Geschichte) 16 geworden und niemand hat eine Überraschungsparty für sie geschmissen. Und als ob das nicht genug wär, schreibt sie am nächsten Tag auch noch eine Biologiearbeit, für die sie eigentlich lernen müsste. Aber das schlimmste an der ganzen Geburtstagssache ist, dass sie 16 Jahre alt ist und leider noch ungeküsst. Das muss sich ändern, denkt sie sich und da kommt es ihr gerade recht, dass ihr Lehrer ihr verschlägt in Biologie ein Referat zu halten. Lilia beschäftigt sich bei ihrem Referat mit der Frage: Wozu braucht man Männer ? und bezieht das Ganze auf das Balzverhalten im Tierreich. Und dabei denkt sie sich, dass das was bei den Tiere klappt, doch auch auf die Menschen bezogen werden können, denn immerhin sind die ja auch irgendwie Tiere. Auf einmal küsst sie aber nicht nur einen Jungen, sondern gleich mehrere und da ist das Gefühlschaos natürlich vorprogrammiert. Woher soll sie denn auch wissen wer der Richtige für sie ist und wer nicht ? Ansonsten führt sie eigentlich ein ganz normales Teenager Leben und ist manchmal ganz schön genervt von ihrer Familie, weil sie sich oft um ihre kleine Schwester kümmern muss. Ich mag sie wirklich richtig, richtig gerne, aber manchmal fand ich sie ein klein bisschen naiv und das hat mich irgendwie gestört, weil ich ja eher der Typ Realist bzw Pessimist bin und mit Naivität echt nichts anfangen kann. Aber das waren bei Lilia zum Glück nur kurze Phasen und kein Dauerzustand. Ansonsten kann ich mich ja wie gesagt absolut mit ihr identifizieren und dachte manchmal echt, dass die Autorin mich kennt und von mir schreibt. Lilia ist einfach total sympathisch und liebenswert. Ich fand es vor allem wunderschön "anzusehen" wie sie mit ihrer kleinen Schwester umgeht. Sie ist einfach mit allen Eigenschaften vollkommen liebenswert, auch ihre leichte Naivität zähle ich dazu, denn so ist sie nun mal. Ich wusst natürlich schon die ganze Zeit über für welchen Jungen sie sich entscheiden soll und habe dann die ganze Zeit mit ihr mitgefiebert. Sie ist für diese Geschichte einfach die perfekte Protagonistin und man muss sie einfach mit allen Eigenschaften und auch Eigenheiten mögen. Ich halte immer noch trotz des Altersunterschiedes daran fest, dass sie meine Zwillingsschwester ist und wir nach der Geburt getrennt wurden :D Tom ist Lisas bester Freund. Die beiden sind schon seit einer Ewigkeit befreundet und zwischen den beiden gab es nie etwas anderes als Freundschaft. Aber irgendwie merkt man gleich, dass da inzwischen mehr zwischen den beiden ist. Tom ist wirklich total sympathisch. Er möchte Lilia irgendwie immer beeindrucken und kommt dabei echt auf die verrücktesten Ideen, aber gerade das macht ihn so liebenswert. Er ist einfach so toll und ich habe ihn wirklich in mein Herz geschlossen. Auch ihn muss man einfach mögen. Jakob ist der beliebteste Junge an Lilias Schule und Lilia schwärmt schon länger für ihn. Er sieht einfach toll aus und lässt bei Mädchen nichts anbrennen. Ich fand ihn von Anfang an sehr eingebildet und vom Charakter her irgendwie "häßlich", wenn ihr versteht was ich meine. Ich mochte ihn einfach von Anfang an nicht und daran konnte auch sein Aussehen nichts ändern. Bei mir kommt es halt doch noch auf die inneren Werte an. Und sein Charakter ist echt nicht sonderlich toll. Ich mag ihn einfach nicht und das wollte ich ausdrücken. Und ich glaube auch nicht, dass er mir im nächsten Buch irgendwie sympathischer werden wird. Rosalie ist Lilias 5-jährige Schwester. Sie muss immer ein Auge abgeklept haben und eine Brille tragen, weil sie schielt (genauso wie meine kleine Schwester in dem Alter). Sie ist einfach zuckersüß und ein absoluter Sonnenschein. Ich habe sie wirklich sofort in mein Herz geschlossen und habe ihren Spitznamen "Rosinchen" wirklich vom ersten Moment an geliebt. Ich glaube wenn ich ihre Schwester wär, könnte ich ihr keinen Wunsch abschlagen, weil sie einfach so niedlich ist. Florian ist 18 Jahre alt und Lilias älterer Bruder. Er steck momentan im Abitur fest und ist sonst auch nicht so abenteuerlich drauf. Trotzdem mochte ich ihn von Anfang an sehr gerne. Ich finde es einfach toll, wie sehr er sich um seine Schwestern sorgt und auch kümmert. Und ich finde es echt süß, dass er für das Mädchen, das er toll findet sogar backt und sich den ganzen Abend verrückt macht. Er ist einfach total sympathisch und auch er ist mir richtig ans Herz gewachsen.
Der Schreibstil hat mich anfangs echt ehrlich gesagt ein bisschen verwirrt. Dieser Tagebuchstil hat mich irgendwie ein bisschen kirre gemacht, denn ich habe es einfach nicht als normal empfunden, dass jemand wirklich andauernd Tagebuch schreibt. Aber nach und nach fand ich den Schreibstil wirklich immer besser und habe mich damit abgefunden und den Schreibstil auch lieben gelernt. Das Tagebuch ist natürlich das von Lilia und deswegen ist die Geschichte natürlich auch in der personalen Ich-Perspektive "niedergeschrieben". Ich fand, dass man durch die Tagebucheinträge wirklich viel über Lilia und ihre Gefühle erfahren hat, weil sie wirklich alles da rein geschrieben hat. Zwischen diesen Tagebucheinträgen waren immer mal wieder Emails von Tom an seinen Freund Felix abgedruckt, der auf Kur ist, weil er einen schweren Unfall hatte. In diesen Emails schreibt Tom von seinen Problemen und Felix probiert ihm so gut wie möglich bei seinen Problemen zu helfen. Dadurch hat man auch Tom besser kennengelernt und ihr habt wahrscheinlich eben schon bemerkt, dass ich Tom wirklich total gerne mag. Ich fand, dass der Scheibstil wirklich super angenehm zu lesen war und, dass diese Tagebucheinträge das Lesevergnügen sehr gesteigert haben. Besonders schön fand ich auch, dass zusätzlich zu diesen Tagebucheinträgen auch noch Zeichnungen, die zu dem jeweiligen Eintrag gepasst haben, eingefüht wurden. Alles in einem ein wundervoll passender Schreibstil.
Der Titel ist wirklich vollkommen passend, denn eigentlich möchte Lilia doch nur einen küssen, aber auf einmal hängen mehrere Jungs an ihren Lippen fest und damit beginnt ja erst das ganze Gefühlschaos. Ich finde, dass der Titel irgendwie sympathisch ist und, dass er super zu der Geschichte und auch zu Lilia passt. Außerdem macht er auf das Buch echt neugierig.
Das Cover liebe ich echt abgöttisch. Ich finde es so gelungen. Dieses eigentlich schlichte weiße Buch mit diesem bunten Kussabdrücken zu bedrucken ist echt die Idee gewesen. Ich finde, dass dieses das Buch zu etwas ganz besonderem und einzigartigen macht. Ich finde, dass es dadurch echt zu einem absolutem Eyecatcher wird. Außerdem passt das Cover ja mal super zum Titel und zu der Geschichte. Besonders gut gefällt mir auch noch, dass das Design auch an der Seite und auch auf der Rückseite weitergeht und nicht einfach so beim Cover aufhört.
Mein Fazit "Wenn küss ich und wenn ja, wie viele ?" von Mara Andeck konnte mich wirklich vollkommen überzeugen und das obwohl ich am Anfang leichte Probleme mit dem außergewöhnlichen Schreibstil hatte. Das Buch besticht einfach durch eine so sympathische und charmante Geschichte, die einen total zum Lachen bringt und mit der man sich absolut identifizieren kann, Charakteren, die fasst alle super liebenswert und einfach toll sind, einem Schreibstil, der durch Tagebucheinträge aufgebaut ist und mit abwechslungsreichen Emails versehen wurde, einem Titel, der haargenau zu der Geschichte passt und einem Cover, dass einfach wunderschön ist und einem gleich ins Auge sticht. Ich kann wirklich überhaupt an keiner Stelle an diesem Buch meckern und freue mich wirklich schon sehr auf den zweiten Band, denn ich muss einfach wissen wie Lilia Ordnung in ihr Gefühlschaos bringt.
Es gibt ein paar Dinge die ich ändern würde, die bisschen unnötig verurteilend sind, aber zum anderen ist es ein Buch aus der Sicht einer 16 Jährigen… Das Buch war früher mein Lieblingsbuch und es war schön wieder in diese Geschichte einzutauchen, auch wenn sie nicht sehr lang ist. Das Buch ist super unterhaltsam und witzig, Lilia tritt in jedes Fettnäpfchen in das man treten kann und trifft jedes mal wieder die schlechtesten Entscheidungen. Als Protagonistin ist sie ganz angenehm und auch die anderen Charaktere sind toll geschrieben, vor allem die Jungen. Ihr Bruder, Tom und Felix sind alle so liebe Jungen die ihre Mitmenschen gut behandeln und Tom und Felix haben so eine liebevolle Freundschaft mit offener Kommunikation, es ist so schön zu sehen. Dana könnte im nächsten Buch noch etwas mehr Charakter bekommen und ich hoffe Lilia bekommt mal etwas mehr Einsicht das Meiken eigentlich die coolste von allen ist, denn sie weiß was sie will und wer sie ist und bekommt von den anderen leider immer wieder eingeredet das sie lieber so sein soll wie andere… Insgesamt würde ich das Buch auf jeden Fall jungen Leser:innen empfehlen, aber vermitteln das sich einer der Charaktere sehr Übergriffig verhält.
"Wen küss ich und wenn ja, wie viele?" ist für mich die bislang größte Enttäuschung des Jahres, denn selten habe ich ein Buch so oft genervt aus den Händen gelegt und mich so wenig mit den Charakteren anfreunden können. Da ich bereits einige Rezensionen zu dem Buch gelesen habe, war ich mir eigentlich sicher, dass dieses Werk meinen Geschmack treffen könnte, aber dies war leider nicht so. "Wen küss ich und wenn ja, wie viele?" ist der Auftakt einer Reihe.
An sich ist es ja immer ganz schön, wenn ein Buch als Tagebuch geschrieben ist. So lernt man den Protagonisten immer recht schnell und vor allem gut kennen, dazu sämtliche Gedanken und Gefühle, die einen entweder berühren oder zum Nachdenken anregen. Ich habe dies nun nicht unbedingt in diesem Buch erwartet, allerdings auch nicht das, was ich bei "Wen küss ich und wenn ja, wie viele" vorfinden musste. Lilia ist so dermaßen unreif und unsympathisch, sodass es mir sehr schwer fiel, die Geschichte überhaupt zu lesen. Die Geschichte beginnt an ihrem 16. Geburtstag und sie findet absolut nichts positives an diesem Tag. Die erhoffte Party fand nicht statt und ihre Freunde hatten ebenfalls keine Zeit. Also macht sie das, was sie anscheinend am besten kann: Schmollen und nörgeln. Keine Eigenschaften, die ich bei einem Charakter favorisiere.
Auch sonst hat mir der Schreibstil von Mara Andeck nicht wirklich gefallen. Das Tagebuch liest sich stellenweise sehr abgehakt, sodass die Geschichte alles andere als flüssig zu lesen war. Dazu sind die Gedanken oftmals wirr und unreif, oftmals hatte ich dabei das Gefühl, dass Lilia gar keine 16, sondern erst 10 Jahre alt geworden ist. Selbst ihre fünfjährige Schwester schien manchmal reifer als Lilia zu sein. Interessanter sind dagegen die Emails von Lilias besten Freund Tom. Diese schreibt er an seinen Freund Felix, wo er meistens darüber berichtet, was er von Lilia hält. Während er sich in sie verliebt hat, schwärmt sie lieber für einen anderen, der absolut nicht zu ihr passt. Dabei zeigt sich auch mal wieder ihre Unreife, wenn man betrachtet, wie Lilia sich im Umgang mit Jungs verhält. Tim wirkte dagegen deutlich reifer und auch seine Emails wirkten sehr vernünftig.
Ich hätte dieses Buch wirklich gerne gemocht, schon alleine, weil ich die Idee, das menschliche Verhalten mit dem Biologieunterricht zu verbinden, sehr interessant fand, doch leider hat mir die Umsetzung und die Charaktere absolut nicht gefallen. Potential war sicherlich massenhaft vorhanden, nur leider wurde dieses meiner Meinung nach überhaupt nicht genutzt, sodass das Buch von Seite zu Seite mehr für mich zur Qual wurde.
Die Covergestaltung ist ganz nett, da sie vor allem gut zur Geschichte und zum empfohlenen Alter passt. Die Lippenstiftabdrücke heben sich noch einmal deutlich vom Rest ab, da diese glänzen. Dazu gibt es in diesem Buch jede Menge Zeichnungen, die zu den jeweiligen Momenten gut passen. Die Kurzbeschreibung liest sich ebenfalls gut. Schade, dass dies beim Buch selbst nicht genauso war.
"Wen küss ich und wenn ja, wie viele?" konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen, was zum Großteil an der Protagonistin lag, die immer wieder dafür gesorgt hat, dass ich das Buch genervt zur Seite legen musste. Wäre Lilia ein bisschen reifer und sympathischer gewesen und hätte mich der Schreibstil ein bisschen mehr überzeugen können, wäre die Geschichte sicherlich nicht schlecht gewesen, aber so war ich ehrlich gesagt froh, als ich das Buch endlich beenden konnte. Das Buch kann ich daher nicht weiterempfehlen.
In diesem Buch berichtet Lilia durch ihre Tagebucheinträge von ihrem Leben in der Schule und ihren Freunden. Und natürlich der ersten Liebe. Man liest tatsächlich diese Tagebucheinträge, wodurch man direkt immer die Gedanken der Protagonistin mitbekommt, perfekt in ihre Gefühlswelt hinein gezogen wird, aber auch ihre humorvollen Zwischenbemerkungen zu lesen bekommt. Diese Erzählart des Buches ist mal etwas ganz anderes und hat mir sehr gut gefallen. Sie beinhaltet auch mal Briefe oder längere Aspekte der Haupthandlung, war toll und sehr „interaktiv“ ist. Ich fand auch die Geschichte an sich ziemlich süß. Und die Charaktere, hauptsächlich natürlich Lilia: Ein 16-jähriges Mädchen, das sich das erst mal verliebt, das mit den kleinen Problemen in der Schule und im Alltag klarkommen muss und das eine sehr freundliche, neugierige und offene Persönlichkeit hat. Man muss ganz klar sehen, das es ein Jugendbuch ist und man dies auch in der Sprache und der Geschichte merkt (zum teil „naiv“, und eher leichte Lektüre). Wenn man sich dessen bewusst ist kann man aber schön in eine süße Geschichte voll von kleinen Problemen Jugendlicher und Liebesdingen eintauchen und sich einfach ein bisschen berieseln lassen. Das Buch ist eine supersüße und Suchtechnologie humorvolle Geschichte für Zwischendurch und hat es geschafft mir des öfteren ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Ich fand das Buch wirklich toll, gerade weil es mal etwas anderes ist. In Form eines Tagebuches die Geschichte des Charakters mit zu erleben und das auf so lustige Weise, sehr toller Humor. Die Protagonistin Lilia war wirklich liebenswert. Das Lesen hat mir sehr Spaß gemacht, wirklich empfehlenswert!
Das Buch „Wen küss ich und wenn ja, wie viele?“ ist ein Jugendbuch von Mara Andeck, erschienen im Boje Verlag am 11. Januar 2013. Es ist der erste Teil einer Triologie von „Lilias Tagebuch“.
Inhalt
Lilia feiert ihren 16. Geburtstag und hatte sich eine Überraschungsparty von ihren Freunden erhofft. Doch nun sitzt sie allein in ihrem Zimmer und schreibt Tagebuch, während ihre Freunde im Kino sind. Dabei möchte sie doch eigentlich so gerne endlich einen Jungen küssen! Da passt es sehr gut, dass sie in Biologie ein Referat halten soll über ein Thema ihrer Wahl. Und was wählt sie natürlich? Männer, das Balzverhalten und Fortpflanzung. Während ihrer Recherche lernt sie viel über das Verhalten der verschiedensten Tiere und versucht prompt, das auf die Menschen anzuwenden. Dabei entsteht aber ein riesiges Chaos und nachher hat Lilia nicht nur einen Jungen geküsst, sondern gleich mehrere. Ob das gut endet?
Meinung
Ich bin mehr als begeistert von diesem Buch. Eigentlich wollte ich es nur zwischendurch als Bettlektüre beginnen, war nachher von Lilia und der Geschichte aber so fasziniert, dass ich es sofort weiterlesen musste. Allein das Cover ist schon sehr schön gestaltet und fängt alle Blicke auf. Die Farben passen sehr gut zueinander und das Cover passt perfekt zum Inhalt. Im Buch selbst sind einige „Kritzeleien“ auf den Seiten, die zum jeweiligen Inhalt passen und lassen das Buch so wirklich wie ein persönliches Tagebuch wirken, in dessen Stil das Buch geschrieben ist. Wie eben erwähnt, das Buch ist eine Art Tagebuch, das Lilia schreibt. Dabei kommen ihre Gedanken und Gefühle natürlich sehr gut durch, aber es gibt zwischendurch immer wieder Szenen, die weiter ausgebaut sind und so ihren jeweiligen Gefühlsstatus genauer erklären. Am Ende jedes Kapitels ist außerdem eine Mail von Tom an seinen Kumpel, die weitere Informationen preisgibt, die Lilia selbst nicht hätte wissen können, aber die wichtig für das Verstehen der Handlung sind. Das Zusammenspiel von beiden finde ich sehr gelungen, denn während des Lesens der Tagebuchseiten bleiben meist Fragen auf, was passiert ist und die werden erst am Ende in der Mail dann beantwortet, was die Spannung meiner Meinung nach sehr erhält. Die Charaktere haben alle ihre Eigenheiten, die sie sehr authentisch wirken lassen und eine gewisse Harmonie erzeugen, weil alles nachher ineinander passt. Da gibt es den typischen Macho, Jakob, auf den alle stehen, das typische Mädchen, das sich knapp bekleidet, ständig zickig ist und dem Macho hinterherläuft, Vicky, die kleine Mädelsclique, bestehend aus Lilia, der Hauptperson, und ihren Freundinnen Maiken und Dana, und natürlich die kleine Jungsclique, bestehend aus Benny, Tom und einem weiteren Charakter, der aber eher weniger eine Rolle spielt. Außerdem die liebe nette Familie mit einer Mutter, die gestresst ist, weil sie Familie und Beruf unter einen Hut bringen muss, einem Vater, der sich lieber raushält und seine Frau machen lässt, einer kleinen Schwester, die sich gerne an ihre große Schwester wendet und einen großen Bruder, der zwar eher eigen ist, aber auch gleichzeitig zur Stelle steht, wenn man ihn wirklich braucht. Jeder Charakter hat somit seine eigene Rolle und bewirkt nachher immer etwas, das zu einer Wendung der Handlung führt und das Buch spannend macht. Während der Handlung fließen immer wieder die neu erworbenen Kenntnisse von Lilia für ihr Referat mit ein, die zwar biologisch sind, aber irgendwie auch faszinierend. Vieles davon habe ich selbst noch nicht gewusst und war umso überraschter, wenn sie sich den Gepflogenheiten der Tiere angepasst hat, um damit ihr eigenes Liebesleben zu fördern. Das Buch überzeugt mich durch die realitätsnahe Handlung, die für jeden Jugendlichen sicher nachvollziehbar ist. Dabei bleibt es die ganze Zeit spannend, denn die Lage spitzt sich immer weiter zu, bis sie gegen Ende den absoluten Höhepunkt erreicht und in ein recht offenes Ende mündet, das Lust auf den Fortsetzungsteil macht.
Fazit
Mir hat das Buch mehr als nur sehr gut gefallen und ich bin sehr überzeugt und fasziniert. Ich kann schon jetzt den Fortsetzungsteil kaum erwarten. Das Buch ist zwar ein Jugendbuch, aber auch für Erwachsene lustig und spannend, denen als Jugendliche sicher selbst so erging wie Lilia und ihren Freunden im Buch.
Was ich erwarte: Zu diesem Buch hatte ich vor dem Lesen sehr verschiedene Rezensionen gelesen, daher war ich doch etwas skeptisch, ob mir das Buch gefallen würde. Aber eigentlich klang der Klappentext ja schon sehr lustig...
Meine Meinung: Gleich von Anfang an hat mich der Humor des Buches überzeugen können. Lilias Geschichte wird wirklich lustig und amüsant erzählt, so dass ich mir das Lachen nicht verkneifen konnte. In ihrem Tagebuch erzählt Lilia über die Tücken des Erwachsenwerdens und so kann man sich als Gleichaltriger sehr schön in die Situationen hineinversetzen. Aber auch für Leser, die nicht 16 sind, bietet "Wen küss ich und wenn ja, wie viele?" sicher eine schöne Unterhaltung und wird einen in seine eigene Jugendzeit zurückversetzen.
Da das Buch wie ein Tagebuch aus Lilias Sicht geschrieben ist, lernt man diese sehr gut kennen. Sie hat so ihre Macken, aber eigentlich ist sie auch nur ein "normaler" Teenager, der sich im Leben zurecht finden muss. Für mich war Lilia als Hauptprotagonistin okay. Sie war ganz nett, aber es gibt einige andere Charaktere, die mich mehr begeistern konnten.
Zum Beispiel ihren großen Bruder Florian, der wirklich ein herzensguter Kerl ist, auch wenn er bestimmt nicht perfekt ist. So einen großen Bruder hätte ich jedenfalls auch gerne. Und von Lilias kleiner Schwester Rosalie kann ich auch nur schwärmen. Die kleine ist so niedlich, aber auch sehr intelligent. Für mich ist sie definitiv eins der Highlights von "Wen küss ich und wenn ja, wie viele?".
Und dann gibt es da natürlich noch ein paar Jungs. Von Tom erfährt man am meisten, da am Ende jedes Kapitel eine E-Mail an seinen Freund Felix steht. Ich fand diese Idee wirklich toll, da man so auch ein bisschen Einblicke in seine Gefühlswelt erhalten hat. Jakob ist leider sehr klischeehaft und auch wenn das wahrscheinlich zum größten Teil sogar Absicht war, so konnte er mich nicht so ganz überzeugen. Klar, er ist sicher auch nicht der Typ in diesem Buch, den man lieb haben soll, aber mich hat er doch sehr genervt. Auf jeden Fall hatte aber jeder Charakter seine eigene Persönlichkeit (Lilias beste Freundinnen sind beispielsweise auch recht außergewöhnlich), so dass es Spaß macht, sie näher kennen zu lernen.
Der Schreibstil von Mara Andeck ist zunächst etwas ungewöhnlich, was nicht mal an dem Tagebuchstil liegt. Im Gegenteil, dass das Buch in Tagebuchform geschrieben ist, hat mir sogar ziemlich gut gefallen. Dass ich am Anfang etwas Probleme mit dem Schreibstil hatte, lag mehr daran, dass für mich die Sätze zunächst einfach nicht rund genug waren. Und manche Dialoge, die einfach nur nach dem Schema: Er: "..." Sie: "..." Er:"..." Sie:"..." aufgebaut waren, fand ich auch nicht so prickelnd, selbst wenn sie zum Tagebuchstil passen. Mit der Zeit konnte mich der Schreibstil allerdings mehr überzeugen, was vielleicht auch daran lag, dass ich einfach wissen wollte, wie es weiter geht.
Man kann zwar nicht gerade sagen, dass das Buch spannend ist, aber zwischendurch hat es mich doch gefesselt. Klar, die Geschichte ist jetzt nicht unbedingt außergewöhnlich, aber ich wollte einfach wissen, wie Lilias Plan klappt oder ob es in die Hose geht. Vor allem mit Tom habe ich mitgefiebert, da er mir zwischendurch doch etwas Leid getan hat.
Ein Pluspunkt für das Buch ist sicher noch die Tatsache, dass man auch so einiges über Biologie lernen kann. Dadurch dass Lilias Bio-Referat eine große Rolle spielt, da sie ihre Erkenntnisse selbst ausprobieren möchte, und die Autorin anscheinend sehr viel über Biologie weiß, lernt man noch so einiges neues. Es ist auf jeden Fall sehr interessant zu lesen.
Das Ende, puh, das war ein ziemlicher Cliffhanger. Eigentlich dachte ich, dass es so was bei Liebesgeschichten nicht gibt, aber Mara Andeck konnte mich überraschen. Und jetzt bin ich quasi dazu gezwungen, auf das Buch, dass im Herbst 2013 erscheinen wird, gespannt zu warten.
Fazit: Mara Andecks Debüt "Wen küss ich und wenn ja, wie viele" ist an einigen Stellen sicher noch ausbaufähig. Nichts desto trotz hat es mir besonders durch den Humor sehr gut gefallen und lässt mich jetzt gespannt auf den zweiten Teil sein. Eine Leseempfehlung für diejenigen, die nichts gegen ein bisschen Klischee haben und Bücher in Tagebuchform gerne lesen!
Da sitzt Lilia nun an ihrem 16. Geburtstag in ihrem Zimmer und schreibt Tagebuch – die erhoffte Überraschungsparty findet nicht statt, steht doch am nächsten Tag eine Klassenarbeit an. Auch sonst ist Lilia unzufrieden mit ihrem Leben, schließlich ist sie mittlerweile 16 Jahre und hat noch nie einen Jungen geküsst. Klar, dass das sofort geändert werden muss. Und weil sie gerade ein Bio-Referat zum Thema „Balzverhalten im Tierreich“ vorbereiten muss, beschließt sie einfach diese neugewonnenen Erkenntnisse auf ihr Liebesleben zu übertragen…ob das gut gehen kann?
„Wen küss ich und wenn ja, wie viele?“ ist in Tagebuchform geschrieben. Der Leser erlebt die nächsten Tage in Lilias Leben quasi hautnah mit. Unterbrochen werden die Tage von Toms E-Mails, in denen man auch seinen Blickwinkel kennen lernt. Lilia sitzt also an ihrem 16ten Geburtstag in ihrem Zimmer und schreibt Tagebuch. Dabei lässt sie ihrer Enttäuschung freien Lauf und es wird immer wieder betont, wie unzufrieden sie doch ist. Ja, das ist natürlich schon tragisch 16 Jahre zu sein und immer noch ungeküsst…wie gut, dass es Wetten gibt und sie dann gleich drei Jungs auf einmal küssen darf! Und ihr großer Schwarm Jakob ist natürlich auch dabei. Pech bloß, dass ihr Freund Tom in sie verliebt ist…Chaos vorprogrammiert!
Ehrlich gesagt hatte ich nicht wirklich das Gefühl, dass Lilia schon ihren 16ten Geburtstag gefeiert hat. Sie benimmt sich dermaßen unreif, dass sie auch als 12jährige durchgehen könnte. Ständig beklagt sie sich in ihrem Tagebuch und dieses Rumgejammere war echt anstrengend. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, bei dem ich von der Protagonistin so genervt war. Einziger Lichtblick waren die E-Mails von Tom. Er schien wesentlich reifer zu sein, ihm habe ich sein Alter abgenommen. Normalerweise ist das doch meist andersrum, oder? Auch den anderen Charakteren konnte ich meist nichts abgewinnen, die meisten blieben doch sehr schwach.
Der Schreibstil war okay, einige Sätze waren vielleicht etwas zu abgehackt. Gerade für die Zielgruppe dürfte das Buch wohl recht verständlich geschrieben sein. Spannung kam bei mir nicht auf, ist doch von vorneherein klar, auf welchen Konflikt das hinauslaufen wird. „Witzige“ Sätze führten bei mir meist nur dazu, dass ich noch genervter wurde. Jedoch gab es auch einen wirklich interessanten Aspekt – nämlich die Biologie. Da hat die Autorin Mara Andeck wirklich ein paar interessante Fakten zusammengestellt und passend aufbereitet.
Auch wenn mir das Buch „Wen küss ich und wenn ja, wie viele?“ nicht wirklich gefallen hat und meine Rezension auch nicht gerade positiv ausgefallen ist, so glaube ich dennoch, dass die Zielgruppe der 12jährigen Mädchen viel Gefallen an diesem Buch finden kann. Und für die gibt es zum Schluss noch eine gute Nachricht: Dies ist der Auftakt einer Reihe, die Fortsetzung von Lilias Tagebuch soll es im Herbst 2013 geben. Da ich jedoch schon lange aus dem „Freche Mädchen – Freche Bücher“-Alter raus bin, werde ich diese nicht mehr lesen.
I N H A L T Lilia hat es satt! Da sitzt sie nun an ihrem 16. Geburtstag - die erhoffte Überraschungsparty ist nicht in Sicht, die nächste Klassenarbeit droht, aber das Schlimmste: Lilia hat noch nie einen Jungen geküsst. Das muss sich ändern! Da passt es gut, dass Lilia sowieso gerade damit beschäftigt ist, ihr Bioreferat zum Thema »Balzverhalten im Tierreich« vorzubereiten. Immerhin sind Menschen auch nur Säugetiere. Und so beschließt sie kurzerhand, ihr neues Wissen einfach auf ihr eigenes Liebesleben anzuwenden ... Ziel des Ganzen: Am Ende will Lilia küssen - und zwar unbedingt den Richtigen! (amazon.de)
M E I N E M E I N U N G Eigentlich bin ich kein großer Fan von Büchern, die in Tagebuchform geschrieben sind, doch als ich dieses Schmuckstück in unserer Bibliothek gesehen habe, musste es einfach mal mit. Lilia, die 16 jährige Protagonistin schreibt Tagebuch. Unterbrochen werden die Einträge nur durch gelegentliche E-Mails von Tom an seinen Freund.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr jugendlich, aufgeweckt und erfrischend. Die Sätze waren nicht wirklich anspruchsvoll und dürften für die Zielgruppe 12-14 Jahre gut geeignet sein. Außerdem war es stellenweise wirklich witzig und ich musste manchmal ein klein wenig schmunzeln - was bei mir ja ziemlich selten der Fall ist. Der leichte Humor ließ das Buch so schnell davonfliegen, wie ein Puseblumensamen im Wind, was dazu führte, dass ich nicht lange an diesem Buch verweilte.
Lilia hat mich leider manchmal richtig genervt. Dafür, dass sie schon am Anfang des Buches ihren sechzehnten Geburtstag gefeiert hat, hat sie sich aufgeführt, als wäre sie noch dreizehn. Klar möchte ich keine perfekte Protagonistin, aber bei ihr hat einfach das "echte" sechzehnjährige Mädchen ein wenig gefehlt. Besonders nervt es mich immer, wenn Jungen der Protagonistin mehr als deutliche Signale schicken, dem Mädchen aber trotzdem ewig nichts klar wird. Lilia ist eine Träumerin und Chaotin, die perfekt zu so einem frischen Jugendbuch wie "Wen küss ich und wenn ja, wie viele?" passt und für die Zielgruppe ist ihr Verhalten auch noch nicht zu reif, für alle darüber könnte es nervig werden.
Die Idee, das menschliche mit dem tierischen Verhalten und somit mit der Biologie zu verbinden, fand ich gut. Doch leider war es die Umsetzung nicht. Lilia hat vieles in der Welt der Junge beobachtet, aber manchmal waren ihre Experimente einfach nur peinlich und ich musste mir so manches Mal an den Kopf greifen.
F A Z I T "Wen küss ich und wenn ja, wie viele?" konnte mich leider nicht richtig von sich überzeugen. Der Zielgruppe der Mädchen von 12-14 Jahren würde ich dieses lockerleichte Buch auf jeden Fall ans Herz legen, bei allen darüber werden die Meinungen in verschiedene Richtungen gehen. Ich hatte ein paar schöne, unterhaltsame Lesestunden, aber das war auch schon alles.
Lilia ist 16, hübsch und ungeküsst. Und genau das will sie unbedingt ändern. Wegen einer plötzlich verschwundenen Arbeit in Bio muss sie ein Referat halten. Ihr Thema ist -ausgerechnet- das Balz- und Paarungsverhalten der Tiere. Doch Lilia versteht plötzlich: Der Mensch ist auch nur ein Tier. So fängt sie an ihre Schule als Tierreich zu sehen und wendet ihre Erkenntnisse, einfach auf das Objekt ihrer Begierde an. Nicht wissend, dass sie damit das absolute (Gefühls-)Chaos auslöst...
Wen sie küsst und wie viele? Dafür müsst ihr schon Lilias Tagebuch lesen!
Hach, das Buch hat mich in die Zeit zurückversetzt, in der ich selbst 16 war. Ein typisches Mädchenbuch, inklusiver aller Peinlichkeiten, denen man in diesem Alter einfach nicht aus dem Weg gehen kann. Obwohl ich über die 16 nun doch schon weit hinaus bin, konnte ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Lilia war mir richtig sympatisch, weil sie so unperfekt war. Auch das chaotische Familienleben der Familie Kirsch habe ich gerne mitverfolgt. Die kleine Schwester Rosalie, die unbedingt hübsch und ihre Brille los sein möchte, ihr großer Bruder Flo, den sie 'liebevoll' Flokati nennt und die Eltern, die im Punkt Erziehung manchmal nicht ganz auf dem neusten Stand zu sein scheinen, sind schön herausgearbeitete Charaktere.
Der Roman ist aufgebaut wie ein Tagebuch. Man bekommt Einblick in fast jede Sekunde von Lilias Tagesablauf oder bekommt im Nachhinein erzählt, was sie alles erlebt hat.
Den Titel fand ich auch gelungen. Musste ich doch sofort an ein anderes Buch denken... Lilia ist sich am anfang sehr sicher, wen sie eigentlich küssen möchte. Aber am Ende wird es schwer für sie, eine Entscheidung zu treffen.
Das Buch ist für alle, die die 'Freche Mädchen - Freche Bücher' mochten oder mögen. (Auch wenn man schon älter als 16 ist!) Es ist ein einfach zu lesen, lustig aber dennoch mit Köpfchen. Und in in der Kategorie 'Mädchenbücher' hat es seine 5 Sterne redlich verdient!
Ich glaube, das erste Mal habe ich dieses Buch mit round about 15 Jahren gelesen und es ist bis heute eines meiner absoluten Herzensbücher. Was soll ich sagen, die ganze Reihe hat sich in mein Herz gebrannt.
Ich konnte mich so gut in Lilia hineinversetzen: die erste Schwärmerei, der bunt gemischte Freundeskreis, die Erzfeindin, manch bedenkliche Entscheidung, ... Einfach zu gut.
Diese Buchreihe ist zudem die einzige, welche ich mir, obwohl ich sie als E-Book besitze, in Taschenbuchform nachgekauft habe. Es hat sich gelohnt. Sie machen sich wunderbar in meinem Bücherregal.
Ganz, ganz tolles Buch / tolle Reihe! Nur zu empfehlen.
Das ist wirklich mal ein Tagebuch, das so richtig Spaß macht, vor allem weil die Erzählerstimme der 16-jährigen Lilia so frisch, authentisch und lustig ist. Da spielt es kaum eine Rolle, ob sich die Protagonistin gerade über ihre Männerprobleme, ihre Familie, die Schule oder biochemische Fortpflanzungsvorgänge auslässt, es ist einfach immer unterhaltsam. Ein richtiges Feel-good-Buch, auch wenn sich die Protagonistin zwischendurch manchmal gar nicht so gut fühlt und ziemlich auf dem Schlauch steht. Ich werde auf jeden Fall auch den zweiten Band lesen.
Gigantisch, zum schmunzeln, zum in-die-eigene-Jugend-versetzen & einfach so realitätsnah. Super! Wusste gar nicht, dass das der Auftakt einer Trilogie war, umso mehr freu ich mich darauf, den nächsten Teil lesen zu können. Mehr davon! <3